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Pressemitteilung
„DER UNWERTE SCHATZ"
ENGELSDORFER VERLAG, LEIPZIG, SEPTEMBER 2005, 438 Seiten, 16.-Euro, Paperback,
ISBN 3 -938 288-41-8

Am 1. September 2005 jährt sich zum 66. Mal der offizielle Beginn der Euthanasieaktion der Nationalsozialisten. Euthanasie heißt „Schöner Tod“, Hitler und sein Ärztestab verfolgten damit die Beseitigung deutscher Behinderter, Kranker und nachweislich auch verhaltensauffälliger Kinder.

An diesem 1. September 2005 veröffentlicht der sächsische Autor Tino Hemmann seinen Roman „Der unwerte Schatz“, der sich an den nachgewiesenen Morden an unzähligen verhaltensauffälligen Kindern aus der Unterrichts- und Pflegeanstalt des Gertrudenheims bei Oldenburg, orientiert. Um Geld für den Krieg zu sparen, um Platz für Soldatenlazarette zu schaffen, ja um den Bedarf verschiedener Ärzte an menschlichem Material zu befriedigen, brachte die Gemeinnützige Krankentransport GmbH immer wieder deutsche Kinder in grauen Bussen mit lackierten Fenstern in die Vernichtungsanstalten des Deutschen Reiches. 13.720 Menschen wurden allein in der Pirnaer Vernichtungsanstalt „Sonnenstein“ vergast.

Eines der betroffenen Kinder beschreibt Hemmann in seinem fesselnden Roman, atemberaubend die Kaltblütigkeit, mit der Ärzte und Pfleger vorgingen; ein Zeitdokument, das sich mit Geschehnissen befasst, die im Geschichtsunterricht kaum erwähnt werden und für die meisten unfassbar sind: Die Aktion T4.

Hugo Hassel wird Heiligabend 1931 in Leipzig geboren, bald schon ist er Vorzeigebeispiel für die arische Rasse, blond und blauäugig und außergewöhnlich intelligent. Dass der Vater eine weitere Tochter wünschte, bekommt Hugo schnell zu spüren.
Da ist Fritz, der Zwillingsbruder Hugos, der die Misshandlungen anstatt Hugo über sich ergehen lässt. Er ist Hugos bester Freund. Doch Fritz existiert nicht wirklich. Bei der obligatorischen Schuluntersuchung 1938 fällt Hugos ausgeprägte multiple Persönlichkeitsstörung auf. Fortan interessieren sich die Professoren der Leipziger Universität für Hugo, der wie die Gleichaltrigen seine Kindheit genießen will. Ein Professor der Abteilung für jugendliche Psychopathen hat jedoch anderes vor. Die Mutter muss das Kind an ihn abtreten. Das Ziel des Arztes, das Gehirn des kleinen Jungen nach dessen Vergasung zu untersuchen, um damit Berühmtheit zu erlangen, erreicht er durch die Manipulation eines Meldebogens im Rahmen der von Hitler vorangetriebenen Euthanasieaktion T4. Hugo Hassel gerät immer mehr in den Strudel nazistischer und ärztlicher Machenschaften, in den Wahnsinn einer Zeit, die bestimmt wird von Krieg und Korruption, und von der höchsten Form der Verachtung der Menschenwürde: der Vernichtung „unwerten“ Lebens.
Der Roman kennt keine Kompromisse, denn gegenüber den betroffenen Kindern gab es sie nicht.

1939 begann die Vernichtung „unwerten“ Lebens. Genannt wurde diese Aktion T4, nach dem Sitz der zentralen Dienststelle in Berlin, Tiergartenstraße 4. Dort wurden die Meldebogen durch drei Untergutachter ausgewertet, die aus der Ferne über Leben oder Tod des Kindes befanden. Nach 1941 kam es im deutschen Reich zu einer wilden Euthanasie. Unzählige Menschen ließ man verhungern oder half mit Überdosen von Medikamenten nach.


„Der unwerte Schatz" erscheint am 1.9.05 im Engelsdorfer Verlag Leipzig unter der ISBN 3-938288-41-8, das Taschenbuch hat ca. 440 Seiten und kostet 16 Euro.

Textproben, Coverbild, Autorenbild und Rezensionsexemplare im Internet unter www.tino-hemmann.de bzw. direkt vom Autor über den Engelsdorfer Verlag, Telefon 0341 – 27 11 87 0

oder per Mail tino.hemmann@engelsdorfer-verlag.de



 
  Geschichten
aus der
Kindheit


Erwachsene erzählen
heute, was damals
niemand hören wollte.

  .....über die Erfahrungen
einer misshandelten Kindheit zu sprechen ist oftmals der erste Schritt
auf einem langen Weg
die unsichtbaren Wunden
zu heilen.

   
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