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17. Dezember
2006
Deutscher Bundestag
Frau Kersten Naumann
Platz der Republik 1
DIE LINKE. MdB
11011 Berlin
Via E-Mail:
E-Mail
an MdB Kersten
Sehr geehrte Frau Naumann,
Die Anhörung ehemaliger Heimkinder am 11.12.2006, im Petitionsausschuss
war ein wichtiger Schritt auf den alle ehemalige Heimkinder seit Jahrzehnten
warten. Doch viele Misshandelte glauben, dass diese Anhörung eine bevormundete,
kalkulierte Entscheidung war da nur Vereinsmitglieder eingeladen wurden. Diese
Haltung erzeugte erneute Bitterkeit unter den Betroffen
die nun glauben, dass sie erneut zum Opfer wurden, - diesmal durch die
Manipulation des VeH’s und dem Petitionsausschuss.
In einer Email an Frau Rupprecht machte ich eindeutig,
dass diese selektierten 9 Personen keine Repräsentation
für die restlichen 500 000 Misshandelten darstellt. Aber wie alle Emails an
Frau Rupprecht blieb auch diese unbeachtet und unbeantwortet.
Das neu entflammte Misstrauen bezüglich der Anhörung entstand
daraus, dass der VEH in seiner jetzigen Konstellation von vielen Betroffenen nicht
länger als gemeinnütziger Verein akzeptiert wird, da fast alle Gründungsmitglieder
ausgetreten sind.
Des Weiteren ist allen Betroffenen, und Menschen aus der
Gesellschaft, völlig unverständlich warum die Öffentlichkeit, Anwälte,
Mandatsträger und die Presse bei dieser Anhörung ausgeschlossen wurden. Die
Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit sind ein historisches nicht
aufgearbeitetes Anliegen und darf aus demokratischen Gründen der Gesellschaft
nicht vorenthalten werden. Alle, die Bevölkerung, Betroffene wie auch deren Vertreter
haben zur Lösung dieses Vergehen ein Mitspracherecht.
Es kann nicht angehen, dass Opfer von vergangenen Misshandlungen erneut Opfer
durch Missachtung werden.
Auf Grund der Tatsache, dass die Anhörung vom 11.12. 2006
gesteuert wurde, stelle ich hiermit den Antrag, dass demokratisch gewählte
Richter, Vertreter der Menschrechtskommission und
Sozialwissenschaftsexperten ALLE Fälle der
misshandelten Heimkindern einzelnen untersuchen und beurteilen.
Zu meiner Person. Ich selbst bin nicht nur Heimmisshandelte,
sondern unterstütze seit 2002 mit meiner Webseite EMaK
viele Misshandelte aus dem deutschsprachigen Raum die sich auf der Suche nach
Hilfe an mich wenden.
Sie finden meine Bemühungen unter dem EMaK
Link „Briefe“ http://www.emak.org/Briefe/offen_briefe_an.htm und
meine Geschichte Vom Feuer in die Hölle“ unter: http://www.emak.org/geschichten/vom_feuer_in_die_hoelle.htm
Mit Freundlichen Grüßen,
Sieglinde W. Alexander