Verbal misshandelte Kinder werden oft zu wütenden,
aggressiven und überkritischen Erwachsenen und zeigen
asoziales Verhalten und Dissoziation.
Verbal aggressiven Menschen mit cholerischen Tendenzen begegnen
wir in allen Lebensbereichen, die wir intuitiv, aus einem
Gefühl von eigener Erfahrung von Gewalt heraus, vermeiden.
Die ständige Anwesenheit von verbaler Gewalt in der
Kindheit verhinderte, dass das Kind im kritischen Entwicklungsalter
eine eigene Identität entwickeln konnte. Als Erwachsener
verwendet er/sie zwangsläufig das in der Kindheit erlernte
Muster als Lebensleitfaden.
Die Folgen verbaler Gewalt im Kindesalter zeigen sich sehr
früh im Jugendstrafvollzug, in Psychiatrien, Drogenkliniken,
Anlaufstellen gegen häusliche Gewalt, auf Schulhöfen
und auf der Straße, in Leichenschauhäusern und
anderswo.
Andere wiederum werden zu überangepassten Menschen,
die es immer nur anderen recht machen wollen, in eine emotionale
Abhängigkeit geraten und jede Kritik vermeiden.
Eine Studie von Psychologieprofessoren und Kollegen des
McClean Hospitals, USA, verglich die Schäden an Kindern,
die verbaler Misshandlung ausgesetzt waren, entstanden durch
häusliche Gewalt, physischen und sexuellen Missbrauch.
Die Untersuchung ergab, dass Kinder, die „nur“
verbal missbraucht wurden unter denselben Problemen leiden
wie die Opfer von physischer Gewalt. Verbal missbrauchte
Kinder leiden unter Schwierigkeiten, mit Ärger umzugehen,
gewalttätigem Verhalten, Depressionen und andere Störungen,
die auch bei Kindern in Zusammenhang mit physischer Gewalt
üblich sind.
Kinder, die verbale Misshandlung erleiden, sind nicht
nur durch ihre Eltern gefährdet, sondern auch durch
andere Familienmitglieder, Lehrer, Trainer, Aufsichtspersonen
und untereinander. Die zwangsläufige Folge ist eine
weitere Schädigung wie grundsätzliches Misstrauen
in Autoritätspersonen. Einem Kind kann man nicht dafür
die Schuld geben, dass es den Erwachsenen nicht mehr vertraut,
wenn es durch ausgerechnet diejenigen verbale Erniedrigung
erfahren hat, die es eigentlich schützen und ihm ein
Gefühl von Sicherheit und Geliebtsein vermitteln sollten.
Ein Kind kann von Erwachsenen Begleitung und Stabilität
erwarten.
Wenn wir aber Kinder anschreien, beschimpfen, erniedrigen,
beleidigen, verspotten oder anderweitig verbal angreifen,
traumatisieren wir sie ebenso als wenn wir sie geschlagen
hätten. Körperliche Verletzungen heilen schneller
als das verzerrte Selbstbild, das ein Mensch ein Leben lang
in sich trägt. Das verbal misshandelte Kind lernt sich
selbst zu verachten und das liebevolle Wesen, das zu entwickeln
seine eigentliche Bestimmung war, herabzusetzen, zu ersticken
und abzutöten. Es kann auch sein, dass diese Kinder
ihre negativen Erfahrungen an andere weitergeben und sich
denen überlegen fühlen, die sie selber als minderwertig
ansehen, um ihren eigenen verletzten Selbstwert aufzubauen.
Später als Erwachsene fehlt ihnen die in der Kindheit
nie erlebte Erfahrung von Liebe und Lebenswert und sie zeigen
deshalb Instabilität, fehlende Reife und fehlendes
Selbstbewusstsein. Das eingeprägte Muster der verbalen
Gewalt der Kindheit wird vom dem nun Erwachsenen bewusst
oder unbewusst weitergegeben.
Forschungen belegen, dass Gewaltimplikation ein erlerntes
Muster ist.
Der Psychiater Martin Teicher vom McLean Hospital/Harvard
University und
Dr. Robin Fancourt, Neuseeland, erklären in ihren Publikationen,
dass durch Kindheitsmisshandlung der Grundstein dafür
gelegt wird, dass der Erwachsene wieder misshandelt.
Um die Wiederholung der verbalen Gewalt zu verhindern wäre
die Auflösung des frühkindlich implizierten Traumas
nötig. Dies kann allerdings nicht in kognitiver Therapie
geschehen. Kognitive Therapie ist nichts anderes als das
Lernen eines neuen Musters das nichts mit unserem eigentlichen
Wesen zu tun hat: Über
die korrigierende emotionale Erfahrung
Quellen auf Englisch:
New Study on Verbal Abuse Good Timing for Alec Baldwin Case:
http://www.associatedcontent.com/article/227622/new_study_on_verbal_abuse_good_timing.html?cat=17
SCIENTIFIC PROOF-ABUSED INFANTS CAN GROW UP TO
BE ABUSIVE ADULTS:
Dr Robin Fancourt, New Zealand paediatrician and child abuse
expert: http://www.aaacworld.org/info/scie1.htm
Childhood abuse hurts the brain:
Psychiatrist Martin Teicher - McLean Hospital/Harvard University
http://www.hno.harvard.edu/gazette/2003/05.22/01-brain.html
http://www.narsad.org/research/summaries/teichermartin-2005ii.html
http://www.news.harvard.edu/gazette/2007/04.26/05-abuse.html
Psychological research has not only demonstrated
that violence is learned.
It has also identified the factors that put children at
the greatest risk of perpetrating or being victimized by
violence, along with the prevention and intervention programs
that work.
http://www.apa.org/ppo/issues/pbviolence.html
Weitere wissenschaftliche Arbeiten auf Englisch:
Folgeschäden durch Misshandlungen:
http://www.aaacworld.org/info/research.htm
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