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23 Mai 2006

Sehr geehrter Herr Kuhnert,
auf Ihrer Webseite fand ich einen Artikel über das Buch „Schläge im Namen des Herrn“.

Nach jahrelangem Schweigen und Verleugnung der Tatsache von Menschenrechtsverletzungen, wird das Thema der Misshandelten auf breiter Ebene angesprochen, aber nur weil ein großer Verleger wie der Spiegel ein Buch darüber veröffentlichte. Ich darf ihnen versichern, dass die Misshandelten seit Jahren versuchen, sich gegen die Unmenschlichkeit der Vergangenheit zu wehren, aber von niemandem gehört wurden, und dass die Medien ihre Geschichten ablehnten. Lange schon vor dem Buch von Peter Wensierski wurden Bücher und Artikel zu diesem Thema 'Misshandelte Heimkinder’ geschrieben, die aber von den Medien nicht unterstützt wurden. (Siehe Referenz Anhang)

Meine Frage an Sie ist, was wird die SPD tun um dieses Nachkriegsunrecht und die Schande für Deutschland wieder gut zu machen? Bislang hat sich nur der LWV zu diesem Thema öffentlich geäußert. Schändlicherweise schweigen Bayern und andere Bundesländer noch immer zu diesen vergangenen Menschenrechtsverletzungen.

Jugendliche arbeiteten in Heimen ohne Bezahlung und erhalten heute keine Rente dafür. Auf Grund dieser Kinderversklavung wurden jedoch die Träger der Anstalten zu einem reichen Imperium. Wird die Verjährungsfrist diesen Misshandlern erlauben sich heute wieder der Verantwortung auf Nachzahlung von Löhnen und Rentenanteile und ihrer damaligen gesetzeswidrigen Handlungen zu entziehen?

Die Frage, warum diese Kinder in ein Heim kamen und dadurch das Brandzeichen „Heimkinder“, „schwer Erziehbare“ oder sogar „Verbrecher“ erhielten, wurde bis heute nicht gestellt. Die Realität aber ist, dass unschuldige Kinder zu gesellschaftlichen Außenseitern gemacht wurden und anstatt Hilfe zu bekommen „Vom Feuer in die Hölle“ geschickt wurden. http://www.boxbook.com/Writing_table/deutsch/feuer.htm

Um diese unwürdige Vergangenheit genauer zu analysieren, sollte dort begonnen werden wo die Misshandlungen und Entwürdigungen begonnen haben, die heute noch teilweise verleugnet oder gerechtfertigt werden. Waren es nicht verwahrloste Eltern die verwahrloste Kinder produzierten? Hat das Gesetz diese hilflosen Kinder geschützt? NEIN - im Gegenteil. Wie die heutigen Beweise zeigen, haben die Gesetzesvertreter weitere Misshandlungen der Schutzbefohlenen direkt oder in direkt unterstützt.
Waren es nicht in erster Linie unfähige und/oder traumatisierte Eltern, die den Weg zu diesem Trauma verursachten, an dem die Betroffenen ein Leben lang zu tragen haben?

War es die Schwarze Pädagogik (Katherina Rutschky), die uneingeschränkt in Deutschland dominieren konnte, die ein Kind als Besitz deklarierte, anstatt es als eigenständiger wertvoller Mensch anzuerkennen? Siehe: „Quälende Schatten aus der Vergangenheit“ http://www.boxbook.com/Review/Quaelende.htm

Was auch immer die Ursache war, es waren ungewollte, abgeschobene, unschuldige Kinder, für die weder die Eltern noch die Gesellschaft ein psychisch und sozial gesundes Fundament schaffen wollten, die aber heute das Stigma "sittlich Verwahrloste", "Leistungsschwache", "Arbeitsscheue", „Asoziale" tragen. Es waren hilflose und lernende Lebewesen, Schutzbefohlene, die es weder Eltern noch Erziehern wert waren, ihnen eine gesunde Zukunft zu sichern. Weil diese unschuldigen Kinder von Geburt an keinen Wert hatten, mussten sie außerhalb der Menschlichkeit leben. Einmal als gesellschaftlichen Außenseitern abgestempelt, konnten sie benutzt und ausgenutzt werden. Die Rechtfertigungen für diese Misshandlungen waren: „Nichtsnutze“, „Sie sind lebensunwert“, „Sie müssen zu ihrem Lebensunterhalt beitragen“.... Und das alles unter den Augen eines neuen Nachkriegsgesetzes, das eine Demokratie und die Menschrechte als Gesetzesgrundlage hatte.

Diese abgestempelten, nichtsnutzigen, wertlosen Kinder und Jugendliche sind heute Erwachsene und tragen den Effekt des Traumas, das ihnen in frühster Kindheit zugefügt wurde. Die Tatsache, dass die Misshandelten auch nach Jahren noch mit dem leben müssen, dürfte Anlass genug sein, dass diese Menschrechtsverletzungen, in allen Details, keine Verjährung haben dürfen. Der Grund dafür ist, dass das Trauma noch heute in jedem einzelnen Betroffenen lebt.
Der Imprint der Kindheit von körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt und Erniedrigung ist in den meisten Misshandelten als Lebensleitfaden manifestiert. Depression (PTSD), die entweder durch Aggressionen oder unsoziales Verhalten sichtbar werden, sind eindeutige Folge von Misshandlungen, die diese verletzten Menschen gleichzeitig zu Außenseitern der Gesellschaft machen. Zugleich aber erwarten der Staat und die Gesellschaft, dass diese verletzten Menschen ihren Beitrag als gewinnbringendes Mitglied einer Gesellschaft liefern und keine Forderungen stellen. Auf der anderen Seite, war es nicht die Gesellschaft der 50-70er Jahre, die diese Menschen direkt oder indirekt - durch ihre Mithilfe oder Passivität - zu Misshandelten und heute teilweise „Gesellschaftsunfähigen“ machte, indem sie ihre Geschichten nicht hören wollte?

Das Resultat dieser Nachkriegsmenschenrechtsverletzungen ist heute in den traumatisierten Menschen sichtbar. Eine Generation von über 100 000 psychisch, körperlich und sexuell verstümmelten Menschen wurde zum großen Teil das Fundament des heutigen Staates. Diejenigen, denen die Würde in den Nachkriegsjahren genommen wurde, leben heute noch als psychologisch, körperlich, sexuell Geschädigte - als gesellschaftliche Außenseiter, weil sie nie wirkliche Hilfe erhalten haben. Die daraus resultierende Tragik ist, dass eine überwältigende Zahl ihr implementiertes Trauma, bewusst oder unbewusst, an ihre Kinder in Form von Misshandlungen weitergegeben haben und somit die Folgegeneration traumatisierte. Um diesen Kreislauf von Gewalt zu stoppen muss erst mal eine Heilung der Traumageschädigten im Fordergrund stehen.
Es gibt nur sehr wenige gute Traumatherapien, die in der Lage sind, Kindheitstraumatisierten zu helfen, und wenn, sind diese für die heute sozial Schwachen nicht erschwinglich. (Offener Brief an Psychologen, Therapeuten und Psychiater) http://www.boxbook.com/Writing_table/deutsch/offene_Brief.htm

Was sich die Regierung vor Augen halten sollte, sind die Fakten, dass die Traumazange (Dr. Helga Spranger) in den Kindheitsmisshandelten weiter lebt. In dem Artikel von Frau Dr. Spranger „Der Krieg steckt in vielen Seelen“ http://openpr.de/news/83840.html beschreiben sie und viele andere Psychoanalytiker deutlich die Folgeschäden.

Bislang hatten nur wenige Kindheitstraumatisierte eine Chance zu heilen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass 90%, wenn auch nach außen hin nicht sichtbar, noch immer den Effekt von Misshandlungen in sich tragen. Und doch mussten diese verletzten Menschen weiter existieren. Die Misshandelten hatten keine Wahl, es blieb ihnen nichts anderes übrig als irgendwie weiterzuleben. Sie existierten in Angst, kämpften gegen die Traumaschatten der Vergangenheit und leben seit über dreißig Jahre am Rande der Gesellschaft, die sie zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Manche aber konnten mit dieser Last nicht mehr leben. „ZUM ABSCHIED“ von NIKKO SCHOTT http://www.emak.org/geschichten/abschied.htm

Ich bitte im Namen aller Verletzten zu bedenken, dass es unschuldige Kinder waren, die diesen Anstalten anvertraut wurden, die - wie alle Kinder - Schutz und Zuneigung, Verständnis und einen sozialen Leitfaden brauchten, die jedoch statt dessen körperliche, psychologische und sexuelle Gewalt erleiden mussten. Ihre Identität wurde verändert. Ihr erwachsenes Leben wurde dadurch für immer geprägt.

Eine Entschuldigung und Bedauern alleine seitens der Regierung ist nicht genug. Der Anfang einer Aufarbeitung der schwarzen Schatten der deutschen Nachkriegsvergangenheit muss damit beginnen, dass Menschrechtsverletzungen niemals verjähren dürfen und eine Wiedergutmachung in vollem Umfang stattfinden muss.
Wenn die deutsche Regierung wirklich daran interessiert ist, die Menschenrechtsverletzungen in den Nachkriegsjahren aufzuarbeiten, muss ein unabhängiger Untersuchungsausschuss gebildet werden, der die rechtliche, wie auch die psychologische Seite dieser Unmenschlichkeit untersucht. Es darf keine Verharmlosung dieser grauenvollen Tatsachen mehr geben, und das 30-jährige Verjährungsgesetz darf nicht als Ausrede verwendet werden. Im Gegenteil, es ist Zeit zu fragen ob das Verjährungsgesetz dazu beiträgt, vergangene Menschrechtsverletzungen wieder unter den Teppich zu kehren.

Wenn man bedenkt, dass die Alliierten 1945 in Nürnberg die Verbrecher der Menschrechtsverletzungen aus der Nazizeit für die begangenen Verbrechen bestraften, stellt sich die Frage, warum Vergehen in ähnlicher Form danach weitergehen konnten.
Es bleibt also die Frage, welches dieser Nachkriegsgesetze erlaubte es so vielen Nichtqualifizierten, daß sie Kinder und Jugendliche misshandeln und als Nichtsnutzige, Wertlose abstempeln konnten - und sie für ihren Unterhalt arbeiten zu lassen?

Wenn die Verjährungsfrist erlaubt, dass das damals existierende Gesetz, dass jede Arbeit entlohnt werden muss, keine Gültigkeit mehr hat, kann dieses als Kinderversklavung ausgelegt werden, indem die Gewinnträger geschützt werden.

Wenn die Verjährungsfrist erlaubt, dass keine Rentenjahre und keine Lohnnachzahlung von den betreffenden Institutionen nachbezahlt werden müssen - dann schützt das Gesetz die Gesetzesbrecher weiter.

Wenn die „Trauma-Verursacher“ keine Entschädigung für das erlebte Trauma an die Betroffenen entrichten müssen, stellt sich die Rechtsprechung erneut auf die Seite der Misshandler.

Wenn die Regierung keinen Untersuchungsausschuss bildet, um diese Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen, dem keine sichtbaren und befriedigenden Taten folgen, wird die Geschichte über die Misshandelten von einer Wiederentwürdigung und von weiteren Misshandlungen erzählen.

Wir brauchen keine leeren Worte oder Erinnerungsstätten, sondern ein demokratisches Denkmal der Gerechtigkeit und Menschlichkeit für alle die in den Nachkriegsjahren, in einem demokratischen Land misshandelt und entehrt wurden.

Mit freundlichen Grüßen
Sieglinde Alexander
P.O. Box 3058
Moriarty, NM 87035 USA


Erwachsene Misshandelt als Kinder
www.emak.org

Adults Abused as Children Worldwide
www.aaacworld.org

Boxbook
www.boxbook.com

Referenz Bücher:

Misshandelte Zukunft
von Harry Graeber
Mehr darüber bei:
http://www.misshandelte-zukunft.de/startseite.html

ALEXANDER MARKUS HOMES
GESTOHLENE KINDHEIT

In diesem Buch wird das Leben von jungen Menschen in einem von einem Priester und Nonnen geleiteten katholischen Heim geschildert.

ALEXANDER MARKUS HOMES
Gottes Tal der Tränen

Durch psychische, physische und verbale Gewalt werden Kinder in Heimen ihrer Kindheit beraubt. Sie durchleiden Unglaubliches. Meist werden sie später selbst zu Tätern: Kinder, denen man Fürsorge, Zuneigung und Liebe vorenthalten hatte, verüben 50 Prozent mehr Gewaltverbrechen als andere Gleichaltrige. Diese >Schwarze Pädagogik< ist heute noch nicht Vergangenheit, sondern Teil unseres Erziehungssystems.

ALEXANDER MARKUS HOMES
Von der Mutter missbraucht

(ISBN-3-89704-270-3)
Ist die eiskalte, sexuell unbefriedigte, frigide Mutter, die, wenn nicht gar ausschließlich, so doch vorwiegend auf ihre Söhne und Töchter emotional und sexuell fixiert ist, bittere Realität?

Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind
von Sigrid Chamberlain

Maikäfer flieg, dein Vater ist im Krieg . . .
und Die vergessene Generation
von Peter Heinl

Sie haben es doch gut gemeint
Depression und Familie,
von Josef Giger-Bütler
Die Wurzeln der Depression liegen in der Kindheit.

Mundtot
von Jürgen Schubert
Nachkriegsbiographie eines nicht gewollten Besatzerkindes
MEINES VATERS TOCHTER
Analyse eines Mißbrauchs
Betsy Petersen
Das Bild der heilen Familie hält den mühsam freigelegten Erinnerungen schon bald nicht mehr stand: Immer deutlicher wird der Autorin bewußt, daß der vergötterte Vater sie während ihrer gesamten Kindheit sexuell mißbraucht hat.
Der Verlauf des Textes folgt dem Prozeß der Bewußtwerdung des lange Verdrängten. Aus völliger Amnesie wird ein schmerzhaft genaues Benennen des Geschehenen, aus der unreflektierten Liebe zum Vater wird abgrundtiefer Haß.

Sonntagskind oder Schicksal?
Erstmanuskript http://www.boxbook.com/Sonntagskind/Kind.htm
von Sieglinde W. Alexander
Neununddreißig Jahre habe ich dazu gebraucht, um zu erkennen, dass jeder Mensch ein Recht auf Hoffnung und Liebe hat.
Das original Mauskript wurde 2000 mit dem Titel "Haunting Shadows from the Past" publiziert.
zum Manuskript

Steinzeit
von Mariella Mehr

Mariella Mehr, geb. 1947 in Zürich (Schweiz) als Tochter einer Jenischen (Zigeunerin -OD). — Kinderheime, Pflegefamilie, Erziehungsanstalten und schwere, psychiatrische Eingriffe kennzeichnen ihre Jugendzeit.
1975 beginnt Mariella Mehr zu schreiben. In verschiedenen Reportagen und Radiobeitragen setzt sie sich für Außenseiter — Zigeuner, Kinder, Frauen, Frauenhäftlinge und Psychiatriepatienten — ein. Mit ungezügelter Energie und Sachkenntnis nutzt sie ihre gewaltigen sprachlichen Mittel für die Opfer dieser Gesellschaft und gegen die Mächtigen, die diese Opfer fordern.

Die vergessene Generation
von Sabine Bod
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WAS VIELE BISLANG NUR AHNTEN, WIRD NUN ZUNEHMEND OFFEN AUSGEPROCHEN: Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. — Ein Buch nicht nur für die ehemaligen Kriegskinder, in etwa die Jahrgänge von 1930 bis 1945, sondern auch ein Buch, das den Jüngeren helfen wird, ihre Eltern besser zu verstehen.

Dein Wille geschehe?
von Paddy Dolye

Als Paddy Doyle vier Jahre alt ist, stirbt seine Mutter an Krebs. Der Vater, ein einfacher Landarbeiter, kann den Tod seiner Frau nicht verwinden und nimmt sich das Leben. Es sind weiter keine Verwandten da, die sich des Kindes annehmen können oder wollen. Paddy Doyie wird in ein von Nonnen geleitetes Heim für Waisenkinder eingewiesen. Hier regiert unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit gnadenlos der Rohrstock.
Das Buch ist nur noch als gebraucht auf dem Markt.

Die gestohlene Kindheit
von Y. Bauernfeind / M. Schäfer
Sexueller Mißbrauch in Kindern

Die Tatsachen und Wege zur Bewältigung
In unserer Gesellschaft, in der die Sexualität als Ware gehandelt wird, werden die perversen Lüste angeheizt, während das Bedürfnis nach Liebe offenbar nicht erfüllt werden kann. Viele Erwachsene vergreifen sich an Kindern. Wie kommt es zu diesen Übergriffen, sowohl von Männern als auch von Frauen? Woher kommt diese Gewalt? Wo liegen ihre Wurzeln?

Niemandmensch
Bericht einer Gedemütigten

Aufgeschrieben von Claus Stephani
Schier unvorstellbar sind das Leid, die Angst und die Einsamkeit, die das Leben der heute siebzigjährigen Anna kennzeichnen. In ihrer kargen und poetischen Sprache gibt die deutschstämmige Rumänin zu Protokoll, wie sie vom Stiefvater mißbraucht, von der Mutter als Dreizehnjährige fortgeschickt, von der Großmutter als Arbeitskraft ausgebeutet, vom Onkel vergewaltigt wird.

Schwarze Pädagogik
Katharina Rutschky

Quellen zur Naturgeschichte der bürgerlichen Erziehung 1977
ausschnitt:
In dem vollbesetzten Versammlungsraum ist minutenlang kein Laut zu hören. Die Stille wurde so qualvoll, daß ich erst nach einer ganzen Weile wage, mich zu der Frau umzudrehen, die zuletzt gesprochen hat. Mitten im Satz hat ihr die Stimme nicht mehr gehorcht, ist untergegangen in verzweifeltem Schluchzen. Ihr Vater hat sie, als sie noch ein Kind war, jahrelang sexuell mißbraucht. Niemandem konnte sie sich anvertrauen; mit niemandem reden über das, was sie empfand ... In der Menge der annähernd hundert -fünzig Frauen im Berliner Mehringhof mache ich schließlich das kreidebleiche Gesicht der jungen Frau aus, die hier zum ersten Mal öffentlich über das Elend ihres vom Vater zugrundegerichteten Lebens gesprochen hat. Niemand nimmt sie in den Arm, tröstet sie. Noch beim Herumblicken wird mir klar, warum: Da sind zu viele andere Frauen, die wie gelähmt vor Schreck über das Wiedererkennen der eigenen traurigen Kindheit auf ihren Stühlen sitzen ...

Erregte Aufklärung
Kindesmißbrauch:
Fakten & Fiktionen
von Katharina Rutschky

Hört ihr die Kinder weinen?
Lloyd deMause (Hg.)
Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit
Die Geschichte der Kindheit ist ein Alptraum, aus dem wir gerade erst erwachen. — Die Implikationen dieses Werkes sind revolutionär. Ich glaube, ein Großteil der Brutalität in der großen Politik, der Brutalität von Herrschern gegenüber ihren Untertanen und den Völkern, die sie unterworfen haben, läßt sich auf die Brutalität zurückführen, die sie selbst als Kinder erfahren haben. (Morton Schatzman)

Der unwerte Schatz
von Tino Hemmann - Engelsdorfer Verlag
Der unwerte Schatz ist für alle, die sich der Wahrheit und den Traumen der Vergangenheit stellen können, brillant und primär-gefühlserweckend geschrieben.
Alice Miller, Doktor der Philosophie, Psychologie und Soziologie, sowie Kindheitsforscherin und Autorin von zwölf in dreißig Sprachen übersetzten Büchern hat diese dreisprachige Seite mit dem Ziel ins Leben gerufen, zukünftige Eltern und ehemalige Opfer über die schwerwiegenden Folgen der Kindesmisshandlung zu informieren, die sich dank der erst heute endlich zugänglichen Informationen verhindern lassen. Unterstützt von einem gut ausgerüsteten Team veröffentlicht sie hier Artikel, Interviews, Flugblätter, Offene Briefe, und antwortet auf Zuschriften von Besuchern dieser Seite, die sich auf ihre Werke beziehen. http://www.alice-miller.com/index_de.php

Therapien:

GRAND DELUSIONS - GROSSE ILLUSIONEN
8. Janov, Dr. Arthur: Buchauszug: Psychotherapien ohne Feeling
http://www.dieontogenetischeseite.de/artikelundbuchauszuege.htm

Offene Briefe an Psychologen, Therapeuten und Psychiater
von Sieglinde W. Alexander

Übersetzung von Reinhold W. Rausch
vom Original text in Englisch: „ Letter to: Psychologists, Therapists and Psychiatrists
http://www.emak.org/Briefe/psy_ther_psyc.htm


Kommentar von Barbara Rogers,
Autor von „Screams from Childhood“, http://www.screamsfromchildhood.com/index.htm
Und „Begegnung mit einer Mauer des Schweigens“
http://www.screamsfromchildhood.com/Schweige-Mauer.htm

Warum ist es denn so furchtbar, wenn sich einzelne Erzieher und vor allem Heimleiter verantworten müssten und zur Rechenschaft gezogen würden? Wie soll denn die "verlorene Ehre" wiederhergestellt werden, wenn dem Opfer nicht irgendeine Form der Gerechtigkeit offen steht? Und wo und wie soll ein "Würdiger Ort der Aufbewahrung und Erinnerungen" gemacht werden?
Es ist so ungeheuerlich, daß die Verbrechen gegen Kinder--auch, weil sie so verdrängt und verschwiegen werden und oft erst nach Jahrzehnten zum Vorschein kommen können--keinerlei juristische Konsequenzen haben.
Barbara Rogers
author of "Screams from Childhood"
http://www.screamsfromchildhood.com
http://www.voicesfromchildhood.com
http://www.topica.com/lists/ourchildhood.int

Anmerkung: Herr Kuhnert hat am 24. Mai kurz geantwortet.

© Mai 2006 Sieglinde W. Alexander für EMaK
Texte auf der EMaK Webseite dürfen in keiner Form ohne Genehmigung des Autors verwendet werden.

Für Kommentare und Publikationsgenehmigung bitte benutzen sie dieses Link: admin@emak.org

 
  Geschichten
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Kindheit


Erwachsene erzählen
heute, was damals
niemand hören wollte.

  .....über die Erfahrungen
einer misshandelten Kindheit zu sprechen ist oftmals der erste Schritt
auf einem langen Weg
die unsichtbaren Wunden
zu heilen.
   
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