In Heimen des LWV Hessen wurden bis in die siebziger Jahre hinein Kinder
und Jugendliche misshandelt.
Immer wieder wurde die Demütigung und Misshandlung von Kindern und
Jugendlichen in Heimen angeprangert. Jetzt hat der Landeswohlfahrtsverband
Hessen (LWV) die systematische Misshandlung von Heimkindern in seinen
Einrichtungen eingeräumt.
Aus dem Leitbild des LWV
Dies sei bis in die siebziger Jahre geschehen, teilte der Verband am
Donnerstag in Kassel mit. Der LWV bedauere, dass Kinder und Jugendliche auch in
seinen Heimen alltäglicher physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt waren,
heißt es in der Erklärung. Der LWV wolle sich bei den Menschen entschuldigen, die
körperliche und psychische Demütigungen und Verletzungen erlitten hätten.
"Der Landeswohlfahrtsverband erkennt an, dass bis in die siebziger
Jahre auch in seinen Kinder- und Jugendheimen eine Erziehungspraxis
stattgefunden hat, die den damaligen gesellschaftlichen Werte- und
Rechtsvorstellungen entsprochen hat, aber aus heutiger Sicht erschütternd
ist."
Auszug aus dem Resolutionsentwurf
Außerdem solle den Betroffenen Unterstützung angeboten werden, hieß es in
einem gemeinsamen Resolutionsentwurf von CDU,
Misshandelte gründeten Selbsthilfegruppe
Auslöser für das Eingeständnis der Sozialbehörde ist die Veröffentlichung des
Buches "Schläge im Namen des Herrn" von