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ÜBERSETZUNGEN AUS A. JANOVS WEBSITE
by Ferdinand Wagner

http://www.dieontogenetischeseite.de/UebersetzungenausJanovsWebsite2008bis2010.htm


 

 


 

Leben vor der Geburt
von Dr. Arthur Janov:

Wie die Erfahrung im Mutterleib unser Leben für immer beeinflussen kann.

Beginnen wir mit einem einfachen Forschungsergebnis; Dr. Daniel Schacter, Psychologe der Harvard Universität, hat von einer Untersuchung berichtet, in der Versuchspersonen sich Ausschnitte einer TV-Serie ansahen und deren Gehirnwellen dann gemessen wurden (siehe Science, Sept. 2008).

Sie fanden heraus, dass, wenn die Versuchsperson sich an das Ereignis erinnerte, die Signatur der einzelnen Gehirnzellen dieselbe war wie beim ersten Betrachten. Sie berichteten, dass es wie ein Wiedererlebnis schien; was natürlich die ganze Zeit mein Standpunkt war. Wie nennen Sie es, wenn eine Erinnerung die genaue Geschichte eines Menschen mit ihrer präzisen frühen Physiologie hochbringt? Das geschieht mit unseren Patienten jeden Tag. Wenn es gewisse Auslöser gibt, zaubert das Gehirn seine Geschichte hervor – unversehrt. Deshalb ist unser Verhalten so zwanghaft und unentwegt; unsere Geschichte motiviert uns die ganze Zeit. Wir sind weitgehend Opfer unseres tiefen unbewussten Gehirns.

…Weil das Baby mit Stresshormonwerten geboren werden kann, die höher als normal sind, und weil das Immunsystem in einer Schaukelbewegung mit Kortisol funktioniert (großer Stress-geringe Immunfunktion), hat der Fetus vielleicht die Grundlage geschaffen für lebenslange Immunprobleme. Genau hier spielt die Genetik eine Rolle; großer Stress beim Fetus beeinflusst diejenigen Areale mit genetischer Verwundbarkeit. Was ist letztlich die Bedeutung hoher Stresshormonspiegel während des fetalen Lebens? Es bedeutet einen Input, der das System antreibt, chronisch wachsam zu sein. Und wenn das System diesen Input längere Zeit wegschließen kann, haben wir die nötigen Zutaten für eine dauerhafte Primär-Einprägung. Dieser Input ist mütterlich induziert. So haben wir ein Neugeborenes mit einem hohen Agitationsniveau, das bereits viele Wochen früher geschaffen wurde. Hier wartet ADDHD (Aufmerksamkeitsmangel-Störung) auf seinen Einsatz. Im Lauf der Zeit können die schädlichen Resultate von impulsiven Tendenzen bis zu Migräne und hohem Blutdruck (um den eingeprägten Input zu unterdrücken) reichen. Es ist dann kein Geheimnis, wenn sich das Kind nicht konzentrieren oder nicht stillsitzen kann. Es reicht nicht, wenn man weiß, dass der Stresshormonspiegel beim Baby hoch ist; was hat ihn zuerst verursacht?

Alles lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/LebenvorderGeburt%28Janov%29.htm


Der "Innere Heiler": Der allen Menschen eigene natürliche Impuls zu Ganzwerdung
von Von Pat Törngren

Das Vermögen des Körpers zur Selbstheilung ist überlebensentscheidend für den Einzelnen ebenso wie für die Gattung. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Psyche auf ganz ähnliche Prinzipien beruht und aus den gleichen Gründen.

Die meisten heute lebenden Menschen sind in ihrer Kindheit und Jugend auf die eine oder andere Weise emotional verletzt worden. Viele von uns möchten davon geheilt werden. Welche Chance haben wir aber? Sind wir etwa zeitlebens gefangen von der in unseren Körper eingeschriebenen Abwehr, oder ist da nicht ein innerer Drang zur Ganzwerdung und Heilung? Zeigt sich das nicht spontan in Körper und Seele, wenn uns nur die richtigen Rahmenbedingungen geboten werden? Ich jedenfalls glaube fest daran. Ich bezeichne diesen Drang gerne als meinen "Inneren Heiler". Ich weiss und verstehe, dass tief im Innersten nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Psyche einen solchen "Heiler" besitzt.
weiter lesen: http://primal-page.com/inner-d.htm


Im Schatten der Menschenrechtsverletzungen und politischen Verzögerungen

von Sieglinde Alexander
3. Juni 2011

Vom 20. bis 22. Juni findet in Bonn eine Menschenrechtskonferenz (Deutsche Welle Global Media Forum) statt. http://www.dw-world.de/dw/0,,14092,00.html

Markus Löning, Menschenrechtsbeauftragter der deutschen Bundesregierung, wird dort zum Thema: „Rechtsstaatlichkeit ist der Kern von Menschenrechtsschutz“ sprechen. Es werden dabei die Probleme anderer Länder erörtert. Dieses Engagement für andere Nationen und deren Menschenrechte ist begrüßenswert, aber warum nicht auch über Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land sprechen? Noch immer sind die Menschenrechtsverletzungen an wehrlosen Heimkindern der deutschen Nachkriegszeit nicht gesühnt. Kinder und Jugendliche mussten in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen nicht nur Zwangsarbeit verrichten, sondern sie wurden auch systematisch und tiefgreifend gedemütigt, körperlich schwer verletzt und sexuell missbraucht.

Ein Anruf im Büro von Markus Löning ergab, dass er nicht zuständig ist für Menschenrechtsverletzungen in Deutschland und somit auch nicht für die Heimopfer aus den 50er bis 70er Jahren. Eine EMaK-Mitarbeiterin musste in diesem Zusammenhang erfahren, dass es in Deutschland keine Menschenrechtskommission für den Missbrauch, die Misshandlungen und die Sklavenarbeit der Heimkinder gibt.

Ein Teil der Wahrheit über die malträtierten Heimkinder, die Jahrzehnte verleugnet und vertuscht wurde, ist nun bekannt. Diese Opfer werden zumindest offiziell nicht mehr als Lügner bezeichnet.

Der RTH (Runder Tisch Heimerziehung) hat sich zwar mit den Misshandlungen der Heimkinder in den Nachkriegsjahren beschäftigt, aber das Ergebnis, das bezeichnenderweise die Begriffe „Menschenrechtsverletzung“ und „Zwangsarbeit“ wohl aus juristischen Gründen bewusst vermeidet, ist in zweierlei Hinsicht beschämend.

Der Abschlussbericht des RTH wurde im Januar 2011 dem Bundestag übergeben. Bis heute wird nur über Lösungsstrategien gesprochen. Daraus ist zu erkennen, wie „wichtig“ es der Regierung ist, das Vergehen an unschuldigen Kindern respektvoll und menschlich, vor allem auch zügig zu lösen. Mit anderen Worten, die misshandelten Heimkinder werden noch einmal zu unwichtigen Randfiguren der Gesellschaft abgestempelt.

In keinem der Berichte werden Details der zahlreichen Folgeschäden angesprochen, unter denen die Opfer heute noch massiv leiden. Es sollen Therapien bezahlt werden, doch deren Erfolg scheint unsicher; Menschen mit Folgeschäden von Trauma brauchen spezielle und vor allem wirksame Therapien.

Zeitlich limitierte und finanziell aufwändige Anlaufstellen sollen bis Ende des Jahres eingerichtet werden, die für die Opfer wegen komplizierter Verfahrensweisen durchaus eine schwierige Hemmschwelle darstellen. Das hierfür nötige Budget soll teilweise von den 120 Millionen Euro genommen werden, die der Runde Tisch Heimkinder dem Bundestag als Entschädigungssumme vorgeschlagen hat. So soll z.B. die zentrale Anlaufstelle Berlin Gelder aus diesem mageren Fond für den Verwaltungsaufwand erhalten. Wer wird noch alles in diesen Topf greifen? Es sieht ganz danach aus, als würde sich der Staat über diese Verwaltungsausgaben noch einmal Geld von den Opfern holen. Was bleibt da noch für die Heimkinder selbst?

Im Übrigen ist nach mittlerweile 6 Monaten dieser Almosen-Fond noch nicht einmal gesichert. Zwar haben beide Kirchen zugesagt, zusammen über 40 Millionen einzubezahlen, doch die Bundesländer sind noch „am Nachdenken“. Mit anderen Worten, es ist noch immer nichts geschehen.

Die Frage ist: Verstehen die Verantwortlichen der Bundesregierung und der Länder das Ausmaß von Kindheitsmisshandlungen nicht, oder ist diese Verzögerung eine Einspartaktik?

Die dringende Notwendigkeit, endlich die noch Jahrzehnte später spürbaren Folgeschäden (Posttraumatische Belastungsstörung, der noch immer akute innere Schmerz, Depressionen, Aggressionen, Angst etc.) wirksam zu behandeln und die gesellschaftliche Stigmatisierung zu beenden, waren der Grund, warum die ehemaligen Heimkinder vor 3 Jahren ihre Petition einreichten. Diese Petition war ein letzter Schrei nach Gerechtigkeit. Doch komplizierte politische und bürokratische Umwege lassen sowohl die ursprüngliche Thematik als auch ihre sinnvolle Umsetzung mehr und mehr in den Hintergrund treten.

Wie lange noch sollen die Heimopfer auf Menschlichkeit warten? Gerechtigkeit wird es für die Misshandelten ohnehin nicht mehr geben; dafür sorgt die Verjährungsfrist, auf die sich der Bundestag gerne bezieht. Was aber hindert den Bundestag und die Länder, für die Opfer nun schnell und unbürokratisch zu sorgen?
Sollen all diese Verzögerungen verschleiern, dass der deutsche Staat damals seine Aufsichtspflicht den Heimkindern gegenüber massiv verletzte und somit die Menschenrechtsverletzungen überhaupt stattfinden konnten? Sollen die einstmals Misshandelten erneut zu Opfern gemacht werden? Oder setzt man gar auf eine „biologische Lösung“ und wartet, bis die betagten und an den Folgeschäden jener Misshandlungen leidenden Opfer versterben? Sind Heimkinder also noch immer nichts wert?

Wäre dies nicht ein brennendes und aktuelles Thema für die Menschenrechtskonferenz vom 20. -22. Juni? In deren Ankündigung heißt es unter anderem: „Sie bietet große Chancen, den Menschenrechten universell mehr Geltung zu verschaffen“.


Schluss mit psychologischem Kreationismus
übersetzt von Sieglinde Alexander

Wenn wir die Evolution des Gehirns nicht verstehen, sind wir kaum mehr als Kreationisten, die glauben, dass das Unbewusste in uns von irgendeiner Macht eingepflanzt wurde - von einem Gott, von der Natur oder von wem auch immer - und dass wir nichts dagegen tun können. Deshalb wagen wir uns nicht in seine Nähe, aus Angst, die Dämonen wachzurütteln, die einstmals von Glaubensbrüdern eingesetzt wurden, um ihre Schäfchen in Furcht und somit unter Kontrolle zu halten. "Wenn Ihr nicht gehorcht und nicht genug betet, werden euch diese Dämonen erwischen."

Der Freudsche Dreh ist: "Wenn du darauf bestehst in die Vergangenheit zu gehen, holen dich die Dämonen ein und zerstören deine Seele."

Es ist eine Rückkehr zu den alten religiösen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts. Das ist einer der Gründe, warum Therapeuten den Weg in die Vergangenheit meiden. Würden sie diese Warnung aber einmal ignorieren und die Patienten in ihre Vergangenheit eintauchen lassen, würden sie begreifen, was im Unbewussten tatsächlich verborgen liegt. Was sie finden würden, wäre nichts anderes als unsere Geschichte, von der Gegenwart bis ganz weit zurück bis zur Geburt, im Detail ausgebreitet, und das Leben im Mutterleib inbegriffen. Sie fänden nichts Ungenaues, sondern präzise gespeicherte Erinnerungen, die darauf warten, mit dem Bewusstsein verbunden zu werden.

Und weil wir beim Thema Bewusstsein sind, erlauben Sie mir zu sagen, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Primal und anderen Ansätzen von Erkenntnis in der Bewusstheit liegt. Man geht davon aus, dass das Unbewusste nicht das Ergebnis von konkreten Ereignissen in unserem Leben ist, sondern von irgendwelchen genetischen Ursachen, die nie konkret genug sind. Ja, es gibt genetische Kräfte, aber lassen Sie uns nicht neun entscheidende Monate im Mutterleib mit genetischen Kräften verwechseln. Ohne fundiertes Wissen über Evolution können wir nie begreifen, wie Neurosen entstehen, und dass eine wirksame Psychotherapie Neurose in umgekehrter Reihenfolge bedeutet: indem sie die schmerzhaften Imprints (Einprägungen) in der umgekehrten Reihenfolge, in der sie eingeprägt wurden, angeht und sich dabei nicht nur dem Schmerz aus unserer Kindheit zuwendet, sondern auch dem unserer Babyzeit und, am allerwichtigsten, dem Schmerz vor unserer Geburt. Und es geht dabei nicht nur darum, sich diesen Ereignissen vom Blickwinkel des Erwachsenen aus zuzuwenden, sondern - und dies ist weitaus wichtiger - diese Ereignisse mit dem Gehirnbereich wiederzuerleben, der damals der höchste Level der neuronalen Entwicklung war.

Im Mutterleib hatten wir bereits ein Gehirn, das fähig war, schädliche Einflüsse wie Schmerz zu erkennen, sie zu kodieren und einzuprägen - und somit ein Leben lang zu behalten. Diese Einprägungen bestimmen unser Leben noch Jahrzehnte später.

Wenn wir erst einmal dieses fundiertes Verständnis für die Evolution und ihre Geschichte haben, wissen wir, dass es in der Behandlung psychischer Erkrankungen nicht darum geht, sie nur zu verstehen. Es geht darum, in die schmerzhafte Erinnerung einzudringen, tief in die damit verbundenen Gefühle einzutauchen, und sich ihrer Kraft ganz zu überlassen, und zwar solange, bis Worte keine Bedeutung mehr haben. Es geht schlicht und ergreifend nicht um Worte; es ist vielmehr so, dass Worte das Gegenteil von Heilung bedeuten und jedem therapeutischen Fortschritt abträglich sind, so befremdlich das auch klingen mag. Genau darin liegt das Problem. Es gilt, die Freudsche Warnung zu missachten, damit die Patienten in das tiefe Unbewusste eintauchen können. Es ist das Unbewusste, das die Freudianer unterdrücken wollen, weil sie noch immer glauben, dass es die Psyche unwiderruflich durcheinander bringt. Und es ist diese falsche Warnung, zusammen mit vielen anderen ebenso falschen Warnungen, die die Psychotherapie im Mittelalter gefangen hält, weil sie glaubt, dass es dunkle, unkontrollierbare Mächte gibt, die uns hin und her treiben, bis wir letzendlich außer Kontrolle sind. Nur wer es kennt, weiß, wovon ich spreche.

Ich praktizierte viele Jahre Psychotherapie nach Freud. Einer meiner Gründe so zu arbeiten war, dass es so gut wie keine andere Theorie für psychodynamische Therapie gab. Schließlich postulierte Freud das Unbewusste. Ich bin sicher, würde er heute noch leben, er wäre kein Freudianer mehr. Ich sage, dass wir nur heilen können, wo wir verwundet wurden. Wir wissen jetzt, dass emotionale Verletzungen tief im Gehirn außerhalb des Bewussten liegen. Psychische Verletzungen oder Gewalt werden in das tiefere Gehirnsystem eingeprägt, lange bevor wir das Vokabular, die Worte haben, um diese zu beschreiben. Wir können diese Wunden heilen, wenn wir den Schmerz direkt erreichen und nicht durch ein Labyrinth von Worten reisen müssen. Theorien sind geprägt von Evolution. Lasst uns nicht "in der Vergangenheit steckenbleiben", in einer damals erstarrten Theorie, die sich nicht grundsätzlich geändert hat und Fortschritte und Erkenntnisse verhindert. Innerhalb der Freudschen Theorie hat sich in den letzten 100 Jahren so gut wie nichts verändert. Der Versuch, eine neue Theorie in einen alten Bezugsrahmen zu drücken, bedeutet, eine neue Wissenschaft in eine alte Theorie zu pressen, die keine Gültigkeit mehr besitzt. Das ist kein Fortschritt. Wie ich bereits sagte, bezweifle ich, dass Freud, wäre er heute am Leben, ein Freudiander wäre. Es wäre unvorstellbar, dass irgend ein anderer Zweig der Medizin immer noch auf dem Stand der Wissenschaft aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts feststecken würde. Freud schrieb sein Hauptwerk "Die Traumdeutung" zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Ich bin mir sicher, es hat seitdem Fortschritt gegeben.

Der Autor, Dr. Arthur Janov, hat die Übersetzung und Veröffentlichung für EMaK genehmigt.
Link zum Originaltext:
http://cigognenews.blogspot.com/2011/05/lets-stop-psychologic-creationism.html


An meine Kollegen und Psychotherapeuten weltweit

Vergessen Sie, was Sie in der Schule gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie, was Sie über Diagnose gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie, was Sie über die Therapie gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie, was Sie über Theorie gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie Ihre Praxiseinrichtung: sie ist falsch

Vergessen Sie die 50-Minuten-Stunde: sie ist ganz falsch

Vergessen Sie, was Sie über Einsichten gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie, was Sie über therapeutischen Fortschritt gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie, was Sie über den Umgang mit Patienten gelernt haben: es ist falsch

Vergessen Sie, was Sie über Patientenbehandlung gelernt haben: wieder falsch

Vergessen Sie, was Sie über das Unbewusste gelernt haben: es ist falsch

SO, WAS IST DANN RICHTIG?

ALLES ANDERE!

ART JANOV

Die Übersetzung und Veröffentlichung wurden vom Autor Dr. Arthur Janov für EMaK genehmigt.
Link zum Originaltext: http://cigognenews.blogspot.com/2011/05/to-my-colleagues-and-shrinks-everywhere.html


Ich bin glücklich, wenn ich es denke?

Die Frage, die im Philosophie-Unterricht so oft gestellt wird, lautet: „Wirst du geliebt, wenn du es glaubst? Bist du glücklich, wenn du das glaubst?“ Ich meine, was ist der Unterschied, solange du denkst, du seist glücklich? Nun, wir könnten fragen: „Sind Selbsttäuschungen nützlich? Treten sie an Stelle der Wirklichkeit? Nicht wenn du glaubst, die Wirklichkeit sei in deinem „Kopf,“ in deinen Wahrnehmungen; nicht wenn du denkst, dass allein Denken zählt. Aber leider ist dem nicht so, weil ungeachtet dessen, was du denkst, auch der Körper „denkt“, und er sendet Schmerzbotschaften aus und bekundet, dass er unglücklich ist und nicht geliebt wird. Das ist der Grund, warum Patienten, wenn sie zu uns kommen, sagen, dass sie als Kinder geliebt wurden, und sechs Monate später lernen sie von sich selbst, dass dem nicht so war. Wenn sie zu ihrem Schmerz gelangen, erkennen sie plötzlich, was mit ihnen im Leben geschehen ist.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/Binichgluecklich.htm


Über den Freiheitsverlust
von: Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner

Das Kennzeichen der Neurose ist für mich der Verlust der Freiheit; und die Unmöglichkeit, sie zurück zu gewinnen. Weil unerfüllte Bedürfnisse uns besessen und zwanghaft machen und uns keine Wahl lassen. Also müssen wir trinken, Drogen nehmen, so hart arbeiten, so viel essen, so ruhelos sein,.....füllen Sie die Lücken aus. Wir haben unsere Wahlmöglichkeiten vermindert und unsere Perspektiven eingeengt. Wir führen ein oberflächlicheres, beschränkteres Leben; ein Leben ohne Fühlen, weil das Fühlen zusammen mit unseren Grundbefürfnissen begraben worden ist.

Wir haben weiterhin gescheiterte Beziehungen, Kurzverhältnisse, abgestumpfte Liebesaffären, weil unser Leben so begonnen hat: unbeständige Liebe, sporadische Zuneigung, Eltern, die uns verlassen haben.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/UeberdenFreiheitsverlust.htm


Über Verdrängung als Hauptakteur
von: Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner

Ich habe ausführlich über Verdrängung und ihre lebenslangen Schadwirkungen geschrieben. Je mehr ich vom Leben sehe, umso mehr verstehe ich, wie schädlich Verdrängung sein kann. Zuallererst müssen wir begreifen, dass es für nahezu jeden Schmerz die angemessene Verdrängung gibt. Und je früher und entlegener die Schmerzen sind, umso größer ist das Maß der Verdrängung. Diese Schmerzen rufen ihren Antagonisten ins Leben. Und je stärker die Verdrängung ist, umso wahrscheinlicher kommt es zu Krankheit, Symptomen und verringerter Lebenserwartung. Es ist nicht so sehr der Schmerz als die Folgen seiner Verdrängung. Wir setzen einen Deckel auf eine enorme Kraft; eine Kraft, die Ausdruck verlangt.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/UeberVerdraengungalsHauptakteur.htm



Ein neues Paradigma für die Psychologie: Revolution in der Psychotherapie
von Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner

In über hundert Jahren Psychotherapie hat sich außer der Kosmetik sehr wenig geändert. Es ist immer noch die Fünfzig-Minuten-Stunde, das Gespräch, bei dem man sich aufrecht gegenübersitzt, mit einer Fülle von Einsichten, die in die sanften und beruhigenden Töne eines besorgten Therapeuten gewickelt sind. Es gibt noch immer die Ausrede vom Unbewussten als Ort unzulänglich definierter Dämone – etwas, das man um jeden Preis meiden sollte. Niemand spricht es aus, aber es ist darin inbegriffen, dass man den Patienten sorgfältig in die Gegenwart und weg von der Vergangenheit lenkt. Die Freudianer nennen es jetzt Ego-Psychologie, aber es ist noch immer Psychoanalyse mit einem etwas anderem Brennpunkt; eine Verkleidung – antike Ausstattung mit einer modernen Fassade.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/EinneuesParadigma.htm


Die Rolle der Evolution in der Psychotherapie
von Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner

Ich habe über Evolution hinsichtlich der Psychotherapie nachgedacht. Letzte Nacht gab es ein Programm über Evolution; Wissenschaftler aus mehreren Ländern kamen zusammen, um über die mögliche Evolution der Dinosaurier zu diskutieren. Es gab viele Erklärungen, keine davon zufriedenstellend. Eine jedoch schien glaubwürdig. Die Frage war, was zuerst kam, Dinosaurier oder Vögel, weil man Fossilien fand von Dinosauriern mit Federn. Sie untersuchten Vögel, die man in der Nähe dieses Ortes gefunden hatte, welche ähnliche Fortsätze hatten wie Dinosaurier, und filmten sie. Sie fanden heraus, dass diese Vögel nach der Geburt lediglich wussten, wie man läuft; im Verlauf ihrer persönlichen Entwicklung begannen sie zu fliegen. Das war anscheinend ein weiteres Indiz für die Auffassung, dass Vögel an zweiter Stelle kamen und nicht zuerst; dass sich Vögel aus Dinosauriern entwickelten und nicht umgekehrt. Es ist immer noch eine Sreitfrage, aber es brachte mich dazu, über unsere eigene Therapie nachzudenken; eine Primal-Sitzung zu beobachten erklärte so viel über Evolution. Insbesonders über die Vorrangstellung von Gedanken vor Gefühlen.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/DieRollederEvolution.htm


Warum haben wir Angst? (Teil 1-6)
von Dr. Arthur Janov
Übersetzung: Ferdinand Wagner

Teil 1
Warum haben wir Angst? Woher kommt sie? Wie bringen wir sie zum Verschwinden? Das können wir nicht. Aber ich greife mir selbst vor. Zuerst einmal müssen wir wissen, was Angst ist und wie sie sich anfühlt.

Die Angstsymptome werden im Grunde vom Hirnstamm und einigen alten Teilen des limbischen Gefühlssystems kontrolliert – primitive Überlebensfunktionen: Kurzatmigkeit („ich bekomme kaum Luft“), das Bedürfnis zu urinieren, das Gefühl, zerquetscht zu werden, Druck auf der Brust, Schmetterlinge im Bauch, Krämpfe, Herzrasen, die Unfähigkeit stillzusitzen, Probleme mit der Verdauung, das Gefühl, zerstreut und unkonzentriert zu sein, Konzentrationsverlust und vor allem Weltuntergangsgefühle – der Tod ist nahe. Mit diesem Gefühl verbunden ist ein tiefes Empfinden von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Darüber hinaus hat man ständig das Gefühl: „Schaff’ ich es?“ Das ist genau die Angst, die man physiologisch während des Geburtsprozesses hat, bei dem das erfolgreiche Ende überhaupt nicht sicher war. Das Substrat ist vielleicht „Ich schaff’ es nicht,“ das sich in der Semesterabschlussprüfung im Körper der Person als reiner Angstzustand zeigt. Es ist Angst, weil Resonanz von der Abschlussprüfung den frühen Schrecken ausgelöst hat, bei dem es wirklich problematisch war, es zu schaffen. Und was ausgelöst wird, ist eindeutig unbewusst und trotzt somit dem Bewusstsein. Es löste das wirkliche Gefühl von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit aus, weil es nicht zu schaffen den Tod bedeutete; nie artikuliert sondern empfunden aus der Erfahrung. Die Artikulation steckt in der Angst. Und der Körper drückt sich jetzt präzise aus.
weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/WarumhabenwirAngst.htm


Bericht über Fälle sexuellen Missbrauchs an Schulen und anderen
Einrichtungen des Jesuitenordens – 27. Mai 2010
von Ursula Raue


Heimopfer, Runder Tisch, Renten und Regierung

Die Gründe warum wir, die Heimopfer, eine Entschädigung verlangen, liegt in der Tatsache, dass Heimkinder zu einer Arbeit gezwungen wurden und es daher versäumt haben, ihren Wunschberuf zu ergreifen und weil darüber hinaus durch die erfahrene Gewalt ihre Identität und Integrität zerstört wurde.

Genau dieser Zwang, diese Zerstörung, dieses Kindheitstrauma war es, was zu den heutigen Rentenmissständen führt. Die ehemaligen Kinder-Zwangsarbeiter und Missbrauchsopfer erfahren heute noch einmal, durch die Verweigerung von Entschädigungen und durch die Absagen von Frührentenanträgen, eine Entwertung.
weiter lesen

Interview mit Sexualwissenschaftler
"Pädophilie lässt sich nicht heilen"

Herr Professor Beier, wie viele Menschen sind pädophil?

Genaue Zahlen gibt es nicht. Aber anhand erster empirischer Untersuchungen ist die Annahme berechtigt, dass etwa ein Prozent der männlichen Bevölkerung pädophile Neigungen hat, also durch das kindliche Körperschema sexuell erregt wird. Eine solche Neigung, für die die Betroffenen nichts können, manifestiert sich in der Regel im Jugendalter und bleibt dann bis zum Lebensende bestehen.

Sie ist nicht mehr veränderbar und in diesem Sinne nicht heilbar. Menschen mit pädophilen Tendenzen findet man in allen sozialen Schichten und Berufsfeldern: bei Pädagogen, Juristen, Priestern, Facharbeitern, Hilfsarbeitern - einfach überall. Das ist also auch unabhängig vom Bildungsgrad. Es gibt allerdings Umstände, die Übergriffe solcher Neigungstäter begünstigen. (A)
weiter: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2332265_Interview-mit-Sexualwissenschaftler-Paedophilie-laesst-sich-nicht-heilen.html


Sexuelle Ausbeutung
Die Macht zum Missbrauch

Von Katja Irle

Fegert sagt. "Die Hemmschwelle, zum Heimpsychologen zu gehen, ist enorm hoch für die Opfer. Viele befürchten, dass Täter und Heimleitung unter einer Decke stecken."

Sexuelle Gewalt
Exakte Angaben darüber, wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sexuell missbraucht werden, gibt es nicht. Die Dunkelziffer gilt in diesem Bereich als sehr hoch. Schätzungen zufolge wird jedoch jedes vierte Mädchen und jeder achte Junge bis zum 18. Lebensjahr einmal Opfer sexueller Gewalt. (A)
weiter: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2332264_Die-Macht-zum-Missbrauch.html


Familie: Eltern als Entwicklungsmotor
Werden Heimkinder frühzeitig in Pflegefamilien vermittelt, lassen sich Entwicklungsdefizite ausgleichen. Das ergab eine Feldstudie amerikanischer Forscher in Rumänien

Der Zeitpunkt der Vermittlung spielte dabei eine wichtige Rolle: So stieg die Intelligenz von Kindern, die mit höchstens zwei Jahren zu Pflegeeltern gekommen waren, stärker als die der später vermittelten Kinder. Ähnliches galt für die Entwicklung der Sprachkompetenz. Im Alter von zweieinhalb und dreieinhalb Jahren war der Spracherwerb bei Heimkindern sowie solchen, die erst kurze Zeit bei Pflegeeltern lebten, erheblich verzögert. Wer dagegen mindestens ein Jahr in einer Pflegefamilie gelebt hatte, hinkte dem normalen Altersdurchschnitt nur im Grammatiktest noch leicht hinterher. (A)
Artikel: http://medizin-welt.blogspot.com/2009/12/familie-eltern-als-entwicklungsmotor.html


UN-Soldaten kaufen sich 12-Jährige und die Politik schaut nicht hin
Monika Hauser und Zürich
Monika Hauser kämpft seit 16 Jahren gegen die systematische Vergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten. Heute ist sie in Zürich und spricht mit Tagesanzeiger.ch über die schlimmsten Missstände und eine ihrer eindrücklichsten Begegnungen.
Für Ihren Einsatz für kriegstraumatisierte Frauen sind Sie vor einem Jahr mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Ist Ihre Arbeit dadurch einfacher geworden?
Die Widerstände sind geblieben. Weder lokale Politiker in Krisengebieten noch jene auf dem internationalen politischen Parkett zeigen Bereitschaft, sich mit unserem Thema zu beschäftigen. Doch diese Auszeichnung hat gezeigt, dass Vergewaltigungen definitiv nicht mehr unter «Kollateralschaden» eines Kriegen laufen, sondern dass sie zuoberst auf die politische Agenda gehören. (A)
Mehr lesen: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/rechtes-ufer/UNSoldaten-kaufen-sich-12Jaehrige-und-die-Politik-schaut-nicht-hin/story/30084384


Psychische Störungen
Psychologen finden oft Warnsiganle in der Kindheit

Depression, Schizophrenie, Borderline-Syndrom oder antisoziale Persönlichkeitsstörung: Es sind Männer und Frauen in ihren besten Jahren, die unter solchen psychischen Störungen leiden. Die Warnsignale für spätere seelische Erkrankungen identifizieren Psychologen allerdings schon in der Kindheit.

Depressionen zählen zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Die Störung verläuft dabei in der Regel in mehr oder weniger ausgeprägten Schüben. Betroffene müssen im Schnitt mit vier depressiven Phasen im Leben rechnen, die sowohl schleichend als auch ganz plötzlich beginnen können.

Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig und bleiben bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann ein Schicksalsschlag sein. Es gibt aber auch Depressionen, die von einem ungelösten, frühkindlichen Konflikt herrühren, der bis ins Erwachsenenalter hinein getragen wird.
Weiter lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article5390099/Psychologen-finden-oft-Warnsiganle-in-der-Kindheit.html

Sieglinde Alexander:
Und wenn man bedenkt, dass zwischen 1946 -1980 an die 800 000 Kinder in Heimen misshandelt wurden beantwortet sich die Frage warum es heute so viele Arbeitsunfähige gibt, die ohne Diagnose aber von Hartz 4 wieder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.


Tsunami der Schande
Jahrzehntelang haben die Kirche, Behörden und die Polizei in Irland den Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht.

Auszug:
Und nun hat noch der Bericht einer Untersuchungskommission drei Grundpfeiler von Staat und Gesellschaft erschüttert: Jahrzehntelang haben die katholische Kirche, staatliche Behörden und die Polizei den beinahe schon gewohnheitsmäßigen Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht und verschwiegen. Von einer tiefen Schande sprachen übereinstimmend Diarmuid Martin, der Erzbischof von Dublin, und Justizminister Dermot Ahern. "Kein Wort der Entschuldigung wird je ausreichen", betonte der Kirchenführer. Ahern zeigte sich "als Vater angewidert" von den Enthüllungen und kündigte strafrechtliche Konsequenzen an. Ein anonymer Kirchensprecher nannte es einen "Tsunami" der Schande.
Mehr lesen: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491870

Kommentar zu: „Tsunami der Schande“


Genetisches Gedächtnis
In der depressiven Falle


Auszug: Dass traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit - Misshandlungen, Vernachlässigung oder sexueller Missbrauch - das Depressionsrisiko von Menschen zeitlebens erhöhen, ist aus epidemiologischen Studien bekannt. Die junge Wissenschaft der Epigenetik erklärt jetzt endlich, wie diese prägenden Einflüsse dauerhafte Spuren in Körper und Geist hinterlassen.
Im Gehirn von Suizidopfern, die in früher Kindheit misshandelt worden waren, fanden sie die gleichen Veränderungen wie bei den vernachlässigten Versuchstieren. Im Gegensatz hierzu zeigten Unfallopfer und Menschen, die Selbsttötung begingen, aber eine unauffällige Kindheit hatten, diese Veränderungen nicht. (A)
Alles lesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=2093326&em_cnt_page=1


Kindheitstrauma hinterlässt genetische Spuren

Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit können die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können durch schweren psychischen Stress Methylgruppen an die Erbsubstanz angelagert werden. Diese Änderungen können dann zum Beispiel dazu führen, dass mehr Stresshormone produziert werden. (A)
weiter lesen: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31590


Angsterkrankung
Kindheitstrauma verändert die Gene

Schwerer psychischer Stress in der Kindheit kann die Erbsubstanz verändern und damit die Anfälligkeit für Angsterkrankungen und Depressionen erhöhen. Betroffene produzieren in der Folge deutlich mehr Stresshormone.
Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit können die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können durch schweren psychischen Stress sogenannte Methylgruppen - einfache chemische Markierungen - an die Erbsubstanz angelagert werden. (A)
Weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1257419194717.shtml

Der Film zu dem oben erwähnten Thema wurde vor einem Jahr in der USA unter dem Titel "Ghost in the Genes" gezeigt und ist in Englisch zur sehen: http://www.pbs.org/wgbh/nova/genes/


Wenn ein Mensch sich in mehrere Ichs aufspaltet
Die Dissoziative Identitätsstörung – Würzburger Psychotherapeutin über ein in der Fachwelt umstrittenes Krankheitsbild
Manche Menschen haben nicht nur eine Persönlichkeit, sondern mehrere. Dissoziative Identitätsstörung heißt das in der Fachwelt umstrittene und deshalb selten diagnostizierte Krankheitsbild. Für die Psychotherapeutin Elisabeth Kirchner vom Würzburger Verein Wildwasser ist die Aufspaltung in mehrere Ichs eine Strategie, mit der vor allem Frauen versuchen, Gewalterfahrungen in frühester Kindheit – oft sexueller Missbrauch – zu bewältigen. (A)
Weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/journal/journal/mp/ju/art34602,5351370


Früheres Johanna-Helenen-Heim : Misshandelte Kinder suchen Gehör

Die Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim zeigt sich enttäuscht, dass speziell den Gräueltaten an behinderten Kindern am „Runden Tisch Heimkinder” in Berlin keine besondere Beachtung zukommen soll.

Letzte Hoffnung der Arbeitsgruppe: Die Einrichtung eines solchen „Runden Tisches Heimkinder” auf Länderebene - unter erklärter Einbeziehung der Misshandlungen von behinderten Kindern.

„Man sperrt die Hilflosesten der Gesellschaft, behinderte und Schulkinder, die im Alter ihr Recht einfordern, vom ,Runden Tisch' aus”, so Helmut Jacob. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Zustände im Johanna-Helenen-Heim der unmittelbaren Nachkriegsjahre zu benennen und den Opfern beizustehen.
Weiter lesen: http://www.derwesten.de/staedte/wetter/Misshandelte-Kinder-suchen-Gehoer-id318243.html


Professor Dr. Manfred Kappeler:
„Heimerziehung in den fünfziger und sechziger Jahren. Kinder haben Rechte – Erinnerung und Ausblick.

Ich konnte nicht länger schweigen – aber wer wird mir glauben?’
Über die Traumatisierung ehemaliger Heimkinder“
Dieser Vortrag wurde am 14. Februar 2009 beim Diakonietag der Karlshöhe / Ludwigsburg gehalten.
In seinem Nachtrag geht Prof. Kappeler auch auf die Erfahrungen von Erzieherinnen und Erziehern in der Heim- und Fürsorgeerziehung der vierziger bis siebziger Jahre ein. EMaK hält gerade auch diesen Teil für sehr wichtig und publiziert den Nachtrag mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Nachtrag lesen


GEFÜHLE
von Bob Holmes
Sich mit Gefühlen auseinander zu setzen ist ein so wichtiger Teil der Arbeit an sich selbst, dass ich zwei Artikel anderer Autoren in dieses Informationspaket mit auf genommen habe.*

Falls diese noch nicht bekannt sind, empfehle ich, so viel Information daraus auf zu nehmen, wie möglich. Im Fall, dass Du sie schon gelesen hast, dann ist jetzt eine gute Gelegenheit, diese nochmals in die Hand zu nehmen.

In jedem persönlichen Prozess, bei dem es um Wachstum und um Heilung geht, ist die Arbeit mit Gefühlen wichtig, um nicht zu sagen wesentlich. Zum Mindesten ist sie das, weil Gefühle jedem von uns sehr früh von der Gesellschaft in einem gewissen Umfang abgewöhnt werden. Im schlimmsten Fall kann es aber auch sein, dass man schwer traumatisiert wurde und also, um zu überleben, gelernt hat, die Fähigkeit zu fühlen völlig aus zu schalten. Tatsächlich sind wir jedoch Wesen fließender Energie. Energie will in uns fließen. Wo wir aber nicht fühlen, da steckt unsere Energie fest und da erleben wir dann einen Konflikt in uns selbst. Aus diesem Grund ist das Wieder- Erlernen, wie wir in geschützter Weise fühlen und unsere Emotionen ausdrücken können, eines der wichtigsten Werkzeuge in Wachstums- und Heilungsprozessen, das uns zur Verfügung steht.
Weiter lesen: http://www.primal-page.com/d-holmes.htm


Imprints: Die lebenslangen Auswirkungen der Geburtserfahrung
Arthur Janov, Ph.D., pp. 309, New York: Coward, McCann, 1983
Imprints von Arthur Janov (1983) ist ein weiteres Meilenstein-Buch in der Primal-Serie, die Arthur Janov in den letzten fünfzehn Jahren begonnen hatte. Sein Untertitel lautet "Die lebenslangen Auswirkungen der Geburtserfahrung". Und es ist genau das, eine Beschreibung dieser Geburtsfolgen für das Leben vieler Menschen, die den Mut und auch die Ausdauer fanden, ihrer eigenen Geburt in der Primärtherapie nachzugehen und sie zu erforschen, und die die lyrische Fähigkeit besaßen, ihre therapeutischen Erfahrungen in ihren Tagebüchern mitzuteilen, sodass Arthur Janov diese schriftlichen Dokumente als weitere Ausführung seines eigenen Texts verwenden konnte.
Weiter lesen: http://www.primal-page.com/d-imprin.htm


Der Erwachsene, der als Kind verbale Gewalt erlebte
Verbal misshandelte Kinder werden oft zu wütenden, aggressiven und überkritischen Erwachsenen und zeigen asoziales Verhalten und Dissoziation.
Verbal aggressiven Menschen mit cholerischen Tendenzen begegnen wir in allen Lebensbereichen, die wir intuitiv, aus einem Gefühl von eigener Erfahrung von Gewalt heraus, vermeiden.
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Ehemalige Heimkinder und der Runde Tisch
Von Sieglinde Alexander

Werden die Nachkriegsgequälten Menschlichkeit erfahren?
Seit Monaten verdrehen sich alle Verantwortlichen der kirchlichen Trägerorganisationen die Zungen, dreschen in den Medien leere Phrasen von Bedauern, entschuldigen sich bei den ehemaligen Heimkindern, versprechen Ungenaues für die Zukunft, doch faktisch geschieht nichts.

Noch immer arbeitet der Runde Tisch mit den Fragmenten einer barbarischen Vergangenheit. Hierbei werden die verantwortlichen Kirchen um Aufklärung gebeten, die diese im Endeffekt selbst nicht zu leisten vermögen.
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"Nein, in Österreich gab es solche Einrichtungen nicht".
Je länger ich mich mit der Idee eine "Gruppe" in Österreich zu gründen auseinander setze, umso tiefer ich mich in die Materie über Kindesmissbrauch hinein arbeite, umso unsicherer werde ich bei der riesigen Anzahl von Schicksalen, Verbrechen, Arroganz und frech zur Schau getragener, vermeintlicher Überlegenheit der Täterinnen und Täter.
Und als Betroffener wird mir allmählich klarer, dass die Leugnungen dieser Verbrechen schmerzhafter sind, als das was vor Jahrzehnten wehrlosen Kindern und Jugendlichen angetan wurde.
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Die emotionslosen Beamten
Von Franz Josef Stangl
Buchautor: Der Bastard - Der Fürsorgezögling

Der Staat ist kein imaginäres Wesen, er zeigt seine teilweise Fratze in Form von völlig desinteressierten und überforderten Gestalten, die hierzulande oft einen Beamtenstatus genießen, und in meiner Kindheit so etwas wie kleine Götter waren.
Jugendwohlfahrt nannte sich der Hauptbunker, kleine Soldatinnen und Soldaten, genannt Fürsorgerinnen und Fürsorger verteilten den Abfall der Nachkriegsgesellschaft. Kinder die "passiert" sind, Kinder die niemand wollte, Kinder deren Eltern, geistig selbst noch tief pubertierend, auf der Versagerstraße unterwegs waren.
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Macht- und Ohnmachtsgefühle des Menschen,
aus primärtherapeutischer Sicht, unter Berücksichtigung der
Gehirnevolution und der ontogenetischen Entwicklung
2 Macht und Ohnmacht als Erwachsener
mehr lesen: http://www.primaltherapy.ch/vortrag/vortrag_deutsch.htm


Über die korrigierende emotionale Erfahrung
für EMaK Übersetzt mit Genehmigung des Autors, Dr. Arthur Janov
Original Text: „On the Corrective Emotional Experience

Zu Zeiten Freuds und der Psychoanalyse bestand der Dreh- und Angelpunkt der Therapie in der Analyse der Übertragung: wie reagiert die Patientin auf den Arzt und (Gegenübertragung) wie reagiert der Arzt auf die Patientin. Das gesamte Konzept bestand darin, die Patientin durch eine korrigierende emotionale Beziehung zu verändern, ihr zu helfen, unabhängiger zu sein, sich nicht auf den Rat oder die Liebe und Anleitung vom Arzt zu verlassen. Jetzt, Dekaden später, hat diese Auffassung der korrigierenden emotionalen Erfahrung viele Anhänger gewonnen. Therapie ist nach wie vor im Kern die Analyse der Übertragung.
Ihre Theorie ist die Folgende: Es genügt nicht, ein frühes Trauma wieder zu erleben, sondern man muss eine korrigierende Erfahrung folgen lassen, welche es dem Patienten ermöglichen wird, Fortschritte zu machen und sich zu ändern. Man unterstellt, dass es die Neurose nur verstärkt, wenn man es zulässt, dass der Patient sich dem Schmerz überlässt.


ANMERKUNGEN ZU DR. JANOVS ABHANDLUNG ÜBER PSYCHOTHERAPIE (GRAND DELUSIONS)
von Ferdinand Wagner
Auszug:
Und wie sieht die Zukunft der Psychotherapie im Allgemeinen aus? Ich glaube, auch wenn sie im Grund ein Relikt der Vergangenheit ist, wird sie sich auch in Zukunft reger Nachfrage erfreuen. Janov selbst sagt, die meisten Leute wollen eine magische, schmerzlose oder schnelle Lösung ihrer Probleme, eine Veränderung, bei der sie sich nicht wirklich verändern müssen, ihre Gewohnheiten, Werte und Bezugspunkte in der ihnen vertrauten neurotischen Welt der Verdrängung nicht aufgeben müssen. Im Grund wollen sie als Neurotiker funktionieren, ohne zu leiden, aber sie wollen sich nicht wirklich ändern, sie sind nicht bereit, den, wie Janov sagt, „turmoil of change,“ den „Aufruhr der Veränderung“ in Kauf zu nehmen.
Zum Artikel: http://www.dieontogenetischeseite.de/anmerkungenzugranddelusions.htm


Psychologie
Die heimliche Macht des Unbewussten

Von Heike Stüvel 20. März 2009, 11:54 Uhr

Bis vor Kurzem galt das innere Wesen des Menschen als unerreichbar. Ein finsterer Ort, weit von uns entfernt und doch so nah. Wer weiß, was da an unentdecktem „Bösen" im Unbewussten lauert, was für unerwünschte Triebe, verdrängte Traumata und vererbte Verhaltensweisen dort lauern und das tägliche Leben erschweren?
Der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer- ...„Eine komplexe Analyse zahlt sich dagegen aus, wenn es gilt, die Vergangenheit zu erklären, wenn die Zukunft in hohem Maße vorhersehbar ist und wenn reichlich Information vorliegt“
Mehr lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/article3411612/Die-heimliche-Macht-des-Unbewussten.html


Erwachsene, die Missbrauch im Kindesalter überlebten
Übersetzung von Sabine Becker

Wer als Kind missbraucht wurde, kann mit schwerwiegenden und lang anhaltenden Folgen zu tun haben. Solche Auswirkungen beinhalten den Verlust von Vertrauen, Würde und Selbstrespekt.


Endlich wird das Schicksal der Heimkinder in der Nachkriegszeit zum Thema.
Kirchliche und staatliche Einrichtungen haben in einer unheiligen Allianz die Schwarze Pädagogik der Nazis fortgeführt. Immer noch stehen die Heimkinder in der Opferhierarchie ganz unten.
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Kindheitstrauma als Ursache des chronischen Müdigkeitssyndroms
Chicago - Traumatische Erfahrungen in der Kindheit können im Erwachsenenalter zum chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) führen. Eine amerikanische Studie zeigt, dass viele CFS-Patienten in der Kindheit missbraucht, misshandelt oder vernachlässigt wurden. Eine solche Traumatisierung zieht offenbar Veränderungen des Hormonhaushalts nach sich, die die Betroffenen später anfälliger für die Erkrankung machen.


Absichtlich zugefügte Schmerzen quälen stärker
New York - Menschen empfinden absichtlich zugefügte Schmerzen als besonders quälend. Haben sie das Gefühl, dass andere ihnen bewusst wehtun, gewöhnen sie sich auch nicht an den Schmerz, wie eine amerikanische Studie zeigt. Dies deutet darauf hin, dass etwa Opfer von Folter unter den sowieso schon qualvollen Misshandlungen noch stärker leiden. (A)
mehr: http://www.net-tribune.de/article/191208-72.php


Katholische Kirche in Irland entschuldigt sich für Kindesmisshandlungen
Die katholische Kirche in Irland hat sich für die sexuellen Misshandlungen Hunderter Kinder durch Geistliche entschuldigt. Erzbischof Sean Brady, der Vorsitzende der irischen Bischofskonferenz, sagte nach einer Mittelung vom Freitag, die Kirche sei "tief traurig" über das Geschehene.
Bischof John McAreavey sagte: "Was passiert ist, tut uns wirklich leid." Leider könne man das begangene Unrecht nicht ungeschehen machen. Künftig wolle sich die Kirche aber um den "größtmöglichen Schutz von Kindern" bemühen.


"Ihre Seele ist schon lange tot"
Siegen. Jahrelang hat ein Vater aus Siegen seine Tochter sexuell missbraucht. Jahrelang ahnte die Mutter nichts von dem Verbrechen, das sich in ihrem Haus abspielte. Heute kämpft sie jeden Tag gegen den Schmerz und gegen den Impuls, den Täter umzubringen. Teil 11 unserer Serie "Überlebenskämpfer".
Mehr lesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/11/3/news-87955715/detail.html#car


Der Weg zum Selbstrespekt
von S.H.B.

Selbstrespekt? Ich kannte das Wort, aber nicht seine Bedeutung. Wie sollte ich auch, ich wurde als Kind nie respektiert.

Ich bin eine EMaK, eine Erwachsene misshandelt als Kind. Opfer von körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalt in Kindheit und Jugendzeit. Die emotionale Misshandlung durch die Eltern dauerte fort bis zu meinem endgültigen Kontaktabbruch vor acht Jahren, ausgelöst durch eine erneut schwere Traumatisierung durch meine Herkunftsfamilie. Um diesen Schock zu bearbeiten, suchte ich einen Therapeuten auf. Doch anstatt meine Kindheitstraumata zu finden und zu bearbeiten, wich dieser Therapeut dieser Thematik vollständig aus. Er führte mich dahin, meine Eltern zu verstehen und ihnen zu verzeihen, was mir eine Zeitlang scheinbar gelang, in Wirklichkeit meine Depression aber nur noch verstärkte und zementierte.


Schwere Körperverletzung
Strafbefehl gegen Ex-Diakonie-Chef - 9. Juni 2008, 11:51 Uhr

Im Skandal um zweifelhafte Psycho-Experimente mit Diakonen hat das Amtsgericht Hersbruck gegen den früheren Rektor der Rummelsberger Anstalten, Karl Heinz Bierlein, einen Strafbefehl erlassen. Darin habe das Gericht eine Bewährungsstrafe von elf Monaten und als Bewährungsauflage eine Geldbuße von 10.000 Euro festgesetzt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Der Strafbefehl hat noch keine Rechtskraft.
Auch Kommentare lesen: http://www.welt.de/muenchen/article2082708/Strafbefehl_gegen_Ex_Diakonie_Chef.html

Urteil: http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/presse/archiv/2008/01446/index.php
Amtsgericht Hersbruck erlässt gegen den früheren Vorsitzenden des Vorstands der Rummelsberger Anstalten einen Strafbefehl

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat das Amtsgericht Hersbruck am 04. Juni 2008 gegen den früheren Rektor der Rummelsberger Bruderschaft und Vorsitzenden des Vorstands der Rummelsberger Anstalten Dr. Karl Heinz Bierlein einen Strafbefehl erlassen. Darin wird dem 56-jährigen Seelsorger gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vorgeworfen und gegen ihn deswegen eine zur Bewährung ausgesetzte Gesamtfreiheitsstrafe von 11 Monaten festgesetzt. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.


Die Abhängigkeit des Bewusstseins von Hirnprozessen

Dieter Birnbacher 28.08.2007
Wie neu ist das neue Menschenbild der Neurowissenschaften?
Wiederholt ist bemerkt worden, dass die Erfolge der Neurowissenschaften gegenwärtig in aller Munde sind, während die wissenschaftliche Psychologie, die seit nunmehr hundert Jahren die menschliche Psyche mit großem Erfolg erforscht, deutlich an Interesse verliert. So unbestreitbar die Erfolge der Neurowissenschaften, so befremdlich ist die ihnen gewidmete mediale Aufmerksamkeit. Denn zu einem erheblichen Teil liefern die Neurowissenschaften lediglich die "Hintergrundmusik" zu seit langem bekannten Erkenntnissen der Psychologie. Sie erklären psychische Phänomene durch deren neurophysiologische Bedingungen und decken die im Gehirn ablaufenden Prozesse auf, die den im Verhalten und in der Binnenwahrnehmung des Subjekts manifestierten Phänomenen zugrunde liegen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25958/1.html


Grausame Mutterliebe
Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:M%FCnchhausen-Stellvertreter-Syndrom--Grausame-Mutterliebe/596079.html

Sie machen ihre Kinder krank - und kümmern sich dann liebevoll um sie: Menschen mit Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom sind psychisch krank
Von Sylvie-Sophie Schindler

Sie geben ihren Kindern nichts zu essen, spritzen ihnen Medikamente, zertrümmern ihre Knochen: Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom ist eine besonders bizarre Form der Kindesmisshandlung. Was sind das für Mütter, die ihre Kinder heimlich quälen?


Neue Wege aus dem Tief
Von Sabine Kartte, Johannes Schweikle, Cornelia Stolze

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass Medikamente allein nicht dauerhaft aus der Depression heraushelfen. Nur wer seine krank machenden Verhaltens- und Gefühlsmuster verändert, kann dem schweren Seelenleiden entkommen. Dazu bedarf es einer speziell ausgerichteten Psychotherapie.


Gibt es den geborenen Verbrecher?
Die Idee, dass Menschen aufgrund ihrer Anlage kriminell werden, gilt als überholt. Doch offenbar spielen Gene eine Rolle.
Von M. C. Schulte von Drach

Als Cesare Lombroso im 19. Jahrhundert seine Vorstellung vom geborenen Verbrecher vorstellte, löste er einen heftigen Streit aus. Der Arzt und Professor für Psychologie hatte die Theorie aufgestellt, dass Kriminelle einen besonderen Menschen-Typus darstellen.
Was es nicht gibt, ist eine bereits in den Genen festgeschriebene Karriere als Ganove. Und anders als früher häufig angenommen, spielt nicht nur ein einziger Faktor eine Rolle, wenn es um Verhalten abseits der Normen geht. Auch die Umwelt, in der ein Kleinkind aufwächst, ist von Bedeutung. So erhöhen bekanntlich eine aggressive und inkonsequente Erziehung, ein häufiger Wechsel der Bezugspersonen oder Konflikte in der Familie das Risiko, dass der Nachwuchs sich zu einem Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt, der sich nicht an die Gesetze hält. (A)
Mehr darüber: http://www.sueddeutsche.de/wissen/907/303886/text/

Anmerkung:
Dr. Arthur Janov schrieb bereits vor 30 Jahren in seinem Buch „Biologie of Love“ über die Bedeutung der Serotonen und Dopamin.


Der Mann ohne Gedächtnis
Von Kuno Kruse
Er saß eines Tages auf einer Bank in Hamburg und wusste nicht, wo er war. Auch nicht, wer er war. Seitdem kämpft sich Jonathan Overfeld mühsam aus den Tiefen seiner Amnesie. Gefunden hat er eine Kindheit im katholischen Westfalen - und tiefe Wunden auf seiner vergewaltigten Seele, die nie verheilt sind. (A)
Mehr bei Stern.de http://www.stern.de/politik/panorama/624605.html?nv=sml


Traumata verarbeiten lernen
Naturkatastrophen, Misshandlungen oder schwere Unfälle sind einschneidende Ereignisse, die das Leben der Betroffenen grundlegend verändern. Jeder Mensch verarbeitet ein solches Ereignis anders. Einige finden von selbst aus der 'traumatischen Zange', manche bleiben in ihr gefangen. Ein Netzwerk will Betroffene unterstützen.
...Ein flash-back ist ein Erinnerungsfetzen an das Erlebte, der durch bestimmte Auslöser (trigger) unwillkürlich ins Gedächtnis rückt. Diese flash-backs können auch Jahre nach dem Erlebnis auftreten; selbst wenn sie dem Alltagsbewusstsein bis dahin nicht zugänglich waren. (A)
Mehr darüber bei: http://www.meduniqa.at/6217.0.html


Werner Papke, der legendäre Profi-Boxtrainer
wurde des sexuellen Missbrauchs in 49 Fällen schuldig gesprochen.
Die ehemaligen Schützlinge, die ihn mit ihren Aussagen auf die Anklagebank gebracht haben, die Ehefrau eines der Boxschüler und ein Konkurrent aus der Berliner Boxszene – sie alle würden „unter einer Decke stecken“. Nach Angaben des heute 33-Jährigen waren die Jungen, die der Trainer befummelt haben soll, alle von ähnlichem Typ: „Klein, süß, zierlich und dunkelhaarig.“(A)
Mehr lesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Kriminalitaet-Prozess;art128,2519549


49-jähriger Mann muss wegen Kindesmissbrauch 3 Jahre ins Gefängnis
21. Februar 2008
Ein 49-jähriger Berliner steht seit Donnerstag wegen sexuellen Missbrauch von Kindern vor Gericht. Der Mann ist in 641 Fällen angeklagt und soll zwischen 1980 und 1992 seine drei minderjährigen Kinder zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. (A)
Mehr lesen: http://www.die-topnews.de/49-jaehriger-mann-muss-wegen-kindesmissbrauch-3-jahre-ins-gefaengnis-33854


Gefühle wurden abgetötet
Wie die Schweiz den Fall «Kinder der Landstrasse» hatte, in dem Fahrenden von Amtes wegen ihre Kinder weggenommen wurden, so geschah dies in Kanada mit den Indianern. Den Kindern sollte der Indianer in ihnen ausgetrieben werden. Nun hat sich die Regierung für dieses Unrecht entschuldigt.
Der 11. Juni 2008 wird als historisches Datum in die Annalen der in Kanada lebenden Indianer eingehen. Es ist ein Tag, auf den die Indianer seit vielen Jahren gewartet haben, es ist der Tag der offiziellen Entschuldigung der kanadischen Regierung für ein böses Unrecht, das an ihnen begangen wurde. (A)

Mehr lesen: http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1521383&ressort=tagblattheute/hintergrund&jahr=2008&ressortcode=tb-hi&ms=


Kanada entschuldigt sich bei Indianern
von Dietrich Alexander Stellv. Ressortleiter Außenpolitik

Kanadas Premier Stephen Harper hat die indianischen Ureinwohner für die menschenverachtende Politik der Zwangsassimilierung und Entrechtung um Vergebung gebeten.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte Kanadas wäre der Öffentlichkeit außerhalb des Landes womöglich für alle Zeiten verborgen geblieben, hätte die Regierung unter Premier Stephen Harper nicht den Mut gefunden, eben diese große Öffentlichkeit für seine Bitte um Vergebung bei den indianischen Ureinwohnern zu suchen. Vergebung für eine menschenverachtende Politik der Zwangsassimilierung und christlichen Missionierung in euphemistisch umschriebenen Internaten, der Entrechtung, Erniedrigung und sexuellen Nötigung von Tausenden Kindern bis weit hinein in die 70er-Jahre.

Die Frage muss erlaubt sein, ob und wann sich die USA zu solch einem Schritt durchringen werden. Auf die Dauer scheint es nicht möglich und auch schädlich zu sein, eine gesunde und reife Gesellschaft formen zu wollen, die sich auf nicht bewältigtem Unrecht gründet.
Mehr lesen: http://debatte.welt.de/kommentare/76262/kanada+entschuldigt+sich+bei+indianern?req=RSS

Anhang von Sieglinde W. Alexander:
Die Frage muss erlaubst sein, ob und wann sich die Deutsche Regierung zu solch einem Schritt durchringen wird. Die Vergehen an Heimkindern in den Nachkriegsjahren werden auch nicht durch die biologische Uhr gelöscht. (A)


Priester wegen Missbrauchs angeklagt
5. Juni 2008
ESSEN/BOTTROP Die Staatsanwaltschaft Essen hat wegen sexuellen Missbrauchs Anklage gegen einen Bottroper Pfarrer erhoben. Der 66-jährige Geistliche soll in den Jahren 1994 und 1995 in mindestens 15 Fällen einen damals zwölfjährigen Jungen sexuell missbraucht haben.
Mehr bei:
http://www.muensterlandzeitung.de/nachrichten/nrw/art1544,277506
http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2008/06/03/ermittlungen_gegen_essener_priester.jhtml


Wann hat die liebe Seele Ruh'?
Wenn Kinder Furchtbares erleben, dann schütteln sie das nicht einfach ab. Die Spuren finden sich in der Seele des Kindes. Und oft sind diese Verletzungen so schwer, dass sie bleibende Schäden hinterlassen.
...Wird nicht geholfen, können später psychische Störungen die Folge sein. Bei Frauen sind es vor allem Depressionen, Angststörungen und die Borderlinestörung mit Selbstverletzung. Bei Jungen kann die frühe Traumatisierung auch in eine destruktive Charakterstruktur münden: "Dann haben wir Kinder und Jugendliche, die nach traumatischen Erlebnissen selbst auf der Täterseite stehen." (A)

Mehr lesen: http://www.abendblatt.de/daten/2008/06/07/891257.html


Ein Sieg für Opfer
Original Artikel Irish Independent Freitag, 20. Juli 2007 : http://www.paddydoyle.com/victoryforvictims.html
Übersetzung: Zouzou Alexander

Richterin Alice Doyle befand gestern, dass ihr Tod im ursächlichen Zusammenhang mit der durch den sexuellen Übergriff entwickelten Persönlichkeitsstörung steht. Die Richterin entschied mit einer lobenswerten Klarheit: „Ihre Krankheit wurde durch sexuelle Misshandlung in ihrer Kindheit hervorgerufen und führte zur Selbsttötung“.
zum Artikel


US-Missbrauchs-Affäre: Der Deal des Kardinals
Nach langem Schweigen über Missbrauch in seiner Diözese entschuldigte sich Kardinal Mahony nun, es gibt Entschädigungszahlungen - und Kritik
http://derstandard.at/?url=/?id=2962857

Mahony stoppte die juristische Aufarbeitung bevor sie beginnen konnte. Um den Schaden zu begrenzen, erklärte er sich bereit, den Opfern 660 Millionen Dollar (knapp 480 Millionen Euro) zu überweisen. Eine Rekordsumme. Sie stellt alles in den Schatten, was die USA bisher in solchen Zusammenhängen kannten. Nach einem Pädophilen-Skandal in Boston, 2002 publik geworden, hatte der Klerus umgerechnet 114 Millionen Euro locker gemacht, um einen peinlichen Prozess zu vermeiden. Peanuts, wenn man es an Mahonys Deal misst. Versicherung zahlt. (A)


15. Juli 2007, 23:32 Uhr
USA

Kardinal entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern
Der Kardinal von Los Angeles würde den Opfern von sexuellem Missbrauch gern ihre Unbefangenheit zurückgeben. Er weiß aber auch, dass dies unmöglich ist. Selbst finanzielle Entschädigungen könnten das nicht aufwiegen. Jeder Betroffene soll bis zu 1,3 Millionen Dollar bekommen. (a)
http://www.welt.de/vermischtes/article1029211/Kardinal_entschuldigt_sich_bei_Missbrauchsopfern.html


Welt online 19. Juni 2007, 16:13 Uhr
Jeder vierte Schüler wird Opfer von Gewalt
Von Insa Gall
http://www.welt.de/hamburg/article958107/Jeder_vierte_Schueler_wird_Opfer_von_Gewalt_.html
Misshandlung im eigenen Elternhaus
Die Studie beleuchtet auch die Gewalt, der Jugendliche in ihrem Elternhaus ausgesetzt sind. „Das Risiko eines jungen Menschen, Opfer einer Misshandlung zu werden, ist nirgendwo so hoch wie im eigenen Elternhaus“, sagte Wetzels. (A)


Reise in die schmerzliche Vergangenheit
VON CORINNA SCHULZ, KÖLNER STADT-ANZEIGER 27.02.07, 21:19h

Mit jedem Kilometer rückt seine Vergangenheit näher - der Ort, an dem die Bilder entstanden, die ihn seit mehr als 40 Jahren verfolgen. Immer wieder hat er sich gefragt, wie es sein wird, noch einmal zurückzukehren - in die Diakonie Bad Kreuznach. Georg Scheffler, Pressesprecher der evangelischen Einrichtung, hält auf dem Hof und öffnet Hans Klostermann die Wagentür. Jetzt ist er dort, wo er nie wieder hin wollte. (A)
http://www.ksta.de/html/artikel/1172183400756.shtml


Der Tagesspiegel 15.10.2006
Ungeheuer behütet

Zur Arbeit gezwungen, scharf bewacht und bestraft, so ging es vielen Heimkindern der Nachkriegszeit. Nun könnte es eine Anhörung im Bundestag geben – zwei Männer erinnern sich an eine Jugend, die keine war
Von Deike Diening

In der kommenden Woche soll der Petitionsausschuss entscheiden, ob es eine Anhörung im Bundestag zu diesem Thema geben wird. Wenn alles gut geht, findet die bis Ende November statt. Dann kann sich auch die Politik ein Bild davon machen, was in Nachkriegsdeutschland in den Jugendheimen geschah: Menschenrechtsverletzungen, Freiheitsentzug, Ausbeutung. Schließlich war der Staat in Gestalt der Jugendbeauftragten, der beschlussfreudigen Ämter und fehlenden Kontrollen auch beteiligt. Ist das Thema einmal auf der politischen Ebene, könnte es um Rentenansprüche und Entschädigungen gehen. „Sie müssen es sich schon allein deshalb anhören, damit so was nie wieder passieren kann“, findet Rosenkötter. Denn rufen nicht längst wieder mehr Politiker, Erzieher, Eltern nach „Disziplin“ und „Ordnung“? (A)

http://www.tagesspiegel.de/dritte-seite/archiv/15.10.2006/2837676.asp Leider ist der Artikel nicht mehr im Internet.


Die verdrängte Gewalt
Kölner Stadt Anzeiger vom 03. August 2006 Panorama
VON SUSANNE ROHLFING, 03.08.06, 06:57h
http://www.ksta.de/html/artikel/1154434416848.shtml

Für den Fünfjährigen und seine beiden Schwestern Elisabeth (damals sechs Jahre alt) und Betty (drei) war die unbeschwerte Kindheit abrupt vorbei. Es folgten Jahre, in denen Schläge und seelische Grausamkeiten für die Geschwister aus Köln an der Tagesordnung gewesen seien. Lange hat Schlößer das Erlebte verdrängt, nicht darüber gesprochen, versucht, nicht daran zu denken.

Auch der Bundestag will sich nun mit dem Thema befassen. Im Herbst solle es vor dem Petitionsausschuss eine öffentliche Anhörung Betroffener geben. Es gehe um rentenrechtliche Fragen (viele Betroffene wurden jahrelang als Arbeitskräfte ausgebeutet), sagt Rupprecht, und darum, ob die ehemaligen Heimkinder ein Anrecht auf Opferentschädigung haben. Es müsse geklärt werden, „wer wofür welche Verantwortung hatte oder hat“. Ob es sich um Einzelfälle oder um eine „geduldete, permanente Verletzung von Menschen- und Persönlichkeitsrechten“ gehandelt habe. Und ob sich Deutschland ein Beispiel an Irland und Kanada nehmen sollte. Dort wurden von Kirche und Staat Fonds zur finanziellen Entschädigung der Opfer eingerichtet. (A)


Kinderschänder sitzt in Haft

28. Juli 2006 http://www.salzburg.com/sn/06/07/28/artikel/2224573.html

Zehn Jahre lang jagte die Polizei einen 65-Jährigen, der seine Töchter sexuell missbrauchte. Nun wurde der Flachgauer in seiner Gartenhütte verhaftet.
GROSSGMAIN (SN-chr). "Es ist ein besonders perfider Fall von Kindesmissbrauch. Einer, der zwei Kinder, mittlerweile junge Frauen, mit schweren psychischen Traumata zurücklässt" - das ist der erste Eindruck, den Staatsanwältin Barbara Feichtinger von einer 20 Jahre dauernden traurigen Geschichte gewonnen hat, die am 14. Juli in Großgmain endete. (A)


Bürokratie und menschliches Unverständnis des Jugendamts
Wohnung statt Therapie

http://www.ksta.de/html/artikel/1152178247405.shtml

„Es handelt sich hier um ein psychisch geschädigtes Kind. Ohne eine entsprechende Therapie wird mein Pflegekind kein geregeltes Leben führen können“, glaubt hingegen Karin F. Das Handeln des Jugendamtes komme „einer unterlassenen Hilfeleistung“ gleich: „Mein Vertrauen ist zerstört.“ Karin F. fühlt sich „gedemütigt“ und „benutzt“. (A)


Der Krieg steckt in vielen Seelen
Dr. Helga Spranger
Vorsitzende des Vereins kriegskind e.V. in Strande und Ärztin für Neurologie und Psychiatrie
Bis vor fünf Jahren wurde überhaupt nicht darüber gesprochen“, erzählt Helga Spranger, Vorsitzende des Vereins kriegskind e.V. in Strande und Ärztin für Neurologie und Psychiatrie. Eine bislang unbekannte Zahl von Deutschen, die im 2. Weltkrieg Kinder waren, leidet an Spätfolgen dieses Krieges.


Eine Rechtsmedizinerin erzählt
Züchtigung, züchtig, Zucht, ziehen und Erziehung sind engstens verwandt in der Wortbedeutung. Das Recht auf die Ausübung des väterlichen Züchtigungsrechtes (das bis etwa 1929 auch die Züchtigung der Ehefrau ganz selbstverständlich mit einschloss), galt lange Zeit als unantastbar.
Diesmal hat sie eine Rechtsmedizinerin in Leipzig besucht, Ulrike Böhm, die mit einem kleinen Team an einer Studie über "Tödliche Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung in der BRD vom 3. Oktober 1990 bis 31 Dezember 1999" arbeitet. "Es ist ja ein ganz einzigartiges Projekt.
Zum Artikel


Kanada entschädigt seine Ureinwohner für erlittene Misshandlungen
Ottawa - Kanada will seine Ureinwohner mit zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) für physische, psychische und sexuelle Misshandlungen in staatlich geförderten Schulen entschädigen. (A)
zum Artikel: http://derstandard.at/?url=/?id=2428685


Wenn Du nicht brav bist, kommst Du ins Heim
Michael-Peter Schiltsky
Publiziert: http://www.tah.de/lokales/lokal_reportagen/315241.html
Kreis Holzminden (25.03.06). Sie sollen in einer Gesellschaft bestehen, die ihnen das Rüstzeug dafür verweigert hat: Zuneigung haben sie nicht erfahren, Vertrauen nicht aufbauen können. Michael-Peter Schiltsky muss, weil er aus Vahlbruch ist, der Ankerpunkt dieser TAH-Reportage sein, obwohl er darin eigentlich gar nicht auftauchen möchte. Doch Schiltsky ist Heimkind der Wirtschaftswunderzeit, ein geschundenes, ein missbrauchtes Kind.
Artikel lesen


"Das Opfer bleibt oft allein"
Oberpfalznetz 22.03.2006 | Netzcode: 10857772

30 Jahre Weißer Ring: Der Verein betreute 2005 vor allem Opfer von Sexualdelikten und häuslicher Gewalt
Amberg. (jrh) . "Auch drei Jahrzehnte nach Gründung des Weißen Ringes gilt das öffentliche Interesse heutzutage noch immer stärker dem Täter", kritisiert der Leiter der Außenstelle Amberg, Rüdiger Niethammer. "Das betroffene Opfer, das mit den Folgen der Tat leben muss, bleibt oft allein." (A)
zum Artikel: http://www.zeitung.org/zeitung/857772-125,1,0.html

Mittelbayrische 15.03.2006


Die Forensik ist kein „Gefängnis light“
Studie beweist: Regensburg hat hohe Erfolgsquote bei der Therapie von Straftätern

Von Christine Schröpf, MZ
REGENSBURG. „Das Leben ist eine Baustelle“, steht auf dem knallgelben Plakat im Büro von Dr. Wolfgang Mache. Ein Spruch, der auch gut zur Arbeit des Chefarztes und Leiters der Forensischen Klinik des Bezirksklinikums Regensburg passt: Viele der im Moment 250 psychisch kranken Straftäter, die in den geschlossenen Abteilungen betreut werden, haben durch Gewalterfahrungen in der Kindheit und andere familiäre Traumata von Anfang an nur ein brüchiges Fundament fürs Leben mitbekommen. Später ist durch Sucht oder Einsamkeit die Statik weiter ins Wanken geraten.
Zum Artikel: (A)
http://www.donau.de/SID_5701360edcaf9ef54f7b2640a8fe508b/nachrichten/opfbayern/meldung.shtml?rubrik=mz&id=61458


"Vielleicht ist er sogar ein guter Mensch"
50-Jähriger steht wegen Vergewaltigung und 60-fachen Missbrauchs seiner Tochter vor Gericht
Vom Sylvia Dott - "Main-Rheiner vom10.03.2006

Wegen 60-fachen sexuellen Missbrauchs und einer Vergewaltigung seiner Tochter muss sich seit gestern ein 50-jähriger Schlosser vor der 1. Strafkammer des Mainzer Landgerichts verantworten. Die 27-Jährige belastet ihren Vater schwer. "Ich habe mich nicht direkt gewehrt und die Kleider freiwillig ausgezogen. Ich fiel zurück in dieses Kindheitstrauma und ließ wieder alles mit mir geschehen", sagte die 27-Jährige. (A)

zum Artikel: http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2297302


Auf der Suche nach der „geraubten“ Biographie: Rück-Sicht
von Dierk Schäfer
Einführungsreferat, 15. April 2005
Erinnerungsarbeit hat eine gewisse Konjunktur. Zwar erklärt die runde Zahl 60, sechzig Jahre seit Kriegsende, die
gestiegene Zahl einschlägiger Veranstaltungen, so auch dieses Kongresses. Doch es ist anders als bei anderen Gedenkjahren, bei denen das Gedenken den Fachleuten vorbehalten ist, die in Aussicht auf dieses Datum ihre Goetheoder
Schiller-Biographie auf den Markt bringen oder die einschlägigen Gesellschaften zur einschlägigen Tagung bitten.

Referat lesen: http://www.kriegskinder.de/download/kriegskinderkongress_frankfurt.pdf


Unbarmherzige Schwestern
Bis in die siebziger Jahre wurden in bundesdeutschen Heimen Kinder mißhandelt und ausgebeutet. Viele Opfer schweigen bis heute aus Scham.
von Ulrich Baron
Wenn der Insasse K71 des Idsteiner Kalmenhofs den Befehl "Lappen, Eimer, Schrubber! Mitkommen!" hörte, wußte er, daß wieder Blut geflossen war: "Manchmal mußte er eine Bürste mitnehmen. Wenn die Wände oder Möbel blutverschmiert waren, weil die Kinder mit dem Kopf dagegen geflogen waren."
Artikel bei "Die Welt" lesen: http://www.welt.de/data/2006/02/27/852145.html


Diakonie bedauert Geschehnisse zutiefst

In den evangelisch getragenen Heimen habe es Missstände und Fehler gegeben, räumt Diakonie-Präsident Pfarrer Dr. h.c. Jürgen Gohde gegenüber EKiR.de ein. „Dazu stehen wir.“ Außerdem bekennt Gohde: "Mir tun die Folgen für jeden einzelnen Menschen leid.""So etwas kann man nicht wieder gutmachen", so Scheffler-Borngässer. Aber die kreuznacher diakonie werde mit Missständen in der Vergangenheit offensiv umgehen.
Mehr drueber: http://www.ekir.de/ekir/ekir_38832.asp

 


Willkommen bei den unbarmherzigen Schwestern
Der Spiegel:
Es ist ein dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte: In der jungen Bundesrepublik wurden Tausende Heimkinder von unbarmherzigen Erziehern misshandelt. Zwei der ehemaligen Heimkinder wollen jetzt über ihre Erlebnisse sprechen - im SPIEGEL-ONLINE-Chat von 13 bis 14 Uhr. 21. Februar 2006

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Ehemalige Heimkinder und ihr heutiges Trauma
von Sieglinde W. Alexander

Zum ersten mal kommt ans Tageslicht, wie nach dem zweiten Weltkrieg, bis in die jüngste Vergangenheit, die Würde, Psyche und Rechte eines Kindes und dessen Zukunft systematisch zerstört wurden.


"Prügel Im Namen Gottes"
Sendung Frontal21 im ZDF als video clip im Interent anschauen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/15/0,4070,3892495-6-wm_modem,00.html


„Die Welt“ : Meldungen über Mißhandlungen häufen sich http://www.welt.de/data/2006/02/21/849173.html
Laut Statistik des Bundeskriminalamtes gab es im Jahr 2004 mehr als 4100 Fälle von Mißhandlungen von Schutzbefohlenen. Die Aufklärungsquote dieser Verbrechen lag bei 97,3 Prozent. Nach Angaben der Behörde ist die Zahl der gemeldeten Kindesmißhandlungen in Deutschland seit 1996 allerdings um etwa 50 Prozent gestiegen. Einige der tragischsten Fälle:


Katholische Realschule wegen Misshandlung vor Schließung 15.02.2006
http://www.finanzen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=27497&Itemid=218
Saarbrücken (AP) Wegen wiederholter Misshandlung von Schülern wird eine von katholischen Traditionalisten getragene Realschule in Saarbrücken geschlossen.


"Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes"
von Alexander Alexander Markus Homes
erscheint im März im PABST SCIENCE PUBLISHERS VERLAG (ISBN 3-89967-285-2)

Es waren insbesondere Nonnen – nicht alle –, die, wie zahlreiche Betroffenenberichte in diesem Buch aufzeigen, im Namen Gottes Heimkinder prügelten, malträtierten, quälten, erniedrigten und entwürdigten, um ihnen Disziplin, Gehorsam, Fleiß, Sauberkeit, Unterordnung und den Glauben an ihren Gott aufzuzwingen. Die „Bräute Jesu Christi“ gehörten Schwestern-Orden an wie beispielsweise der „Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi“ in Dernbach, dem „Orden der Hedwigschwestern“ in Berlin und dem „Paderborner Vincentinerinnen-Orden“.
Mehr über das Buch lesen


Unter der Knechtschaft Jesu Christi
Von Reinhard Mohr

Erstmals arbeitet ein Buch all das auf, was kirchliche Kinderheime im Nachkriegsdeutschland als Erziehung deuteten. Nach der Lektüre segnet man jede antiautoritäre Revolte ab
Mehr darüber bei: Die Weltwoche
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=13262&CategoryID=80


Misshandelte Zukunft
von Harry Graeber
Als der Autor nach annähernd vierzehn Jahren aus der allumfassenden staatlichen Fürsorge als Sozialwaise entlassen wurde, fühlte er sich so, als würde er gerade erst das Licht der Welt erblicken. Ängstlich und unsicher tastete er sich in die Welt der Erwachsenen und war dabei voller Fragen.
Mehr darueber: http://www.misshandelte-zukunft.de/startseite.html


HEIMKINDER-SCHICKSALE

"Es tut mir leid"

Tausende Kinder durchlitten in den fünfziger und sechziger Jahren die Schrecken staatlicher und kirchlicher Heimerziehung. Im Interview mit dem SPIEGEL fordert der Präsident der deutschen Caritas, Peter Neher, einen offeneren Umgang mit einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte.

Artikel im Spiegel lesen: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,400695,00.html

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Ende der Suche

Nach fast 40 Jahren habe ich meine Freundin aus dem Mädchenheim Weiher gefunden. Endlich habe ich eine Zeugin für meine Geschichte.


Das Leid der frühen Jahre
Hunderttausende von Kindern wurden in Heimen der jungen Bundesrepublik misshandelt.
Die größte Verantwortung trifft die Kirche
Von Peter Wensierski
DIE ZEIT 09.02.2006 Nr.7
http://www.zeit.de/2006/07/Heimkinder?page=1

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Viele Briefe an EMaK sind voller Schuldgefühle.
Diese beiden Artikel können helfen zu verstehen warum Opfer von Kindesmisshandlungen Schuldgefühle haben und warum Vergebung eine neue Falle sein kann.

“Schuldgefühle”
ein Kapitel aus:
“Emotional Fitness: Discovering Our Natural Healing Power”
von Janice Berger, Primärtherapeutin

Die Falle der Vergebung
von Barbara Rogers
Autorin von „Screams from Childhood“
http://www.screamsfromchildhood.com


Reflectionen zu: Frontal 21 - „Prügel im Namen Gottes“
von Sieglinde W. Alexander
nächste Sendung:
21.02.06 um 21:00 Uhr


Teufel in Nonnentracht
KONTINUITäTEN
Das Schicksal des Paul Brune und die Anstaltspsychiatrie nach 1945

Die bis 1945 durchgeführten Tötungen von alten, kranken, behinderten und anderen für "lebensunwert" erklärten Menschen durch die NS- Psychiatrie sind mittlerweile fast lückenlos dokumentiert. Dass die mit der Politik der "Ausmerzung" verbundene Ideologie des Rassenwahns auch in den psychiatrischen Einrichtungen in den frühen Jahren der Bundesrepublik aufrechterhalten wurde, ist ebenfalls belegt und wird als Sachverhalt häufig unter dem abstrakten Begriff der personellen und strukturellen "Kontinuitäten" gefasst. Was sich dahinter verbirgt, deckten Robert Krieg und Monika Nolte in ihrem aktuellen Film "Lebensunwert" beispielhaft auf.

Lesen Sie den ganzen Artikel: "FREITAG" http://www.freitag.de/2006/04/06041801.php


Ein Schock fürs Leben
Ein Bericht von OÖNachrichten

Schlimme Erfahrungen wie Unfall, plötzliche schwere Krankheit, sexueller Missbrauch etc., nach denen nichts mehr so ist wie früher - keiner ist davor gefeit. "Traumatische Erlebnisse und ihre Folgen für Körper und Seele" ist ein feinfühlig zu behandelndes Thema, das am 8. Februar in Linz und am 9. Februar in Steyr beim Mini Med Studium behandelt wird.

und: Ein Trauma und seine tiefgreifenden Folgen

Kommentar von Sieglinde Alexander:
Wie wahr doch diese späte Erkenntnis ist, die zu spät für viele Traumatisierten kommt die heute mit den Folgeerscheinungen leben müssen und keine Hilfe oder Anerkennung bekommen.
Lesen sie die Geschichten vieler Kindheitsmisshandelten in unserem Link: Geschichten


Ein Opfer der kath. Schulbrüder wehrt sich
Ich war Opfer der kath. Schulbrüder und anderer katholischen Einrichtungen


Brief an EMaK
von Marion Jolene Zagermann


Zuwendung mit Gewalt?

Vor 15 Jahren: Tod des umstrittenen Kinderpsychologen Bruno Bettelheim
Der Psychotherapeut Bruno Bettelheim empfängt sie mit offenen Armen: "Jedes dieser Kinder muss als Individuum betrachtet werden und die Behandlung muss den Nötigungen dieses Individuums gerecht werden." Sein Grundprinzip ist, "jedem das zu geben, was er im Moment am meisten braucht". Durch eine "totale Zuwendung" sollen die Kinder das Vertrauen zu sich selbst und zu anderen aufbauen.

Aber die Realität schaut anders aus!
"Der Gegner jeder Körperstrafe soll geprügelt, gedroht und mit der Peitsche bestraft haben. Aus dem angeblichen Kinderfreund wird nach dieser Darstellung "Beno Brutalheim". Eine autoritäre Persönlichkeit mit antiautoritärer Botschaft - so das neue, fatale Bild."

Mehr darüber auf der WDR Seite: http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2005/03/13.jhtm

 


 
 


Texte von Dr. Arthur Janov Übersetztungen aus engl.

Artikel Liste

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Artikel über Therapie

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Weitere Artikel


Aus dem Gefängnis der Schuldgefühle

Was ist Hass?

Depression - der Zwang zum Selbstbetrug

Die befreiende Erfahrung der schmerzhaften Wahrheit

Die Falle der Vergebung
von Barbara Rogers

„Lernen aus der Geschichte“
von Sieglinde Alexander

Vom Feuer in die Hölle
Meine Jugendjahre im Mädchenheim Weiher
.
von Sieglinde Alexander

Die Rede von Senator Murray
Menschenrechte als wichtigste Grundlage für ihr Land aufrecht zu erhalten...

Warum gibt es heut noch Kindesmisshandlungen?


  .....über die Erfahrungen
einer misshandelten Kindheit zu sprechen ist oftmals der erste Schritt
auf einem langen Weg
die unsichtbaren Wunden
zu heilen.
Sieglinde W. Alexander
   
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