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Buchbesprechung
"Sie haben es doch gut gemeint"
Depression und Familie, von Josef Giger-Bütler, ISBN 3-407-85788-8
Die Wurzeln der Depression liegen in der Kindheit.
Hier werden die Verhaltensmuster vorbereitet, die sich später
bei Erwachsenen hinter depressiven Zuständen verbergen. Sie
waren Kinder, die sich ständig selbst überfordert haben.
Kinder, die versucht haben, es allen Recht zu machen außer
sich selbst. Verständlich, einfühlsam und weitgehend
unter Verzicht auf fachpsychologische Begriffe wie vor ihm nur
Alice Miller beschreibt Josef Giger-Bütler die Familienkonstellationen
und Erziehungsstile, die krank machen.
Von der Krankheit Depression" hört und liest man
heute fast täglich. Aber wann verbirgt sich hinter emotionalen
und körperlichen Zuständen wie Lustlosigkeit, Interesselosigkeit,
Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Müdigkeit wirklich
eine Depression?
Der Schlüssel für die Beantwortung dieser
Frage liegt für den Autor dieses Buches in der Kindheit und
in der Familie. Hier werden die depressiven Verhaltensmuster geformt.
Es handelt sich um Kinder, die sich ständig selbst überfordern,
weil ihre Umgebung es von ihnen verlangt. Um Kinder, die versuchen,
es allen Recht zu machen - außer sich selbst. Diese Zurücknahme"
von der Welt geht soweit, bis von ihrem Selbst nicht mehr viel
übrig geblieben ist. Aber diese Kinder funktionieren nach
Außen hin. Und genau hier liegt das eigentlich Krankmachende
an der Depression, der lebenslange Kampf gegen die Selbstaufgabe,
der, wenn er verloren wird, zur Aufgabe des eigenen Lebens führen
kann.
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