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Kinderschänder
sitzt in Haft |
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28. Juli 2006 |
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http://www.salzburg.com/sn/06/07/28/artikel/2224573.html |
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Zehn Jahre lang jagte die Polizei einen 65-Jährigen, der seine Töchter sexuell missbrauchte.
Nun wurde der Flachgauer in seiner Gartenhütte
verhaftet. GROSSGMAIN (SN-chr). "Es
ist ein besonders perfider Fall von Kindesmissbrauch. Einer, der zwei Kinder,
mittlerweile junge Frauen, mit schweren psychischen Traumata
zurücklässt" - das ist der erste Eindruck, den
Staatsanwältin Barbara Feichtinger von einer 20
Jahre dauernden traurigen Geschichte gewonnen hat, die am 14. Juli in Großgmain endete. An diesem Tag umstellten bewaffnete Männer des Salzburger
Landeskriminalamts eine unscheinbare Hütte in einer Kleingartensiedlung in Großgmain. Als das Kommando des Einsatzleiters zum Zugriff
erfolgte, ging den Fahndern ein Mann ins Netz, der seit zehn Jahren gesucht
wurde, zuletzt europaweit. Der gebürtige Niederösterreicher Hadmar K., er ist heute 65 Jahre alt, soll zwischen 1986
und 1996 zwei seiner vier Kinder immer wieder und unter besonders schlimmen
Umständen sexuell missbraucht haben. Die Opfer waren anfangs erst drei und
vier Jahre alt. "Bei seinen Taten nützte er die Unbedarftheit der
kindlichen Seele gnadenlos aus", resümiert Feichtinger.
K. lebte damals mit seiner Familie in einer Wohnung in Golling. Als die Vorwürfe 1995 ruchbar wurden, tauchte der Verdächtige unter. Seine
Lebensgefährtin soll von nichts gewusst haben und von den Ereignissen völlig
überrascht worden sein. Der Mann, der einen langen weißen Bart trug, kleidete
sich üblicherweise in wallenden Kleidern und gerierte sich als Guru und
Wunderheiler. Festen Wohnsitz besaß er keinen mehr. Der Verdacht, seine
Straftaten könnten mit der Ideologie einer Sekte zusammenhängen, erwies sich
als falsch, sagte Staatsanwältin Feichtinger am
Donnerstag im Gespräch mit den SN. "Schließlich tauchten Zeugen auf, die den Gesuchten
in Großgmain gesehen hatten. Es folgten
Observierungen und die Beobachtung des Wohnorts, schließlich die
Festnahme", berichtet Albert Struber, Leiter
des Salzburger Landeskriminalamts. Der Beamte zeigt sich mit der
Ermittlungsarbeit seiner Männer sehr zufrieden. Hadmar K. sitzt derzeit in der Justizanstalt Salzburg in Untersuchungshaft. Für
Nötigung, Blutschande, Körperverletzung, und geschlechtliche Nötigung
Minderjähriger erwarten ihn nach Auskunft der Staatsanwaltschaft bis zu 15
Jahre Haft. Allerdings scheint nicht klar zu sein, ob der Mann als
zurechnungsfähig eingestuft werden kann. Er gilt als wahnhaft gestört. Die beiden misshandelten Töchter benötigen seit den Taten psychologische
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