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Misshandlungen in spanischem Heim
Schweizer Jugendliche betroffen
 

Die drei von der spanischen Polizei festgenommenen Erzieher, welche mehrere Minderjährige aus der Schweiz misshandelt haben sollen, sind wieder auf freiem Fuss.

(sda) Die Erzieher, darunter ein Schweizer, müssen sich weiterhin der zuständigen spanischen Justizbehörden zur Verfügung halten, wie Lars Knuchel vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Mittwoch mitteilte.

Der aus der Schweiz stammende Betreuer bestritt die Vorwürfe. «Ich habe nie einen Jungen geschlagen, sagte er der spanischen Zeitung «El País». «Die einzige Bestrafung war, dass ein Junge mal für ein paar Stunden im Bad eingeschlossen wurde.» Über die Anzahl mutmasslich misshandelter Schweizer Jugendlicher wollte Knuchel keine Angaben machen. Sie seien jedoch alle wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Wie es den Jugendlichen geht, konnte Knuchel nicht sagen.

Stadt bezahlte Aufenthalt
Drei der Jugendlichen stammen aus Zürich, wie Rosann Waldvogel, Direktorin Soziale Dienste der Stadt Zürich, gegenüber Radio DRS erklärte. Sie seien am Dienstag in die Schweiz zurückgekehrt und befänden sich wieder in Obhut ihrer Eltern.

Das Sozialdepartement hat die drei über eine externe Organisation in Spanien untergebracht und ist für die Kosten aufgekommen. Im Moment werde man die Untersuchung der Strafbehörden abwarten, sagte Waldvogel weiter. Nach Angaben der spanischen Polizei vom Dienstag hatten die Erzieher aus der Schweiz, Frankreich und Italien im Heim bei Gerona im Nordosten Spaniens Jugendliche regelmässig geschlagen und stundenlang in Wildschweinkäfige gesperrt. Sie waren nach den Angaben zwischen 14 und 17 Jahren alt.

Keine Genehmigung
Das Heim sei von den Betreibern ohne Genehmigung der spanischen Behörden in einem abgelegenen Landhaus und in Wohnwagen bei der Ortschaft Sant Llorenç de la Muga eingerichtet worden, hiess es seitens der spanischen Polizei. Dort seien dann verhaltensauffällige Jugendliche untergebracht worden, die ihre Eltern gegen Bezahlung dorthin geschickt hätten.

Spanische Polizisten stellten bei ihren Ermittlungen fest, dass Jugendliche bis zu acht Stunden in ein Quadratmeter grosse Käfige gesperrt wurden. Die Behörden liessen das Heim schliessen und die fünf dort angetroffenen Jugendlichen in eine staatliche Unterkunft bringen.

 

 

 

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