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Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes
von Alexander Alexander Markus Homes

Der Autor über sein Buch:
"Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes"
erscheint im März im PABST SCIENCE PUBLISHERS VERLAG (ISBN 3-89967-285-2), in dem auch mein Sachbuch „Von der Mutter missbraucht“. Frauen und die sexuelle Lust am Kind“ (ISBN 3-89967-282-8) erschienen ist.

In einem Kapitel geht es um Heimkinder, die in den fünfziger und sechziger Jahren – bis Anfang der siebziger Jahre – insbesondere in christlichen Heimen schwer misshandelt wurden (so beispielsweise im Eschweiler Kinderheim St. Josef und Kinderheim St. Hedwig in Lippstadt – ab Seite 14). Im Fall St. Hedwig liegen mir zwei eidesstattliche Erklärungen von Betroffenen vor, die versichern, von der damaligen Kinderärztin mittels Injektionen im Genital – und Blasenbereich misshandelt worden zu sein.

Es waren insbesondere Nonnen – nicht alle –, die, wie zahlreiche Betroffenenberichte in diesem Buch aufzeigen, im Namen Gottes Heimkinder prügelten, malträtierten, quälten, erniedrigten und entwürdigten, um ihnen Disziplin, Gehorsam, Fleiß, Sauberkeit, Unterordnung und den Glauben an ihren Gott aufzuzwingen. Die „Bräute Jesu Christi“ gehörten Schwestern-Orden an wie beispielsweise der „Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi“ in Dernbach, dem „Orden der Hedwigschwestern“ in Berlin und dem „Paderborner Vincentinerinnen-Orden“.

Nicht nur in früheren Jahrzehnten wurden Heimkinder gequält, sexuell missbraucht und gedemütigt. Ich beschreibe auch zahlreiche Fälle aus den 90er Jahren – beispielsweise schwere Misshandlungen, sexueller Missbrauch, Freiheitsberaubung im St. Joseph-Haus in Seligenstadt (1992), St. Josef-Stift in Eisingen bei Würzburg (1995), Don Bosco-Internat in Bendorf bei Neuwied (1995) und St. Kilian in Walldürn bei Mosbach (1995). Und ich beschreibe einen Fall aus Anfang 2001 (Außenwohngruppe des Vereins Lebensgemeinschaft Meineringhausen in Frankenberg – nähe Marburg) und einen weiteren Fall aus Anfang 2006 (Kinderheim Martinshof in Wachtberg bei Bonn).
Im Buch enthalten ist auch ein Interview, das ich mit einer Nonne vom „Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi“ geführt habe. Die Nonne berichtet ganz offen und ehrlich, wie „im Namen Jesu Christi“ Kinder in einem katholischen Heim, in dem sie arbeitete, körperlich und seelisch gequält, gedemütigt, bestraft wurden. Mit dem Straf- und Unterdrückungsinstrument „Gott“, so die Nonne, wurde den Kindern Gehorsam, Willigkeit, Anpassung und Unterwerfung abverlangt. Sie selbst bekennt sich dazu, Kinder auf das Schwerste misshandelt zu haben.

Kommentar von Sieglinde W. Alexander:
Die „Schwarze Pädagogik“ der jüngsten Vergangenheit wird endlich sichtbar gemacht.

Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag dazu, wie die Menschenrechte nach dem 2. Weltkrieg verletzt wurden. Besonders bei jenen Menschen, die diese Grausamkeiten erdulden mussten und noch heute unter dem erlebten Trauma leiden, kann es zur Wiederherstellung ihrer geraubten Würde beitragen.
Aber es ist auch ein Augenöffner für solche Menschen, die diese Unmenschlichkeit noch immer verleugnen oder sogar rechtfertigen wollen.

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  Geschichten
aus der
Kindheit


Erwachsene erzählen
heute, was damals
niemand hören wollte.

  .....über die Erfahrungen
einer misshandelten Kindheit zu sprechen ist oftmals der erste Schritt
auf einem langen Weg
die unsichtbaren Wunden
zu heilen.

   
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