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Ich, Ruth Kaftan, 18.12.1963
hörte folgendes Gespräch am Telefon mit.
Aachen den 13.05.2002
Betrifft: MitgehörtesTelefonat am 13.05.2002
von Herrn Willi Kappes und Frau Hermine Schneider.
Ich hörte wie Herr Willi Kappes sagte:
Ich bin zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr von einem Mann, einer
Schwester und von Therese Heinen wie ein Sack Kartoffel auf den
Speicher hochgezogen worden desen Tür sich im Schwestern
Zimmer befand. Ich wurde gezüchtigt und misshandelt, teilweise
auch an Händen und Füßen gefesselt. Je lauterich
vor schmerzen schrie, desto schlimmer war die Tortuor. Ich wurde
gewaltsam auf einer Glasplatte gelegt, dann wurde ich allein auf
der Glasplatte liegen gelassen mit all den Schmerzen. Nach circa
einer halben Stunde, kam Therese Heinen auf den Speicher hoch
und beobachtete mich, wie ich auf dieser Glasplatte lag. Dieses
passierte 1961. Ich wehrte mich verzweifelt auf der Glasplatte,
trotz Fesselung bis diese kaputt ging. Ich sah unmengen von Glaskügelchen
und kleine Bruchstücke.
Anmerkung von Hermine Schneider dazu: Es könnte sich um eine
Sicherheitsglasplatte (Sekurit) gehandelt haben.
Herr Willi Kappes sagte weiter: Ich blutete und Frau Heinen schlug
mit dem Stock auf mich ein und schrie, dafür kommst du in
die Irrenanstalt. Oft wurde ich auch ans Bett gefesselt und dieses
sagar an mehreren Tagen, das Essen wurde mir in den Mund gestpft,
und ein Nachttopf unter den Hintern geschoben. Diese Qualen erlitt
ich zwei Jahre lang, vom Eschweiler Kinderheim kam ich direkt
in die Irrenanstalt nach Mönchengladbach.
1970 kam ich dann in die Irrenanstalt Viersen- Süchteln.
Seit über 40 Jahren befand ich mich durch die Schuld u. a.
des Eschweiler Kinderheimes in Irrenanstalten. Mein Leben ist
durch dieses Verbrechen versaut und sinnlos.
Dies war das mitgehörte Gespräch am 13.05.2002 in Aachen
R. Kaftan
Veröffentlicherlaubnis liegt dem Verein vor und wurde gebrüft.
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