Email von Helmut
Heil, CDU, Merkel, CDU, Hintze CDU, Köhler CDU, Kauder CDU, Schavan
CDU, Gysi Linke,
Kuhn Grüne, Kühnast Grüne,
Ströbele Grüne,
Winkler Grüne, Leutheusser-Schnarrenberger
Der 11. Juni 2008 wird als historisches Datum in die
Annalen der in Kanada lebenden Indianer eingehen. Es ist ein Tag, auf den die
Indianer seit vielen Jahren gewartet haben, es ist der Tag der offiziellen
Entschuldigung der kanadischen Regierung für ein böses Unrecht, das an ihnen
begangen wurde. In diesem Fall geht es um die Umerziehungs-Internate, in denen
indianische Kinder früher emotionalem, physischem und sexuellem Missbrauch
ausgesetzt waren. Diese sogenannten «Residential Schools», die während vielen Generationen von mehreren
Kirchen geführt und vom Staat bezahlt wurden, sind eines der schlimmsten
Kapitel in Kanadas jüngerer Geschichte. Von den 33 Millionen Kanadiern werden
heute noch rund 1,3 Millionen den Ureinwohnern zugerechnet.
Die kanadische Regierung hat sich nun bei den Indianern
für ein jahrelanges Martyrium der sexuellen, seelischen und psychischen
Mißhandlungen in der Kinder? und Jugendzeit
formell auch für die
beteiligten Kirchen entschuldigt und 2 Milliarden
Auch in Deutschland warten die ehemaligen Heimkinder auf
eine Entschuldigung und Entschädigungs-zahlungen für
geleistete und unbezahlte Arbeit der Bundesrepublik, die in den
Nachkriegsjahren bis zu 1 Million Kinder- und Jugendliche in den staatlichen
und kirchlichen Heimen durch Jugendämter und Fürsorgestellen dem Terror
aussetzten.
Es wäre an der Zeit, dass auch unsere Regierung sich zu Ihrer
Schuld bekennt und nicht auf die biologische Lösung wartet.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut
ehemaliges Heimkind mit 50jähriger Krüppelerfahrung durch
Oberschenkel-Amputation im Heim mit 17 Jahren
vielen Dank für Ihre Nachricht. Es ist das Verdienst der Grünen,
die im
Bundestag bereits eine Entschädigung der Heimkinder gefordert und hierzu
die Gründung einer Stiftung angeregt haben. Unsere Fraktion unterstützt
diese Initiative der Kollegen der Grünen ausdrücklich. Leider haben
wir
als Opposition nicht die Möglichkeit, die völlig berechtigte Forderung
auch durchzusetzen. Aber wenigstens sind zwei kleinere Fraktionen auf
Ihrer Seite.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Liehmann
Die Linke