
Kindheitstrauma als Ursache
des chronischen Müdigkeitssyndroms
09. Januar 2009
Chicago - Traumatische Erfahrungen in der Kindheit können im Erwachsenenalter
zum chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) führen. Eine amerikanische Studie
zeigt, dass viele CFS-Patienten in der Kindheit missbraucht, misshandelt oder
vernachlässigt wurden. Eine solche Traumatisierung zieht offenbar Veränderungen
des Hormonhaushalts nach sich, die die Betroffenen später anfälliger für die
Erkrankung machen.
Für die Entstehung des
Syndroms spielen Geschlecht, Erbfaktoren, bestimmte Charakterzüge und
Lebensumstände eine Rolle. Die genauen Zusammenhänge liegen allerdings bislang
im Dunkeln. Dass psychische Belastung zusammen mit anderen Faktoren das Syndrom
auslösen kann, gilt als gesichert. «Aber nicht jeder Mensch entwickelt unter
Stress das chronische Müdigkeitssyndrom», schreiben die Mediziner der Emory Universität in Atlanta in der Zeitschrift «Archives of General Psychiatry». «Deshalb ist es entscheidend zu verstehen, welche
Ursachen die individuell unterschiedliche krankhafte Anfälligkeit für Stress
bestimmen.»
Die Forscher verglichen die
Biografien von 113 CFS-Patienten mit denen von 124 gesunden Menschen. Dabei
ging ein früh im Leben erlittenes Trauma mit einem sechsfach erhöhten Risiko
für die Erkrankung einher. Gefährdet waren vor allem jene Menschen, die in der
Kindheit sexuell oder emotional missbraucht wurden oder die emotional
vernachlässigt wurden.
Zudem hatten die
CFS-Patienten auch häufiger Depressionen und Angststörungen. Allerdings fanden
die Wissenschaftler auffällige Unterschiede zwischen verschiedenen
CFS-Patienten. Nur diejenigen, die ein Kindheitstrauma erlitten hatten, wiesen
im Speichel besonders geringe Konzentrationen des Stresshormons Kortisol auf. Bestimmte Erfahrungen während der frühen
Entwicklung des Gehirns beeinflussen demnach, wie der Körper im späteren Leben
auf Stress reagiert.
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Erst-Publikation: http://www.net-tribune.de/article/090109-145.php
Kommentar von
Zu dieser Erkenntnis bin ich in 2001 durch persönliche Erfahrungen gekommen.
Mein Kortisol-Spiegel war immer zu niedrig - bei 1.1.
In 2007 haben 14 Kindheitsmisshandelte einen
Das Ergebnis war:
12 Frauen hatten zu niedriges Kortisol,
2 Männer zu hohes Kortisol.
Andauernde Erschöpfungszustände unter den weiblichen Kindheitsmisshandelten
ist eine unumstößliche Tatsache.