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Ich bin nicht mehr eure Tochter.
Die wahre Geschichte eines Mädchens, das jahrelang
in der Familie sexuell mißbraucht wurde.
von Monika B. (Autor), Karin Jäckel (Autor)
Monika soll die gutbürgerliche Familie komplettieren. Hinter
der heilen Fassade spielt sich Unfassbares ab. Von Anfang an wird
Monikas Leben von sexuellen Übergriffen bestimmt. Was der
Großvater an dem Kleinkind begeht, setzt sich in jahrelangen
Vergewaltigungen durch den Vater und die älteren Brüder
fort. Erst nach dem Freitod ihres jüngeren Bruders Georg,
der nicht mit ansehen kann, was mit seiner geliebten Schwester
geschieht, gelingt es Monika, sich aus dieser Hölle zu befreien.
"steinzeit"
Mariella Mehr, eine poetische Trauma gequälte
Stimme, erzählt in ihrem Buch „Steinzeit“ über
Menschen ohne Menschlichkeit.
dieses buch ist allen ungeliebten babys gewidmet, allen heimkindern,
allen anstaltszöglingen, allen an unserer gesellschaft ver-rückt
gemacht wordenen, allen stummgewordenen und all jenen, die wissen,
dass nur liebe unsere zukunft rettet.
Auszüge:
restaurant «zur heimat». jene sehnsucht, unsichtbar
zu sein. jenseits aller grenzen die stille des todes im bauch.
silvana, unauffindbar für den schmerz, angst, unverdaut wie
schlechte hamburger. am schnapsglasrand ein geruch nach verwesung.
mit einem gelben bleistift kritzle ich meine angst auf die tischplatte.
dafür wird mir die beiz gesperrt. beim hinausgehen höre
ich den wirt von der theke her blaffen: kreaturen wie dich hat
hitler vergast... ich weiss, die blonde serviertochter wird auch
heute um mitternacht die tische mit schmierseife fegen, ihre hände
werden rot und rissig sein. damit aber hat mein angstgekritzel
nichts zu tun.
....gesichter beginnen sich abzuzeichnen, erst fratzenhaft, zu
den gesichtern reihen sich ereignisse von absoluter tödlichkeit;
geschehen in diesem seit Jahrhunderten über jeden verdacht
erhabenen land, dessen bewohner sich, erzogen in einem verlogenen
sozialen verständnis, allabendlich satt zur ruhe betten.
weil jene schweigen, die um diese verlogenheit wissen, weil jene
schweigen müssen, die man bis zur unkenntlichkeit seelisch
verstümmelt hat.
ich kann allein sein, eine über jahre dauernde unfreiwillige
übung. vor zwei tagen habe ich eine therapie begonnen, die
mir helfen soll, endlich leben zu lernen. seit 31 Jahren habe
ich nichts anderes gemacht, als über-lebt. der preis dafür
war hoch. silvana - früher silvia oder auch silvio- ist alkoholikerin,
medikamentensüchtig, unfähig zur sozialen eingliederung,
depressiv, verängstigt, wütend, zerstörerisch.
silvana ist schrei.
ich verbringe meine stunden in einem isolierten zimmer. winzig
der raum, vorwiegend brauntöne, ein bauch voller wärme.
ich nenne ihn brunos bauch.
bruno ist der therapeut.
meine wanderung zu mir selbst begann mit einem telefon an meine
mutter. -
meine mutter ist zigeunerin. kaum fünf jahre alt, holte sie
die polizei aus dem rotel* ihres vaters. für die hüter
der sesshaften ordnung und ihre büttel war das zigeunerleben
nicht lustig, sondern asozial und gesellschaftsgefährdend.
sie wurde einem karitativen werk überlassen, das sie bis
zu ihrem 25. lebensjahr «betreute». eine amtsvormundschaft
trimmte sie danach weiterhin ebenso unablässig wie erfolglos
auf normen, die ihr nie gerecht werden konnten. sie erkrankte
an einer paranoiden schizophrenie und wird seit über dreissig
jahren in verschiedenen psychiatrischen kliniken abwechslungsweise
mit schlaf- und insulinkuren und elektroschocks dagegen behandelt.
heute zählt sie zu den chronisch-kranken der klinik friedheim.
dieses karitative hilfswerk ist auch für mein leben grösstenteils
verantwortlich. es existiert heute nicht mehr. sein gründer,
doktor eberhard sigrist, starb vor einigen jahren.
etwa elfjährig, fragte ich dr. eberhard sigrist nach vater
und mutter. «ach, weisst du, deine mutter ist eine arme,
versoffene schlampe, dein vater ein säufer und penner.»
jetzt am telefon erfahre ich, dass meine mutter regelmassig depotspritzen
bekommt, die die qualen ihres verfolgungswahns lindern sollen.
fünfundzwanzig jahre habe ich mich wie ein berserker durch
verbalität gekämpft, um der angst worte zu gebben. die
ersten fünf jahre blieb ich stumm, gefangen in dumpfer kontaktarmut.
autismus: der welt begegnen und ihre botschaft mit schweigen erwidern.
heute sehe und fühle ich die angst. fratzenhafte gebilde,
augen, glitzernde schwarze glaskugeln, augen wie saugnäpfe,
sie durchdringen mich, bis es kalt und dunkel wird. dann konturen
von krüppeln, von monstern, blaue kälte um diese konturen,
eis. ich gebe die angst der kleinen silvia silvana der grossen.
doch die mauer zwischen den beiden ist so hässlich grau wie
jene, die mir hier in brunos bauch die sicht zum himmel versperrt,
eine kahle brandmauer, unüberwindbar.
ein schlafsaal, eine breite fensterfront, bäume davor. entlang
den wänden zwei reihen gitterbettchen, nahe der türe
liegt silvia, eine formlose masse fleisch, einsam in ihrer kontaktlosigkeit.
silvia, ein paar wochen alt. man hat silvia zur intensivpflege
in die spezialabteilung des kinderspitals in rosen gebracht. zwei
gesichter beugen sich über das weisse bett. zwei paar augen
glitzern schwarz und bedrohlich. silvia bleibt starr, silvia wird
bestraft, weil sie eine unbewegliche masse fleisch ist, unförmig,
ohne gesicht. silvia nimmt bewegung wahr. es bedeutet gefahr,
schmerz, wie tritte in den bauch. jemand streicht die weisse decke
auf silvias körper glatt.
Mehr zum Roman "steinzeit" http://www.mariellamehr.com/Oberlin/steinzeit.htm
"Heimerziehung:
Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes"
von Alexander Alexander Markus Homes
Der Autor über sein Buch:
"Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt
und Lust im Namen Gottes"
ist bei Books on Demand GmbH, Norderstedt (ISBN 3-8334-4780-X)
erschienen, in dem auch mein Buch "Von der Mutter missbraucht.
Frauen und die sexuelle Lust am Kind" (ISBN 3-8334-1477-4)
erschienen ist.
Es waren insbesondere Nonnen – nicht alle –, die,
wie zahlreiche Betroffenenberichte in diesem Buch aufzeigen, im
Namen Gottes Heimkinder prügelten, malträtierten, quälten,
erniedrigten und entwürdigten, um ihnen Disziplin, Gehorsam,
Fleiß, Sauberkeit, Unterordnung und den Glauben an ihren
Gott aufzuzwingen. Die „Bräute Jesu Christi“
gehörten Schwestern-Orden an wie beispielsweise der „Ordensgemeinschaft
der Armen Dienstmägde Jesu Christi“ in Dernbach, dem
„Orden der Hedwigschwestern“ in Berlin und dem „Paderborner
Vincentinerinnen-Orden“.
Mehr
über das Buch lesen
Misshandelte
Zukunft
Mehr darueber
bei: http://www.misshandelte-zukunft.de/startseite.html
"Schläge
im Namen des Herrn"
Mehr darueber bei: http://www.wensierski.info/
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