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Verlorene Kindheit
In seinem Buch „Verlorene
Kindheit“ beschreibt der Autor Jenö Alpár
Molnár die demütigende Szenen seiner Kindheit im Kinderheim
Schloss Leonstein, und auch “der Drachen” in Oberösterreich.
Mehr: http://www.verlorene-kindheit.at/
Der
Bastard
Der Fürsorgezögling
Franz Josef Stangl ISBN 978-3-85252-909-7
Ich habe das Manuskript »Der Bastard« von Franz Josef
Stangl mit Anteilnahme gelesen. Eine Expedition hinter die Kulissen
der Gesellschaft in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
In kompromissloser Erzählweise und atemlosen Erzählton
gelingt es Stangl für den Leser ein Stück verborgener
Wirklichkeit sichtbar und greifbar zu machen. Ich halte das Buch
notwendig für die österreichische Literatur und das
Verständnis einer ganzen Generation.
Kindheit
im Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg
Coverauschnitt des Buchs „Die
vergessene Generation - Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“
von Sabine Bode; © Piper
Nach über sechs Jahrzehnten sind sichtbare Wunden des Zweiten
Weltkriegs und des Nazi-Terrors – außer in Gedenkstätten
– kaum noch irgendwo zu finden. In den Seelen der Kinder
von damals aber hat der Krieg Verletzungen hinterlassen, die bis
heute nicht wirklich geheilt sind. Jahrzehntelang wurde in Deutschland
darüber verschämt geschwiegen. Seit einigen Jahren beginnt
sich dies zu ändern. Auch die psychotherapeutische Forschung
hat sich des Themas angenommen.
Geerbte
Schuld
"Kriegskinder" von Gertrud Ennulat
Psychische Spätfolgen
sind selbst bei den „Kriegsenkeln“
zu beobachten. Auch
die beginnen mittlerweile die Wurzeln ihres Leids an sich selbst
und der Welt in jenen dunkeln Jahren lange vor ihrer Geburt zu
suchen – in den Traumata ihrer Eltern und Großeltern.
„Gehorsam
in der Selbstverleugnung“
Ermann vermutet, dass sich die lange Verleugnung
der Traumatisierung von Zigtausenden deutscher Kriegskinder nur
verstehen lässt, wenn man die Verstrickung der Erwachsenen-Generationen
in die Schuld des Holocaust mit in Betracht zieht. Unausgesprochen
seien die Kinder der Erwartung ausgesetzt gewesen, ihre Eltern
nicht zu belasten. Sie sollten möglichst früh selbständig
werden und im Leben erfolgreich – „ein Sonnenschein,
in dem die Eltern ihr angeschlagenes Selbst wärmen konnten,
Kummer und Schmerz, Verluste von Verwandten, Haus und Heimat überwinden
konnten und die Abwesenheit oder den Verlust des Partners verschmerzen“.
Und sie sollten die Eltern davor bewahren, die „Hilflosigkeit
und Entbehrungen der eigenen Kriegskindheit im und nach dem Ersten
Weltkrieg wieder lebendig werden zu lassen“.
Mehr dazu: http://www.goethe.de/ges/pok/thm/dns/de4472907.htm
Als
der Mann kam und mich mitnahm
von Heidi Marks
1961 wurde die damals
Vierjährige von einem vierzehnjährigen Nachbarjungen
in die Büsche gezerrt. Von da an nutzte der Heranwachsende
jede Gelegenheit, das Kind sexuell zu missbrauchen. Den Eltern
erzählte Heidi nichts, denn der Junge schärfte ihr ein,
die Mutter würde sie dann nicht mehr mögen.
Mehr lesen: http://www.dieterwunderlich.de/Heidi_Marks.htm
Ich
bin nicht mehr eure Tochter.
Die wahre Geschichte eines Mädchens, das jahrelang in der
Familie sexuell mißbraucht wurde.
von Monika B. (Autor), Karin Jäckel (Autor)
Monika soll die gutbürgerliche
Familie komplettieren. Hinter der heilen Fassade spielt sich Unfassbares
ab. Von Anfang an wird Monikas Leben von sexuellen Übergriffen
bestimmt. Was der Großvater an dem Kleinkind begeht, setzt
sich in jahrelangen Vergewaltigungen durch den Vater und die älteren
Brüder fort. Erst nach dem Freitod ihres jüngeren Bruders
Georg, der nicht mit ansehen kann, was mit seiner geliebten Schwester
geschieht, gelingt es Monika, sich aus dieser Hölle zu befreien.
"steinzeit"
Mariella Mehr, eine poetische Trauma gequälte
Stimme, erzählt in ihrem Buch „Steinzeit“ über
Menschen ohne Menschlichkeit.
dieses buch ist allen
ungeliebten babys gewidmet, allen heimkindern, allen anstaltszöglingen,
allen an unserer gesellschaft ver-rückt gemacht wordenen,
allen stummgewordenen und all jenen, die wissen, dass nur liebe
unsere zukunft rettet.
Auszüge:
restaurant «zur heimat». jene sehnsucht, unsichtbar
zu sein. jenseits aller grenzen die stille des todes im bauch.
silvana, unauffindbar für den schmerz, angst, unverdaut wie
schlechte hamburger. am schnapsglasrand ein geruch nach verwesung.
mit einem gelben bleistift kritzle ich meine angst auf die tischplatte.
dafür wird mir die beiz gesperrt. beim hinausgehen höre
ich den wirt von der theke her blaffen: kreaturen wie dich hat
hitler vergast... ich weiss, die blonde serviertochter wird auch
heute um mitternacht die tische mit schmierseife fegen, ihre hände
werden rot und rissig sein. damit aber hat mein angstgekritzel
nichts zu tun.
....gesichter beginnen sich abzuzeichnen, erst fratzenhaft, zu
den gesichtern reihen sich ereignisse von absoluter tödlichkeit;
geschehen in diesem seit Jahrhunderten über jeden verdacht
erhabenen land, dessen bewohner sich, erzogen in einem verlogenen
sozialen verständnis, allabendlich satt zur ruhe betten.
weil jene schweigen, die um diese verlogenheit wissen, weil jene
schweigen müssen, die man bis zur unkenntlichkeit seelisch
verstümmelt hat.
ich kann allein sein, eine über jahre dauernde unfreiwillige
übung. vor zwei tagen habe ich eine therapie begonnen, die
mir helfen soll, endlich leben zu lernen. seit 31 Jahren habe
ich nichts anderes gemacht, als über-lebt. der preis dafür
war hoch. silvana - früher silvia oder auch silvio- ist alkoholikerin,
medikamentensüchtig, unfähig zur sozialen eingliederung,
depressiv, verängstigt, wütend, zerstörerisch.
silvana ist schrei.
ich verbringe meine stunden in einem isolierten zimmer. winzig
der raum, vorwiegend brauntöne, ein bauch voller wärme.
ich nenne ihn brunos bauch.
bruno ist der therapeut.
meine wanderung zu mir selbst begann mit einem telefon an meine
mutter. -
meine mutter ist zigeunerin. kaum fünf jahre alt, holte sie
die polizei aus dem rotel* ihres vaters. für die hüter
der sesshaften ordnung und ihre büttel war das zigeunerleben
nicht lustig, sondern asozial und gesellschaftsgefährdend.
sie wurde einem karitativen werk überlassen, das sie bis
zu ihrem 25. lebensjahr «betreute». eine amtsvormundschaft
trimmte sie danach weiterhin ebenso unablässig wie erfolglos
auf normen, die ihr nie gerecht werden konnten. sie erkrankte
an einer paranoiden schizophrenie und wird seit über dreissig
jahren in verschiedenen psychiatrischen kliniken abwechslungsweise
mit schlaf- und insulinkuren und elektroschocks dagegen behandelt.
heute zählt sie zu den chronisch-kranken der klinik friedheim.
dieses karitative hilfswerk ist auch für mein leben grösstenteils
verantwortlich. es existiert heute nicht mehr. sein gründer,
doktor eberhard sigrist, starb vor einigen jahren.
etwa elfjährig, fragte ich dr. eberhard sigrist nach vater
und mutter. «ach, weisst du, deine mutter ist eine arme,
versoffene schlampe, dein vater ein säufer und penner.»
jetzt am telefon erfahre ich, dass meine mutter regelmassig depotspritzen
bekommt, die die qualen ihres verfolgungswahns lindern sollen.
fünfundzwanzig jahre habe ich mich wie ein berserker durch
verbalität gekämpft, um der angst worte zu gebben. die
ersten fünf jahre blieb ich stumm, gefangen in dumpfer kontaktarmut.
autismus: der welt begegnen und ihre botschaft mit schweigen erwidern.
heute sehe und fühle ich die angst. fratzenhafte gebilde,
augen, glitzernde schwarze glaskugeln, augen wie saugnäpfe,
sie durchdringen mich, bis es kalt und dunkel wird. dann konturen
von krüppeln, von monstern, blaue kälte um diese konturen,
eis. ich gebe die angst der kleinen silvia silvana der grossen.
doch die mauer zwischen den beiden ist so hässlich grau wie
jene, die mir hier in brunos bauch die sicht zum himmel versperrt,
eine kahle brandmauer, unüberwindbar.
ein schlafsaal, eine breite fensterfront, bäume davor. entlang
den wänden zwei reihen gitterbettchen, nahe der türe
liegt silvia, eine formlose masse fleisch, einsam in ihrer kontaktlosigkeit.
silvia, ein paar wochen alt. man hat silvia zur intensivpflege
in die spezialabteilung des kinderspitals in rosen gebracht. zwei
gesichter beugen sich über das weisse bett. zwei paar augen
glitzern schwarz und bedrohlich. silvia bleibt starr, silvia wird
bestraft, weil sie eine unbewegliche masse fleisch ist, unförmig,
ohne gesicht. silvia nimmt bewegung wahr. es bedeutet gefahr,
schmerz, wie tritte in den bauch. jemand streicht die weisse decke
auf silvias körper glatt.
Mehr zum Roman
"steinzeit" http://www.mariellamehr.com/Oberlin/steinzeit.htm
"Heimerziehung:
Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes"
von Alexander Alexander Markus Homes
Der Autor über
sein Buch:
"Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt
und Lust im Namen Gottes"
ist bei Books on Demand GmbH, Norderstedt (ISBN 3-8334-4780-X)
erschienen, in dem auch mein Buch "Von der Mutter missbraucht.
Frauen und die sexuelle Lust am Kind" (ISBN 3-8334-1477-4)
erschienen ist.
Es waren insbesondere Nonnen – nicht alle –, die,
wie zahlreiche Betroffenenberichte in diesem Buch aufzeigen, im
Namen Gottes Heimkinder prügelten, malträtierten, quälten,
erniedrigten und entwürdigten, um ihnen Disziplin, Gehorsam,
Fleiß, Sauberkeit, Unterordnung und den Glauben an ihren
Gott aufzuzwingen. Die „Bräute Jesu Christi“
gehörten Schwestern-Orden an wie beispielsweise der „Ordensgemeinschaft
der Armen Dienstmägde Jesu Christi“ in Dernbach, dem
„Orden der Hedwigschwestern“ in Berlin und dem „Paderborner
Vincentinerinnen-Orden“.
Mehr
über das Buch lesen
Misshandelte
Zukunft
Mehr darueber bei:
http://www.misshandelte-zukunft.de/startseite.html
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