Berichte
aus der Psychologie und Forschung
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GEN-FORSCHUNG
Bruch des bösen Zaubers
Von Jörg Blech
Traumatische Erlebnisse im Kindesalter können das
Erbgut im Gehirn dauerhaft verändern. Der erschreckende
Befund schürt das Interesse am jungen Feld der Epigenetik:
Erfahrungen hinterlassen chemische Spuren, die womöglich
sogar vererbt werden.
Auf die Idee, Selbstmörderhirne zu untersuchen, war der
kanadische Forscher bei Experimenten mit Ratten gekommen. Er hatte
sich gefragt, warum Babys, die von ihrer Mutter nicht gepflegt
wurden, zu verängstigten Tieren heranwuchsen, die stets in
die dunkelste Ecke des Käfigs flohen. Das auffällige
Verhalten, so stellte Szyf fest, geht mit einer erstaunlichen
Veränderung am Erbgut einher: Im Nervengewebe wird das Gen
für einen Rezeptor zur Stressverarbeitung abgeschaltet. (A)
Mehr lesen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,569871,00.html
Dieser Spiegelbericht lehnt sich
sehr an das USA NOVA Program „Ghost
in your Genes“ Sendung vom 26. August 07 http://www.pbs.org/wgbh/nova/genes/
Der beschriebe Teil kann bei PBS Titel: "A Tale of
Two Mice" (in englisch gesehen) werden: http://www.pbs.org/wgbh/nova/genes/mice.html
Hirnforschung und Genetik
Molekulare
Spuren kindlicher Gewalterfahrungen?
Von Sonja Kastilan FAZ
Auszug:
Der Unterschied zeigte sich dabei im Hippocampus, einer Gehirnregion,
die für Gedächtnis- und Lernvorgänge des Menschen
von Bedeutung ist. Wichtige Erbinformationen in dessen Zellen
waren bei den Selbstmördern stillgelegt und mit molekularen
Schlössern versehen: Methylgruppen verhinderten das Ablesen
der Gene und damit die Produktion wichtiger Proteine (siehe den
unten stehenden Kasten „Epigenetik“). Dieser Befund
könnte erklären, warum der Hippocampus bei misshandelten
Kindern häufig unterentwickelt bleibt. (A)
Artikel
lesen.
9. Januar 2008, 04:00 Uhr
Protein im Hirn verursacht Traumata
http://www.welt.de/welt_print/article1608606/Protein_im_Hirn_verursacht_Traumata.html
Göttingen - Die Entdeckung eines Signalwegs im Gehirn könnte
die Therapie posttraumatischer Belastungsstörungen verbessern.
Mit Angst verbundene Erlebnisse aktivieren im Hippocampus, dem
Zentrum für das Speichern von Erinnerungen, ein bestimmtes
Protein, wie Hirnforscher der Uni Göttingen entdeckten. (A)
Mit dem Trauma leben
Seelische und körperliche Leiden, die offensichtlich in Wechselwirkung
stehen, werden dennoch zumeist getrennt behandelt
Auf der Tagung "Soma und Trauma", die am Freitag beginnt,
sollen Wege zu neuen, ganzheitlichen Therapien gewiesen werden.
(A)
ORF: Psychiater:
Kindesmisshandlung ist "Werk der Zerstörung"
Wer selbst misshandelt wurde, greife auch als Jugendlicher
und Erwachsener häufig zu Gewalt als Mittel der Problemlösung.
Misshandlungen richteten in der Persönlichkeit ein "Zerstörungswerk"
an... (A)
http://news.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2Fticker%2F268708.html
Traumata lassen das Gehirn schneller altern
http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F259648.html
Traumatische Erfahrungen wie etwa Kriegserlebnisse, Folter oder
sexueller Missbrauch können das Posttraumatische Stresssyndrom
(PTSD) hervorrufen: Ein Zustand, der von Depressionen und Angst
geprägt ist und oft jahrelang anhält. Wie US-Forscher
nun entdeckt haben, kann PTSD auch langfristige Folgen für
das Gedächtnis haben - Betroffene leiden zehn Jahre früher
unter Erinnerungsschwächen als Nichttraumatisierte
Für ihre Untersuchung haben Wissenschaftler um Rachel Yehuda
von der New Yorker Mount Sinai School of Medicine Überlebende
des Holocaust untersucht.
mehr
darueber
Trauma
Ängste mit Medikamenten behandeln
http://science.orf.at/science/news/148762
Deutsche Forscher wollen Störungen nach traumatischen Erlebnissen
mit Medikamenten heilen. Mäuse-Versuche seien bereits erfolgreich
verlaufen, berichtet das European Neuroscience Institute in Göttingen
(ENI-G).
Angst auslösende Erlebnisse aktivieren ein spezielles Protein
im Hippocampus, dem Teil des Gehirns, der Erinnerungen speichert.
Das Trauma werde durch das Protein namens Cdk5 ins Gehirn "eingebrannt".
Bei Mäusen gelang es, mit diversen neuen Wirkstoffen das
Protein zu deaktivieren. Daraufhin verschwand nach Angaben der
Forscher die Angst. Mehr
Psychotherapie
Erfolgsspuren im Hirn
Hirnforscher beobachten, was eine Psychotherapie im menschlichen
Gehirn auslöst - und stoßen dabei auf Grenzen der Behandlung
und der eigenen Erkenntnismöglichkeiten.
Von Christine Amrhein
Veränderungen in Hirnregionen, die bei der jeweiligen Erkrankung
eine Rolle spielen, konnten auch bei Patienten mit Panikattacken
oder schweren Traumata nachgewiesen werden. (A)
http://www.sueddeutsche.de/,ra17l1/gesundheit/artikel/129/122959/
Depression
Misshandelte Kinder leiden noch als Erwachsene
CHICAGO – Wer als Kind vernachlässigt oder misshandelt
wurde, hat noch Jahre später eine erhöhte Wahrscheinlichkeit
an Depression zu erkranken. (A)
Mehr dazu: http://www.medical-tribune.de/patienten/news/19395/
Michaela Huber berichtet von der 6. internationalen
Tagung der
Deutschsprachigen Sektion der ISSD, (International Society für
the study of dissoziation) ISSD-D am 3. und 4. November 2006
Titel:
Misshandelte
Kinder früh erkennen – und auch ihr Umfeld behandeln
Untertitel:
Internationale Traumaexperten tagten in Bad Krozingen
Traumatherapeuten wie Waters und ihre deutschen
Kollegen erleben nämlich häufig, dass bei verwahrlosten
oder misshandelten Kindern nicht in Betracht gezogen wird, wie
sehr genau die frühen Schreckenserfahrungen die Symptome
hervorrufen, die den
Kindern Probleme machen: zappelige Kinder gelten automatisch als
hyperaktiv; der Wutanfall wird ausschließlich als Aggression
gesehen und nicht als Wiederholung der gesehenen elterlichen Wutausbrüche;
ein Kind, das manchmal Leistungseinbrüche zeigt, gilt als
faul; eines, das sich nur mit Verhaltensritualen ein einigermaßen
sicheres Gefühl
verschaffen kann, als zwanghaft; und schlimmstenfalls werden Kinder
als manischdepressiv diagnostiziert oder ihnen eine hebephrene
(jugendliche) Schizophrenie attestiert, die nach früher Verlassenheit,
erlebter Grausamkeit und Verzweiflung ihre Gefühle „nicht
auf die Reihe kriegen“. Statt den Kindern eine adäquate
Behandlung zukommen zu lassen, die manchmal – wenn die Kinder
vor ihren Peinigern in Sicherheit gebracht wurden – nur
wenige Stunden verteilt auf ein paar Monate umfassen müsste,
werden die Probleme chronisch. Bekommt ein traumatisiertes Kind
keine adäquate Hilfe, entstehen „komplexe Traumafolgestörungen“
wie Süchte, Schul- und Leistungsprobleme,
und die Jungen neigen dann zu aggressiven Wutausbrüchen,
während Mädchen immer wieder missbräuchliche Beziehungen
eingehen oder sich auf noch direktere Weise schädigen, etwa
indem sie nach Fressattacken erbrechen, sich heimlich Wunden zufügen
oder ihren Hilfeschrei nur in einem Selbstmordversuch ausdrücken
können.
Zum
Bericht
Bleibende Hirnschäden
nach Kindesmisshandlung
http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/:FOLGESCH%C4DEN-Bleibende-Hirnsch%E4den-Kindesmisshandlung/252540.html
Schwere Misshandlungen und sexueller Missbrauch im frühen
Kindesalter können bleibende Hirnschäden verursachen.
Schlechteres Gedächtnis.
Der Hippocampus ist den Angaben zufolge wichtig für die Bildung
und Wiedergewinnung von Gedächtnisinhalten.
Linke Hirnhälfte unterentwickelt
Die Forscher um Teicher verglichen unter anderem 15 gesunde
Freiwillige mit 15 Patienten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie,
die nachweislich schwer misshandelt oder sexuelle missbraucht
worden waren. Bei diesen hatte sich die rechte Gehirnhälfte,
die vor allem räumliche Informationen verarbeitet und sich
besonders mit negativen Gefühlen befasst, den Angaben zufolge
genau so entwickelt wie bei den Kontrollpersonen. Doch die linke
Hälfte, die darauf spezialisiert ist, Sprache wahrzunehmen
und auszudrücken, hinkte deutlich hinterher.
(A)
Deutsches Bündnis
gegen Depression e.v.
Derzeit sind über 30 regionale Bündnisse gegen Depression
aktiv. Klicken Sie auf Ihre Region, um sich über Veranstaltungen,
Beratungsstellen, Selbsthilfeaktivitäten und Ansprechpartner
in Ihrer Nähe zu informieren.
Regionale Angebote: http://www.kompetenznetzdepression.de/depression/regionale-angebote.php
Hirnforschung: Neue
Wege aus dem Tief
Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass Medikamente allein
nicht dauerhaft aus der Depression heraushelfen. Nur wer seine
krank machenden Verhaltens- und Gefühlsmuster verändert,
kann dem schweren Seelenleiden entkommen. Dazu bedarf es einer
speziell ausgerichteten Psychotherapie.
Stern Artikel: http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/medizin/:Hirnforschung-Neue-Wege-Tief-/538014.html
(A)
Gewalterfahrung
und Sucht
Nach einer repräsentativen Studie, die Renate Schmidt (Nürnberg),
SPD Systemanalytikerin http://www.bundestag.de/mdb/bio/S/schmire0.html
vor drei Jahren in ihrer Funktion als Bundesministerin für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gab, haben 40
Prozent der befragten Frauen angegeben, körperliche und oder
sexuelle Gewalt seit ihrem 16. Lebensjahr erfahren zu haben. 42
Prozent der Befragten hatten auch bereits Arten von psychischer
Gewalt erlebt. Wobei diese Formen von eingeschüchtert werden
bis hin zu Drohungen, Demütigungen und Psychoterror hatte.
Die Untersuchung basierte auf einer repräsentativen Gemeindestichprobe
von 10 000 Frauen in ganz Deutschland.
zum Artikel: "Internationales
Symposium über die Behandlungs- und Genesungsmöglichkeiten
für Frauen"
Von Alice Bachmann
http://syke.mzv.net/news/stories/bremen/?id=78536
(A)
Traumata mit Spätfolgen
26.07.2006 - Hirnforschung
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/267900.html
Schlimme Erfahrungen der Vergangenheit verursachen Gedächtnisstörungen
im Alter
Eine traumatische Erfahrung in der Jugend kann zu Gedächtnisstörungen
im Alter führen, haben amerikanische Forscher entdeckt.
So setzt bei Überlebenden des Holocaust die typische Altersvergesslichkeit
etwa zehn Jahre früher ein als bei Menschen, die keine vergleichbaren
Erlebnisse hatten. Das gilt sowohl für Überlebende,
die als Folge des Traumas heute noch unter einer posttraumatischen
Belastungsstörung leiden, als auch für Betroffene, die
eine solche Störung bereits in der Vergangenheit überwunden
haben. Unklar ist bislang allerdings, ob ein erhöhter Stresshormonspiegel
oder ein anderer Mechanismus für diese Langzeitfolge verantwortlich
ist. (A)
Medical Tribune Bericht
Arzneimittel-Packung
hilft Traumaopfern
Soziale Verantwortung zeigen http://www.medical-tribune.de/patienten/magazin/17685/
"Wir fühlen uns verpflichtet, auch soziale Verantwortung
zu übernehmen", sagt Geschäftsführer Thomas
Heinemann. "Eine Umfrage hat gezeigt, dass Menschen, die
auf Grund von häuslicher Gewalt, Gewaltverbrechen und Naturkatastrophen
Traumata erlitten haben, in Deutschland nicht angemessen behandelt
werden. (A)
Weitere Artikel zum Thema:
Wie
reagieren Menschen auf Psychopharma?
Offener Brief an Psychologen, Therapeuten
und Psychiater
von Sieglinde W. Alexander
Übersetzung von Reinhold W. Rausch
vom Original text in Englisch: „ Letter to: Psychologists, Therapists
and Psychiatrists“
http://www.emak.org/Briefe/psy_ther_psyc.htm
Anti-
und nichtpsychiatrische Vorträge und Artikel http://www.antipsychiatrieverlag.de/artikel/artikel.htm
Psychopharmaka, Elektroschocks, Gesundheit
Selbsthilfe & Alternativen zur Psychiatrie
Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse
Belletristisches
Psychiatrie & Geschichte
Psychiatrie & Frauen / Männer
Psychiatrie & Kinder
Psychiatrie & alte Menschen
Psychiatrie, Recht & Unrecht
Psychiatriereform & Antipsychiatrie
Psychiatrie, Normalität & Gesellschaft
Biographisches, Erfahrungsberichte
Pränatale
Psychologie - frühes Erleben im Mutterleib
Wissenswerte, 06.06.2006, 09:55 Uhr
Ein Beitrag von Gabi Onnebrink
Wie
entwickelt sich ein anfangs hilfloses Bündel
Mensch zu einer eigenständigen Persönlichkeit?
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