Leben vor der Geburt
von Dr. Arthur Janov:
Wie die Erfahrung im Mutterleib unser Leben für
immer beeinflussen kann.
Beginnen wir mit einem einfachen Forschungsergebnis;
Dr. Daniel Schacter, Psychologe der Harvard Universität,
hat von einer Untersuchung berichtet, in der Versuchspersonen
sich Ausschnitte einer TV-Serie ansahen und deren Gehirnwellen
dann gemessen wurden (siehe Science, Sept. 2008).
Sie fanden heraus, dass, wenn die Versuchsperson
sich an das Ereignis erinnerte, die Signatur der einzelnen Gehirnzellen
dieselbe war wie beim ersten Betrachten. Sie berichteten, dass
es wie ein Wiedererlebnis schien; was natürlich die ganze
Zeit mein Standpunkt war. Wie nennen Sie es, wenn eine Erinnerung
die genaue Geschichte eines Menschen mit ihrer präzisen
frühen Physiologie hochbringt? Das geschieht mit unseren
Patienten jeden Tag. Wenn es gewisse Auslöser gibt, zaubert
das Gehirn seine Geschichte hervor – unversehrt. Deshalb
ist unser Verhalten so zwanghaft und unentwegt; unsere Geschichte
motiviert uns die ganze Zeit. Wir sind weitgehend Opfer unseres
tiefen unbewussten Gehirns.
…Weil das Baby mit Stresshormonwerten geboren
werden kann, die höher als normal sind, und weil das Immunsystem
in einer Schaukelbewegung mit Kortisol funktioniert (großer
Stress-geringe Immunfunktion), hat der Fetus vielleicht die
Grundlage geschaffen für lebenslange Immunprobleme. Genau
hier spielt die Genetik eine Rolle; großer Stress beim
Fetus beeinflusst diejenigen Areale mit genetischer Verwundbarkeit.
Was ist letztlich die Bedeutung hoher Stresshormonspiegel während
des fetalen Lebens? Es bedeutet einen Input, der das System
antreibt, chronisch wachsam zu sein. Und wenn das System diesen
Input längere Zeit wegschließen kann, haben wir die
nötigen Zutaten für eine dauerhafte Primär-Einprägung.
Dieser Input ist mütterlich induziert. So haben wir ein
Neugeborenes mit einem hohen Agitationsniveau, das bereits viele
Wochen früher geschaffen wurde. Hier wartet ADDHD (Aufmerksamkeitsmangel-Störung)
auf seinen Einsatz. Im Lauf der Zeit können die schädlichen
Resultate von impulsiven Tendenzen bis zu Migräne und hohem
Blutdruck (um den eingeprägten Input zu unterdrücken)
reichen. Es ist dann kein Geheimnis, wenn sich das Kind nicht
konzentrieren oder nicht stillsitzen kann. Es reicht nicht,
wenn man weiß, dass der Stresshormonspiegel beim Baby
hoch ist; was hat ihn zuerst verursacht?
Alles lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/LebenvorderGeburt%28Janov%29.htm
Der "Innere Heiler":
Der allen Menschen eigene natürliche Impuls zu Ganzwerdung
von Von
Pat Törngren
Das Vermögen des Körpers zur Selbstheilung ist überlebensentscheidend
für den Einzelnen ebenso wie für die Gattung. Ich
kann mir sehr gut vorstellen, dass die Psyche auf ganz ähnliche
Prinzipien beruht und aus den gleichen Gründen.
Die meisten heute lebenden Menschen sind in ihrer Kindheit
und Jugend auf die eine oder andere Weise emotional verletzt
worden. Viele von uns möchten davon geheilt werden. Welche
Chance haben wir aber? Sind wir etwa zeitlebens gefangen von
der in unseren Körper eingeschriebenen Abwehr, oder ist
da nicht ein innerer Drang zur Ganzwerdung und Heilung? Zeigt
sich das nicht spontan in Körper und Seele, wenn uns nur
die richtigen Rahmenbedingungen geboten werden? Ich jedenfalls
glaube fest daran. Ich bezeichne diesen Drang gerne als meinen
"Inneren Heiler". Ich weiss und verstehe, dass tief
im Innersten nicht nur unser Körper, sondern auch unsere
Psyche einen solchen "Heiler" besitzt.
weiter lesen: http://primal-page.com/inner-d.htm
Im Schatten der Menschenrechtsverletzungen
und politischen Verzögerungen
von Sieglinde Alexander
3. Juni 2011
Vom 20. bis 22. Juni findet in Bonn eine Menschenrechtskonferenz
(Deutsche Welle Global Media Forum) statt. http://www.dw-world.de/dw/0,,14092,00.html
Markus Löning, Menschenrechtsbeauftragter der deutschen
Bundesregierung, wird dort zum Thema: „Rechtsstaatlichkeit
ist der Kern von Menschenrechtsschutz“ sprechen. Es werden
dabei die Probleme anderer Länder erörtert. Dieses
Engagement für andere Nationen und deren Menschenrechte
ist begrüßenswert, aber warum nicht auch über
Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land sprechen? Noch immer
sind die Menschenrechtsverletzungen an wehrlosen Heimkindern
der deutschen Nachkriegszeit nicht gesühnt. Kinder und
Jugendliche mussten in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen
nicht nur Zwangsarbeit verrichten, sondern sie wurden auch systematisch
und tiefgreifend gedemütigt, körperlich schwer verletzt
und sexuell missbraucht.
Ein Anruf im Büro von Markus Löning ergab, dass er
nicht zuständig ist für Menschenrechtsverletzungen
in Deutschland und somit auch nicht für die Heimopfer aus
den 50er bis 70er Jahren. Eine EMaK-Mitarbeiterin musste in
diesem Zusammenhang erfahren, dass es in Deutschland keine Menschenrechtskommission
für den Missbrauch, die Misshandlungen und die Sklavenarbeit
der Heimkinder gibt.
Ein Teil der Wahrheit über die malträtierten Heimkinder,
die Jahrzehnte verleugnet und vertuscht wurde, ist nun bekannt.
Diese Opfer werden zumindest offiziell nicht mehr als Lügner
bezeichnet.
Der RTH (Runder Tisch Heimerziehung) hat sich zwar mit den
Misshandlungen der Heimkinder in den Nachkriegsjahren beschäftigt,
aber das Ergebnis, das bezeichnenderweise die Begriffe „Menschenrechtsverletzung“
und „Zwangsarbeit“ wohl aus juristischen Gründen
bewusst vermeidet, ist in zweierlei Hinsicht beschämend.
Der Abschlussbericht des RTH wurde im Januar 2011 dem Bundestag
übergeben. Bis heute wird nur über Lösungsstrategien
gesprochen. Daraus ist zu erkennen, wie „wichtig“
es der Regierung ist, das Vergehen an unschuldigen Kindern respektvoll
und menschlich, vor allem auch zügig zu lösen. Mit
anderen Worten, die misshandelten Heimkinder werden noch einmal
zu unwichtigen Randfiguren der Gesellschaft abgestempelt.
In keinem der Berichte werden Details der zahlreichen Folgeschäden
angesprochen, unter denen die Opfer heute noch massiv leiden.
Es sollen Therapien bezahlt werden, doch deren Erfolg scheint
unsicher; Menschen mit Folgeschäden von Trauma brauchen
spezielle und vor allem wirksame Therapien.
Zeitlich limitierte und finanziell aufwändige Anlaufstellen
sollen bis Ende des Jahres eingerichtet werden, die für
die Opfer wegen komplizierter Verfahrensweisen durchaus eine
schwierige Hemmschwelle darstellen. Das hierfür nötige
Budget soll teilweise von den 120 Millionen Euro genommen werden,
die der Runde Tisch Heimkinder dem Bundestag als Entschädigungssumme
vorgeschlagen hat. So soll z.B. die zentrale Anlaufstelle Berlin
Gelder aus diesem mageren Fond für den Verwaltungsaufwand
erhalten. Wer wird noch alles in diesen Topf greifen? Es sieht
ganz danach aus, als würde sich der Staat über diese
Verwaltungsausgaben noch einmal Geld von den Opfern holen. Was
bleibt da noch für die Heimkinder selbst?
Im Übrigen ist nach mittlerweile 6 Monaten dieser Almosen-Fond
noch nicht einmal gesichert. Zwar haben beide Kirchen zugesagt,
zusammen über 40 Millionen einzubezahlen, doch die Bundesländer
sind noch „am Nachdenken“. Mit anderen Worten, es
ist noch immer nichts geschehen.
Die Frage ist: Verstehen die Verantwortlichen der Bundesregierung
und der Länder das Ausmaß von Kindheitsmisshandlungen
nicht, oder ist diese Verzögerung eine Einspartaktik?
Die dringende Notwendigkeit, endlich die noch Jahrzehnte später
spürbaren Folgeschäden (Posttraumatische Belastungsstörung,
der noch immer akute innere Schmerz, Depressionen, Aggressionen,
Angst etc.) wirksam zu behandeln und die gesellschaftliche Stigmatisierung
zu beenden, waren der Grund, warum die ehemaligen Heimkinder
vor 3 Jahren ihre Petition einreichten. Diese Petition war ein
letzter Schrei nach Gerechtigkeit. Doch komplizierte politische
und bürokratische Umwege lassen sowohl die ursprüngliche
Thematik als auch ihre sinnvolle Umsetzung mehr und mehr in
den Hintergrund treten.
Wie lange noch sollen die Heimopfer auf Menschlichkeit warten?
Gerechtigkeit wird es für die Misshandelten ohnehin nicht
mehr geben; dafür sorgt die Verjährungsfrist, auf
die sich der Bundestag gerne bezieht. Was aber hindert den Bundestag
und die Länder, für die Opfer nun schnell und unbürokratisch
zu sorgen?
Sollen all diese Verzögerungen verschleiern, dass der deutsche
Staat damals seine Aufsichtspflicht den Heimkindern gegenüber
massiv verletzte und somit die Menschenrechtsverletzungen überhaupt
stattfinden konnten? Sollen die einstmals Misshandelten erneut
zu Opfern gemacht werden? Oder setzt man gar auf eine „biologische
Lösung“ und wartet, bis die betagten und an den Folgeschäden
jener Misshandlungen leidenden Opfer versterben? Sind Heimkinder
also noch immer nichts wert?
Wäre dies nicht ein brennendes und aktuelles Thema für
die Menschenrechtskonferenz vom 20. -22. Juni? In deren Ankündigung
heißt es unter anderem: „Sie bietet große
Chancen, den Menschenrechten universell mehr Geltung zu verschaffen“.
Schluss mit psychologischem Kreationismus
übersetzt von Sieglinde Alexander
Wenn wir die Evolution des Gehirns nicht verstehen, sind wir
kaum mehr als Kreationisten, die glauben, dass das Unbewusste
in uns von irgendeiner Macht eingepflanzt wurde - von einem
Gott, von der Natur oder von wem auch immer - und dass wir nichts
dagegen tun können. Deshalb wagen wir uns nicht in seine
Nähe, aus Angst, die Dämonen wachzurütteln, die
einstmals von Glaubensbrüdern eingesetzt wurden, um ihre
Schäfchen in Furcht und somit unter Kontrolle zu halten.
"Wenn Ihr nicht gehorcht und nicht genug betet, werden
euch diese Dämonen erwischen."
Der Freudsche Dreh ist: "Wenn du darauf bestehst in die
Vergangenheit zu gehen, holen dich die Dämonen ein und
zerstören deine Seele."
Es ist eine Rückkehr zu den alten religiösen Vorstellungen
des 19. Jahrhunderts. Das ist einer der Gründe, warum Therapeuten
den Weg in die Vergangenheit meiden. Würden sie diese Warnung
aber einmal ignorieren und die Patienten in ihre Vergangenheit
eintauchen lassen, würden sie begreifen, was im Unbewussten
tatsächlich verborgen liegt. Was sie finden würden,
wäre nichts anderes als unsere Geschichte, von der Gegenwart
bis ganz weit zurück bis zur Geburt, im Detail ausgebreitet,
und das Leben im Mutterleib inbegriffen. Sie fänden nichts
Ungenaues, sondern präzise gespeicherte Erinnerungen, die
darauf warten, mit dem Bewusstsein verbunden zu werden.
Und weil wir beim Thema Bewusstsein sind, erlauben Sie mir
zu sagen, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Primal
und anderen Ansätzen von Erkenntnis in der Bewusstheit
liegt. Man geht davon aus, dass das Unbewusste nicht das Ergebnis
von konkreten Ereignissen in unserem Leben ist, sondern von
irgendwelchen genetischen Ursachen, die nie konkret genug sind.
Ja, es gibt genetische Kräfte, aber lassen Sie uns nicht
neun entscheidende Monate im Mutterleib mit genetischen Kräften
verwechseln. Ohne fundiertes Wissen über Evolution können
wir nie begreifen, wie Neurosen entstehen, und dass eine wirksame
Psychotherapie Neurose in umgekehrter Reihenfolge bedeutet:
indem sie die schmerzhaften Imprints (Einprägungen) in
der umgekehrten Reihenfolge, in der sie eingeprägt wurden,
angeht und sich dabei nicht nur dem Schmerz aus unserer Kindheit
zuwendet, sondern auch dem unserer Babyzeit und, am allerwichtigsten,
dem Schmerz vor unserer Geburt. Und es geht dabei nicht nur
darum, sich diesen Ereignissen vom Blickwinkel des Erwachsenen
aus zuzuwenden, sondern - und dies ist weitaus wichtiger - diese
Ereignisse mit dem Gehirnbereich wiederzuerleben, der damals
der höchste Level der neuronalen Entwicklung war.
Im Mutterleib hatten wir bereits ein Gehirn, das fähig
war, schädliche Einflüsse wie Schmerz zu erkennen,
sie zu kodieren und einzuprägen - und somit ein Leben lang
zu behalten. Diese Einprägungen bestimmen unser Leben noch
Jahrzehnte später.
Wenn wir erst einmal dieses fundiertes Verständnis für
die Evolution und ihre Geschichte haben, wissen wir, dass es
in der Behandlung psychischer Erkrankungen nicht darum geht,
sie nur zu verstehen. Es geht darum, in die schmerzhafte Erinnerung
einzudringen, tief in die damit verbundenen Gefühle einzutauchen,
und sich ihrer Kraft ganz zu überlassen, und zwar solange,
bis Worte keine Bedeutung mehr haben. Es geht schlicht und ergreifend
nicht um Worte; es ist vielmehr so, dass Worte das Gegenteil
von Heilung bedeuten und jedem therapeutischen Fortschritt abträglich
sind, so befremdlich das auch klingen mag. Genau darin liegt
das Problem. Es gilt, die Freudsche Warnung zu missachten, damit
die Patienten in das tiefe Unbewusste eintauchen können.
Es ist das Unbewusste, das die Freudianer unterdrücken
wollen, weil sie noch immer glauben, dass es die Psyche unwiderruflich
durcheinander bringt. Und es ist diese falsche Warnung, zusammen
mit vielen anderen ebenso falschen Warnungen, die die Psychotherapie
im Mittelalter gefangen hält, weil sie glaubt, dass es
dunkle, unkontrollierbare Mächte gibt, die uns hin und
her treiben, bis wir letzendlich außer Kontrolle sind.
Nur wer es kennt, weiß, wovon ich spreche.
Ich praktizierte viele Jahre Psychotherapie nach Freud. Einer
meiner Gründe so zu arbeiten war, dass es so gut wie keine
andere Theorie für psychodynamische Therapie gab. Schließlich
postulierte Freud das Unbewusste. Ich bin sicher, würde
er heute noch leben, er wäre kein Freudianer mehr. Ich
sage, dass wir nur heilen können, wo wir verwundet wurden.
Wir wissen jetzt, dass emotionale Verletzungen tief im Gehirn
außerhalb des Bewussten liegen. Psychische Verletzungen
oder Gewalt werden in das tiefere Gehirnsystem eingeprägt,
lange bevor wir das Vokabular, die Worte haben, um diese zu
beschreiben. Wir können diese Wunden heilen, wenn wir den
Schmerz direkt erreichen und nicht durch ein Labyrinth von Worten
reisen müssen. Theorien sind geprägt von Evolution.
Lasst uns nicht "in der Vergangenheit steckenbleiben",
in einer damals erstarrten Theorie, die sich nicht grundsätzlich
geändert hat und Fortschritte und Erkenntnisse verhindert.
Innerhalb der Freudschen Theorie hat sich in den letzten 100
Jahren so gut wie nichts verändert. Der Versuch, eine neue
Theorie in einen alten Bezugsrahmen zu drücken, bedeutet,
eine neue Wissenschaft in eine alte Theorie zu pressen, die
keine Gültigkeit mehr besitzt. Das ist kein Fortschritt.
Wie ich bereits sagte, bezweifle ich, dass Freud, wäre
er heute am Leben, ein Freudiander wäre. Es wäre unvorstellbar,
dass irgend ein anderer Zweig der Medizin immer noch auf dem
Stand der Wissenschaft aus den Zwanziger Jahren des letzten
Jahrhunderts feststecken würde. Freud schrieb sein Hauptwerk
"Die Traumdeutung" zu Beginn des letzten Jahrhunderts.
Ich bin mir sicher, es hat seitdem Fortschritt gegeben.
Der Autor, Dr. Arthur Janov, hat die Übersetzung und Veröffentlichung
für EMaK genehmigt.
Link zum Originaltext:
http://cigognenews.blogspot.com/2011/05/lets-stop-psychologic-creationism.html
An meine Kollegen und Psychotherapeuten
weltweit
Vergessen Sie, was Sie in der Schule gelernt haben: es ist
falsch
Vergessen Sie, was Sie über Diagnose gelernt haben: es
ist falsch
Vergessen Sie, was Sie über die Therapie gelernt haben:
es ist falsch
Vergessen Sie, was Sie über Theorie gelernt haben: es
ist falsch
Vergessen Sie Ihre Praxiseinrichtung: sie ist falsch
Vergessen Sie die 50-Minuten-Stunde: sie ist ganz falsch
Vergessen Sie, was Sie über Einsichten gelernt haben:
es ist falsch
Vergessen Sie, was Sie über therapeutischen Fortschritt
gelernt haben: es ist falsch
Vergessen Sie, was Sie über den Umgang mit Patienten gelernt
haben: es ist falsch
Vergessen Sie, was Sie über Patientenbehandlung gelernt
haben: wieder falsch
Vergessen Sie, was Sie über das Unbewusste gelernt haben:
es ist falsch
SO, WAS IST DANN RICHTIG?
ALLES ANDERE!
ART JANOV
Die Übersetzung und Veröffentlichung wurden vom Autor
Dr. Arthur Janov für EMaK genehmigt.
Link zum Originaltext: http://cigognenews.blogspot.com/2011/05/to-my-colleagues-and-shrinks-everywhere.html
Ich bin glücklich, wenn
ich es denke?
Die Frage, die im Philosophie-Unterricht so oft gestellt wird,
lautet: „Wirst du geliebt, wenn du es glaubst? Bist du
glücklich, wenn du das glaubst?“ Ich meine, was ist
der Unterschied, solange du denkst, du seist glücklich?
Nun, wir könnten fragen: „Sind Selbsttäuschungen
nützlich? Treten sie an Stelle der Wirklichkeit? Nicht
wenn du glaubst, die Wirklichkeit sei in deinem „Kopf,“
in deinen Wahrnehmungen; nicht wenn du denkst, dass allein Denken
zählt. Aber leider ist dem nicht so, weil ungeachtet dessen,
was du denkst, auch der Körper „denkt“, und
er sendet Schmerzbotschaften aus und bekundet, dass er unglücklich
ist und nicht geliebt wird. Das ist der Grund, warum Patienten,
wenn sie zu uns kommen, sagen, dass sie als Kinder geliebt wurden,
und sechs Monate später lernen sie von sich selbst, dass
dem nicht so war. Wenn sie zu ihrem Schmerz gelangen, erkennen
sie plötzlich, was mit ihnen im Leben geschehen ist.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/Binichgluecklich.htm
Über den Freiheitsverlust
von: Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner
Das Kennzeichen der Neurose ist für mich der Verlust der
Freiheit; und die Unmöglichkeit, sie zurück zu gewinnen.
Weil unerfüllte Bedürfnisse uns besessen und zwanghaft
machen und uns keine Wahl lassen. Also müssen wir trinken,
Drogen nehmen, so hart arbeiten, so viel essen, so ruhelos sein,.....füllen
Sie die Lücken aus. Wir haben unsere Wahlmöglichkeiten
vermindert und unsere Perspektiven eingeengt. Wir führen
ein oberflächlicheres, beschränkteres Leben; ein Leben
ohne Fühlen, weil das Fühlen zusammen mit unseren
Grundbefürfnissen begraben worden ist.
Wir haben weiterhin gescheiterte Beziehungen, Kurzverhältnisse,
abgestumpfte Liebesaffären, weil unser Leben so begonnen
hat: unbeständige Liebe, sporadische Zuneigung, Eltern,
die uns verlassen haben.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/UeberdenFreiheitsverlust.htm
Über Verdrängung als
Hauptakteur
von: Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner
Ich habe ausführlich über Verdrängung und ihre
lebenslangen Schadwirkungen geschrieben. Je mehr ich vom Leben
sehe, umso mehr verstehe ich, wie schädlich Verdrängung
sein kann. Zuallererst müssen wir begreifen, dass es für
nahezu jeden Schmerz die angemessene Verdrängung gibt.
Und je früher und entlegener die Schmerzen sind, umso größer
ist das Maß der Verdrängung. Diese Schmerzen rufen
ihren Antagonisten ins Leben. Und je stärker die Verdrängung
ist, umso wahrscheinlicher kommt es zu Krankheit, Symptomen
und verringerter Lebenserwartung. Es ist nicht so sehr der Schmerz
als die Folgen seiner Verdrängung. Wir setzen einen Deckel
auf eine enorme Kraft; eine Kraft, die Ausdruck verlangt.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/UeberVerdraengungalsHauptakteur.htm
Ein neues Paradigma für die
Psychologie: Revolution in der Psychotherapie
von Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner
In über hundert Jahren Psychotherapie hat sich außer
der Kosmetik sehr wenig geändert. Es ist immer noch die
Fünfzig-Minuten-Stunde, das Gespräch, bei dem man
sich aufrecht gegenübersitzt, mit einer Fülle von
Einsichten, die in die sanften und beruhigenden Töne eines
besorgten Therapeuten gewickelt sind. Es gibt noch immer die
Ausrede vom Unbewussten als Ort unzulänglich definierter
Dämone – etwas, das man um jeden Preis meiden sollte.
Niemand spricht es aus, aber es ist darin inbegriffen, dass
man den Patienten sorgfältig in die Gegenwart und weg von
der Vergangenheit lenkt. Die Freudianer nennen es jetzt Ego-Psychologie,
aber es ist noch immer Psychoanalyse mit einem etwas anderem
Brennpunkt; eine Verkleidung – antike Ausstattung mit
einer modernen Fassade.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/EinneuesParadigma.htm
Die Rolle der Evolution in der
Psychotherapie
von Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner
Ich habe über Evolution hinsichtlich der Psychotherapie
nachgedacht. Letzte Nacht gab es ein Programm über Evolution;
Wissenschaftler aus mehreren Ländern kamen zusammen, um
über die mögliche Evolution der Dinosaurier zu diskutieren.
Es gab viele Erklärungen, keine davon zufriedenstellend.
Eine jedoch schien glaubwürdig. Die Frage war, was zuerst
kam, Dinosaurier oder Vögel, weil man Fossilien fand von
Dinosauriern mit Federn. Sie untersuchten Vögel, die man
in der Nähe dieses Ortes gefunden hatte, welche ähnliche
Fortsätze hatten wie Dinosaurier, und filmten sie. Sie
fanden heraus, dass diese Vögel nach der Geburt lediglich
wussten, wie man läuft; im Verlauf ihrer persönlichen
Entwicklung begannen sie zu fliegen. Das war anscheinend ein
weiteres Indiz für die Auffassung, dass Vögel an zweiter
Stelle kamen und nicht zuerst; dass sich Vögel aus Dinosauriern
entwickelten und nicht umgekehrt. Es ist immer noch eine Sreitfrage,
aber es brachte mich dazu, über unsere eigene Therapie
nachzudenken; eine Primal-Sitzung zu beobachten erklärte
so viel über Evolution. Insbesonders über die Vorrangstellung
von Gedanken vor Gefühlen.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/DieRollederEvolution.htm
Warum haben wir Angst? (Teil
1-6)
von Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner
Teil 1
Warum haben wir Angst? Woher kommt sie? Wie bringen wir sie
zum Verschwinden? Das können wir nicht. Aber ich greife
mir selbst vor. Zuerst einmal müssen wir wissen, was Angst
ist und wie sie sich anfühlt.
Die Angstsymptome werden im Grunde vom Hirnstamm und einigen
alten Teilen des limbischen Gefühlssystems kontrolliert
– primitive Überlebensfunktionen: Kurzatmigkeit („ich
bekomme kaum Luft“), das Bedürfnis zu urinieren,
das Gefühl, zerquetscht zu werden, Druck auf der Brust,
Schmetterlinge im Bauch, Krämpfe, Herzrasen, die Unfähigkeit
stillzusitzen, Probleme mit der Verdauung, das Gefühl,
zerstreut und unkonzentriert zu sein, Konzentrationsverlust
und vor allem Weltuntergangsgefühle – der Tod ist
nahe. Mit diesem Gefühl verbunden ist ein tiefes Empfinden
von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Darüber hinaus
hat man ständig das Gefühl: „Schaff’ ich
es?“ Das ist genau die Angst, die man physiologisch während
des Geburtsprozesses hat, bei dem das erfolgreiche Ende überhaupt
nicht sicher war. Das Substrat ist vielleicht „Ich schaff’
es nicht,“ das sich in der Semesterabschlussprüfung
im Körper der Person als reiner Angstzustand zeigt. Es
ist Angst, weil Resonanz von der Abschlussprüfung den frühen
Schrecken ausgelöst hat, bei dem es wirklich problematisch
war, es zu schaffen. Und was ausgelöst wird, ist eindeutig
unbewusst und trotzt somit dem Bewusstsein. Es löste das
wirkliche Gefühl von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
aus, weil es nicht zu schaffen den Tod bedeutete; nie artikuliert
sondern empfunden aus der Erfahrung. Die Artikulation steckt
in der Angst. Und der Körper drückt sich jetzt präzise
aus.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/WarumhabenwirAngst.htm
Bericht
über Fälle sexuellen Missbrauchs an Schulen und anderen
Einrichtungen des Jesuitenordens – 27. Mai 2010
von Ursula Raue
Heimopfer, Runder
Tisch, Renten und Regierung
Die Gründe warum wir, die Heimopfer, eine
Entschädigung verlangen, liegt in der Tatsache, dass Heimkinder
zu einer Arbeit gezwungen wurden und es daher versäumt
haben, ihren Wunschberuf zu ergreifen und weil darüber
hinaus durch die erfahrene Gewalt ihre Identität und Integrität
zerstört wurde.
Genau dieser Zwang, diese Zerstörung, dieses
Kindheitstrauma war es, was zu den heutigen Rentenmissständen
führt. Die ehemaligen Kinder-Zwangsarbeiter und Missbrauchsopfer
erfahren heute noch einmal, durch die Verweigerung von Entschädigungen
und durch die Absagen von Frührentenanträgen, eine
Entwertung.
weiter
lesen
Interview mit Sexualwissenschaftler
"Pädophilie lässt sich nicht heilen"
Herr Professor Beier, wie viele Menschen sind
pädophil?
Genaue Zahlen gibt es nicht. Aber anhand erster empirischer
Untersuchungen ist die Annahme berechtigt, dass etwa ein Prozent
der männlichen Bevölkerung pädophile Neigungen
hat, also durch das kindliche Körperschema sexuell erregt
wird. Eine solche Neigung, für die die Betroffenen nichts
können, manifestiert sich in der Regel im Jugendalter und
bleibt dann bis zum Lebensende bestehen.
Sie ist nicht mehr veränderbar und in diesem
Sinne nicht heilbar. Menschen mit pädophilen Tendenzen
findet man in allen sozialen Schichten und Berufsfeldern: bei
Pädagogen, Juristen, Priestern, Facharbeitern, Hilfsarbeitern
- einfach überall. Das ist also auch unabhängig vom
Bildungsgrad. Es gibt allerdings Umstände, die Übergriffe
solcher Neigungstäter begünstigen. (A)
weiter: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2332265_Interview-mit-Sexualwissenschaftler-Paedophilie-laesst-sich-nicht-heilen.html
Sexuelle Ausbeutung
Die Macht zum Missbrauch
Von Katja Irle
Fegert sagt. "Die Hemmschwelle, zum Heimpsychologen
zu gehen, ist enorm hoch für die Opfer. Viele befürchten,
dass Täter und Heimleitung unter einer Decke stecken."
Sexuelle Gewalt
Exakte Angaben darüber, wie viele Kinder und Jugendliche
in Deutschland sexuell missbraucht werden, gibt es nicht. Die
Dunkelziffer gilt in diesem Bereich als sehr hoch. Schätzungen
zufolge wird jedoch jedes vierte Mädchen und jeder achte
Junge bis zum 18. Lebensjahr einmal Opfer sexueller Gewalt.
(A)
weiter: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2332264_Die-Macht-zum-Missbrauch.html
Familie: Eltern
als Entwicklungsmotor
Werden Heimkinder frühzeitig in Pflegefamilien
vermittelt, lassen sich Entwicklungsdefizite ausgleichen. Das
ergab eine Feldstudie amerikanischer Forscher in Rumänien
Der Zeitpunkt der Vermittlung spielte dabei eine
wichtige Rolle: So stieg die Intelligenz von Kindern, die mit
höchstens zwei Jahren zu Pflegeeltern gekommen waren, stärker
als die der später vermittelten Kinder. Ähnliches
galt für die Entwicklung der Sprachkompetenz. Im Alter
von zweieinhalb und dreieinhalb Jahren war der Spracherwerb
bei Heimkindern sowie solchen, die erst kurze Zeit bei Pflegeeltern
lebten, erheblich verzögert. Wer dagegen mindestens ein
Jahr in einer Pflegefamilie gelebt hatte, hinkte dem normalen
Altersdurchschnitt nur im Grammatiktest noch leicht hinterher.
(A)
Artikel: http://medizin-welt.blogspot.com/2009/12/familie-eltern-als-entwicklungsmotor.html
UN-Soldaten kaufen
sich 12-Jährige und die Politik schaut nicht hin
Monika Hauser und Zürich
Monika Hauser kämpft seit 16 Jahren gegen die systematische
Vergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten. Heute ist sie in
Zürich und spricht mit Tagesanzeiger.ch über die schlimmsten
Missstände und eine ihrer eindrücklichsten Begegnungen.
Für Ihren Einsatz für kriegstraumatisierte
Frauen sind Sie vor einem Jahr mit dem alternativen Nobelpreis
ausgezeichnet worden. Ist Ihre Arbeit dadurch einfacher geworden?
Die Widerstände sind geblieben. Weder lokale Politiker
in Krisengebieten noch jene auf dem internationalen politischen
Parkett zeigen Bereitschaft, sich mit unserem Thema zu beschäftigen.
Doch diese Auszeichnung hat gezeigt, dass Vergewaltigungen definitiv
nicht mehr unter «Kollateralschaden» eines Kriegen
laufen, sondern dass sie zuoberst auf die politische Agenda
gehören. (A)
Mehr lesen: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/rechtes-ufer/UNSoldaten-kaufen-sich-12Jaehrige-und-die-Politik-schaut-nicht-hin/story/30084384
Psychische Störungen
Psychologen finden oft Warnsiganle in der Kindheit
Depression, Schizophrenie, Borderline-Syndrom
oder antisoziale Persönlichkeitsstörung: Es sind Männer
und Frauen in ihren besten Jahren, die unter solchen psychischen
Störungen leiden. Die Warnsignale für spätere
seelische Erkrankungen identifizieren Psychologen allerdings
schon in der Kindheit.
Depressionen zählen zu den häufigsten
Gründen für Berufsunfähigkeit in Deutschland.
Die Störung verläuft dabei in der Regel in mehr oder
weniger ausgeprägten Schüben. Betroffene müssen
im Schnitt mit vier depressiven Phasen im Leben rechnen, die
sowohl schleichend als auch ganz plötzlich beginnen können.
Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig
und bleiben bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann
ein Schicksalsschlag sein. Es gibt aber auch Depressionen, die
von einem ungelösten, frühkindlichen Konflikt herrühren,
der bis ins Erwachsenenalter hinein getragen wird.
Weiter lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article5390099/Psychologen-finden-oft-Warnsiganle-in-der-Kindheit.html
Sieglinde Alexander:
Und wenn man bedenkt, dass zwischen 1946 -1980 an die 800 000
Kinder in Heimen misshandelt wurden beantwortet sich die Frage
warum es heute so viele Arbeitsunfähige gibt, die ohne
Diagnose aber von Hartz 4 wieder an den Rand der Gesellschaft
gedrängt werden.
Tsunami der Schande
Jahrzehntelang haben die Kirche, Behörden und die Polizei
in Irland den Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht.
Auszug:
Und nun hat noch der Bericht einer Untersuchungskommission
drei Grundpfeiler von Staat und Gesellschaft erschüttert:
Jahrzehntelang haben die katholische Kirche, staatliche Behörden
und die Polizei den beinahe schon gewohnheitsmäßigen
Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht und verschwiegen.
Von einer tiefen Schande sprachen übereinstimmend Diarmuid
Martin, der Erzbischof von Dublin, und Justizminister Dermot
Ahern. "Kein Wort der Entschuldigung wird je ausreichen",
betonte der Kirchenführer. Ahern zeigte sich "als
Vater angewidert" von den Enthüllungen und kündigte
strafrechtliche Konsequenzen an. Ein anonymer Kirchensprecher
nannte es einen "Tsunami" der Schande.
Mehr lesen: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491870
Kommentar
zu: „Tsunami der Schande“
Genetisches Gedächtnis
In der depressiven Falle
Auszug: Dass traumatische Erlebnisse in der
frühen Kindheit - Misshandlungen, Vernachlässigung
oder sexueller Missbrauch - das Depressionsrisiko von Menschen
zeitlebens erhöhen, ist aus epidemiologischen Studien bekannt.
Die junge Wissenschaft der Epigenetik erklärt jetzt endlich,
wie diese prägenden Einflüsse dauerhafte Spuren in
Körper und Geist hinterlassen.
Im Gehirn von Suizidopfern, die in früher Kindheit misshandelt
worden waren, fanden sie die gleichen Veränderungen wie
bei den vernachlässigten Versuchstieren. Im Gegensatz hierzu
zeigten Unfallopfer und Menschen, die Selbsttötung begingen,
aber eine unauffällige Kindheit hatten, diese Veränderungen
nicht. (A)
Alles lesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=2093326&em_cnt_page=1
Kindheitstrauma
hinterlässt genetische Spuren
Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in
der Kindheit können die Genaktivität dauerhaft verändern
und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen
und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut
für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen
zufolge können durch schweren psychischen Stress Methylgruppen
an die Erbsubstanz angelagert werden. Diese Änderungen
können dann zum Beispiel dazu führen, dass mehr Stresshormone
produziert werden. (A)
weiter lesen: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31590
Angsterkrankung
Kindheitstrauma verändert die Gene
Schwerer psychischer Stress in der Kindheit kann
die Erbsubstanz verändern und damit die Anfälligkeit
für Angsterkrankungen und Depressionen erhöhen. Betroffene
produzieren in der Folge deutlich mehr Stresshormone.
Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit
können die Genaktivität dauerhaft verändern und
einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen
und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut
für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen
zufolge können durch schweren psychischen Stress sogenannte
Methylgruppen - einfache chemische Markierungen - an die Erbsubstanz
angelagert werden. (A)
Weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1257419194717.shtml
Der Film zu dem oben erwähnten Thema wurde
vor einem Jahr in der USA unter dem Titel "Ghost
in the Genes" gezeigt und ist in Englisch zur
sehen: http://www.pbs.org/wgbh/nova/genes/
Wenn ein Mensch
sich in mehrere Ichs aufspaltet
Die Dissoziative Identitätsstörung – Würzburger
Psychotherapeutin über ein in der Fachwelt umstrittenes
Krankheitsbild
Manche Menschen haben nicht nur eine Persönlichkeit, sondern
mehrere. Dissoziative Identitätsstörung heißt
das in der Fachwelt umstrittene und deshalb selten diagnostizierte
Krankheitsbild. Für die Psychotherapeutin Elisabeth Kirchner
vom Würzburger Verein Wildwasser ist die Aufspaltung in
mehrere Ichs eine Strategie, mit der vor allem Frauen versuchen,
Gewalterfahrungen in frühester Kindheit – oft sexueller
Missbrauch – zu bewältigen. (A)
Weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/journal/journal/mp/ju/art34602,5351370
Früheres Johanna-Helenen-Heim
: Misshandelte Kinder suchen Gehör
Die Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim zeigt
sich enttäuscht, dass speziell den Gräueltaten an
behinderten Kindern am „Runden Tisch Heimkinder”
in Berlin keine besondere Beachtung zukommen soll.
Letzte Hoffnung der Arbeitsgruppe: Die Einrichtung
eines solchen „Runden Tisches Heimkinder” auf Länderebene
- unter erklärter Einbeziehung der Misshandlungen von behinderten
Kindern.
„Man sperrt die Hilflosesten der Gesellschaft,
behinderte und Schulkinder, die im Alter ihr Recht einfordern,
vom ,Runden Tisch' aus”, so Helmut Jacob. Er ist Vorsitzender
der Arbeitsgruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die
Zustände im Johanna-Helenen-Heim der unmittelbaren Nachkriegsjahre
zu benennen und den Opfern beizustehen.
Weiter lesen: http://www.derwesten.de/staedte/wetter/Misshandelte-Kinder-suchen-Gehoer-id318243.html
Professor Dr. Manfred
Kappeler:
„Heimerziehung in den fünfziger
und sechziger Jahren. Kinder haben Rechte – Erinnerung
und Ausblick.
Ich konnte nicht länger schweigen
– aber wer wird mir glauben?’
Über die Traumatisierung ehemaliger Heimkinder“
Dieser Vortrag wurde am 14. Februar 2009 beim Diakonietag der
Karlshöhe / Ludwigsburg gehalten.
In seinem Nachtrag geht Prof. Kappeler auch auf die Erfahrungen
von Erzieherinnen und Erziehern in der Heim- und Fürsorgeerziehung
der vierziger bis siebziger Jahre ein. EMaK hält gerade
auch diesen Teil für sehr wichtig und publiziert den Nachtrag
mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Nachtrag
lesen
GEFÜHLE
von Bob Holmes
Sich mit Gefühlen auseinander zu setzen ist ein so wichtiger
Teil der Arbeit an sich selbst, dass ich zwei Artikel anderer
Autoren in dieses Informationspaket mit auf genommen habe.*
Falls diese noch nicht bekannt sind, empfehle
ich, so viel Information daraus auf zu nehmen, wie möglich.
Im Fall, dass Du sie schon gelesen hast, dann ist jetzt eine
gute Gelegenheit, diese nochmals in die Hand zu nehmen.
In jedem persönlichen Prozess, bei dem es
um Wachstum und um Heilung geht, ist die Arbeit mit Gefühlen
wichtig, um nicht zu sagen wesentlich. Zum Mindesten ist sie
das, weil Gefühle jedem von uns sehr früh von der
Gesellschaft in einem gewissen Umfang abgewöhnt werden.
Im schlimmsten Fall kann es aber auch sein, dass man schwer
traumatisiert wurde und also, um zu überleben, gelernt
hat, die Fähigkeit zu fühlen völlig aus zu schalten.
Tatsächlich sind wir jedoch Wesen fließender Energie.
Energie will in uns fließen. Wo wir aber nicht fühlen,
da steckt unsere Energie fest und da erleben wir dann einen
Konflikt in uns selbst. Aus diesem Grund ist das Wieder- Erlernen,
wie wir in geschützter Weise fühlen und unsere Emotionen
ausdrücken können, eines der wichtigsten Werkzeuge
in Wachstums- und Heilungsprozessen, das uns zur Verfügung
steht.
Weiter lesen: http://www.primal-page.com/d-holmes.htm
Imprints: Die lebenslangen
Auswirkungen der Geburtserfahrung
Arthur Janov, Ph.D., pp. 309, New York: Coward, McCann, 1983
Imprints von Arthur Janov (1983) ist ein weiteres Meilenstein-Buch
in der Primal-Serie, die Arthur Janov in den letzten fünfzehn
Jahren begonnen hatte. Sein Untertitel lautet "Die lebenslangen
Auswirkungen der Geburtserfahrung". Und es ist genau das,
eine Beschreibung dieser Geburtsfolgen für das Leben vieler
Menschen, die den Mut und auch die Ausdauer fanden, ihrer eigenen
Geburt in der Primärtherapie nachzugehen und sie zu erforschen,
und die die lyrische Fähigkeit besaßen, ihre therapeutischen
Erfahrungen in ihren Tagebüchern mitzuteilen, sodass Arthur
Janov diese schriftlichen Dokumente als weitere Ausführung
seines eigenen Texts verwenden konnte.
Weiter lesen: http://www.primal-page.com/d-imprin.htm
Der Erwachsene,
der als Kind verbale Gewalt erlebte
Verbal misshandelte Kinder werden oft zu wütenden,
aggressiven und überkritischen Erwachsenen und zeigen asoziales
Verhalten und Dissoziation.
Verbal aggressiven Menschen mit cholerischen Tendenzen begegnen
wir in allen Lebensbereichen, die wir intuitiv, aus einem Gefühl
von eigener Erfahrung von Gewalt heraus, vermeiden.
Weiter
lesen
Ehemalige Heimkinder
und der Runde Tisch
Von Sieglinde Alexander
Werden die Nachkriegsgequälten Menschlichkeit
erfahren?
Seit Monaten verdrehen sich alle Verantwortlichen der
kirchlichen Trägerorganisationen die Zungen, dreschen in
den Medien leere Phrasen von Bedauern, entschuldigen sich bei
den ehemaligen Heimkindern, versprechen Ungenaues für die
Zukunft, doch faktisch geschieht nichts.
Noch immer arbeitet der Runde Tisch mit den Fragmenten
einer barbarischen Vergangenheit. Hierbei werden die verantwortlichen
Kirchen um Aufklärung gebeten, die diese im Endeffekt selbst
nicht zu leisten vermögen.
weiter
lesen
"Nein,
in Österreich gab es solche Einrichtungen nicht".
Je länger ich mich mit der Idee eine "Gruppe"
in Österreich zu gründen auseinander setze, umso tiefer
ich mich in die Materie über Kindesmissbrauch hinein arbeite,
umso unsicherer werde ich bei der riesigen Anzahl von Schicksalen,
Verbrechen, Arroganz und frech zur Schau getragener, vermeintlicher
Überlegenheit der Täterinnen und Täter.
Und als Betroffener wird mir allmählich klarer, dass die
Leugnungen dieser Verbrechen schmerzhafter sind, als das was
vor Jahrzehnten wehrlosen Kindern und Jugendlichen angetan wurde.
Weiter
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Die
emotionslosen Beamten
Von Franz Josef Stangl
Buchautor: Der
Bastard - Der Fürsorgezögling
Der Staat ist kein imaginäres Wesen, er zeigt
seine teilweise Fratze in Form von völlig desinteressierten
und überforderten Gestalten, die hierzulande oft einen Beamtenstatus
genießen, und in meiner Kindheit so etwas wie kleine Götter
waren.
Jugendwohlfahrt nannte sich der Hauptbunker, kleine Soldatinnen
und Soldaten, genannt Fürsorgerinnen und Fürsorger verteilten
den Abfall der Nachkriegsgesellschaft. Kinder die "passiert"
sind, Kinder die niemand wollte, Kinder deren Eltern, geistig
selbst noch tief pubertierend, auf der Versagerstraße unterwegs
waren.
Weiter
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Macht-
und Ohnmachtsgefühle des Menschen,
aus primärtherapeutischer Sicht, unter Berücksichtigung
der
Gehirnevolution und der ontogenetischen Entwicklung
2 Macht und Ohnmacht als Erwachsener
mehr lesen: http://www.primaltherapy.ch/vortrag/vortrag_deutsch.htm
Über
die korrigierende emotionale Erfahrung
für EMaK Übersetzt mit Genehmigung des Autors, Dr. Arthur
Janov
Original Text: „On
the Corrective Emotional Experience“
Zu Zeiten Freuds und der Psychoanalyse bestand der
Dreh- und Angelpunkt der Therapie in der Analyse der Übertragung:
wie reagiert die Patientin auf den Arzt und (Gegenübertragung)
wie reagiert der Arzt auf die Patientin. Das gesamte Konzept bestand
darin, die Patientin durch eine korrigierende emotionale Beziehung
zu verändern, ihr zu helfen, unabhängiger zu sein, sich
nicht auf den Rat oder die Liebe und Anleitung vom Arzt zu verlassen.
Jetzt, Dekaden später, hat diese Auffassung der korrigierenden
emotionalen Erfahrung viele Anhänger gewonnen. Therapie ist
nach wie vor im Kern die Analyse der Übertragung.
Ihre Theorie ist die Folgende: Es genügt nicht, ein frühes
Trauma wieder zu erleben, sondern man muss eine korrigierende
Erfahrung folgen lassen, welche es dem Patienten ermöglichen
wird, Fortschritte zu machen und sich zu ändern. Man unterstellt,
dass es die Neurose nur verstärkt, wenn man es zulässt,
dass der Patient sich dem Schmerz überlässt.
ANMERKUNGEN
ZU DR. JANOVS ABHANDLUNG ÜBER PSYCHOTHERAPIE (GRAND DELUSIONS)
von Ferdinand Wagner
Auszug:
Und wie sieht die Zukunft der Psychotherapie im Allgemeinen aus?
Ich glaube, auch wenn sie im Grund ein Relikt der Vergangenheit
ist, wird sie sich auch in Zukunft reger Nachfrage erfreuen. Janov
selbst sagt, die meisten Leute wollen eine magische, schmerzlose
oder schnelle Lösung ihrer Probleme, eine Veränderung,
bei der sie sich nicht wirklich verändern müssen, ihre
Gewohnheiten, Werte und Bezugspunkte in der ihnen vertrauten neurotischen
Welt der Verdrängung nicht aufgeben müssen. Im Grund
wollen sie als Neurotiker funktionieren, ohne zu leiden, aber
sie wollen sich nicht wirklich ändern, sie sind nicht bereit,
den, wie Janov sagt, „turmoil of change,“ den „Aufruhr
der Veränderung“ in Kauf zu nehmen.
Zum Artikel: http://www.dieontogenetischeseite.de/anmerkungenzugranddelusions.htm
Psychologie
Die heimliche Macht des Unbewussten
Von Heike Stüvel 20. März 2009, 11:54 Uhr
Bis vor Kurzem galt das innere Wesen des Menschen
als unerreichbar. Ein finsterer Ort, weit von uns entfernt und
doch so nah. Wer weiß, was da an unentdecktem „Bösen"
im Unbewussten lauert, was für unerwünschte Triebe,
verdrängte Traumata und vererbte Verhaltensweisen dort lauern
und das tägliche Leben erschweren?
Der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer- ...„Eine komplexe
Analyse zahlt sich dagegen aus, wenn es gilt, die Vergangenheit
zu erklären, wenn die Zukunft in hohem Maße vorhersehbar
ist und wenn reichlich Information vorliegt“
Mehr lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/article3411612/Die-heimliche-Macht-des-Unbewussten.html
Erwachsene,
die Missbrauch im Kindesalter überlebten
Übersetzung von Sabine Becker
Wer als Kind missbraucht wurde, kann mit schwerwiegenden
und lang anhaltenden Folgen zu tun haben. Solche Auswirkungen
beinhalten den Verlust von Vertrauen, Würde und Selbstrespekt.
Endlich
wird das Schicksal der Heimkinder in der Nachkriegszeit zum Thema.
Kirchliche und staatliche Einrichtungen haben in einer unheiligen
Allianz die Schwarze Pädagogik der Nazis fortgeführt.
Immer noch stehen die Heimkinder in der Opferhierarchie ganz unten.
Weiter
lesen
Kindheitstrauma
als Ursache des chronischen Müdigkeitssyndroms
Chicago - Traumatische Erfahrungen in der Kindheit können
im Erwachsenenalter zum chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS)
führen. Eine amerikanische Studie zeigt, dass viele CFS-Patienten
in der Kindheit missbraucht, misshandelt oder vernachlässigt
wurden. Eine solche Traumatisierung zieht offenbar Veränderungen
des Hormonhaushalts nach sich, die die Betroffenen später
anfälliger für die Erkrankung machen.
Absichtlich
zugefügte Schmerzen quälen stärker
New York - Menschen empfinden absichtlich zugefügte Schmerzen
als besonders quälend. Haben sie das Gefühl, dass andere
ihnen bewusst wehtun, gewöhnen sie sich auch nicht an den
Schmerz, wie eine amerikanische Studie zeigt. Dies deutet darauf
hin, dass etwa Opfer von Folter unter den sowieso schon qualvollen
Misshandlungen noch stärker leiden. (A)
mehr: http://www.net-tribune.de/article/191208-72.php
Katholische
Kirche in Irland entschuldigt sich für Kindesmisshandlungen
Die katholische Kirche in Irland hat sich für die sexuellen
Misshandlungen Hunderter Kinder durch Geistliche entschuldigt.
Erzbischof Sean Brady, der Vorsitzende der irischen Bischofskonferenz,
sagte nach einer Mittelung vom Freitag, die Kirche sei "tief
traurig" über das Geschehene.
Bischof John McAreavey sagte: "Was passiert ist, tut uns
wirklich leid." Leider könne man das begangene Unrecht
nicht ungeschehen machen. Künftig wolle sich die Kirche aber
um den "größtmöglichen Schutz von Kindern"
bemühen.
"Ihre
Seele ist schon lange tot"
Siegen. Jahrelang hat ein Vater aus Siegen seine Tochter
sexuell missbraucht. Jahrelang ahnte die Mutter nichts von dem
Verbrechen, das sich in ihrem Haus abspielte. Heute kämpft
sie jeden Tag gegen den Schmerz und gegen den Impuls, den Täter
umzubringen. Teil 11 unserer Serie "Überlebenskämpfer".
Mehr lesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/11/3/news-87955715/detail.html#car
Der
Weg zum Selbstrespekt
von S.H.B.
Selbstrespekt? Ich kannte das Wort, aber nicht seine
Bedeutung. Wie sollte ich auch, ich wurde als Kind nie respektiert.
Ich bin eine EMaK, eine Erwachsene misshandelt als
Kind. Opfer von körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalt
in Kindheit und Jugendzeit. Die emotionale Misshandlung durch
die Eltern dauerte fort bis zu meinem endgültigen Kontaktabbruch
vor acht Jahren, ausgelöst durch eine erneut schwere Traumatisierung
durch meine Herkunftsfamilie. Um diesen Schock zu bearbeiten,
suchte ich einen Therapeuten auf. Doch anstatt meine Kindheitstraumata
zu finden und zu bearbeiten, wich dieser Therapeut dieser Thematik
vollständig aus. Er führte mich dahin, meine Eltern
zu verstehen und ihnen zu verzeihen, was mir eine Zeitlang scheinbar
gelang, in Wirklichkeit meine Depression aber nur noch verstärkte
und zementierte.
Schwere Körperverletzung
Strafbefehl gegen Ex-Diakonie-Chef - 9. Juni 2008, 11:51 Uhr
Im Skandal um zweifelhafte Psycho-Experimente mit
Diakonen hat das Amtsgericht Hersbruck gegen den früheren
Rektor der Rummelsberger Anstalten, Karl Heinz Bierlein, einen
Strafbefehl erlassen. Darin habe das Gericht eine Bewährungsstrafe
von elf Monaten und als Bewährungsauflage eine Geldbuße
von 10.000 Euro festgesetzt, teilte ein Gerichtssprecher mit.
Der Strafbefehl hat noch keine Rechtskraft.
Auch Kommentare lesen: http://www.welt.de/muenchen/article2082708/Strafbefehl_gegen_Ex_Diakonie_Chef.html
Urteil: http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/presse/archiv/2008/01446/index.php
Amtsgericht Hersbruck erlässt gegen den früheren Vorsitzenden
des Vorstands der Rummelsberger Anstalten einen Strafbefehl
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
hat das Amtsgericht Hersbruck am 04. Juni 2008 gegen den früheren
Rektor der Rummelsberger Bruderschaft und Vorsitzenden des Vorstands
der Rummelsberger Anstalten Dr. Karl Heinz Bierlein einen Strafbefehl
erlassen. Darin wird dem 56-jährigen Seelsorger gefährliche
Körperverletzung in sechs Fällen vorgeworfen und gegen
ihn deswegen eine zur Bewährung ausgesetzte Gesamtfreiheitsstrafe
von 11 Monaten festgesetzt. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.
Die
Abhängigkeit des Bewusstseins von Hirnprozessen
Dieter Birnbacher 28.08.2007
Wie neu ist das neue Menschenbild der Neurowissenschaften?
Wiederholt ist bemerkt worden, dass die Erfolge der Neurowissenschaften
gegenwärtig in aller Munde sind, während die wissenschaftliche
Psychologie, die seit nunmehr hundert Jahren die menschliche Psyche
mit großem Erfolg erforscht, deutlich an Interesse verliert.
So unbestreitbar die Erfolge der Neurowissenschaften, so befremdlich
ist die ihnen gewidmete mediale Aufmerksamkeit. Denn zu einem
erheblichen Teil liefern die Neurowissenschaften lediglich die
"Hintergrundmusik" zu seit langem bekannten Erkenntnissen
der Psychologie. Sie erklären psychische Phänomene durch
deren neurophysiologische Bedingungen und decken die im Gehirn
ablaufenden Prozesse auf, die den im Verhalten und in der Binnenwahrnehmung
des Subjekts manifestierten Phänomenen zugrunde liegen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25958/1.html
Grausame
Mutterliebe
Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:M%FCnchhausen-Stellvertreter-Syndrom--Grausame-Mutterliebe/596079.html
Sie machen ihre Kinder krank - und kümmern sich dann liebevoll
um sie: Menschen mit Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom sind
psychisch krank
Von Sylvie-Sophie Schindler
Sie geben ihren Kindern nichts zu essen, spritzen
ihnen Medikamente, zertrümmern ihre Knochen: Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom
ist eine besonders bizarre Form der Kindesmisshandlung. Was sind
das für Mütter, die ihre Kinder heimlich quälen?
Neue
Wege aus dem Tief
Von Sabine Kartte, Johannes Schweikle, Cornelia Stolze
Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass Medikamente
allein nicht dauerhaft aus der Depression heraushelfen. Nur wer
seine krank machenden Verhaltens- und Gefühlsmuster verändert,
kann dem schweren Seelenleiden entkommen. Dazu bedarf es einer
speziell ausgerichteten Psychotherapie.
Gibt
es den geborenen Verbrecher?
Die Idee, dass Menschen aufgrund ihrer Anlage kriminell
werden, gilt als überholt. Doch offenbar spielen Gene eine
Rolle.
Von M. C. Schulte von Drach
Als Cesare Lombroso im 19. Jahrhundert seine Vorstellung vom geborenen
Verbrecher vorstellte, löste er einen heftigen Streit aus.
Der Arzt und Professor für Psychologie hatte die Theorie
aufgestellt, dass Kriminelle einen besonderen Menschen-Typus darstellen.
Was es nicht gibt, ist eine bereits in den Genen festgeschriebene
Karriere als Ganove. Und anders als früher häufig angenommen,
spielt nicht nur ein einziger Faktor eine Rolle, wenn es um Verhalten
abseits der Normen geht. Auch die Umwelt, in der ein Kleinkind
aufwächst, ist von Bedeutung. So erhöhen bekanntlich
eine aggressive und inkonsequente Erziehung, ein häufiger
Wechsel der Bezugspersonen oder Konflikte in der Familie das Risiko,
dass der Nachwuchs sich zu einem Jugendlichen und Erwachsenen
entwickelt, der sich nicht an die Gesetze hält. (A)
Mehr darüber: http://www.sueddeutsche.de/wissen/907/303886/text/
Anmerkung: Dr. Arthur Janov schrieb bereits vor 30 Jahren
in seinem Buch „Biologie of Love“ über die Bedeutung
der Serotonen und Dopamin.
Der
Mann ohne Gedächtnis
Von Kuno Kruse
Er saß eines Tages auf einer Bank in Hamburg und wusste
nicht, wo er war. Auch nicht, wer er war. Seitdem kämpft
sich Jonathan Overfeld mühsam aus den Tiefen seiner Amnesie.
Gefunden hat er eine Kindheit im katholischen Westfalen - und
tiefe Wunden auf seiner vergewaltigten Seele, die nie verheilt
sind. (A)
Mehr bei Stern.de http://www.stern.de/politik/panorama/624605.html?nv=sml
Traumata
verarbeiten lernen
Naturkatastrophen, Misshandlungen oder schwere Unfälle sind
einschneidende Ereignisse, die das Leben der Betroffenen grundlegend
verändern. Jeder Mensch verarbeitet ein solches Ereignis
anders. Einige finden von selbst aus der 'traumatischen Zange',
manche bleiben in ihr gefangen. Ein Netzwerk will Betroffene unterstützen.
...Ein flash-back ist ein Erinnerungsfetzen an das Erlebte, der
durch bestimmte Auslöser (trigger) unwillkürlich ins
Gedächtnis rückt. Diese flash-backs können auch
Jahre nach dem Erlebnis auftreten; selbst wenn sie dem Alltagsbewusstsein
bis dahin nicht zugänglich waren. (A)
Mehr darüber bei: http://www.meduniqa.at/6217.0.html
Werner
Papke, der legendäre Profi-Boxtrainer
wurde des sexuellen Missbrauchs in 49 Fällen
schuldig gesprochen.
Die ehemaligen Schützlinge, die ihn mit ihren Aussagen auf
die Anklagebank gebracht haben, die Ehefrau eines der Boxschüler
und ein Konkurrent aus der Berliner Boxszene – sie alle
würden „unter einer Decke stecken“. Nach Angaben
des heute 33-Jährigen waren die Jungen, die der Trainer befummelt
haben soll, alle von ähnlichem Typ: „Klein, süß,
zierlich und dunkelhaarig.“(A)
Mehr lesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Kriminalitaet-Prozess;art128,2519549
49-jähriger
Mann muss wegen Kindesmissbrauch 3 Jahre ins Gefängnis
21. Februar 2008
Ein 49-jähriger Berliner steht seit Donnerstag wegen sexuellen
Missbrauch von Kindern vor Gericht. Der Mann ist in 641 Fällen
angeklagt und soll zwischen 1980 und 1992 seine drei minderjährigen
Kinder zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. (A)
Mehr lesen: http://www.die-topnews.de/49-jaehriger-mann-muss-wegen-kindesmissbrauch-3-jahre-ins-gefaengnis-33854
Gefühle
wurden abgetötet
Wie die Schweiz den Fall «Kinder der Landstrasse»
hatte, in dem Fahrenden von Amtes wegen ihre Kinder weggenommen
wurden, so geschah dies in Kanada mit den Indianern. Den Kindern
sollte der Indianer in ihnen ausgetrieben werden. Nun hat sich
die Regierung für dieses Unrecht entschuldigt.
Der 11. Juni 2008 wird als historisches Datum in die Annalen der
in Kanada lebenden Indianer eingehen. Es ist ein Tag, auf den
die Indianer seit vielen Jahren gewartet haben, es ist der Tag
der offiziellen Entschuldigung der kanadischen Regierung für
ein böses Unrecht, das an ihnen begangen wurde. (A)
Mehr lesen: http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1521383&ressort=tagblattheute/hintergrund&jahr=2008&ressortcode=tb-hi&ms=
Kanada
entschuldigt sich bei Indianern
von Dietrich Alexander Stellv. Ressortleiter Außenpolitik
Kanadas Premier Stephen Harper hat die indianischen Ureinwohner
für die menschenverachtende Politik der Zwangsassimilierung
und Entrechtung um Vergebung gebeten.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte Kanadas wäre der Öffentlichkeit
außerhalb des Landes womöglich für alle Zeiten
verborgen geblieben, hätte die Regierung unter Premier Stephen
Harper nicht den Mut gefunden, eben diese große Öffentlichkeit
für seine Bitte um Vergebung bei den indianischen Ureinwohnern
zu suchen. Vergebung für eine menschenverachtende Politik
der Zwangsassimilierung und christlichen Missionierung in euphemistisch
umschriebenen Internaten, der Entrechtung, Erniedrigung und sexuellen
Nötigung von Tausenden Kindern bis weit hinein in die 70er-Jahre.
Die Frage muss erlaubt sein, ob und wann sich die USA zu solch
einem Schritt durchringen werden. Auf die Dauer scheint es nicht
möglich und auch schädlich zu sein, eine gesunde und
reife Gesellschaft formen zu wollen, die sich auf nicht bewältigtem
Unrecht gründet.
Mehr lesen: http://debatte.welt.de/kommentare/76262/kanada+entschuldigt+sich+bei+indianern?req=RSS
Anhang von Sieglinde W. Alexander:
Die Frage muss erlaubst sein, ob und wann sich die Deutsche Regierung
zu solch einem Schritt durchringen wird. Die Vergehen an Heimkindern
in den Nachkriegsjahren werden auch nicht durch die biologische
Uhr gelöscht. (A)
Priester
wegen Missbrauchs angeklagt
5. Juni 2008
ESSEN/BOTTROP Die Staatsanwaltschaft Essen hat wegen sexuellen
Missbrauchs Anklage gegen einen Bottroper Pfarrer erhoben. Der
66-jährige Geistliche soll in den Jahren 1994 und 1995 in
mindestens 15 Fällen einen damals zwölfjährigen
Jungen sexuell missbraucht haben.
Mehr bei:
http://www.muensterlandzeitung.de/nachrichten/nrw/art1544,277506
http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2008/06/03/ermittlungen_gegen_essener_priester.jhtml
Wann
hat die liebe Seele Ruh'?
Wenn Kinder Furchtbares erleben, dann schütteln
sie das nicht einfach ab. Die Spuren finden sich in der Seele
des Kindes. Und oft sind diese Verletzungen so schwer, dass sie
bleibende Schäden hinterlassen.
...Wird nicht geholfen, können später psychische Störungen
die Folge sein. Bei Frauen sind es vor allem Depressionen, Angststörungen
und die Borderlinestörung mit Selbstverletzung. Bei Jungen
kann die frühe Traumatisierung auch in eine destruktive Charakterstruktur
münden: "Dann haben wir Kinder und Jugendliche, die
nach traumatischen Erlebnissen selbst auf der Täterseite
stehen." (A)
Mehr lesen: http://www.abendblatt.de/daten/2008/06/07/891257.html
Ein
Sieg für Opfer
Original Artikel Irish Independent Freitag, 20. Juli 2007 : http://www.paddydoyle.com/victoryforvictims.html
Übersetzung: Zouzou Alexander
Richterin Alice Doyle befand gestern,
dass ihr Tod im ursächlichen Zusammenhang mit der durch den
sexuellen Übergriff entwickelten Persönlichkeitsstörung
steht. Die Richterin entschied mit einer lobenswerten Klarheit:
„Ihre Krankheit wurde durch sexuelle Misshandlung in ihrer
Kindheit hervorgerufen und führte zur Selbsttötung“.
zum Artikel
US-Missbrauchs-Affäre:
Der Deal des Kardinals
Nach langem Schweigen über Missbrauch in seiner Diözese
entschuldigte sich Kardinal Mahony nun, es gibt Entschädigungszahlungen
- und Kritik
http://derstandard.at/?url=/?id=2962857
Mahony stoppte die
juristische Aufarbeitung bevor sie beginnen konnte. Um
den Schaden zu begrenzen, erklärte er sich bereit, den Opfern
660 Millionen Dollar (knapp 480 Millionen Euro) zu überweisen.
Eine Rekordsumme. Sie stellt alles in den Schatten,
was die USA bisher in solchen Zusammenhängen kannten. Nach
einem Pädophilen-Skandal in Boston, 2002 publik geworden,
hatte der Klerus umgerechnet 114 Millionen Euro locker gemacht,
um einen peinlichen Prozess zu vermeiden. Peanuts, wenn man es
an Mahonys Deal misst. Versicherung zahlt. (A)
15. Juli
2007, 23:32 Uhr
USA
Kardinal entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern
Der Kardinal von Los Angeles würde den Opfern von sexuellem
Missbrauch gern ihre Unbefangenheit zurückgeben. Er weiß
aber auch, dass dies unmöglich ist. Selbst finanzielle Entschädigungen
könnten das nicht aufwiegen. Jeder Betroffene soll bis zu
1,3 Millionen Dollar bekommen. (a)
http://www.welt.de/vermischtes/article1029211/Kardinal_entschuldigt_sich_bei_Missbrauchsopfern.html
Welt online 19.
Juni 2007, 16:13 Uhr
Jeder vierte Schüler wird Opfer
von Gewalt
Von Insa Gall
http://www.welt.de/hamburg/article958107/Jeder_vierte_Schueler_wird_Opfer_von_Gewalt_.html
Misshandlung im eigenen Elternhaus
Die Studie beleuchtet auch die Gewalt, der Jugendliche in ihrem
Elternhaus ausgesetzt sind. „Das Risiko eines jungen Menschen,
Opfer einer Misshandlung zu werden, ist nirgendwo so hoch wie
im eigenen Elternhaus“, sagte Wetzels. (A)
Reise
in die schmerzliche Vergangenheit
VON CORINNA SCHULZ, KÖLNER STADT-ANZEIGER 27.02.07, 21:19h
Mit jedem Kilometer rückt seine Vergangenheit näher
- der Ort, an dem die Bilder entstanden, die ihn seit mehr als
40 Jahren verfolgen. Immer wieder hat er sich gefragt, wie es
sein wird, noch einmal zurückzukehren - in die Diakonie Bad
Kreuznach. Georg Scheffler, Pressesprecher der evangelischen Einrichtung,
hält auf dem Hof und öffnet Hans Klostermann die Wagentür.
Jetzt ist er dort, wo er nie wieder hin wollte. (A)
http://www.ksta.de/html/artikel/1172183400756.shtml
Der Tagesspiegel
15.10.2006
Ungeheuer behütet
Zur Arbeit gezwungen, scharf bewacht und bestraft, so
ging es vielen Heimkindern der Nachkriegszeit. Nun könnte
es eine Anhörung im Bundestag geben – zwei Männer
erinnern sich an eine Jugend, die keine war
Von Deike Diening
In der kommenden Woche soll der
Petitionsausschuss entscheiden, ob es eine Anhörung im Bundestag
zu diesem Thema geben wird. Wenn alles gut geht, findet die bis
Ende November statt. Dann kann sich auch die Politik ein Bild
davon machen, was in Nachkriegsdeutschland in den Jugendheimen
geschah: Menschenrechtsverletzungen, Freiheitsentzug, Ausbeutung.
Schließlich war der Staat in Gestalt der Jugendbeauftragten,
der beschlussfreudigen Ämter und fehlenden Kontrollen auch
beteiligt. Ist das Thema einmal auf der politischen Ebene, könnte
es um Rentenansprüche und Entschädigungen gehen. „Sie
müssen es sich schon allein deshalb anhören, damit so
was nie wieder passieren kann“, findet Rosenkötter.
Denn rufen nicht längst wieder mehr Politiker, Erzieher,
Eltern nach „Disziplin“ und „Ordnung“?
(A)
http://www.tagesspiegel.de/dritte-seite/archiv/15.10.2006/2837676.asp
Leider ist der Artikel nicht mehr im Internet.
Die
verdrängte Gewalt
Kölner Stadt Anzeiger vom 03. August 2006 Panorama
VON SUSANNE ROHLFING, 03.08.06, 06:57h
http://www.ksta.de/html/artikel/1154434416848.shtml
Für den Fünfjährigen
und seine beiden Schwestern Elisabeth (damals sechs Jahre alt)
und Betty (drei) war die unbeschwerte Kindheit abrupt vorbei.
Es folgten Jahre, in denen Schläge und seelische Grausamkeiten
für die Geschwister aus Köln an der Tagesordnung gewesen
seien. Lange hat Schlößer das Erlebte verdrängt,
nicht darüber gesprochen, versucht, nicht daran zu denken.
Auch der Bundestag will sich nun
mit dem Thema befassen. Im Herbst solle es vor dem Petitionsausschuss
eine öffentliche Anhörung Betroffener geben. Es gehe
um rentenrechtliche Fragen (viele Betroffene wurden jahrelang
als Arbeitskräfte ausgebeutet), sagt Rupprecht, und darum,
ob die ehemaligen Heimkinder ein Anrecht auf Opferentschädigung
haben. Es müsse geklärt werden, „wer wofür
welche Verantwortung hatte oder hat“. Ob es sich um Einzelfälle
oder um eine „geduldete, permanente Verletzung von Menschen-
und Persönlichkeitsrechten“ gehandelt habe. Und ob
sich Deutschland ein Beispiel an Irland und Kanada nehmen sollte.
Dort wurden von Kirche und Staat Fonds zur finanziellen Entschädigung
der Opfer eingerichtet. (A)
Kinderschänder
sitzt in Haft
28. Juli 2006 http://www.salzburg.com/sn/06/07/28/artikel/2224573.html
Zehn Jahre lang jagte die Polizei
einen 65-Jährigen, der seine Töchter sexuell missbrauchte.
Nun wurde der Flachgauer in seiner Gartenhütte verhaftet.
GROSSGMAIN (SN-chr). "Es ist ein besonders perfider Fall
von Kindesmissbrauch. Einer, der zwei Kinder, mittlerweile junge
Frauen, mit schweren psychischen Traumata zurücklässt"
- das ist der erste Eindruck, den Staatsanwältin Barbara
Feichtinger von einer 20 Jahre dauernden traurigen Geschichte
gewonnen hat, die am 14. Juli in Großgmain endete. (A)
Bürokratie
und menschliches Unverständnis des Jugendamts
Wohnung statt Therapie
http://www.ksta.de/html/artikel/1152178247405.shtml
„Es handelt sich hier um ein psychisch geschädigtes
Kind. Ohne eine entsprechende Therapie wird mein Pflegekind kein
geregeltes Leben führen können“, glaubt hingegen
Karin F. Das Handeln des Jugendamtes komme „einer unterlassenen
Hilfeleistung“ gleich: „Mein Vertrauen ist zerstört.“
Karin F. fühlt sich „gedemütigt“ und „benutzt“.
(A)
Der
Krieg steckt in vielen Seelen
Dr. Helga Spranger
Vorsitzende des Vereins kriegskind e.V. in Strande und Ärztin
für Neurologie und Psychiatrie
Bis vor fünf Jahren wurde überhaupt nicht darüber
gesprochen“, erzählt Helga Spranger, Vorsitzende des
Vereins kriegskind e.V. in Strande und Ärztin für Neurologie
und Psychiatrie. Eine bislang unbekannte Zahl von Deutschen, die
im 2. Weltkrieg Kinder waren, leidet an Spätfolgen dieses
Krieges.
Eine
Rechtsmedizinerin erzählt
Züchtigung, züchtig, Zucht, ziehen und Erziehung sind
engstens verwandt in der Wortbedeutung. Das Recht auf die Ausübung
des väterlichen Züchtigungsrechtes (das bis etwa 1929
auch die Züchtigung der Ehefrau ganz selbstverständlich
mit einschloss), galt lange Zeit als unantastbar.
Diesmal hat sie eine Rechtsmedizinerin in Leipzig besucht, Ulrike
Böhm, die mit einem kleinen Team an einer Studie über
"Tödliche Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung
in der BRD vom 3. Oktober 1990 bis 31 Dezember 1999" arbeitet.
"Es ist ja ein ganz einzigartiges Projekt.
Zum
Artikel
Kanada
entschädigt seine Ureinwohner für erlittene Misshandlungen
Ottawa - Kanada will seine Ureinwohner mit zwei Milliarden Dollar
(1,4 Milliarden Euro) für physische, psychische und sexuelle
Misshandlungen in staatlich geförderten Schulen entschädigen.
(A)
zum Artikel: http://derstandard.at/?url=/?id=2428685
Wenn
Du nicht brav bist, kommst Du ins Heim
Michael-Peter Schiltsky
Publiziert: http://www.tah.de/lokales/lokal_reportagen/315241.html
Kreis Holzminden (25.03.06). Sie sollen in einer Gesellschaft
bestehen, die ihnen das Rüstzeug dafür verweigert hat:
Zuneigung haben sie nicht erfahren, Vertrauen nicht aufbauen können.
Michael-Peter Schiltsky muss, weil er aus Vahlbruch ist, der Ankerpunkt
dieser TAH-Reportage sein, obwohl er darin eigentlich gar nicht
auftauchen möchte. Doch Schiltsky ist Heimkind der Wirtschaftswunderzeit,
ein geschundenes, ein missbrauchtes Kind.
Artikel
lesen
"Das
Opfer bleibt oft allein"
Oberpfalznetz 22.03.2006 | Netzcode: 10857772
30 Jahre Weißer Ring: Der Verein betreute
2005 vor allem Opfer von Sexualdelikten und häuslicher Gewalt
Amberg. (jrh) . "Auch drei Jahrzehnte nach Gründung
des Weißen Ringes gilt das öffentliche Interesse heutzutage
noch immer stärker dem Täter", kritisiert der Leiter
der Außenstelle Amberg, Rüdiger Niethammer. "Das
betroffene Opfer, das mit den Folgen der Tat leben muss, bleibt
oft allein." (A)
zum Artikel: http://www.zeitung.org/zeitung/857772-125,1,0.html
Mittelbayrische
15.03.2006
Die
Forensik ist kein „Gefängnis light“
Studie beweist: Regensburg hat hohe Erfolgsquote bei der Therapie
von Straftätern
Von Christine Schröpf, MZ
REGENSBURG. „Das Leben ist eine Baustelle“, steht
auf dem knallgelben Plakat im Büro von Dr. Wolfgang Mache.
Ein Spruch, der auch gut zur Arbeit des Chefarztes und Leiters
der Forensischen Klinik des Bezirksklinikums Regensburg passt:
Viele der im Moment 250 psychisch kranken Straftäter,
die in den geschlossenen Abteilungen betreut werden, haben durch
Gewalterfahrungen in der Kindheit und andere familiäre Traumata
von Anfang an nur ein brüchiges Fundament fürs Leben
mitbekommen. Später ist durch Sucht oder Einsamkeit
die Statik weiter ins Wanken geraten.
Zum Artikel: (A)
http://www.donau.de/SID_5701360edcaf9ef54f7b2640a8fe508b/nachrichten/opfbayern/meldung.shtml?rubrik=mz&id=61458
"Vielleicht
ist er sogar ein guter Mensch"
50-Jähriger steht wegen Vergewaltigung und 60-fachen
Missbrauchs seiner Tochter vor Gericht
Vom Sylvia Dott - "Main-Rheiner vom10.03.2006
Wegen 60-fachen sexuellen Missbrauchs und einer Vergewaltigung
seiner Tochter muss sich seit gestern ein 50-jähriger Schlosser
vor der 1. Strafkammer des Mainzer Landgerichts verantworten.
Die 27-Jährige belastet ihren Vater schwer. "Ich habe
mich nicht direkt gewehrt und die Kleider freiwillig ausgezogen.
Ich fiel zurück in dieses Kindheitstrauma und ließ
wieder alles mit mir geschehen", sagte die 27-Jährige.
(A)
zum Artikel:
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2297302
Auf
der Suche nach der „geraubten“ Biographie: Rück-Sicht
von Dierk Schäfer
Einführungsreferat, 15. April 2005
Erinnerungsarbeit hat eine gewisse Konjunktur. Zwar erklärt
die runde Zahl 60, sechzig Jahre seit Kriegsende, die
gestiegene Zahl einschlägiger Veranstaltungen, so auch dieses
Kongresses. Doch es ist anders als bei anderen Gedenkjahren, bei
denen das Gedenken den Fachleuten vorbehalten ist, die in Aussicht
auf dieses Datum ihre Goetheoder
Schiller-Biographie auf den Markt bringen oder die einschlägigen
Gesellschaften zur einschlägigen Tagung bitten.
Referat lesen: http://www.kriegskinder.de/download/kriegskinderkongress_frankfurt.pdf
Unbarmherzige
Schwestern
Bis in die siebziger Jahre wurden in bundesdeutschen Heimen Kinder
mißhandelt und ausgebeutet. Viele Opfer schweigen bis heute
aus Scham.
von Ulrich Baron
Wenn der Insasse K71 des Idsteiner Kalmenhofs den Befehl "Lappen,
Eimer, Schrubber! Mitkommen!" hörte, wußte er,
daß wieder Blut geflossen war: "Manchmal mußte
er eine Bürste mitnehmen. Wenn die Wände oder Möbel
blutverschmiert waren, weil die Kinder mit dem Kopf dagegen geflogen
waren."
Artikel bei "Die Welt" lesen: http://www.welt.de/data/2006/02/27/852145.html
Diakonie
bedauert Geschehnisse zutiefst
In den evangelisch getragenen Heimen habe es Missstände
und Fehler gegeben, räumt Diakonie-Präsident Pfarrer
Dr. h.c. Jürgen Gohde gegenüber EKiR.de ein. „Dazu
stehen wir.“ Außerdem bekennt Gohde: "Mir tun
die Folgen für jeden einzelnen Menschen leid.""So
etwas kann man nicht wieder gutmachen", so Scheffler-Borngässer.
Aber die kreuznacher diakonie werde mit Missständen in der
Vergangenheit offensiv umgehen.
Mehr drueber: http://www.ekir.de/ekir/ekir_38832.asp
Willkommen
bei den unbarmherzigen Schwestern
Der Spiegel:
Es ist ein dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte: In der jungen
Bundesrepublik wurden Tausende Heimkinder von unbarmherzigen Erziehern
misshandelt. Zwei der ehemaligen Heimkinder wollen jetzt über
ihre Erlebnisse sprechen - im SPIEGEL-ONLINE-Chat von 13 bis 14
Uhr. 21. Februar 2006
Sollte der Artikel nicht mehr im Internet sein,
bitte schreiben
Sie uns.
Ehemalige
Heimkinder und ihr heutiges Trauma
von Sieglinde W. Alexander
Zum ersten mal kommt ans Tageslicht, wie nach dem
zweiten Weltkrieg, bis in die jüngste Vergangenheit, die
Würde, Psyche und Rechte eines Kindes und dessen Zukunft
systematisch zerstört wurden.
"Prügel
Im Namen Gottes"
Sendung Frontal21 im ZDF als video clip im Interent anschauen.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/15/0,4070,3892495-6-wm_modem,00.html
„Die
Welt“ : Meldungen über Mißhandlungen häufen
sich http://www.welt.de/data/2006/02/21/849173.html
Laut Statistik des Bundeskriminalamtes gab es im Jahr 2004 mehr
als 4100 Fälle von Mißhandlungen von Schutzbefohlenen.
Die Aufklärungsquote dieser Verbrechen lag bei 97,3 Prozent.
Nach Angaben der Behörde ist die Zahl der gemeldeten Kindesmißhandlungen
in Deutschland seit 1996 allerdings um etwa 50 Prozent gestiegen.
Einige der tragischsten Fälle:
Katholische
Realschule wegen Misshandlung vor Schließung 15.02.2006
http://www.finanzen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=27497&Itemid=218
Saarbrücken (AP) Wegen wiederholter Misshandlung
von Schülern wird eine von katholischen Traditionalisten
getragene Realschule in Saarbrücken geschlossen.
"Heimerziehung:
Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes"
von Alexander Alexander Markus Homes
erscheint im März im PABST SCIENCE PUBLISHERS VERLAG (ISBN
3-89967-285-2)
Es waren insbesondere Nonnen – nicht alle –, die,
wie zahlreiche Betroffenenberichte in diesem Buch aufzeigen, im
Namen Gottes Heimkinder prügelten, malträtierten, quälten,
erniedrigten und entwürdigten, um ihnen Disziplin, Gehorsam,
Fleiß, Sauberkeit, Unterordnung und den Glauben an ihren
Gott aufzuzwingen. Die „Bräute Jesu Christi“
gehörten Schwestern-Orden an wie beispielsweise der „Ordensgemeinschaft
der Armen Dienstmägde Jesu Christi“ in Dernbach, dem
„Orden der Hedwigschwestern“ in Berlin und dem „Paderborner
Vincentinerinnen-Orden“.
Mehr
über das Buch lesen
Unter
der Knechtschaft Jesu Christi
Von Reinhard Mohr
Erstmals arbeitet ein Buch all das auf, was kirchliche
Kinderheime im Nachkriegsdeutschland als Erziehung deuteten. Nach
der Lektüre segnet man jede antiautoritäre Revolte ab
Mehr darüber bei: Die Weltwoche
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=13262&CategoryID=80
Misshandelte
Zukunft
von Harry Graeber
Als der Autor nach annähernd vierzehn Jahren aus der allumfassenden
staatlichen Fürsorge als Sozialwaise entlassen wurde, fühlte
er sich so, als würde er gerade erst das Licht der Welt erblicken.
Ängstlich und unsicher tastete er sich in die Welt der Erwachsenen
und war dabei voller Fragen.
Mehr darueber: http://www.misshandelte-zukunft.de/startseite.html
HEIMKINDER-SCHICKSALE
"Es tut mir leid"
Tausende Kinder durchlitten in den fünfziger
und sechziger Jahren die Schrecken staatlicher und kirchlicher
Heimerziehung. Im Interview mit dem SPIEGEL fordert der Präsident
der deutschen Caritas, Peter Neher, einen offeneren Umgang mit
einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte.
Artikel im Spiegel lesen: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,400695,00.html
Sollte der Artikel nicht mehr im Internet sein,
bitte schreiben
Sie uns.
Ende
der Suche
Nach fast 40 Jahren habe ich meine Freundin aus
dem Mädchenheim Weiher gefunden. Endlich habe ich eine Zeugin
für meine Geschichte.
Das
Leid der frühen Jahre
Hunderttausende von Kindern wurden in Heimen der jungen
Bundesrepublik misshandelt.
Die größte Verantwortung trifft die Kirche
Von Peter Wensierski
DIE ZEIT 09.02.2006 Nr.7
http://www.zeit.de/2006/07/Heimkinder?page=1
Sollte der Artikel nicht mehr im Internet sein,
bitte schreiben
Sie uns.
Viele
Briefe an EMaK sind voller Schuldgefühle.
Diese beiden Artikel können helfen zu verstehen warum Opfer
von Kindesmisshandlungen Schuldgefühle haben
und warum Vergebung eine neue Falle sein kann.
“Schuldgefühle”
ein Kapitel aus:
“Emotional Fitness: Discovering Our Natural Healing Power”
von Janice Berger, Primärtherapeutin
Die
Falle der Vergebung
von Barbara Rogers
Autorin von „Screams from Childhood“
http://www.screamsfromchildhood.com
Reflectionen
zu: Frontal 21 - „Prügel im Namen Gottes“
von Sieglinde W. Alexander
nächste Sendung: 21.02.06 um 21:00 Uhr
Teufel
in Nonnentracht
KONTINUITäTEN
Das Schicksal des Paul Brune und die Anstaltspsychiatrie
nach 1945
Die bis 1945 durchgeführten Tötungen von
alten, kranken, behinderten und anderen für "lebensunwert"
erklärten Menschen durch die NS- Psychiatrie sind mittlerweile
fast lückenlos dokumentiert. Dass die mit der Politik der
"Ausmerzung" verbundene Ideologie des Rassenwahns auch
in den psychiatrischen Einrichtungen in den frühen Jahren
der Bundesrepublik aufrechterhalten wurde, ist ebenfalls belegt
und wird als Sachverhalt häufig unter dem abstrakten Begriff
der personellen und strukturellen "Kontinuitäten"
gefasst. Was sich dahinter verbirgt, deckten Robert Krieg und
Monika Nolte in ihrem aktuellen Film "Lebensunwert"
beispielhaft auf.
Lesen Sie den ganzen Artikel: "FREITAG"
http://www.freitag.de/2006/04/06041801.php
Ein
Schock fürs Leben
Ein Bericht von OÖNachrichten
Schlimme Erfahrungen wie Unfall, plötzliche schwere Krankheit,
sexueller Missbrauch etc., nach denen nichts mehr so ist wie früher
- keiner ist davor gefeit. "Traumatische Erlebnisse und ihre
Folgen für Körper und Seele" ist ein feinfühlig
zu behandelndes Thema, das am 8. Februar in Linz und am 9. Februar
in Steyr beim Mini Med Studium behandelt wird.
und:
Ein Trauma und seine tiefgreifenden Folgen
Kommentar von Sieglinde Alexander:
Wie wahr doch diese späte Erkenntnis ist, die zu spät
für viele Traumatisierten kommt die heute mit den Folgeerscheinungen
leben müssen und keine Hilfe oder Anerkennung bekommen.
Lesen sie die Geschichten vieler Kindheitsmisshandelten in unserem
Link: Geschichten
Ein
Opfer der kath. Schulbrüder wehrt sich
Ich war Opfer der kath. Schulbrüder und anderer
katholischen Einrichtungen
Brief
an EMaK
von Marion Jolene Zagermann
Zuwendung
mit Gewalt?
Vor 15 Jahren: Tod des umstrittenen Kinderpsychologen
Bruno Bettelheim
Der Psychotherapeut Bruno Bettelheim empfängt sie mit offenen
Armen: "Jedes dieser Kinder muss als Individuum betrachtet
werden und die Behandlung muss den Nötigungen dieses Individuums
gerecht werden." Sein Grundprinzip ist, "jedem das zu
geben, was er im Moment am meisten braucht". Durch eine "totale
Zuwendung" sollen die Kinder das Vertrauen zu sich selbst
und zu anderen aufbauen.
Aber die Realität schaut anders aus!
"Der Gegner jeder Körperstrafe soll geprügelt,
gedroht und mit der Peitsche bestraft haben. Aus dem angeblichen
Kinderfreund wird nach dieser Darstellung "Beno Brutalheim".
Eine autoritäre Persönlichkeit mit antiautoritärer
Botschaft - so das neue, fatale Bild."
Mehr darüber auf der WDR Seite: http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2005/03/13.jhtm
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