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Ehemalige Heimkinder und der Runde Tisch
Von Sieglinde Alexander

Werden die Nachkriegsgequälten Menschlichkeit erfahren?
Seit Monaten verdrehen sich alle Verantwortlichen der kirchlichen Trägerorganisationen die Zungen, dreschen in den Medien leere Phrasen von Bedauern, entschuldigen sich bei den ehemaligen Heimkindern, versprechen Ungenaues für die Zukunft, doch faktisch geschieht nichts.

Noch immer arbeitet der Runde Tisch mit den Fragmenten einer barbarischen Vergangenheit. Hierbei werden die verantwortlichen Kirchen um Aufklärung gebeten, die diese im Endeffekt selbst nicht zu leisten vermögen.
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Ich wurde im Heim vom Pater missbraucht
http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html
Im Traum hört sie manchmal das Brechen des Stockes. Dann ist der Schmerz wieder da: die brennenden Striemen auf dem Rücken, blutunterlaufene Schwellungen in kleinen Kinderhänden.
Dazu die quälende Erkenntnis: Keiner hilft dir. Du bist allein …
50 Jahre lang hat die mittlerweile pensionierte städtische Angestellte Gertrud T. (63, Name geändert) versucht, ihre traumatische Kindheit in einem katholischen Heim für „schwachsinnige Mädchen“ zu verdrängen. Ein tz-Bericht über die Schicksale deutscher Heimkinder ließ alle Dämme brechen. Auch Gertrud T. war ein Heimkind, verbrachte ihre Kinder- und Jugendzeit in einer katholischen Anstalt nahe Buchloe. Als sie sieben war, bekam sie ihre Nummer, wurde „Heimkind 203“. Der Albtraum begann, der sich wie ein roter Faden durch ihr Leben zieht.
weiter lesen: http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html


Wer vertritt die ehemaligen Heimkinder?
Der Runde Tisch in Berlin betreibt Aufarbeitung der Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
Gewalt und Einschüchterung waren in Kinderheimen der Nachkriegszeit ein durchaus übliches Erziehungsmittel. Darüber tagt ein »Runder Tisch Heimerziehung« beim Deutschen Bundestag. Doch nun stellt der Verein ehemaliger Heimkinder die Vertreter der Opfer, die am Tisch sitzen, in Frage.
Mehr lesen: http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2009_27_09_01.htm


Ergebnisprotokoll der 3. Sitzung
des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
am 15./ 16. Juni 2009
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72-Jährige schreibt über ihre Zeit als Heimkind
Simmerath. Sie wurden geschlagen, gedemütigt, missbraucht und sie mussten hart arbeiten: Heimkinder in den 50er Jahren in Deutschland. Sie kamen ins Heim, weil sie nicht so waren, wie die Eltern es wollten, wenn es um Ordnung, Moral und Angepasstsein ging.
Nach einem letzten Besuch am Grab ihrer Mutter wurde das zwölfjährige Mädchen Resi, die eigentlich Maria Theresia heißt, abgeschoben in ein Heim nach Düsseldorf. «Rasch verschloss die Nonne, die aussah wie ein gefährliches Insekt, die Tür und drehte den Schlüssel mehrmals um. Ich fühlte mich wie in einem Käfig gefangen, denn zu meinem Entsetzen merkte ich schnell, dass keine Klinken und Fenstergriffe vorhanden waren. Ich kam mir vor wie in der Hölle.»
Mehr lesen: http://www.az-web.de/lokales/eifel-detail-az/960252?_link=&skip=&_g=72-Jaehrige-schreibt-ueber-ihre-Zeit-als-Heimkind.html


Welche Therapie und wo.
Immer wieder werde ich über Therapien befragt,
1. welche gut sind oder
2. wo wird gute Therapie angeboten.

Meine Antwort ist, wie die Fragen selbst, zweifaltig.
1. Jeder Client sollte sich über die verschiedenen Therapieren informieren.
2. Ich habe keine persönliche Erfahrungen mit Psychologen oder Therapeuten in Deutschland.
Aus diesem Grund biete ich diese Übersetzung an die einige wichtige Punkte erwähnt.


"Nein, in Österreich gab es solche Einrichtungen nicht".
Je länger ich mich mit der Idee eine "Gruppe" in Österreich zu gründen auseinander setze, umso tiefer ich mich in die Materie über Kindesmissbrauch hinein arbeite, umso unsicherer werde ich bei der riesigen Anzahl von Schicksalen, Verbrechen, Arroganz und frech zur Schau getragener, vermeintlicher Überlegenheit der Täterinnen und Täter.
Und als Betroffener wird mir allmählich klarer, dass die Leugnungen dieser Verbrechen schmerzhafter sind, als das was vor Jahrzehnten wehrlosen Kindern und Jugendlichen angetan wurde.
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Michael Jackson: Schon als Kind auf die Bühne gepeitscht
Mit fünf Jahren beginnt die Karriere des jungen Michael Jackson – und seine Kindheit endet. Vater Joe fügt ihm Schäden zu, von denen er sich auch als Erwachsener nie wieder erholt. Teil 1 der AZ-Serie
Nein, geschlagen habe er seinen Sohn Michael „niemals“, gibt Joe Jackson 2003 in einem Interview zu Protokoll. Schlagen tue man ja bekanntlich mit einem Stock. Er habe ihn lediglich ausgepeitscht. Mit einem Kabel oder einem Gürtel.
Noch als erwachsener Mann muss sich Michael Jackson übergeben, wenn er seinem Vater begegnet. Zu tief sitzt das Trauma der Kindheit, die er eigentlich nie hatte.
Artikel lesen: http://www.abendzeitung.de/leute/115695

EMaK fragt: Wie lange will die Menschheit noch verleugnen, dass Kindesmisshandlungen langfristige Folgeschäden hinterlässt?


Die emotionslosen Beamten
Von Franz Josef Stangl
Buchautor: Der Bastard - Der Fürsorgezögling

Der Staat ist kein imaginäres Wesen, er zeigt seine teilweise Fratze in Form von völlig desinteressierten und überforderten Gestalten, die hierzulande oft einen Beamtenstatus genießen, und in meiner Kindheit so etwas wie kleine Götter waren.
Jugendwohlfahrt nannte sich der Hauptbunker, kleine Soldatinnen und Soldaten, genannt Fürsorgerinnen und Fürsorger verteilten den Abfall der Nachkriegsgesellschaft. Kinder die "passiert" sind, Kinder die niemand wollte, Kinder deren Eltern, geistig selbst noch tief pubertierend, auf der Versagerstraße unterwegs waren.
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Kinderverachtung hatte auch in Oberösterreich Muster.
In seinem Buch „Verlorene Kindheit“ beschreibt der Autor Jenö Alpár Molnár die demütigende Szenen seiner Kindheit im Kinderheim Schloss Leonstein, und auch “der Drachen” .
Mehr lesen: http://www.verlorene-kindheit.at/


Aufruf aus Österreich
Hier gibt es keinerlei nennenswerte Aufarbeitung, daher informiere ich mich auf den bundesdeutschen und anderen Seiten und freue mich über die dortigen Bewegungen.
Ich selbst war von 1963 bis 1967 Zögling in der Caritas Erziehungsanstalt Steyr/Gleink in Oberösterreich, ich würde mich freuen,wenn sich Menschen bei mir melden würden die sich ebenfalls hinter diesen Klostermauern befanden, auch Zöglinge der Erziehungsanstalt "Landesjugendheim" Korneuburg wo ich die Jahre 1968 bis 1970 eingewiesen war.
In diesen Anstalten wurde schwerste körperliche und seelische Gewalt ausgeübt deren seelische Folgen mich bis heute nicht ganz losgelassen haben. Von sexuellen Übergriffen kann ich nicht berichten, das heißt aber noch lange nicht, dass es keine solchen gegeben hat.
Militärischer Drill und Prügel, Nahrungsentzug und endlose Herabwürdigungen des Menschen gaben eine Richtlinie vor, Kinder waren Masse in der Gruppe, der einzelne zählte nichts.
Ich war elf Jahre als ich meine Zeit in den Erziehungsanstalten begann, mit achtzehneinhalb wurde ich als "unerziehbar geltend" auf die Straße gestellt, die übliche Karriere wie Vorstrafen, Haft, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Drogen-Alkohol-und Medikamentesucht waren nur "logisch".
Heute will niemand die Schuld haben, sie liegt immer wieder zu 100% bei den Kindern und Jugendlichen, Politik und Gesellschaft putzen sich ab, machen Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern.
So kann, so darf es nicht weiter gehen! Ich bitte, dass sich ehemalige Zöglinge aus diesen oben erwähnten Anstalten melden und mit mir
Franz Josef Stangl - Autor des Buches - Der Bastard - Der Fürsorgezögling Kontakt aufnehmen: Email: franz-josef.stangl@chello.at



Wir kannten keine Liebe
Reckenfeld - Die Junisonne taucht den Wintergarten in warme Farben, durch die Fenster ist ein üppig blühender Staudengarten zu sehen. Am Tisch mit der bunt gestreiften Decke sitzen zwei Männer über alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen gebeugt. Sie sind vertieft in eine Vergangenheit, eine gemeinsame Kindheit, die 50 Jahre zurück liegt und sie doch bis heute nicht los lässt. Während sie erzählen - mal leise und zurückhaltend, dann wieder so erregt, dass sie sich gegenseitig ins Wort fallen - tauchen immer wieder Tränen in ihren Augen auf, die sie sofort verstohlen wegwischen. „Es tut einfach weh, wenn die Ereignisse wieder so nah sind“, versucht Alfred K. (Namen von der Redaktion geändert) zu erklären. Er und sein Freund kamen beide bereits als Kleinkinder ins „Haus Sonnenschein“, ein Kinderheim in Rheine-Bentlage. „Das war kein Waisenhaus, wir hatten ja Eltern“, erläutert Herbert Z., „aber damals war ein uneheliches Kind noch eine gesellschaftliche Katastrophe.“ Wer seine Mutter war, erfuhr er nur durch Zufall.
Mehr: http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/greven/1077425_und_bdquoWir_kannten_keine_Liebe_und_ldquo.html

Presseinformation
„Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“
Dritte Sitzung des Runden Tisches


Hallenserin verbrachte Kindheit hinter Gittern
Von ihren ersten Kinderjahren weiß die Hallenserin Waltraud Thiele nur ganz wenig. Vor allem an ihre Mutter hat sie kaum frühere Erinnerungen: Waltraud Thiele wurde im September 1948 in der Haftanstalt "Roter Ochse" geboren, später in das Lager Sachsenhausen und 1950 in das Frauengefängnis Hoheneck verlegt. "Aber ich war dort immer von meiner Mutter getrennt", so die heute 60-Jährige. Wegen der Verbreitung anti-sowjetischer Flugblätter war die hochschwangere Mutter 1948 verhaftet und zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Erst 1954 wurde sie im Rahmen einer Amnestie begnadigt und durfte ihr Kind wieder zu sich nehmen.
Mehr: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1237374006334&openMenu=1012902958319&calledPageId=0&listid=0



„Der Kampf hat sich gelohnt“
Von Uwe Westdörp
Hannover/Osnabrück.
„Der Kampf der letzten Jahre hat sich gelohnt.“ Jürgen Beverförden, Sprecher ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen, zeigte sich gestern sichtlich erleichtert über eine seiner Ansicht nach „hervorragende“ Einigung von SPD, CDU und FDP im Landtag: Alle drei Fraktionen verständigten sich nach langem Hin und Her auf einen gemeinsamen Entschließungsantrag zur Aufarbeitung des Schicksals ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen.
Weiter: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22726164.html

Heimkinder: Streit um Opferzahlen
Runder Tisch beleuchtet Missbrauch und Zwangsarbeit in kirchlichen Heimen
Im Streit um die Opferzahlen der kirchlichen Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik hat die katholische Kirche einen Fehler eingeräumt. In einem Brief hatte Erzbischof Zollitsch nur einige hundert Fälle eingeräumt. Die Opferverbände gehen jedoch von weitaus höheren Zahlen aus.
Mehr: http://www.neues-deutschland.de/artikel/150645.heimkinder-streit-um-opferzahlen.html


Ex-Heimkinder fordern Entschädigungsfonds
25 Milliarden Euro für rund 500000 Opfer von früheren »Fürsorgeanstalten« in der BRD verlangt
Von Jana Frielinghaus
Der Betrag erscheine »auf den ersten Blick hoch«. Angesichts »der großen Zahl der Betroffenen und der Schwere des erlittenen Unrechts, das ganze Biographien zerstört hat«, sei er jedoch maßvoll. Dies erklärte der Hamburger Anwalt Gerrit Wilmans, als er dieser Tage im Namen der in den 50er und 60er Jahren in öffentlichen und kirchlichen Kinderheimen mißhandelten und zu Sklavenarbeit gezwungenen Menschen die Einrichtung eines Entschädigungsfonds in Höhe von mindestens 25 Milliarden Euro forderte. Das seien rund 50000 Euro für jeden der etwa 500000 Betroffenen. Monika Tschapek-Güntner, Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder (VeH), in dessen Auftrag Wilmans handelt, betonte, in den Fonds sollten in erster Linie die meist kirchlichen Heimträger sowie die Betriebe einzahlen, die von der Zwangsarbeit profitiert hätten. Der VeH verlangt auch einen rentenversicherungsrechtlichen Ausgleich für die Arbeit sowie sofortige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Behandlung der Traumata, unter denen viele Opfer leiden.
Mehr: http://www.jungewelt.de/2009/06-17/025.php


Neue Fakten auf dem Runden Tisch
Gremium zu Missbrauch von Heimkindern tagt zum dritten Mal

Die Tagesordnung klingt eher langweilig: Juristische Fragen und Datenschutz-Aspekte sollen behandelt werden, wenn der Runde Tisch Heimkinder heute und morgen in Berlin hinter verschlossenen Türen zum dritten Mal zusammentritt. Doch das Gremium unter dem Vorsitz der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer wird sich mit einer Reihe neuer Fakten auseinandersetzen müssen.
Mehr: http://www.domradio.de/aktuell/artikel_54106.html


Kottnik gegen Pauschallösung bei Entschädigung von Heimkindern
Präsident des Diakonischen Werkes fordert differenzierte Betrachtung
Dieter Kottnik im Gespräch mit Katrin Heise
Rund 800.000 Kinder sind in den 50er und 60er Jahren in meist kirchlichen Heimen regelmäßig misshandelt worden. Doch eine pauschale Entschädigungslösung lehnt der Präsident des Diakonischen Werkes der
evangelischen Kirche, Dieter Kottnik, ab. Es habe auch viele Jugendliche gegeben, die positive Erfahrungen in den Heimen gemacht hätten. Eine Pauschallösung sei daher ungerecht.
Mehr bei: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/982407/


Das Heim im Kopf

Peter Laxy war ein Heimkind der frühen Bundesrepublik. Er erzählt von seiner Zeit im Erziehungsheim Fichtenhain. Von Demütigung, Gewalt und Hunger

Er hat wieder nur wenig geschlafen. Denn die Bilder lassen ihn nicht los. Wenn er die Augen schließt, kann er ihn sehen: Den Junge aus der Abteilung 6, der eines Nachts versucht, an zusammengeknoteten Nachthemden durch das vergitterte Fenster zu entkommen. Der Knoten löst sich. Und einen Moment ist es so, als schwebe der Junge in der Luft. Dann schlägt er auf dem Steinboden auf. Überall ist Blut. Und in seinen Ohren klingt das Geräusch nach, als würde eine Nuss geknackt; der Kopf, der auf Stein zerbricht. Peter Laxy hat selbst mehr als einmal versucht, aus dem Kinderheim Fichtenhain bei Krefeld zu fliehen, das damals in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) stand. Dort lebte er von 1953 bis 1956. Jetzt, mehr als 50 Jahre danach, erzählt er zum ersten Mal von seinen Erlebnissen.
Weiter lesen: http://www.google.com/firefox?client=firefox-a&rls=org.mozilla:en-US:official


Qualen eines Heimkindes - „Das frisst mein ganzes Leben”
An seinem 21. Geburtstag steckten sie ihn in einen „schönen Anzug” und schickten ihn zum Bahnhof. „Ich fuhr zu meiner Mutter”, sagt der heute 72-jährige Dortmunder. Bis dahin hatte er drei Viertel seines Lebens in Heimen verbracht.
Gute Erinnerungen sind rar. Günther mochte die Erbsensuppe, die die Nonnen zum Jahresausflug kochten. Als er älter wurde, bekam er „eine Zigarette - einmal die Woche”. Liebe, Zuneigung, Freundschaften? „Nein”, sagt der Rentner über die kaltherzige Atmosphäre in den Kinderheimen. „Jeder war allein, jeder war nur auf seinen Vorteil bedacht.”
Mehr: http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/westfalen/2009/6/14/news-122667485/detail.html


Dierk Schaefers Blog
Die Verjährungsfrage muß auf den Tisch des Runden Tisches
Mehr:
http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/06/14/die-verjahrungsfrage-mus-auf-den-tisch-des-runden-tisches/


Macht- und Ohnmachtsgefühle des Menschen,
aus primärtherapeutischer Sicht, unter Berücksichtigung der
Gehirnevolution und der ontogenetischen Entwicklung
2 Macht und Ohnmacht als Erwachsener
mehr lesen: http://www.primaltherapy.ch/vortrag/vortrag_deutsch.htm


Deutsche Heimkinder sollen entschädigt werden
10.06.2009
Nun ist wissenschaftlich belegt, dass in deutschen Kinderheimen in den 50er und 60er Jahren
Prügel, brachiale Erziehungsmethoden und Zwangsarbeit systematisch angewandt wurden. Auch
sexuelle Übergriffe waren nicht selten. Ein Runder Tisch der Regierung zur Aufarbeitung der
Heimerziehung soll jetzt über eine Wiedergutmachung beraten.
Mehr: http://www.welt.de/politik/article3900536/Deutsche-Heimkinder-sollen-entschaedigt-werden.html


Mehr Licht in dunkelstes Kapitel der Jugendhilfe bekommen
Hannover (kobinet) Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann hat ehemals in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen misshandelten Heimkindern Unterstützung beim Zugang zu den im Bestand der Landesverwaltung (Staatsarchive, Gerichte) befindlichen Heimkinderakten zugesichert.
Mehr lesen:
http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21201/ticket,g_a_s_t


Die Heimkinder können auch selber forschen!
Beitrag zum „2. Expertinnen- und Expertengespräch: Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre – Stand und Perspektiven der (fach-)historischen Bearbeitung“ am 3. Juni 2009 in Koblenz

Die derzeit laufenden Forschungsansätze untersuchen die Zustände in einigen Fürsorgerziehungsheimen im fraglichen Zeitraum. Sie sind also heim-orientierte Sondierungen, die fachwissenschaftlich von großem Interesse sind, jedoch den Anforderungen der ehemaligen Heimkinder nur begrenzt gerecht werden können. Zudem würde es wohl einen jahrzehntelangen Aufwand bedeuten, wenn man bundesweit flächendeckend auf diese Weise die Heimhintergründe aller ehemaligen Heimkinder, die sich mit ihren Heimerfahrungen gemeldet haben, untersuchen wollte.
Mehr: http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/06/08/die-heimkinder-konnen-auch-selber-forschen/


Land bietet Heimkindern Akteneinsicht
Montag, 08. Juni 2009, 12:18 Uhr
Hannover (dpa/lni) - Ehemalige Heimkinder, die bis in die 70er Jahre hinein misshandelt worden sind, erhalten vom Land Niedersachsen Hilfe bei der Einsicht in ihre Akten. Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) sicherte Betroffenen bei einem Treffen am Montag Unterstützung beim Zugang zu Akten im Bestand der Landesverwaltung zu. 322 Personalakten hätten bislang gesichert werden können, teilte das Sozialministerium mit. Mehr als 100 Betroffene, die in staatlichen oder kirchlichen Heimen untergebracht waren, hätten sich inzwischen mit ihrer Leidensgeschichte an das Land gewandt und sich teilweise auch psychologische Hilfe vermitteln lassen.
weiter: http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2009/06/08/land-bietet-heimkindern-akteneinsicht.htm



"Angelegenheit der örtlichen Kirche"

Papst ließ sich über Kindesmisshandlungen in Irlands kirchlichen Heimen
informieren
Unter dem Druck der öffentlichen Meinung müssen 18 katholische
Ordensgemeinschaften in Irland nun erstmals ihre Finanzverhältnisse offenlegen.
Diese beispiellose Offenbarung ist eine der Folgen der Enthüllungen über den
jahrzehntelangen systematischen Missbrauch zehntausender von Kindern in
katholischen Institutionen auf der grünen Insel: Die Kinder waren
Vergewaltigungen und Misshandlungen ausgesetzt gewesen und hatten
Akkordarbeit leisten müssen.

Streit über Milliardenforderung

Die Forderung des Verbandes ehemaliger Heimkinder (VEH), einen Entschädigungsfonds in Höhe von mindestens 25 Milliarden Euro einzurichten, stößt bei Betroffenen auf Kritik. „Ich halte eine derartige Forderung beim jetzigen Stand der Gespräche am Runden Tisch für kontraproduktiv," sagte Stefan Beuerle dem Tagesspiegel.
Den Beratungen jetzt mit Milliardenforderungen vorzugreifen, sei vor allem im Interesse der Anwälte, kritisiert Beuerle den VEH-Vorstoß. Tsp
mehr lesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/Heimkinder;art771,2815005


Webseite
Runder Tisch
Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren


Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro Entschädigung / Forderungen des Vereins ehemaliger Heimkinder setzen „Runden Tisch“ des Bundestags unter Druck

MAINZ. Im Vorfeld der dritten Sitzung des „Runden Tischs Heimerziehung“, der am 15. und 16. Juni in Berlin stattfinden wird, hat der Verein ehemaliger Heimkinder (VEH) seine politischen Forderungen konkretisiert. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins am Pfingstwochenende in Mainz wurde mit großer Mehrheit ein Antrag verabschiedet, der u.a. die Einrichtung eines Entschädigungsfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro vorsieht. Zusätzlich fordern die ehemaligen Heimkinder einen rentenversicherungsrechtlichen Ausgleich für die Zwangsarbeiten, die sie leisten mussten, sowie sofortige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Behandlung der Traumata, unter denen viele ehemalige Heimkinder leiden.


Die Spirale von Gewalt und Willkür - Die Geschichte von Walter Lindner
Dies ist die Geschichte eines Skandals. Der unfassbare Leidensweg eines kleinen Jungen beginnt vor 50 Jahren. Von der Straße weg wird er in ein Auto gezerrt und in ein Kinderheim verfrachtet. Keiner nennt ihm den Grund. Keiner wird ihm jemals zuhören. Keiner wird ihm jemals glauben und sich bedingungslos für ihn einsetzen.


Kindesmisshandlungen in Irland. Und Deutschland?
RLAND / BAD BOLL. (ds) Anlässlich der Veröffentlichung des Berichts der Regierungskommission über die Zustände in irischen Kinderheimen fragt sich der evangelische Pfarrer Dierk Schäfer, ob sich diese Berichte auf Deutschland übertragen lassen und welche Konsequenzen das hätte.
Ein Kommentar von Dierk Schäfer

Fünf Bände, 2.600 Seiten mit dokumentierten Misshandlungen von Kindern in irischen Kinderheimen! 1.700 Zeugen trugen innerhalb von 10 Jahren zu dem Bericht der Untersuchungskommission ihre Leidensgeschichten zusammen: Misshandlungen, Missbrauch, Zwangsarbeit und durchgängige Demütigungen. Dieser Bericht kommt aus Irland und findet seit vergangenen Donnerstag umfassende Resonanz in den deutschen Medien.

In Deutschland tagt zur Zeit, auf zwei Jahre angesetzt, der „Runde Tisch“. Es geht um dasselbe Thema.
weiter lesen: http://hpd.de/node/7088


Die Heimkinder Geschlagen und vergessen?
Sie werden geschlagen, gedemütigt, missbraucht und müssen hart arbeiten: Heimkinder in den 50er und 60er Jahren der Bundesrepublik. Sie kommen ins Heim, weil sie nicht den Vorstellungen ihrer Eltern nach Ordnung, Moral und Angepasstsein entsprechen.

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Donnerstag, 28.05.09 ...
http://www.presseecho.de/vermischtes/NA3731410896.htm


Konferenz zu Heimkindern veranlasst
hab Hannover.
Nachdem die Opposition und ehemalige Heimbewohner bislang vergeblich gefordert hatten, parallel zum „Runden Tisch“ auf Bundesebene auch eine solche Einrichtung auf Landesebene zu schaffen, kündigte das Sozialministerium gestern eine Konferenz mit allen Beteiligten für den 8. Juni in Hannover an. Laut Ministeriumssprecher Thomas Spieker hat Ministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) dazu Vertreter der Kirchen einschließlich Caritas und Diakonie, die kommunalen Spitzenverbände sowie Opferorganisationen eingeladen.
Mehr bei: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22530024.html


Dierk Schaefers Blog
Kindesmißhandlungen in Irland – und in Deutschland?

In Deutschland tagt zur Zeit, auf zwei Jahre angesetzt, der „Runde Tisch“. Es geht um dasselbe Thema.

Was bedeutet der irische Bericht für die deutschen Verhältnisse?

Weiter lesen: http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/05/22/kindesmishandlungen-in-irland-%E2%80%93-und-in-deutschland/


Der Bastard
Der Fürsorgezögling

Franz Josef Stangl ISBN 978-3-85252-909-7

Ich habe das Manuskript »Der Bastard« von Franz Josef Stangl mit Anteilnahme gelesen. Eine Expedition hinter die Kulissen der Gesellschaft in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
In kompromissloser Erzählweise und atemlosen Erzählton gelingt es Stangl für den Leser ein Stück verborgener Wirklichkeit sichtbar und greifbar zu machen. Ich halte das Buch notwendig für die österreichische Literatur und das Verständnis einer ganzen Generation.


Ex-Heimkinder sollen Akteneinsicht bekommen

Hannover (dpa/lni) - Ehemalige Heimkinder, die in kirchlichen Einrichtungen misshandelt wurden, soll leichter Einsicht in ihre Akten bekommen. Vertreter von Heimträgern und Opferverbänden treffen sich mit diesem Ziel am 8. Juni im niedersächsischen Sozialministerium. «Wir müssen auch mit den kommunalen Spitzenverbänden diskutieren, weil Akten teilweise bei den örtlichen Jugendämtern liegen», sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Hannover. Die Zeit dränge, da einige Opfer schon über 80 Jahre alt seien. Bis in die 70er Jahre wurden zahlreiche Heimkinder misshandelt, von ihnen leben deutschlandweit noch etwa 500 000.
publiziert bei: http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Norddeutschland/Ex-Heimkinder-sollen-Akteneinsicht-bekommen-_arid,160347_puid,1_pageid,15.html


Katholische Kirche in Irland
Geschlagen und vergewaltigt

VON PETER NONNENMACHER
Das schockierende Ausmaß täglichen Terrors an Irlands katholischen Schulen über sechs Jahrzehnte hinweg hat jetzt ein Untersuchungsbericht in Dublin enthüllt. Tausende Kinder wurden in den mehr als 250 Schulen und Heimen von Mitgliedern religiöser Orden gequält, erniedrigt und oft auch vergewaltigt. Die Misshandlungen hielten bis in die neunziger Jahre an.
Mehr bei: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1765334_Irland-Geschlagen-und-vergewaltigt-in-Kirchenheimen.html?sid=bf370fb25fc9503ca512117385bde70b


Geschlagen, gequält, missbraucht

DUBLIN. Nach der Veröffentlichung einer Studie über Misshandlungen von Kindern in kirchlichen Heimen hat sich das Oberhaupt der katholischen Kirche in Irland entschuldigt. Er sei "zutiefst beschämt, dass Kinder in diesen Institutionen auf so schreckliche Weise leiden mussten", sagte am Mittwoch Kardinal Sean Brady, der Primas von Irland und Erzbischof von Armagh.
Mehr bei:
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/geschlagen-gequaelt-missbraucht--15282087.html


Missbrauchsopfer in Irland fordern Gerechtigkeit

Über Jahrzehnte haben Priester, Nonnen und Mönche tausendfach Kinder in katholischen Einrichtungen Irlands erniedrigt und missbraucht. Die Kinder wurden in Erziehungsanstalten, Schulen oder Heimen zwischen den 30er und 90er Jahren vergewaltigt, geschlagen und gequält. Die Kirche wusste von den Übergriffen, der Staat hat bei der Kontrolle versagt, wie aus den Ermittlungen einer Sonderkommission hervorgeht, die jetzt nach einer neun Jahre langen Untersuchung in Dublin vorgestellt wurden. Das Oberhaupt der Katholiken in Irland entschuldigte sich. Die ehemaligen Heimkinder aber fordern Gerechtigkeit. Sie wollen, dass ihre Peiniger beim Namen genannt und bestraft werden: "Die Kirche hat alles jahrelang vertuscht!"
Mehr lesen:http://www.krone.at/krone/S28/object_id__145908/hxcms/


Wenn die Kirche zur Hölle wird: Tausendfacher Missbrauch in Irland
London. Die Kinder durchlebten die Hölle unter dem Dach der Kirche. Wo Priester, Nonnen und Mönche im Namen Jesu ihre kleinen hilflosen Schützlinge erziehen und betreuen sollten, waren Schläge und Vergewaltigungen an der Tagesordnung.

Ein Regime aus Angst, Gewalt, Terror und Demütigungen herrschte versteckt hinter den Mauern von Heimen, Schulen und Erziehungseinrichtungen der Katholischen Kirche in Irland.

Flächendeckend, systematisch und jahrzehntelang. Zwar waren Übergriffe schon länger bekannt, das ganze Ausmaß der Abgründe aus der Zeit zwischen den 30er und 90er Jahren kam jedoch erst jetzt durch einen Bericht einer Sonderkommission ans Licht, die neun Jahre lang ermittelt hatte.

Tausendfach wurden Kinder geschlagen, getreten, kahlgeschoren, mit Feuer oder Wasser gequält, vergewaltigt. Sie hatten Nummern statt Namen und manchmal einen solchen Hunger, dass sie in den Abfällen nach etwas Essbarem suchten. Besonders schlimm erging es den Kindern im Orden der "Christian Brothers".
Weiter lesen: http://www.hna.de/politiksolo/00_20090521163000_Wenn_die_Kirche_zur_Hoelle_wird_Tausendfacher_.html


Für alle englisch Leser:
Eine Tribunal-Kommission veröffentlicht heute einem ca 2500 Seiten langen Bericht, der das Ergebnis einer 10 jährigen Untersuchung ist und über die Misshandlungen an irischen Heimkinder berichtet.
AP berichtet: http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hG7UpOwvc_tTJz3KkFUHO9AUBnBAD98A0C204

Mehr Information in englisch, zum Thema Irlands misshandelte Heimkinder mit Link zu dem 2500 Seiten langen Bericht, bei AAaC-News: http://www.aaacworld.org/news.htm


Über die korrigierende emotionale Erfahrung
für EMaK Übersetzt mit Genehmigung des Autors, Dr. Arthur Janov
Zu Zeiten Freuds und der Psychoanalyse bestand der Dreh- und Angelpunkt der Therapie in der Analyse der Übertragung: wie reagiert die Patientin auf den Arzt und (Gegenübertragung) wie reagiert der Arzt auf die Patientin. Das gesamte Konzept bestand darin, die Patientin durch eine korrigierende emotionale Beziehung zu verändern, ihr zu helfen, unabhängiger zu sein, sich nicht auf den Rat oder die Liebe und Anleitung vom Arzt zu verlassen. Jetzt, Dekaden später, hat diese Auffassung der korrigierenden emotionalen Erfahrung viele Anhänger gewonnen. Therapie ist nach wie vor im Kern die Analyse der Übertragung.
Ihre Theorie ist die Folgende: Es genügt nicht, ein frühes Trauma wieder zu erleben, sondern man muss eine korrigierende Erfahrung folgen lassen, welche es dem Patienten ermöglichen wird, Fortschritte zu machen und sich zu ändern. Man unterstellt, dass es die Neurose nur verstärkt, wenn man es zulässt, dass der Patient sich dem Schmerz überlässt.


Diakonie entschuldigt sich bei Heimkindern

Zwang, Gewalt und Willkür: Kottnik spricht sich für Wiedergutmachung aus

Hannover. Das Diakonische Werk hat sich für die Misshandlung von Heimkindern in den 50er bis 70er Jahren entschuldigt.
„Ich bedauere zutiefst, was damals im Namen der Diakonie geschehen ist”, sagte ihr Präsident Klaus-Dieter Kottnik gestern in Hannover.

Kottnik stellte die bundesweit erste wissenschaftliche Untersuchung über das Schicksal von Heimkindern in diakonischen Einrichtungen in den Anfangsjahren der Bundesrepublik vor. Das 370-seitige Buch „Endstation Freistatt” untersucht die Erziehungsmethoden in der Diakonie Freistatt bei Bremen, die für viele Zöglinge von Zwang, Gewalt und Willkür geprägt waren. Rund 7000 Jungen hätten zwischen 1949 und 1974 in dem Tochterunternehmen der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel gelebt.
Mehr lesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/westfalen/2009/5/15/news-119900605/detail.html


Diakoniedirektor: Einzelschicksale von Heimkindern brauchen Würdigung

Hannover (epd). Jedes Einzelschicksal von ehemaligen Heimkindern verdient nach Ansicht des Direktors des Diakonischen Werks der hannoverschen Landeskirche, Christoph Künkel, eine besondere Aufmerksamkeit und Würdigung. "Wir müssen den Menschen Gehör schenken, denen Unrecht zugefügt wurde, und ihnen so weit wie möglich Hilfe anbieten", sagte Künkel am Freitag im epd-Gespräch am Rande eine Buchpräsentation über das Schicksal ehemaliger Heimkinder in der Diakonie Freistatt bei Bremen. Unrecht bleibe Unrecht, auch wenn die Tatbestände strafrechtlich verjährt sein sollten.
Mehr lesen: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=10460


Heimkinder kaltblütig gequält
Mit Kindererziehung überfordert / Geständige Täter im Fall „Kinderheim Holderrain“
Zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung für die Heimchefin. Ihr Ehemann kam mit einem Jahr und drei Monaten davon. Die Liste der zur Last gelegten Taten war lang – Misshandlung Schutzbefohlener der Hauptvorwurf.

Freudenstadt. Wegen Misshandlung Schutzbefohlener, vorsätzlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung, sogar wegen Betrugsbeihilfe mussten sich die ehemaligen Betreiber des Kinderheims Holderrain aus einem Baiersbronner Ortsteil sowie eine frühere Erzieherin gestern vor dem Freudenstädter Schöffengericht verantworten.
Mehr: http://neckar-chronik.de/3111427/Nachrichten/Kreis+Freudenstadt


Gewalt
Die Gefahr droht von Mama und Papa

Fast alle misshandelten und vernachlässigten Kinder in Deutschland sind Opfer ihrer Eltern. So wie Christine und Matthias.
Suhl/Sonneberg - Christine Munzert* wurde von ihrer Mutter
schon misshandelt, da war sie noch nicht einmal geboren. Mehrmals hatte die Mutter während der Schwangerschaft versucht, das ungewollte Baby abzutreiben. Doch Christine überlebt und erleidet fortan schreckliche Qualen.
Sie wird von der Mutter mit Peitschen und Lederriemen malträtiert, bis sie nur noch robben kann. Sie wird nachts allein in den dunklen Keller gesperrt, die kleinen Hände mit kochendem Wasser verbrüht. Manchmal liegt das kleine Mädchen bewusstlos in ihrem Bett und wenn sie aufwacht, weiß sie nicht einmal, ob sie noch lebt. Ihr Vater, ein schwerer Alkoholiker, lässt ihre Qualen geschehen. Die Erfahrungen ihrer traumatischen Kindheit lassen die heute 40-Jährige nie mehr los.
Mehr: http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,971304


Pressemitteilung

„Öffnete man in den 1950er und 1960er Jahren die Tür zum Johanna –Helenen -Heim, so sah man in einen Abgrund der Willkür, der Zerstörung, der Gewalt, der Angst und der Einsamkeit. Man blickte in das „Herz der Finsternis“.

Mit diesem Satz beendeten die Historiker Dr. Ulrike Winkler und Prof. Hans Walter Schmuhl ihren Zwischenbericht über die Situation der Heimkinder vor 40 bis 60 Jahren in den damaligen Orthopädischen Anstalten Volmarstein. Zuvor schilderten sie Gewalttaten, die auch zur damaligen Zeit teilweise justiziabel waren


Aufstand der Heimkinder
Im schleswig-holsteinischen Glückstadt kam es vor 40 Jahren zu einer Rebellion gegen ein Heimerziehungssystem, das noch in der Tradition der Nazizeit stand

Frühere Heiminsassen verlangen vehement Aufklärung über das geschehene Unrecht. Eine Einrichtung im schleswig-holsteinischen Glückstadt tat sich in dieser Hinsicht besonders hervor. Vor genau 40 Jahren, in der Nacht vom 7. zum 8. Mai 1969, gab es dort einen Aufstand von Heimzöglingen, der möglicherweise sogar mit Hilfe von Marinesoldaten niedergeschlagen wurde. Unter den rebellierenden Jugendlichen, die als Strafe teilweise KZ-Kleidung tragen mussten, war auch der spätere RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock.
http://www.freitag.de/politik/0919-heimkinder-aufstand-glueckstadt/


Therapeutische Hilfen für misshandelte ehemalige Heimkinder
Hannover, Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann hat bei NDR 1 Niedersachsen konkrete therapeutische Hilfen für ehemalige Heimkinder angeboten, die bis in die 70er Jahre hinein misshandelt worden sind. "Mir ist heute noch einmal deutlich geworden, dass man einen therapeutischen Ansatz braucht", sagte die CDU-Politikerin in der Diskussionssendung "Unser Thema", die NDR 1 Niedersachsen am gestrigen Abend ausgestrahlt hat.
Mehr dazu: http://www.hannover-zeitung.net/regionales/115552-therapeutische-hilfen-fuer-misshandelte-ehemalige-heimkinder


Geschlagen und gedemütigt

KÖLN -Der Landschaftsverband Rheinland stellt sich einem wenig rühmlichen Abschnitt seiner Geschichte. Er hat ehemalige Heimkinder um Entschuldigung gebeten und die Zustände in seinen Kinderheimen in der Nachkriegszeit bedauert.
Noch immer sitzt der Schmerz tief. Die Jahre von 1953 bis 1956, die Peter Laxy im Krefelder Landesjugendheim Fichtenhain verbracht hat, haben sein Leben geprägt. „Wir wurden geschlagen, misshandelt und gedemütigt“, sagt der 71-Jährige. Einer der Erzieher des Heimes, dessen Träger der Landschaftsverband Rheinland (LVR) war, habe ihn an den Brustwarzen gepackt, hoch gehoben und dann geschüttelt. Bis heute habe er irreparable seelische und körperliche Schäden aus der Zeit im Heim zurückbehalten.

weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1238966906876.shtml


Kindheit im Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg
Coverauschnitt des Buchs „Die vergessene Generation - Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“ von Sabine Bode; © Piper
Nach über sechs Jahrzehnten sind sichtbare Wunden des Zweiten Weltkriegs und des Nazi-Terrors – außer in Gedenkstätten – kaum noch irgendwo zu finden. In den Seelen der Kinder von damals aber hat der Krieg Verletzungen hinterlassen, die bis heute nicht wirklich geheilt sind. Jahrzehntelang wurde in Deutschland darüber verschämt geschwiegen. Seit einigen Jahren beginnt sich dies zu ändern. Auch die psychotherapeutische Forschung hat sich des Themas angenommen.

Geerbte Schuld
"Kriegskinder" von Gertrud Ennulat

Psychische Spätfolgen sind selbst bei den „Kriegsenkeln“ zu beobachten. Auch die beginnen mittlerweile die Wurzeln ihres Leids an sich selbst und der Welt in jenen dunkeln Jahren lange vor ihrer Geburt zu suchen – in den Traumata ihrer Eltern und Großeltern.

„Gehorsam in der Selbstverleugnung“
Ermann vermutet, dass sich die lange Verleugnung der Traumatisierung von Zigtausenden deutscher Kriegskinder nur verstehen lässt, wenn man die Verstrickung der Erwachsenen-Generationen in die Schuld des Holocaust mit in Betracht zieht. Unausgesprochen seien die Kinder der Erwartung ausgesetzt gewesen, ihre Eltern nicht zu belasten. Sie sollten möglichst früh selbständig werden und im Leben erfolgreich – „ein Sonnenschein, in dem die Eltern ihr angeschlagenes Selbst wärmen konnten, Kummer und Schmerz, Verluste von Verwandten, Haus und Heimat überwinden konnten und die Abwesenheit oder den Verlust des Partners verschmerzen“. Und sie sollten die Eltern davor bewahren, die „Hilflosigkeit und Entbehrungen der eigenen Kriegskindheit im und nach dem Ersten Weltkrieg wieder lebendig werden zu lassen“.
Mehr dazu: http://www.goethe.de/ges/pok/thm/dns/de4472907.htm


Papst entschuldigt sich bei Ureinwohnern von Kanada für Misshandlungen
Papst Benedikt XVI. hat sich „persönlich und im Namen der Kirche“ für die Misshandlungen von Kindern kanadischer Ureinwohner entschuldigt. Dies berichtete der kanadische Bischof James Weisgerber am Mittwoch nach einer Audienz beim Papst.
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/kanada-papst-entschuldigt-sich-bei-ureinwohnern-von-kanada-fuer-misshandlungen_aid_394625.html


Suche: Günt(h)er, wo bist du?
Ort:
1979 und 1984 Lindberg bei Zwiesel im Bayerischen Wald.
Stichworte:
Hundemutti, Feuer, Hündin Jessy, Lieblingslied „völlig losgelöst“, Heim


Kanada: Ureinwohner wollen eine Entschuldigung vom Papst

© ZEIT online, Tagesspiegel | 26.04.2009 12:54

Kanadas Ureinwohner hoffen auf eine offizielle Entschuldigung von Papst Benedikt XVI. für die Misshandlungen, die sie durch katholische Geistliche erlitten haben. In staatlich unterstützen Internaten wurden sie als Kinder über Jahrzehnte hinweg physisch, psychisch und sexuell gequält.

Eine Delegation des Dachverbandes der Assembly of First Nations ist für diesen Mittwoch zur Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche in Rom eingeladen. Die Gruppe wird von ihrem Chef Phil Fontaine geleitet, der als Sechsjähriger selbst zur Umerziehung in eines der Internate gesteckt worden war.

Die Regierung Kanadas hatte die Kinder der Ureinwohner ein Jahrhundert lang, bis in die 80er Jahre, aus deren Familien und Reservaten gerissen und in Internaten gesteckt. Dort durften die jungen Indianer, vor allem Inuits (Eskimos) und Cree, weder ihre Muttersprache sprechen noch den Riten und Traditionen ihrer Stämme folgen.
Weiter lesen: http://www.zeit.de/news/artikel/2009/04/26/2783011.xml


Rätselhafte Herdentiere

Wie ist das Ich mit dem Wir verbunden? Was hat Fühlen mit Denken zu tun? Wodurch kommen Moral und Amoral in den Menschen? Fachübergreifend entdecken Forscher eine Art Kompass der Evolution.
Am Anfang war das Wir. Das Ungeborene hängt an der mütterlichen Nabelschnur und wächst in schützender Ur-Gemeinschaft heran. Das Ego kommt erst später.
Weiter lesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,620709,00.html


Unter Brüdern

Der Spiegel
Im Bistum Würzburg schickte ein wegen Kindesmissbrauchs verurteilter Pfarrer
seinen Opfern Detektive ins Haus. Der Fall offenbart das jahrelange Versagen der katholischen Kirche.
Es war nicht der einzige Besuch, den die Herren im dunklen Anzug ehemaligen Missbrauchsopfern jüngst abstatteten.
Mehr lesen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,619968,00.html


„Einsam, isoliert, gedemütigt“

Frau Vollmer, der runde Tisch zu den Schicksalen der Heimkinder in den 1950er- und 1960er-Jahren
hat jetzt zweimal getagt. Welches sind Ihre wichtigsten ersten Eindrücke?

Alle sind beeindruckt von den teilweise sehr erschütternden Berichten der Betroffenen.
Zugleich ist es eine große Verantwortung, in einer so schwierigen Angelegenheit eine
Lösung finden zu müssen. Immerhin hat dies ja auch der Petitionsausschuss des Bundestages
drei Jahre lange versucht, die Aufgabe dann aber weitergegeben.
Mehr lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22266422.html


Immer wieder werde ich gefragt welche Therapie die Richtige ist,
welche Therapie hilft, Kindheitstrauma zu heilen.
Hier ist die Antwort von Dr. Janov, der mein absolutes Vertrauen hat.

Kernthesen der Primärtheorie und Primärtherapie
Dr. Arthur Janov
BUCHAUSZUG (Uebersetzung)

In seinem jüngsten Buch Primal Healing (New Page Books, NJ, 2007)
fasst Janov „die Schlüsselphänomene emotionalen Leidens (oder Neurose)
und die Hauptprinzipien einer richtigen Therapie“ in 20 Kernpunkten zusammen:
Weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/Kernthesen%20(Janov).htm



Die Betreuer wurden mit den Kindern ausgestoßen
Werner Hertler kam als Neunzehnjähriger auf die Karlshöhe. Er stand in der Ausbildung zum Diakon, das erste Jahr hatte er in einem Kinderheim in Hamburg gearbeitet. Jetzt also die Karlshöhe in Ludwigsburg bei Stuttgart. „Nun, Bruder Hertler“, sagte der Direktor, „Sie gehen zu Fräulein März, der Erzieherin im Oberen Haus, Sie haben ja schon Erfahrung mit der Erziehungsarbeit.“
Wie und ob er sie bewältigte, darüber hat Hertler in der zweiten Sitzung des runden Tisches in Berlin berichtet, der sich mit der Kinderheimerziehung in den fünfziger und sechziger Jahren befasst – und sich in seiner nächsten Sitzung im Juni mit den rechtlichen Voraussetzungen einer möglichen Entschädigung der Heimkinder beschäftigen wird.
Mehr lesen: http://www.faz.net/s/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED/Doc~E32B042D16D8643ADB25117F595A85F29~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed


Freiheit ist kein gesellschaftlicher Wert.
Oder: warum Heimkinder nicht die Wahrheit sagen

Wenn ein Kind den Mutterleib verlässt, erlangt es die Freiheit. Alle Menschen werden frei geboren. Die Freiheit ist per se kein Wert irgendeines gesellschaftlichen Systems. Gesellschaften regeln die Entfaltung der Persönlichkeit, nicht mehr und nicht weniger. Niemand kann sich seine Gesellschaft aussuchen, in die er geboren wird. Gleich nach der Geburt erlebt der Mensch die Einschränkung seiner Freiheit. Mehr oder weniger. Stück für Stück verliert er, am Ende sein Leben.
Weiter lesen: http://www.readers-edition.de/2009/04/18/freiheit-ist-kein-gesellschaftlicher-wert/


Bischofs-Botschaft zur Verantwortung für Heimkinder

Dass es in den 50er und 60er Jahren auch in evangelischen Kinder- und Jugendheimen zu „pädagogischen Entgleisungen“ gekommen ist, bedauert der evangelische württembergische Landesbischof Frank Otfried July in seiner neuen Videobotschaft.

Die Karlshöhe Ludwigsburg bittet ihre ehemaligen Heimkinder für erlittene leidvolle Erfahrungen um Verzeihung. Wir bekennen, dass wir dem hohen Anspruch unserer christlichen Verpflichtung und dem Wohle und den Bedürfnissen der uns anvertrauten Kinder oft nicht gerecht geworden sind. Wir fördern weiterhin Kontakte, Begegnungen und Aktionen zur Selbsthilfe.
Lesen oder anschauen: http://www.elk-wue.de/landeskirche/landesbischof/bischof-aktuell/verantwortung-fuer-heimkinder/


SPD will bei Heimkindern „am Ball bleiben“
Von Uwe Westdörp Hannover/Berlin.

Grundsätzlich sind sich alle Parteien im Landtag einig: Das Schicksal von Heimkindern in den 1950er- und 1960er-Jahren ist „eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kinder- und Jugendhilfe“, so der SPD-Politiker Uwe Schwarz. Übereinstimmend haben Partei- und Regierungssprecher im Februar im Parlament Aufklärung verlangt. Doch seither ist es nicht recht vorangegangen, weshalb die SPD-Fraktion, die auf einen runden Tisch für Niedersachsen drängt, nun eine Anhörung für den 4. Mai anberaumt hat.
Mehr lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22209153.html


Mittwoch, 15.04. 23:30 - 00:15 auf ARD
Geschlagen und vergessen?

Dokumentation Heimkinder
Informationen zur Sendung Die Heimkinder: http://www.moviepilot.de/broadcasts/die-heimkinder


EINE THERAPIE DES FÜHLENS
Warum Worte nicht genügen
und
Wie der Zugang zu tief verborgenen Gefühlen Ihre Gesundheit verbessern kann


Über dieses Buch (vom Übersetzer)

aus dem Amerikanischen von Ferdinand Wagner

Der weltbekannte amerikanische Psychotherapeut Dr. Arthur Janov (geb. 1924) ist Begründer der Primärtherapie und Autor mehrerer Bücher. Sein erstes Buch Der Urschrei, in dem er seine revolutionäre Therapie und die ihr zugrunde liegende Primärtheorie vorstellt, wurde zu einem internationalen Bestseller.
In dem vorliegenden Buch, das 2007 unter dem Titel „Primal Healing“ erschien, stellt Dr. Janov Fachleuten und interessierten Laien die Grundbegriffe seiner Primärtheorie vor und erklärt, warum konventionelle Psychotherapie zwar hilfreich sein kann, aber letztlich nicht in der Lage ist, dauerhafte Veränderung zu erreichen.
Die Psychotherapie der Zukunft muss eine Therapie des Fühlens sein, argumentiert Dr. Janov, sie muss dem Patienten Zugang zu tieferen Gehirnebenen verschaffen, wo sich frühe Traumen/Überlastungen eingeprägt haben. Es ist dieser systematische fühlende Zugang, der die Auflösung dieser frühen Einprägungen ermöglicht und letztlich dazu führt, dass alle Ebenen des Gehirns und alle Systeme des Körpers wieder zu normalem, gesundem Funktionieren zurückkehren können.
Weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/Primaertherapie-Eine%20Therapie%20des%20Fuehlens%20I.htm


"Schwarze Pädagogik" Jugendamt will Geschichte der Heime erforschen

11.04.2009 05:00 Uhr

Wie viele ehemalige Heimkinder in München nach Kriegsende bis in die 70er Jahre unter der "schwarzen Pädagogik" gelitten haben, ist unerforscht. Und wenn heute jemand seine Jugendamtsakte aus dieser Zeit sucht, um etwa später einmal eine Entschädigung einfordern zu können, dann benötige dieser Mensch "schon historische und archivarische Kompetenz", klagt die Jugendamtschefin Maria Kurz-Adam. Wurde ein Kind durch mehrere Heime gereicht, hat auch die Akte diese Reise hinter sich.
Das Jugendamt will nun einen Historiker beauftragen, der die verworrene Aktenlage klären und Zeitzeugengespräche führen soll. "Wir werden und wollen dieses Thema angehen", sagt Kurz-Adam. Beim Verein der ehemaligen Heimkinder haben sich bislang überwiegend Menschen aus Norddeutschland gemeldet.
Mehr dazu: http://www.sueddeutsche.de/955385/465/2841023/Schwarze-Paedagogik.html


Schneckenbrot und Tatzensteckerl

Ehemalige Heimkinder berichten über drakonische Strafen und harte Arbeit: ¸¸Verboten war eigentlich alles, was Spaß machte"
Es sollte an ihrem Geburtstag sein. Wenn schon nach all den Jahren diese schmerzhafte Begegnung, dann wollte Arngard Wisent das "aufwühlende Suchen" an einem besonderen Tag beginnen. Sie bat eine Freundin mitzukommen, fuhr von Frankfurt, wo sie lebt, mit dem Zug nach München. Und klingelte am 18. Februar an der Tür des Kinder- und Jugendhilfezentrums "Haus Maria Thalkirchen". Hier hatte Arngard Wisent in den 70er Jahren einen Teil ihrer Kindheit verbracht - es waren keine unbeschwerten Jahre. Damals betrieben Oberzeller Franziskanerinnen das Kinderheim. Nun führt eine freundliche Sozialpädagogin durch die Gänge. Alles ist hell, nicht so düster, wie Wisent es in Erinnerung hat. Wisent erkennt den Geruch der Großküche, erinnert sich an einen Durchgang, den sie früher benutzte, wenn sie "zum Kleinkinderhüten" abkommandiert worden war. Ist ja einfacher als befürchtet, denkt sie noch, doch dann sieht sie ein Kreuz an der Wand. Und es beutelt sie regelrecht.

Als Wisent 1966 mit 14 Jahren nach München kam, hatte sie bereits eine Odyssee durch verschiedene kirchliche Heime in Franken hinter sich. Die Schwestern in Thalkirchen, so erinnert sich Wisent, gaben den Kindern "Ämtchen", die in Wirklichkeit harte Arbeit waren: Auf den Knien musste der Boden gewienert werden, "mit schwerem Gerät, dabei hatte es damals schon Schrubber gegeben". Vor dem Badewasser, in dem schon andere vor ihr gelegen hatten, ekelte es das Mädchen. Dass die Schwestern jeden ihrer Briefe lasen und zensierten, machte sie wütend. Doch wer auszubüxen versuchte, musste mit drakonischen Strafen rechnen. Wisent hat die Arrestzelle mit der harten Pritsche noch vor Augen. Nur zum Gottesdienst wurde die "Übeltäterin" rausgelassen und musste sich allein in die erste Bank setzen. Dieses Vorgeführtwerden, sagt Wisent, sei schlimmer gewesen als jede Ohrfeige. "Es waren psychische Schläge."
Weiter lesen


Stapf: Kleinkinder im Bett festgebunden
Zeitzeugen berichten Grausamkeiten aus ihrer Zeit im Kinderheim


Erbrochenes sei ihr von einer der betreuenden Nonnen wieder in den Mund gestopft worden, berichtet Petra Stettner (alle Namen geändert), eine 54-jährige Frührentnerin. Während der Jahre, die sie von 1956 bis 1962 in der Leopoldstraße verbracht hat, seien ihre Hände oft zur Strafe auf heiße Ofenplatten gepresst worden.
Sie sei in einem dunklen Keller gesperrt, geschlagen, an den Haaren gerissen und regelmäßig mit eiskaltem Wasser aus dem Duschschlauch ins Gesicht gespritzt worden.

Irgendwann habe er sich das Weinen abgewöhnt, sagt Andreas Lotter (56), der 1960 als Achtjähriger in das katholische Heim in St. Leonhard kam und dort drei Jahre lang gelebt hat.
Mehr lesen: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=998965&kat=10


Medikamentenmissbrauch
Chemiekeulen für britische Heimkinder
Eine BBC-Doku berichtet über früheren Medikamentenmissbrauch – mit tragischen Spätfolgen für junge Frauen.
Mindestens zehn Frauen, die als Kinder in britischen Kinderheimen mit hohen Dosen von Pharmaka ruhiggestellt wurden, haben Kinder mit Geburtsdefekten zur Welt gebracht.
mehr lesen: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Medikamente;art1117,2768966


Ich wurde im Heim vom Pater missbraucht
Im Traum hört sie manchmal das Brechen des Stockes. Dann ist der Schmerz wieder da: die brennenden Striemen auf dem Rücken, blutunterlaufene Schwellungen in kleinen Kinderhänden.
Gertrud T. besucht für die tz den Schreckensort ihrer Jugend, das Magnusheim. Aber das Haus betreten – das würde sie nie mehr.
Dazu die quälende Erkenntnis: Keiner hilft dir. Du bist allein …
Mehr lesen: http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html


Anhörung am Runden Tisch „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“
Donnerstag, 2. April 2009
von Dierk Schäfer

Verfahrensvorschläge zum Umgang mit den derzeit diskutierten
von Dierk Schäfer
Vorkommnissen in Kinderheimen in der Nachkriegszeit in Deutschland
Leicht überarbeitete Fassung mit ergänzenden Fußnoten und zwei Anlagen
für die Anhörung am Runden Tisch am 2. April 2009
Der Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages hat aufgrund einer Vielzahl von Vorkommnissen
der Kindesmißhandlung und des Kindesmißbrauchs in den deutschen Kinderheimen der
Nachkriegszeit die Einrichtung eines Runden Tisches empfohlen, der diesen Vorkommissen auf
den Grund gehen und überlegen soll, wie mit den Forderungen der betroffenen Personen zu verfahren
werden ist. Da die Bundesrepublik Deutschland Rechtsnachfolger sowohl des Dritten
Reichs, wie auch der DDR ist, liegen auch die dort zu verortenden Vorkommnisse in ihrer rechtlichen
Verantwortung, auch wenn es zur Zeit um die Probleme aus der bundesrepublikanischen
Vergangenheit geht.

Deutschland – Rabenvaterland?
von Dierk Schäfer
Rück-Sicht
Unsere Tagung stellt die Frage, ob Deutschland ein Rabenvaterland ist. Es geht dabei nicht
um Rabenväterland, auch nicht Rabenmütterland, sondern um die Frage: Was tut das Vaterland
für seine Kinder bis sie, flügge geworden, etwas für ihr Land tun können?


Blick in die Strafbücher
ERZIEHUNG / Ein dunkles Kapitel aus den frühen Jahren der Bundesrepublik kommt ans Licht. Zwei Wissenschaftler erforschen die zeitgeschichtlichen Zusammenhänge

Damberg: Für uns ist die größte Herausforderung, die Wahrnehmung zu durchbrechen, hier gehe es um Entschuldigungsmechanismen. Das macht uns zu schaffen. Deshalb ist es uns besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass an unseren Lehrstühlen schon länger zur Caritas- und Diakoniegeschichte und speziell zu Fürsorgeerziehung und Kinderheimen geforscht wird. Wir hätten uns sehr gewünscht, dass das öffentliche Interesse schon früher eingesetzt hätte!
Jähnichen: Man muss den historischen Kontext aufzeigen, in dem die Dinge passiert sind, er ist anders als heute. Das hat nichts mit Relativieren zu tun. Aus einzelnen Fällen darf man nicht schließen, das sei generell so gewesen, vor allem in kirchlichen Heimen. Wir wollen mit unserer Studie typologisieren: Es gab Schlimmes, Mittelmaß und Gutes – auch im kirchlichen Bereich. Im Idealfall wollen wir am Ende eine Zuordnung machen, unter welchen Bedingungen es katastrophal war oder eben gut. In der Öffentlichkeit und vor allem in den Medien werden nur die katastrophalen Dinge thematisiert. Zur historischen Arbeit gehört es, genau hinzuschauen.
Weiter lesen: http://www.merkur.de/2009_14_Blick_in_die_Stra.33500.0.html?&no_cache=1


Heimerziehung
„Wir dachten, wir retten diese Kinder“

02. April 2009 Wolfgang Bahr war sieben Jahre alt, als seine Mutter ihn im Heim abgab. Die Mutter hatte für ihn und seinen vier Jahre älteren Bruder die Koffer gepackt und die DDR samt geschiedenem Mann auf Nimmerwiedersehen verlassen - zur Tante nach West-Berlin, wie sie den Kindern erst sagte. Im Westen angekommen, hieß es dann, die Reise gehe zur Großmutter nach Konstanz. Doch auch dort kamen sie nie an: Unterwegs stieg die Mutter mit den Kindern aus dem Zug und brachte sie auf die Karlshöhe, ein evangelisches Kinderheim in den Hügeln über Ludwigsburg in der Nähe von Stuttgart.
Weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E0FB4829D202841138B58D46279E11C68~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Ehemalige Heimkinder düpiert
BERLIN. (hpd) Der Runde Tisch zur „Heimerziehung in den 50er/60er Jahren" ist jetzt hinsichtlich der Frage der möglichen Entschädigung ins Zwielicht geraten, da den Rechtsbeiständen der ehemaligen Heimkinder die Teilnahme verweigert wird. Die Heimkinder fühlen sich düpiert und an frühere Zeiten erinnert.
Mehr bei: http://hpd.de/node/6732


Bischöfin Käßmann über Heimkinder
"Eine Entschuldigung ist zu banal"

Landesbischöfin Margot Käßmann will die Misshandlungen von ehemaligen Heimkindern aufarbeiten lassen und die Archive öffnen. Doch ihre Kollegen mauern und verweisen auf den zeitlichen Kontext.
Margot Käßmann: Die Opfer müssen ihre Geschichte erzählen und die Täter müssen ihre Schuld erkennen. Nur so kann es eine Versöhnung geben. Lange Zeit gab es für das Schicksal der ehemaligen Heimkinder keine Plattform. Am Runden Tisch können sie das Unrecht, dass ihnen wiederfahren ist, öffentlich machen.
Mehr: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/eine-entschuldigung-ist-zu-banal/


WDR am 2. 3. 2009 um 19:30

Das Leben als Heimkind in den 50er-Jahren

Schon acht Tage nach der Geburt kommt Johann Beckers ins Heim. Seine Mutter darf das uneheliche Kind nicht behalten. Das war 1956. Seine Kindheit in verschiedenen Heimen in der Aachener Region empfindet er als Tortur - ohne Liebe, dafür mit jeder Menge Schlägen. Eine Station seines Lebens: das Hermann-Josef-Haus in Kall-Urft.
http://www.wdr.de/studio/aachen/index.html


Bericht der Historiker Dr. Ulrike Winkler und Prof. Hans-Walter Schmuhl

Öffnete man in den 1950er und 1960er Jahren die Tür zum Johanna-Helenen-Heim,
so sah man in einen Abgrund der Willkür, der Zerstörung, der Gewalt, der Angst
und der Einsamkeit.
Man blickte in das „Herz der Finsternis“.
Weiter lesen: http://www.gewalt-im-jhh.de/Bericht_der_Historiker_Prof__S/bericht_der_historiker_prof__s.html

Mehr:
Heimbewohner über Jahre gequält und misshandelt
Dem aufmerksamen Zuhörern stockte der Atem, als die beiden Historiker, Prof. Hans-Walter Schmuhl und Dr. Ulrike Winkler, die Umstände und Gewaltakte erläuterten, unter denen die Heimkinder des Johanna-Helenen-Heims in Volmarstein leiden mussten.
Weiter lesen: http://www.gewalt-im-jhh.de/Pressestimmen_-_Meinungen_-_Ko/pressestimmen_-_meinungen_-_ko.html

Mehr:http://www.gewalt-im-jhh.de/Zusammenfassung_der_Aufarbeitu/Aufarbeitung_der_Grausamkeiten_171108.pdf


Streit am Runden Tisch
Ehemalige Heimkinder kritisieren Antje Vollmer

2009 » 31. März
BERLIN. Um den Runden Tisch zur Aufarbeitung des Schicksals ehemaliger Heimkinder in der Bundesrepublik gibt es erneut Streit. Der Verein ehemaliger Heimkinder, der die Opfer am Runden Tisch vertritt, wirft der Koordinatorin des Gremiums, Antje Vollmer, vor, sich auf unzulässige Weise in seine Belange einzumischen. Vollmer "schikaniere" und "benachteilige" die Betroffenen, erklärten Vertreter des Vereins gestern. Hintergrund des Streits ist die vom Verein geforderte Teilnahme eines Rechtsbeistandes am Runden Tisch, der Entschädigungsansprüche von Opfern klären soll.
weiter lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0331/politik/0063/index.html


EIN KLEINER TEIL VON MIR!!!

Damals hieß ich Cornelia Hüttinger. Ich kam ungewollt 1960 in Würzburg zur Welt. Mit 4 Jahren kam ich als „Bastart“ so nannten mich die Nonnen ins Marienheim/Wü. Die folgenden 10 Jahren in diesem heim waren für mich die Hölle. Ich bin mit angst, Brutalität, körperlichen, seelischen Misshandlungen!!!...
Ich musste aufwachsen damit.
Mehr lesen


Was haben die Heimkinder in Irrland nach 10 Jahren erreicht?
Für Interessierte englisch Leser, stehen über 100 Artikel zum Thema "Irlands Heimkinder" zur Verfügung: http://www.paddydoyle.com/newspaperarticles.html


Pressemitteilung
M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V.


Angesichts der aufgedeckten Inzest-Fälle in Österreich (Amstetten) und Italien (Turin)
stellen die Vereine MELINA e.V. und Lobby für Menschenrechte e.V. fest:
Wir sind verwundert über das Entsetzen und Erstaunen der Öffentlichkeit.
Es ist doch – nach inzwischen zahlreichen vorliegenden Studien – bekannt, dass die überwältigende
Mehrheit aller Taten im Bereich der sexualisierten Gewalt im sozialen Nahraum verübt wird.
weiter lesen: http://www.melinaev.de/images/kunde/pdf/PM_Inzestverbrechen_2009.pdf


Tochter 25 Jahre vergewaltigt...
Der italienische Fritzl ... und keiner hat es bemerkt

Turin - 25 Jahre lang vergewaltigen Vater und ihr Bruder die heute 34-jährige Laura. Fast ihr ganzes Leben wird sie in einem dunklen Zimmer gefangen gehalten. Warum kam niemand Laura zu Hilfe? Weder Polizei, Sozialarbeiter noch Nachbarn bemerkten das Grauen, das sich im unscheinbaren Mietshaus in Turin (Italien) abspielte.

Wie es die Tradition angeblich erlaube, habe er als "Oberhaupt der Familie" uneingeschränktes Recht auf seine Tochter gehabt. So begründet Inzest-Vater Michele Mongelli (64) die furchtbaren Misshandlungen, die er Laura antat. Vergewaltigungen, Misshandlungen – und keiner will die grausigen Taten bemerkt haben. "Er war ein vorbildlicher Ehemann und Vater", beschwört Micheles Frau. Lauras Geschwister glauben selbst nach Mongellis Verhaftung die Vorwürfe nicht. So übergroß ist die Macht des Familienvaters.
Mehr lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/nachrichten/257935.html

EMaK fragt: Wie viele gibt es noch, die ähnliche Grausamkeiten erlebten, die niemand wahrgenommen hat?


Beschwerde Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht

14.752 Menschen haben meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben. Der Deutsche Bundestag hat sie abgelehnt:

Deshalb habe ich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.

Die vollständige Beschwerde als PDF: http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf


Vergangenheit der Ev. Stiftung Volmarstein
Heimbewohner über Jahre gequält und misshandelt

Nachrichten, 27.03.2009, Von Nick Marten

Wetter-Volmarstein. Dem aufmerksamen Zuhörern stockte der Atem, als die beiden Historiker, Prof. Hans-Walter Schmuhl und Dr. Ulrike Winkler, die Umstände und Gewaltakte erläuterten, unter denen die Heimkinder des Johanna-Helenen-Heims in Volmarstein leiden mussten.
Mehr lesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/2009/3/27/news-115580931/detail.html


Gemeinsame Presseerklärung des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.
und der Rechtsanwälte Dr. Vehlow & Wilmans

VOLLMER DÜPIERT BETROFFENE -
EHEMALIGE HEIMKINDER SETZEN SICH ZUR WEHR


Das Schicksal der Heimkinder: Traumatisiert und gedemütigt
Nordwalde - Friedhelm Münters Leben geriet gleich nach der Geburt ins Trudeln. An dem Tag, an dem er im Alter von drei Monaten in seinem ersten Kinderheim landete, begann eine Zeit zwischen Abenteuerland und Hölle. Münter ist eines der Heimkinder, die in den 50er und 60er Jahren alles mögliche am eigenen Leib zu spüren bekommen haben: Schläge, Schreie, sexuellen Missbrauch. Anfang April fährt er wieder nach Berlin, um am Runden Tisch teilzunehmen. An dem reden ehemalige Heimkinder, Bund, Länder, Kirchen und Jugendhilfe über diese Nachkriegsgeschichte.

„Ich habe Jahrzehnte gebraucht, bis ich das alles verarbeitet habe“, sagt der Bär von einem Mann. Hat niemandem erzählt, dass er mit vier Jahren im Sack vom Nikolaus landete, statt Süßigkeiten geschenkt zu bekommen; dass er und seine Schwester auseinandergerissen wurden, nur weil Schwester Ilse in den 60er Jahren meinte, die Luft in Nordwalde sei zu schlecht und er brauche eine starke Männerhand. Die hat er in Werl bekommen - und wurde gleich von einem Erzieher in Werl missbraucht.
Mehr lesen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/muensterland/1006425_Das_Schicksal_der_Heimkinder_Traumatisiert_und_gedemuetigt.html


Gesprächsangebot an ehemalige Heimkinder
Rummelsberg will Sünden der Fürsorgeerziehung aufarbeiten

Die Rummelsberger Diakonie hat ehemaligen Heimkindern, die sich als Opfer der Erziehungsmethoden der 50er und 60er Jahre sehen, Gespräche angeboten. Damals sei Unrecht geschehen, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Rummelsberger Anstalten, Wolfgang Bub, am Donnerstag. Das evangelische Sozialwerk, das seit 1905 Heimerziehung betreibt, greift mit dem Dialogangebot Anliegen des Runden Tisches auf, der unter Vorsitz der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Grüne) bundesweit das Schicksal von Heimkindern aufarbeiten will.
weiter lesen: http://www.epv.de/node/4474



Theaterpremiere von
"ALLES MUSS RAUS"
online:http://www.raphael-kuebler.de/tiefenschatz/video.htm
Dieses Theaterstück über einen als Ministrant sexuell missbrauchten Mann,
geschrieben von Wolfgang Spielvogel und Katharina Micada
nach dem Buch "Ich wurde sexuell missbraucht" von Norbert Denef
hatte am 22.2.09 im Rahmen des freien Theaterfestivals "100°Berlin"
im Hebbel-Theater Premiere.
Schauspieler: Raphael Kübler, Regie: Katharina Micada

Meine Heimgeschichte
Von Monika Siebert

“Am 7. Mai 1970 wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Am 8. Mai 1970 wurde ich von Frau Bäumler vom Jugendamt abgeholt und sie brachte mich nach Ilbenstadt in das katholische Mädchenheim St. Gottfried.
...Ich war froh, dass für mich nun ein neuer Lebensabschnitt beginnen sollte, nicht ahnend, was mich dort wirklich erwartete. In Ilbenstadt vor dem Haus angekommen, sah ich die vergitterten Fenster. Ich fragte scherzhaft ’Sind die Gitter gegen Ein- oder Ausbrecher?' ­ immer noch ahnungslos.
Weiter lesen: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/6437263.htm


Hoffen auf Genugtuung und Entschädigung

Es ist lange her. ­35 Jahre im Fall der Wiesbadenerin Monika Siebert*. Doch das Leben der heute 52-Jährigen steht noch immer im Bann jener Jugendjahre, die sie in einem konfessionell geführten Heim in Niddatal-Ilbenstadt verbringen musste. Distanziertheit und Bindungslosigkeit, so sagt sie rückschauend, prägte ihr Leben und ihre Beziehungen.
Mehr lesen: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/6437134.htm


Die Schattenkinder des Wirtschaftswunders

Koblenz Verprügelt, misshandelt, missbraucht: Viele Kinder werden ihre schlimmen Erlebnisse in Kinderheimen der Nachkriegszeit nie vergessen.
Ein Runder Tisch soll dieses dunkle Kapitel jetzt beleuchten. Als einziger Wissenschaftler sitzt der Koblenzer Professor Christian Schrapper am Runden Tisch.

Die 50er- und 60er-Jahre waren für viele Deutsche eine Ära des Wohlstands. Die Stimmung des „Wir sind wieder wer“ verdeckte die dunklen Seiten des Wirtschaftswunders: In vielen Heimen fristeten Tausende Kinder ein oft menschenunwürdiges Dasein. Sie waren „Schattenkinder“ des Wirtschaftswunders.
mehr lesen: http://rhein-zeitung.de/on/09/03/17/news/t/rzo546325.html?a


Landesjugendamt Rheinland-Pfalz: Keine Hinweise auf Missbrauch

Rheinland-Pfalz Wo es zwischen 1945 und 1975 in Rheinland-Pfalz Kinderheime gab, darüber sind bislang nur bruchstückhafte Informationen vorhanden.

Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung beruft sich in der Antwort auf eine Anfrage unserer Zeitung auf Zahlen von 1978: Demnach gab es damals 28 Erziehungsheime mit 2129 Plätzen. Darunter war auch das Landeserziehungsheim in Gau-Algesheim, das 1968 nach Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen) verlegt wurde.
mehr lesen: http://rhein-zeitung.de/on/09/03/17/news/t/rzo546466.html?a


DIE INTEGRATION VON ANGSTERINNERUNGEN
(FEAR MEMORY INTEGRATION)
Eine naturheilkundliche Alternative
zu konventionellen Psychotherapien

(ÜBERSETZT VON MARCEL BAMBERG)

Die Neurose ist kein medizinisches Problem, sondern eine chronische funktionale Störung des autonomen Nervensystems, die durch Umweltbedingungen entsteht, und das schon im Mutterleib. Sie wird verursacht durch das Einprägen und das ständige Hochkommen und Verdrängen von Angsterinnerungen.
weiter lesen


Ein Artikel mit Wissen und Respekt
Der Amokläufer ist ein Symptom der Gesellschaft
Wer Kindern und Jugendlichen ein gesundes Fundament geben will, der muss in die zugleich schwächste und wichtigste Gruppe der Gesellschaft zu investieren. Und zwar dort, wo sie dem Milieu ihrer Herkunft wenigstens täglich ein paar gesunde Stunden lang fern sind: in Schulen und Kindergärten.
mehr bei: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Amoklauf-Winnenden;art141,2749535


Nürnberger lebte sieben Jahre im Kinderheim Stapf
Kindheit hinter Mauern - Gewalt und Erniedrigung
Der ständig wiederkehrende Trennungsschmerz habe sich tiefer und tiefer in die empfindsame Kinderseele hineingefressen, hat der studierte Betriebswirt und Vater einer erwachsenen Tochter vor kurzem notiert. Den Leidensgenossen, die jetzt in Berlin öffentlich von ihren demütigenden Erfahrungen berichten, pflichtet er bei, «voll und ganz». Dass die von manchen geforderte finanzielle Entschädigung die tiefen seelischen Wunden heilen kann, glaubt er nicht.

Was ist ihm und den vielen anderen Kindern in den 50er und 60er Jahren hinter der Mauer an der Leopoldstraße widerfahren? Der schmale Mann mit den dunklen Augen, der am Esstisch seines Einfamilienhauses in alten Fotoalben blättert, erinnert sich an überraschend wenig.
Mehr lesen: http://www.altmuehl-bote.de/artikel.asp?art=984038&kat=10&man=10


Gesten der Versöhnung

Eine ehemalige Bewohnerin des Kinderheims in Kerpen hatte im "Kölner Stadt-Anzeiger" von Misshandlungen im ehemaligen St.-Vizenz-Haus berichtet. Jetzt traf sie sich mit Schwestern des Ordens, der das Heim damals geleitet hat.
Mehr lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1233584113469.shtml

Kommentar von Sabine Becker


ZDF-Aspekte
Zwangsarbeit statt Fürsorge
Marion Mück-Raab
Bis in die 70er Jahre wurden hunderttausende Kinder in kirchlichen und staatlichen Heimen geschlagen, in Dunkelzellen gesperrt, vergewaltigt und zur Arbeit gezwungen. Die Geschichte der Heimerziehung soll nun am Runden Tisch aufgearbeitet werden: die Erfahrungen der Betroffenen und die rechtlichen Verantwortlichkeiten. Und: Wo liegen die Wurzeln dieses Unrechts?
mehr: http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,1020848,00.html?dr=1

Video: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/702986?inPopup=true


Irischer Bischof tritt zurück
Nach Kritik an seinem Umgang mit einem Missbrauchsskandal ist ein irischer Bischof zurückgetreten.
Untersuchungskommission in seinem Bistum prangerte an, durch unpassende Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch durch Geistliche seien die "jungen Menschen" weiterer Gefahr ausgesetzt worden.
Die katholische Kirche in Irland hat bislang an etwa 10.800 Missbrauchsopfer rund 825 Millionen Euro Schadenersatz gezahlt.
Mehr: http://www.ksta.de/html/artikel/1236343914919.shtml


Sie erlebten brutale Gewalt
INTERVIEW: Ex-Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer über Heimkinder in der Nachkriegszeit
Was ist das Ziel des runden Tisches?
VOLLMER: Wir wollen wissen, was wirklich in den Heimen passiert ist. Außerdem werden die Vorfälle in die Zeitgeschichte eingeordnet. Prügel und Demütigungen gab es damals auch in Schulen und vielen Elternhäusern. Wer die Zeit in Erinnerung hat, der weiß, dass die Drohung "Mach nur weiter so, dann kommst du ins Heim" fast überall lauerte. Wir sprechen auch über eventuelle Renten- oder Entschädigungsansprüche der Betroffenen.
Mehr dazu: http://www.nw-news.de/nw/news/owl_/_nrw/?cnt=2868889


Misshandlung
Ehemalige Heimkinder durchlitten Martyrium

Augsburg - Die Nachbarn dürfen es nicht erfahren, auch nicht die ehemaligen Arbeitskollegen. Die Scham ist zu groß, immer noch, Jahrzehnte danach. „Dass ich in so einer Anstalt war“, sagt der heute in Augsburg lebende 74-Jährige. Dann bricht die Stimme, die Augen füllen sich mit Tränen. Seinen Namen will er nicht nennen, nur die Familie weiß über seine Vergangenheit Bescheid. „Das wird er nicht los, bis heute nicht“, erklärt seine Frau und legt ihre Hand auf seine.
mehr lesen: http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Gestohlene-Kindheit-_arid,1499824_regid,2_puid,2_pageid,4289.html


Wenn die Diakonisse mit dem Schlüssel schlägt
Viele ehemalige Heimkinder leiden bis heute unter den Folgen von Misshandlung

...Nicht, dass ihr Diakonisse Anna mit dem Schlüsselbund ein Loch in den Kopf schlug. Nicht die Stockschläge bis aufs Blut. Und auch nicht die seelischen Wunden, die ihr als Mädchen und junge Frau zugefügt wurden.
..."Die Traumatisierten müssen Hilfen bekommen, und das kostet Geld", fordert Ritter.
Mehr: http://www.epd.de/rheinland_pfalz_saarland/rheinland_pfalz_saarland_index_62506.html


Kindesmissbrauch
Gequälte Gene

Schläge und Missbrauch in der Kindheit verwunden auch unser Erbgut. Schlimmste Erlebnisse können unsere Persönlichkeit verändern und sogar die Selbstmordgefahr erhöhen
Es sind Narben, die keiner sieht. Sie verstecken sich im Gehirn und stammen von Taten aus der Vergangenheit. Wer als Kind geschlagen, gedemütigt oder vergewaltigt wurde, dessen Leid spiegelt sich auch in seinem Erbgut wider.
Mehr lesen: http://www.zeit.de/online/2009/09/gewaltopfer-epigenetik


EPIGENETIK
Schlimme Kindheit ändert Genaktivität

Frühe Traumata verringern die Dichte von Anti-Stress-Rezeptoren im Gehirn.
Vernachlässigung oder Missbrauch in der Kindheit hat für die Betroffenen oft dramatische Langzeitfolgen - sie verlangsamen etwa die geistige Entwicklung und erhöhen das Suzidrisiko. Wie genau sich frühe Traumata in die Psyche eingraben, untersuchten nun Neurowissenschaftler um Michael Meaney von der McGill University in Montreal (Kanada). Ihnen zufolge verändern schlimme Erfahrungen dauerhaft die Aktivität von Genen, die bei der Verarbeitung von Stress eine Rolle spielen.
Mehr dazu: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/982601


Das Parlament
Entschuldigungen und Entschädigungen
RUNDER TISCH

Ungewöhnliche Konsenssuche zum Schicksal früherer Heimkinder
Für den Bundestag war es ein höchst ungewöhnlicher Beschluss, den die Abgeordneten im Dezember auf Empfehlung des Petitionsausschusses fassten: die Einberufung eines Runden Tisches zur Aufarbeitung des in den 50er und 60er Jahren an damaligen Heimkindern begangenen Unrechts. Ein Runder Tisch per Bundestagsbeschluss - "das gab's noch nie", weiß die SPD-Abgeordnete Marlene Rupprecht, Mitglied im Petitionsausschuss, der sich drei Jahre lang mit dem Thema befasste.
Mehr: http://www.bundestag.de/dasparlament/2009/09/Innenpolitik/23655897.html


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