
Verfasst von Sonja Meyer am So, 2009-06-14
17:39.
Der "Verein ehemaliger Heimkinder“ hatte sich Januar 2004 durch eine
Bundes-Interessengemeinschaft misshandelter Heimkinder in Paderborn gegründet,
und später Oktober 2004 im "Kalmenhof in Idstein" als Verein zusammengeschlossen
(Veh.ev). Über Jürgen Schubert
als erster Vorsitzender 2005, der in Aachen lebt, wurde beim Aachener Registeramt
der Veh.ev Juli 2005 eingetragen. 2006 wurde eine
Petition an den Bundestag gerichtet, um eine Aufarbeitung "dieses unrühmlichen
Kapitels deutscher Sozialgeschichte der Nachkriegszeit zu erreichen“. Der
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat in einer öffentlichen Sitzung
am 26. November 2008 die Petition zur Situation von Kindern und Jugendlichen
in den Jahren 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen
öffentlichen Erziehungsheimen untersucht. In dem Beschlussvorschlag des Ausschusses
heißt es wörtlich: "Der Petitionsausschuss sieht und erkennt erlittenes
Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen
Kinder - und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen
1945 und 1970 widerfahren ist und bedauert das zutiefst."
Der Petitionsausschuss schlägt einstimmig vor, noch im Jahre 2008, einen Runden
Tisch unter Vorsitz der früheren" Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer"
einzurichten. Sie bezeichnete das künftige Gremium in der Sitzung als "kleine
Wahrheitkommission". Allgemeine Forderungen
werden von den betroffenen selber gestellt.
Eine Anerkennung geschehenen Unrechts müsste sowohl von Bund und Ländern als
auch von den kirchlichen und anderen Trägern ausgehen. Eine finanzielle Unterstützung
wäre außerdem Symbol für die Anerkennung des erlittenen Unrechts durch Staat
und Gesellschaft. Eine systematische historische Aufarbeitung ist unerlässlich.
Die Betroffenen fragen zu Recht, was der Rechtsstaat für sie tut oder tun
kann. Ansprüche auf der Grundlage des geltenden Rechts sind nur sehr schwer
durchsetzbar. Klagen der Betroffenen haben nach geltendem Recht bei allen
in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen eines gemein: Sie bedürfen einer
sehr genauen Beweisführung anhand vorliegender Akten. Gerade der Schädigungnachweis muss individuell geführt und nachgewiesen
werden.
Weitere Forderungen der ehemaligen Heimkinder, "ein unabhängiger Anwalt.
"
Die ehemaligen Heimkinder die als Betroffene am "Runden Tisch Heimerziehung
in den 50er und 60er Jahren" sitzen, loben das Engagement, die Vertrauenswürdigkeit
und die Professionalität, mit der
Antje Vollmer als Vorsitzende des Runden Tisches mit den Schicksalen der Opfer
umgeht. Die Betroffene S.Djurovic wurde auf der
Mitgliederversammlung des Veh.ev,30 05.09 in Mainz, von "Witti" und dem Schlafzimmerfabrikationen
und Gründer der "Giordano Bruno Stiftung", "Herbert Steffen"
fürchterlich beschimpft. Betroffene Heimkinder werden ein erneutes Mal schwer
Traumatisiert, aus dem Grunde haben die meisten Betroffenen den Verein ehemaliger
Heimkinder verlassen. Sie wollen nicht, das der Veh.ev ohne Ihren Willen aus eigener Kraft handelt
und deshalb nicht mehr als Ansprechpartner ernst genommen wird. Sie werden
als Marionetten für "Witti" und der "Giordano
Bruno Stiftung" benutzt und unterdrückt.
Alternativ gibt es nun eine Infostelle für Betroffene Heimkinder.
Die Infostelle, befasst sich mit den persönlichen Anliegen von ehemaligen
Heimkindern, ist bei der Vermittlung von Hilfeangeboten behilflich, ist Ansprechpartner
für regionale Initiativen vor Ort, bietet Unterstützung und Vermittlung bei
der Suche nach ihren Akten und bei der Akteneinsicht. Die Infostelle weiter,
begleitet bei der Gestaltung von reflektierenden Gesprächen mit ehemaligen
Betreuungspersonen, organisiert und vermittelt fachlichen Austausch zwischen
Beratungsstellen und Organisationen, die Beratungs- und Unterstützungsarbeit
leisten.
Eine wirklich gute Sache um den Opfern der Heimerziehung eine - unabhängige
Stütze zu sein.
Auf der Webseite http://www.rundertisch-heimerziehung.de finden man alle Informationen
und fragen zum runden Tisch in Berlin.
Der nächste Runde Tisch tagt
am 15,16 Juni 2009.
Sonja Kruse Meyers