Die lange unterdrückte Wahrheit über seelische
und körperliche Misshandlungen durch Mitarbeiter von
kirchlichen und staatlichen Heimen wird in Deutschland endlich
bekannt.
Zum ersten Mal kommt ans Tageslicht, wie nach dem zweiten
Weltkrieg, bis in die jüngste Vergangenheit, die Würde,
die Psyche und die Rechte von Kindern und deren Zukunft
systematisch zerstört wurden. Das Buch von Peter Wensierski
„Schläge im Namen Gottes“, die ZDF Sendung
Frontal 21, sowie auch weitere schockierende Einzelgeschichten
rütteln die deutschsprachige Bevölkerung wach.
Die Hoffung ehemaliger Heimkinder liegt heute darin, dass
diese Misshandlungen in der Bevölkerung und auf politischer
Ebene als Unrecht anerkannt werden; dass sie rechtliche
und soziale Konsequenzen haben; und dass ihre Grundbedürfnisse
wenigstens heute geachtet werden.
Es steht außer Frage, dass zur Aufarbeitung eines
jahrzehntelangen Vergehens zuerst eine offizielle Anerkennung
stattfinden muss. Nichts wird sich ändern, wenn das
Unrecht nicht als Solches unmissverständlich benannt
wird, um die Betroffenen vor weiteren Repressalien zu schützen.
Das Stigma, alle Heimkinder sind „böse Kinder“,
muss gelöscht werden, indem die Bevölkerung darüber
aufgeklärt wird, was das Gesetz unter Misshandlung
versteht.
Selbst nach der Veröffentlichung des Buches „Schläge
im Namen Gottes“, und anderen Informationen in den
Medien, erhalten ehemalige Heimkinder entwürdigende
Schreiben aus der Bevölkerung, welche die damalige
Zeit entweder rechtfertigen oder sogar verleugnen wollen.
Wenn keine Aufklärung über das Thema Misshandlungen
stattfindet, ist der Weg frei zu weiteren gesetzwidrigen
Handlungen und macht eine Wiedertraumatisierung der Betroffenen
möglich.
Doch damit allein ist es nicht getan.
Das erlittene Trauma ist in den Betroffenen weiterhin lebendig.
Es verursachte in der Zeit, als sie die Misshandlungen erdulden
mussten, langfristige psychische und soziale Schäden.
Der soziale Schaden besteht darin, dass Heimkinder auch
als unbezahlte Arbeitskräfte verwendet wurden und heute
weder eine Nachzahlung ihrer Leistung noch Rentenanrechungen
für die Zeit erhalten.
Der psychische Schaden ergibt sich daraus, dass viele dieser
Opfer aufgrund des erlittenen Traumas heute nicht mehr arbeitsfähig
sind. Aber keiner fragt warum.
Ein Frührentenrecht aufgrund des erlittenen Traumas
wird noch nicht eingeräumt. Viele Betroffene müssen
um staatliche Hilfe eingeben.
Nach all den Jahren leben heute viele, die in der Kindheit
misshandelt worden sind mit dem Trauma am Rande des Existenzminimums,
ohne effektive Hilfe zu bekommen. Ein in der Kindheit traumatisierter
Mensch aber braucht Heilung, also mehr als nur eine Schmerztherapie.
Frau Roswitha Kramm-Riewendt, Heilpraktikerin in Berlin
sagt, *Wer als Kind verletzt wurde, muss auch als
Kind wieder geheilt werden.*
Diese analytische Aussage wird weltweit von Trauma-Experten
und Psychologen unterstützt. Doch der Betroffene kann
sich von staatlicher Hilfe nur die professionelle Hilfe
leisten die von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird.
Die Lebensqualität für viele Trauma-Geschädigten
hat sich im Laufe der Jahre deutlich verschlechtert, da
zuviele auch nach Behandlungen, das erlittene Trauma weiterhin
mit sich die schleppen.
Und so werden die Misshandlungen direkt und indirekt fortgesetzt.
Zuerst wird ein gesundes Kind durch das Erleben von Gewalt
unfähig gemacht. Später, als Erwachsener, wird
dieser traumatisierte Mensch an der kurzen Leine der Gesetze
und Bürokratie unfähig gehalten und dadurch weiterhin
stigmatisiert.
Wenn Politiker wirklich eine Klärung des erschütternden
Themas "Kindesmisshandlung" suchen, müssen
die Verantwortlichen, die Träger der Heime, die das
Menschrecht so freizügig und profitbringend für
ihre eigene Interessen interpretierten, und die Jugendämter
die sich, statt dem Schutz der Kinder zu dienen, angesichts
dieser Misshandlungen blind stellten, zur Rechenschaft gezogen
werden.
Um zukünftige, weitere Verletzungen der Menschenrechte
der Betroffenen zu vermeiden, muss die Würde der damals
misshandelten Kinder und heute vielfach Geschädigten
wiederhergestellt, müssen sie offiziell als Opfer von
Misshandlungen anerkannt werden, selbst wenn die Konsequenzen
unbequem sind.
*Referenz:
Naturheilpraxis Roswitha Kramm-Riewendt
10589 Berlin
Email: Roswitha_Kramm@web.de
Kommentar zu diesen Artikel: admin@emak.org
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