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Ehemalige Heimkinder
und der Runde Tisch
Von Sieglinde Alexander
Werden die Nachkriegsgequälten Menschlichkeit erfahren?
Seit Monaten verdrehen sich alle Verantwortlichen der kirchlichen
Trägerorganisationen die Zungen, dreschen in den Medien leere
Phrasen von Bedauern, entschuldigen sich bei den ehemaligen Heimkindern,
versprechen Ungenaues für die Zukunft, doch faktisch geschieht
nichts.
Noch immer arbeitet der Runde Tisch mit den Fragmenten einer barbarischen
Vergangenheit. Hierbei werden die verantwortlichen Kirchen um Aufklärung
gebeten, die diese im Endeffekt selbst nicht zu leisten vermögen.
weiter
lesen
Ich wurde im Heim vom Pater
missbraucht
http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html
Im Traum hört sie manchmal das Brechen des Stockes. Dann ist
der Schmerz wieder da: die brennenden Striemen auf dem Rücken,
blutunterlaufene Schwellungen in kleinen Kinderhänden.
Dazu die quälende Erkenntnis: Keiner hilft dir. Du bist allein
…
50 Jahre lang hat die mittlerweile pensionierte städtische
Angestellte Gertrud T. (63, Name geändert) versucht, ihre traumatische
Kindheit in einem katholischen Heim für „schwachsinnige
Mädchen“ zu verdrängen. Ein tz-Bericht über
die Schicksale deutscher Heimkinder ließ alle Dämme brechen.
Auch Gertrud T. war ein Heimkind, verbrachte ihre Kinder- und Jugendzeit
in einer katholischen Anstalt nahe Buchloe. Als sie sieben war,
bekam sie ihre Nummer, wurde „Heimkind 203“. Der Albtraum
begann, der sich wie ein roter Faden durch ihr Leben zieht.
weiter lesen: http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html
Wer vertritt die ehemaligen
Heimkinder?
Der Runde Tisch in Berlin betreibt Aufarbeitung der Heimerziehung
in den 50er und 60er Jahren
Gewalt und Einschüchterung waren in Kinderheimen der Nachkriegszeit
ein durchaus übliches Erziehungsmittel. Darüber tagt ein
»Runder Tisch Heimerziehung« beim Deutschen Bundestag.
Doch nun stellt der Verein ehemaliger Heimkinder die Vertreter der
Opfer, die am Tisch sitzen, in Frage.
Mehr lesen: http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2009_27_09_01.htm
Ergebnisprotokoll der 3. Sitzung
des Runden Tisches Heimerziehung in
den 50er und 60er Jahren
am 15./ 16. Juni 2009
lesen
72-Jährige schreibt über
ihre Zeit als Heimkind
Simmerath. Sie wurden geschlagen, gedemütigt, missbraucht und
sie mussten hart arbeiten: Heimkinder in den 50er Jahren in Deutschland.
Sie kamen ins Heim, weil sie nicht so waren, wie die Eltern es wollten,
wenn es um Ordnung, Moral und Angepasstsein ging.
Nach einem letzten Besuch am Grab ihrer Mutter wurde das zwölfjährige
Mädchen Resi, die eigentlich Maria Theresia heißt, abgeschoben
in ein Heim nach Düsseldorf. «Rasch verschloss die Nonne,
die aussah wie ein gefährliches Insekt, die Tür und drehte
den Schlüssel mehrmals um. Ich fühlte mich wie in einem
Käfig gefangen, denn zu meinem Entsetzen merkte ich schnell,
dass keine Klinken und Fenstergriffe vorhanden waren. Ich kam mir
vor wie in der Hölle.»
Mehr lesen: http://www.az-web.de/lokales/eifel-detail-az/960252?_link=&skip=&_g=72-Jaehrige-schreibt-ueber-ihre-Zeit-als-Heimkind.html
Welche Therapie und wo.
Immer wieder werde ich über Therapien befragt,
1. welche gut sind oder
2. wo wird gute Therapie angeboten.
Meine Antwort ist, wie die Fragen selbst, zweifaltig.
1. Jeder Client sollte sich über die verschiedenen Therapieren
informieren.
2. Ich habe keine persönliche Erfahrungen mit Psychologen oder
Therapeuten in Deutschland.
Aus
diesem Grund biete ich diese Übersetzung an die einige wichtige
Punkte erwähnt.
"Nein,
in Österreich gab es solche Einrichtungen nicht".
Je länger ich mich mit der Idee eine "Gruppe" in
Österreich zu gründen auseinander setze, umso tiefer ich
mich in die Materie über Kindesmissbrauch hinein arbeite, umso
unsicherer werde ich bei der riesigen Anzahl von Schicksalen, Verbrechen,
Arroganz und frech zur Schau getragener, vermeintlicher Überlegenheit
der Täterinnen und Täter.
Und als Betroffener wird mir allmählich klarer, dass die Leugnungen
dieser Verbrechen schmerzhafter sind, als das was vor Jahrzehnten
wehrlosen Kindern und Jugendlichen angetan wurde.
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Michael Jackson: Schon als Kind
auf die Bühne gepeitscht
Mit fünf Jahren beginnt die Karriere des jungen Michael Jackson
– und seine Kindheit endet. Vater Joe fügt ihm Schäden
zu, von denen er sich auch als Erwachsener nie wieder erholt. Teil
1 der AZ-Serie
Nein, geschlagen habe er seinen Sohn Michael „niemals“,
gibt Joe Jackson 2003 in einem Interview zu Protokoll. Schlagen
tue man ja bekanntlich mit einem Stock. Er habe ihn lediglich ausgepeitscht.
Mit einem Kabel oder einem Gürtel.
Noch als erwachsener Mann muss sich Michael Jackson übergeben,
wenn er seinem Vater begegnet. Zu tief sitzt das Trauma der Kindheit,
die er eigentlich nie hatte.
Artikel lesen: http://www.abendzeitung.de/leute/115695
EMaK fragt: Wie lange will die Menschheit
noch verleugnen, dass Kindesmisshandlungen langfristige Folgeschäden
hinterlässt?
Die
emotionslosen Beamten
Von Franz Josef Stangl
Buchautor: Der
Bastard - Der Fürsorgezögling
Der Staat ist kein imaginäres Wesen, er zeigt seine teilweise
Fratze in Form von völlig desinteressierten und überforderten
Gestalten, die hierzulande oft einen Beamtenstatus genießen,
und in meiner Kindheit so etwas wie kleine Götter waren.
Jugendwohlfahrt nannte sich der Hauptbunker, kleine Soldatinnen
und Soldaten, genannt Fürsorgerinnen und Fürsorger verteilten
den Abfall der Nachkriegsgesellschaft. Kinder die "passiert"
sind, Kinder die niemand wollte, Kinder deren Eltern, geistig selbst
noch tief pubertierend, auf der Versagerstraße unterwegs waren.
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Kinderverachtung hatte auch
in Oberösterreich Muster.
In seinem Buch „Verlorene Kindheit“
beschreibt der Autor Jenö Alpár Molnár die demütigende
Szenen seiner Kindheit im Kinderheim Schloss Leonstein, und auch
“der Drachen” .
Mehr lesen: http://www.verlorene-kindheit.at/
Aufruf aus Österreich
Hier gibt es keinerlei nennenswerte Aufarbeitung,
daher informiere ich mich auf den bundesdeutschen und anderen Seiten
und freue mich über die dortigen Bewegungen.
Ich selbst war von 1963 bis 1967 Zögling in der Caritas Erziehungsanstalt
Steyr/Gleink in Oberösterreich, ich würde mich freuen,wenn
sich Menschen bei mir melden würden die sich ebenfalls hinter
diesen Klostermauern befanden, auch Zöglinge der Erziehungsanstalt
"Landesjugendheim" Korneuburg wo ich die Jahre 1968 bis
1970 eingewiesen war.
In diesen Anstalten wurde schwerste körperliche und seelische
Gewalt ausgeübt deren seelische Folgen mich bis heute nicht
ganz losgelassen haben. Von sexuellen Übergriffen kann ich
nicht berichten, das heißt aber noch lange nicht, dass es
keine solchen gegeben hat.
Militärischer Drill und Prügel, Nahrungsentzug und endlose
Herabwürdigungen des Menschen gaben eine Richtlinie vor, Kinder
waren Masse in der Gruppe, der einzelne zählte nichts.
Ich war elf Jahre als ich meine Zeit in den Erziehungsanstalten
begann, mit achtzehneinhalb wurde ich als "unerziehbar geltend"
auf die Straße gestellt, die übliche Karriere wie Vorstrafen,
Haft, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Drogen-Alkohol-und Medikamentesucht
waren nur "logisch".
Heute will niemand die Schuld haben, sie liegt immer wieder zu 100%
bei den Kindern und Jugendlichen, Politik und Gesellschaft putzen
sich ab, machen Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern.
So kann, so darf es nicht weiter gehen! Ich bitte, dass sich ehemalige
Zöglinge aus diesen oben erwähnten Anstalten melden und
mit mir
Franz
Josef Stangl - Autor des Buches - Der
Bastard - Der Fürsorgezögling Kontakt
aufnehmen: Email: franz-josef.stangl@chello.at
Wir kannten keine Liebe
Reckenfeld - Die Junisonne taucht den Wintergarten in warme Farben,
durch die Fenster ist ein üppig blühender Staudengarten
zu sehen. Am Tisch mit der bunt gestreiften Decke sitzen zwei Männer
über alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen gebeugt. Sie sind vertieft
in eine Vergangenheit, eine gemeinsame Kindheit, die 50 Jahre zurück
liegt und sie doch bis heute nicht los lässt. Während sie
erzählen - mal leise und zurückhaltend, dann wieder so erregt,
dass sie sich gegenseitig ins Wort fallen - tauchen immer wieder Tränen
in ihren Augen auf, die sie sofort verstohlen wegwischen. „Es
tut einfach weh, wenn die Ereignisse wieder so nah sind“, versucht
Alfred K. (Namen von der Redaktion geändert) zu erklären.
Er und sein Freund kamen beide bereits als Kleinkinder ins „Haus
Sonnenschein“, ein Kinderheim in Rheine-Bentlage. „Das
war kein Waisenhaus, wir hatten ja Eltern“, erläutert Herbert
Z., „aber damals war ein uneheliches Kind noch eine gesellschaftliche
Katastrophe.“ Wer seine Mutter war, erfuhr er nur durch Zufall.
Mehr: http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/greven/1077425_und_bdquoWir_kannten_keine_Liebe_und_ldquo.html
Presseinformation
„Heimerziehung in den 50er und 60er
Jahren“
Dritte Sitzung des Runden Tisches
Hallenserin verbrachte Kindheit
hinter Gittern
Von ihren ersten Kinderjahren weiß die Hallenserin Waltraud
Thiele nur ganz wenig. Vor allem an ihre Mutter hat sie kaum frühere
Erinnerungen: Waltraud Thiele wurde im September 1948 in der Haftanstalt
"Roter Ochse" geboren, später in das Lager Sachsenhausen
und 1950 in das Frauengefängnis Hoheneck verlegt. "Aber
ich war dort immer von meiner Mutter getrennt", so die heute
60-Jährige. Wegen der Verbreitung anti-sowjetischer Flugblätter
war die hochschwangere Mutter 1948 verhaftet und zu zehn Jahren
Arbeitslager verurteilt worden. Erst 1954 wurde sie im Rahmen einer
Amnestie begnadigt und durfte ihr Kind wieder zu sich nehmen.
Mehr: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1237374006334&openMenu=1012902958319&calledPageId=0&listid=0
„Der Kampf hat sich gelohnt“
Von Uwe Westdörp
Hannover/Osnabrück. „Der Kampf der letzten Jahre hat
sich gelohnt.“ Jürgen Beverförden, Sprecher ehemaliger
Heimkinder in Niedersachsen, zeigte sich gestern sichtlich erleichtert
über eine seiner Ansicht nach „hervorragende“ Einigung
von SPD, CDU und FDP im Landtag: Alle drei Fraktionen verständigten
sich nach langem Hin und Her auf einen gemeinsamen Entschließungsantrag
zur Aufarbeitung des Schicksals ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen.
Weiter: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22726164.html
Heimkinder: Streit um Opferzahlen
Runder Tisch beleuchtet Missbrauch und Zwangsarbeit
in kirchlichen Heimen
Im Streit um die Opferzahlen der kirchlichen Heimerziehung in der
frühen Bundesrepublik hat die katholische Kirche einen Fehler
eingeräumt. In einem Brief hatte Erzbischof Zollitsch nur einige
hundert Fälle eingeräumt. Die Opferverbände gehen
jedoch von weitaus höheren Zahlen aus.
Mehr: http://www.neues-deutschland.de/artikel/150645.heimkinder-streit-um-opferzahlen.html
Ex-Heimkinder fordern Entschädigungsfonds
25 Milliarden Euro für rund 500000 Opfer von
früheren »Fürsorgeanstalten« in der BRD verlangt
Von Jana Frielinghaus
Der Betrag erscheine »auf den ersten Blick hoch«. Angesichts
»der großen Zahl der Betroffenen und der Schwere des
erlittenen Unrechts, das ganze Biographien zerstört hat«,
sei er jedoch maßvoll. Dies erklärte der Hamburger Anwalt
Gerrit Wilmans, als er dieser Tage im Namen der in den 50er und
60er Jahren in öffentlichen und kirchlichen Kinderheimen mißhandelten
und zu Sklavenarbeit gezwungenen Menschen die Einrichtung eines
Entschädigungsfonds in Höhe von mindestens 25 Milliarden
Euro forderte. Das seien rund 50000 Euro für jeden der etwa
500000 Betroffenen. Monika Tschapek-Güntner, Vorsitzende des
Vereins ehemaliger Heimkinder (VeH), in dessen Auftrag Wilmans handelt,
betonte, in den Fonds sollten in erster Linie die meist kirchlichen
Heimträger sowie die Betriebe einzahlen, die von der Zwangsarbeit
profitiert hätten. Der VeH verlangt auch einen rentenversicherungsrechtlichen
Ausgleich für die Arbeit sowie sofortige Verbesserungen der
Rahmenbedingungen für die Behandlung der Traumata, unter denen
viele Opfer leiden.
Mehr: http://www.jungewelt.de/2009/06-17/025.php
Neue Fakten auf dem Runden Tisch
Gremium zu Missbrauch von Heimkindern tagt zum dritten Mal
Die Tagesordnung klingt eher langweilig: Juristische Fragen und
Datenschutz-Aspekte sollen behandelt werden, wenn der Runde Tisch
Heimkinder heute und morgen in Berlin hinter verschlossenen Türen
zum dritten Mal zusammentritt. Doch das Gremium unter dem Vorsitz
der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer wird
sich mit einer Reihe neuer Fakten auseinandersetzen müssen.
Mehr: http://www.domradio.de/aktuell/artikel_54106.html
Kottnik gegen Pauschallösung
bei Entschädigung von Heimkindern
Präsident des Diakonischen Werkes fordert differenzierte Betrachtung
Dieter Kottnik im Gespräch mit Katrin Heise
Rund 800.000 Kinder sind in den 50er und 60er Jahren in meist kirchlichen
Heimen regelmäßig misshandelt worden. Doch eine pauschale
Entschädigungslösung lehnt der Präsident des Diakonischen
Werkes der
evangelischen Kirche, Dieter Kottnik, ab. Es habe auch viele Jugendliche
gegeben, die positive Erfahrungen in den Heimen gemacht hätten.
Eine Pauschallösung sei daher ungerecht.
Mehr bei: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/982407/
Das Heim im Kopf
Peter Laxy war ein Heimkind der frühen Bundesrepublik. Er erzählt
von seiner Zeit im Erziehungsheim Fichtenhain. Von Demütigung,
Gewalt und Hunger
Er hat wieder nur wenig geschlafen. Denn die Bilder lassen ihn nicht
los. Wenn er die Augen schließt, kann er ihn sehen: Den Junge
aus der Abteilung 6, der eines Nachts versucht, an zusammengeknoteten
Nachthemden durch das vergitterte Fenster zu entkommen. Der Knoten
löst sich. Und einen Moment ist es so, als schwebe der Junge
in der Luft. Dann schlägt er auf dem Steinboden auf. Überall
ist Blut. Und in seinen Ohren klingt das Geräusch nach, als
würde eine Nuss geknackt; der Kopf, der auf Stein zerbricht.
Peter Laxy hat selbst mehr als einmal versucht, aus dem Kinderheim
Fichtenhain bei Krefeld zu fliehen, das damals in Trägerschaft
des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) stand. Dort lebte er von
1953 bis 1956. Jetzt, mehr als 50 Jahre danach, erzählt er
zum ersten Mal von seinen Erlebnissen.
Weiter lesen: http://www.google.com/firefox?client=firefox-a&rls=org.mozilla:en-US:official
Qualen eines Heimkindes - „Das
frisst mein ganzes Leben”
An seinem 21. Geburtstag steckten sie ihn in einen
„schönen Anzug” und schickten ihn zum Bahnhof.
„Ich fuhr zu meiner Mutter”, sagt der heute 72-jährige
Dortmunder. Bis dahin hatte er drei Viertel seines Lebens in Heimen
verbracht.
Gute Erinnerungen sind rar. Günther mochte die Erbsensuppe,
die die Nonnen zum Jahresausflug kochten. Als er älter wurde,
bekam er „eine Zigarette - einmal die Woche”. Liebe,
Zuneigung, Freundschaften? „Nein”, sagt der Rentner
über die kaltherzige Atmosphäre in den Kinderheimen. „Jeder
war allein, jeder war nur auf seinen Vorteil bedacht.”
Mehr: http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/westfalen/2009/6/14/news-122667485/detail.html
Dierk Schaefers Blog
Die Verjährungsfrage muß
auf den Tisch des Runden Tisches
Mehr:
http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/06/14/die-verjahrungsfrage-mus-auf-den-tisch-des-runden-tisches/
Macht-
und Ohnmachtsgefühle des Menschen,
aus primärtherapeutischer Sicht, unter Berücksichtigung
der
Gehirnevolution und der ontogenetischen Entwicklung
2 Macht und Ohnmacht als Erwachsener
mehr lesen: http://www.primaltherapy.ch/vortrag/vortrag_deutsch.htm
Deutsche Heimkinder sollen entschädigt
werden
10.06.2009
Nun ist wissenschaftlich belegt, dass in deutschen Kinderheimen
in den 50er und 60er Jahren
Prügel, brachiale Erziehungsmethoden und Zwangsarbeit systematisch
angewandt wurden. Auch
sexuelle Übergriffe waren nicht selten. Ein Runder Tisch der
Regierung zur Aufarbeitung der
Heimerziehung soll jetzt über eine Wiedergutmachung beraten.
Mehr: http://www.welt.de/politik/article3900536/Deutsche-Heimkinder-sollen-entschaedigt-werden.html
Mehr Licht in dunkelstes Kapitel
der Jugendhilfe bekommen
Hannover (kobinet) Niedersachsens Sozialministerin
Mechthild Ross-Luttmann hat ehemals in kirchlichen und staatlichen
Einrichtungen misshandelten Heimkindern Unterstützung beim
Zugang zu den im Bestand der Landesverwaltung (Staatsarchive, Gerichte)
befindlichen Heimkinderakten zugesichert.
Mehr lesen:
http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21201/ticket,g_a_s_t
Die Heimkinder können auch
selber forschen!
Beitrag zum „2. Expertinnen- und Expertengespräch:
Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre – Stand und Perspektiven
der (fach-)historischen Bearbeitung“ am 3. Juni 2009 in Koblenz
Die derzeit laufenden Forschungsansätze untersuchen die Zustände
in einigen Fürsorgerziehungsheimen im fraglichen Zeitraum.
Sie sind also heim-orientierte Sondierungen, die fachwissenschaftlich
von großem Interesse sind, jedoch den Anforderungen der ehemaligen
Heimkinder nur begrenzt gerecht werden können. Zudem würde
es wohl einen jahrzehntelangen Aufwand bedeuten, wenn man bundesweit
flächendeckend auf diese Weise die Heimhintergründe aller
ehemaligen Heimkinder, die sich mit ihren Heimerfahrungen gemeldet
haben, untersuchen wollte.
Mehr: http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/06/08/die-heimkinder-konnen-auch-selber-forschen/
Land bietet Heimkindern Akteneinsicht
Montag, 08. Juni 2009, 12:18 Uhr
Hannover (dpa/lni) - Ehemalige Heimkinder, die bis in die 70er Jahre
hinein misshandelt worden sind, erhalten vom Land Niedersachsen
Hilfe bei der Einsicht in ihre Akten. Sozialministerin Mechthild
Ross-Luttmann (CDU) sicherte Betroffenen bei einem Treffen am Montag
Unterstützung beim Zugang zu Akten im Bestand der Landesverwaltung
zu. 322 Personalakten hätten bislang gesichert werden können,
teilte das Sozialministerium mit. Mehr als 100 Betroffene, die in
staatlichen oder kirchlichen Heimen untergebracht waren, hätten
sich inzwischen mit ihrer Leidensgeschichte an das Land gewandt
und sich teilweise auch psychologische Hilfe vermitteln lassen.
weiter: http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2009/06/08/land-bietet-heimkindern-akteneinsicht.htm
"Angelegenheit der örtlichen Kirche"
Papst ließ sich über Kindesmisshandlungen in Irlands kirchlichen
Heimen
informieren
Unter dem Druck der öffentlichen Meinung müssen 18 katholische
Ordensgemeinschaften in Irland nun erstmals ihre Finanzverhältnisse
offenlegen.
Diese beispiellose Offenbarung ist eine der Folgen der Enthüllungen
über den
jahrzehntelangen systematischen Missbrauch zehntausender von Kindern
in
katholischen Institutionen auf der grünen Insel: Die Kinder waren
Vergewaltigungen und Misshandlungen ausgesetzt gewesen und hatten
Akkordarbeit leisten müssen.
Streit über Milliardenforderung
Die Forderung des Verbandes ehemaliger Heimkinder (VEH), einen
Entschädigungsfonds in Höhe von mindestens 25 Milliarden
Euro einzurichten, stößt bei Betroffenen auf Kritik.
„Ich halte eine derartige Forderung beim jetzigen Stand der
Gespräche am Runden Tisch für kontraproduktiv," sagte
Stefan Beuerle dem Tagesspiegel.
Den Beratungen jetzt mit Milliardenforderungen vorzugreifen, sei
vor allem im Interesse der Anwälte, kritisiert Beuerle den
VEH-Vorstoß. Tsp
mehr lesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/Heimkinder;art771,2815005
Webseite
Runder
Tisch
Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
Heimkinder
fordern 25 Milliarden Euro Entschädigung / Forderungen des
Vereins ehemaliger Heimkinder setzen „Runden Tisch“
des Bundestags unter Druck
MAINZ. Im Vorfeld der dritten Sitzung des „Runden Tischs
Heimerziehung“, der am 15. und 16. Juni in Berlin stattfinden
wird, hat der Verein ehemaliger Heimkinder (VEH) seine politischen
Forderungen konkretisiert. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins
am Pfingstwochenende in Mainz wurde mit großer Mehrheit ein
Antrag verabschiedet, der u.a. die Einrichtung eines Entschädigungsfonds
in Höhe von 25 Milliarden Euro vorsieht. Zusätzlich fordern
die ehemaligen Heimkinder einen rentenversicherungsrechtlichen Ausgleich
für die Zwangsarbeiten, die sie leisten mussten, sowie sofortige
Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Behandlung der
Traumata, unter denen viele ehemalige Heimkinder leiden.
Die
Spirale von Gewalt und Willkür - Die Geschichte von Walter
Lindner
Dies ist die Geschichte eines Skandals. Der unfassbare Leidensweg
eines kleinen Jungen beginnt vor 50 Jahren. Von der Straße
weg wird er in ein Auto gezerrt und in ein Kinderheim verfrachtet.
Keiner nennt ihm den Grund. Keiner wird ihm jemals zuhören.
Keiner wird ihm jemals glauben und sich bedingungslos für ihn
einsetzen.
Kindesmisshandlungen in Irland.
Und Deutschland?
RLAND / BAD BOLL. (ds) Anlässlich der Veröffentlichung
des Berichts der Regierungskommission über die Zustände
in irischen Kinderheimen fragt sich der evangelische Pfarrer Dierk
Schäfer, ob sich diese Berichte auf Deutschland übertragen
lassen und welche Konsequenzen das hätte.
Ein Kommentar von Dierk Schäfer
Fünf Bände, 2.600 Seiten mit dokumentierten Misshandlungen
von Kindern in irischen Kinderheimen! 1.700 Zeugen trugen innerhalb
von 10 Jahren zu dem Bericht der Untersuchungskommission ihre Leidensgeschichten
zusammen: Misshandlungen, Missbrauch, Zwangsarbeit und durchgängige
Demütigungen. Dieser Bericht kommt aus Irland und findet seit
vergangenen Donnerstag umfassende Resonanz in den deutschen Medien.
In Deutschland tagt zur Zeit, auf zwei Jahre angesetzt, der „Runde
Tisch“. Es geht um dasselbe Thema.
weiter lesen: http://hpd.de/node/7088
Die Heimkinder Geschlagen und
vergessen?
Sie werden geschlagen, gedemütigt, missbraucht und müssen
hart arbeiten: Heimkinder in den 50er und 60er Jahren der Bundesrepublik.
Sie kommen ins Heim, weil sie nicht den Vorstellungen ihrer Eltern
nach Ordnung, Moral und Angepasstsein entsprechen.
Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise
von Donnerstag, 28.05.09 ...
http://www.presseecho.de/vermischtes/NA3731410896.htm
Konferenz zu Heimkindern veranlasst
hab Hannover.
Nachdem die Opposition und ehemalige Heimbewohner bislang vergeblich
gefordert hatten, parallel zum „Runden Tisch“ auf Bundesebene
auch eine solche Einrichtung auf Landesebene zu schaffen, kündigte
das Sozialministerium gestern eine Konferenz mit allen Beteiligten
für den 8. Juni in Hannover an. Laut Ministeriumssprecher Thomas
Spieker hat Ministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) dazu Vertreter
der Kirchen einschließlich Caritas und Diakonie, die kommunalen
Spitzenverbände sowie Opferorganisationen eingeladen.
Mehr bei: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22530024.html
Dierk Schaefers Blog
Kindesmißhandlungen in Irland – und in Deutschland?
In Deutschland tagt zur Zeit, auf zwei Jahre angesetzt, der „Runde
Tisch“. Es geht um dasselbe Thema.
Was bedeutet der irische Bericht für die deutschen Verhältnisse?
Weiter lesen: http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/05/22/kindesmishandlungen-in-irland-%E2%80%93-und-in-deutschland/
Der
Bastard
Der Fürsorgezögling
Franz Josef Stangl ISBN 978-3-85252-909-7
Ich habe das Manuskript »Der Bastard« von Franz Josef
Stangl mit Anteilnahme gelesen. Eine Expedition hinter die Kulissen
der Gesellschaft in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
In kompromissloser Erzählweise und atemlosen Erzählton
gelingt es Stangl für den Leser ein Stück verborgener
Wirklichkeit sichtbar und greifbar zu machen. Ich halte das Buch
notwendig für die österreichische Literatur und das Verständnis
einer ganzen Generation.
Ex-Heimkinder sollen Akteneinsicht
bekommen
Hannover (dpa/lni) - Ehemalige Heimkinder, die in kirchlichen Einrichtungen
misshandelt wurden, soll leichter Einsicht in ihre Akten bekommen.
Vertreter von Heimträgern und Opferverbänden treffen sich
mit diesem Ziel am 8. Juni im niedersächsischen Sozialministerium.
«Wir müssen auch mit den kommunalen Spitzenverbänden
diskutieren, weil Akten teilweise bei den örtlichen Jugendämtern
liegen», sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Hannover.
Die Zeit dränge, da einige Opfer schon über 80 Jahre alt
seien. Bis in die 70er Jahre wurden zahlreiche Heimkinder misshandelt,
von ihnen leben deutschlandweit noch etwa 500 000.
publiziert bei: http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Norddeutschland/Ex-Heimkinder-sollen-Akteneinsicht-bekommen-_arid,160347_puid,1_pageid,15.html
Katholische Kirche in Irland
Geschlagen und vergewaltigt
VON PETER NONNENMACHER
Das schockierende Ausmaß täglichen Terrors an Irlands
katholischen Schulen über sechs Jahrzehnte hinweg hat jetzt
ein Untersuchungsbericht in Dublin enthüllt. Tausende Kinder
wurden in den mehr als 250 Schulen und Heimen von Mitgliedern religiöser
Orden gequält, erniedrigt und oft auch vergewaltigt. Die Misshandlungen
hielten bis in die neunziger Jahre an.
Mehr bei: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1765334_Irland-Geschlagen-und-vergewaltigt-in-Kirchenheimen.html?sid=bf370fb25fc9503ca512117385bde70b
Geschlagen, gequält, missbraucht
DUBLIN. Nach der Veröffentlichung einer Studie über Misshandlungen
von Kindern in kirchlichen Heimen hat sich das Oberhaupt der katholischen
Kirche in Irland entschuldigt. Er sei "zutiefst beschämt,
dass Kinder in diesen Institutionen auf so schreckliche Weise leiden
mussten", sagte am Mittwoch Kardinal Sean Brady, der Primas
von Irland und Erzbischof von Armagh.
Mehr bei:
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/geschlagen-gequaelt-missbraucht--15282087.html
Missbrauchsopfer in Irland fordern
Gerechtigkeit
Über Jahrzehnte haben Priester, Nonnen und Mönche tausendfach
Kinder in katholischen Einrichtungen Irlands erniedrigt und missbraucht.
Die Kinder wurden in Erziehungsanstalten, Schulen oder Heimen zwischen
den 30er und 90er Jahren vergewaltigt, geschlagen und gequält.
Die Kirche wusste von den Übergriffen, der Staat hat bei der
Kontrolle versagt, wie aus den Ermittlungen einer Sonderkommission
hervorgeht, die jetzt nach einer neun Jahre langen Untersuchung
in Dublin vorgestellt wurden. Das Oberhaupt der Katholiken in Irland
entschuldigte sich. Die ehemaligen Heimkinder aber fordern Gerechtigkeit.
Sie wollen, dass ihre Peiniger beim Namen genannt und bestraft werden:
"Die Kirche hat alles jahrelang vertuscht!"
Mehr lesen:http://www.krone.at/krone/S28/object_id__145908/hxcms/
Wenn die Kirche zur Hölle
wird: Tausendfacher Missbrauch in Irland
London. Die Kinder durchlebten die Hölle unter dem Dach der
Kirche. Wo Priester, Nonnen und Mönche im Namen Jesu ihre kleinen
hilflosen Schützlinge erziehen und betreuen sollten, waren
Schläge und Vergewaltigungen an der Tagesordnung.
Ein Regime aus Angst, Gewalt, Terror und Demütigungen herrschte
versteckt hinter den Mauern von Heimen, Schulen und Erziehungseinrichtungen
der Katholischen Kirche in Irland.
Flächendeckend, systematisch und jahrzehntelang. Zwar waren
Übergriffe schon länger bekannt, das ganze Ausmaß
der Abgründe aus der Zeit zwischen den 30er und 90er Jahren
kam jedoch erst jetzt durch einen Bericht einer Sonderkommission
ans Licht, die neun Jahre lang ermittelt hatte.
Tausendfach wurden Kinder geschlagen, getreten, kahlgeschoren,
mit Feuer oder Wasser gequält, vergewaltigt. Sie hatten Nummern
statt Namen und manchmal einen solchen Hunger, dass sie in den Abfällen
nach etwas Essbarem suchten. Besonders schlimm erging es den Kindern
im Orden der "Christian Brothers".
Weiter lesen: http://www.hna.de/politiksolo/00_20090521163000_Wenn_die_Kirche_zur_Hoelle_wird_Tausendfacher_.html
Für alle englisch Leser:
Eine Tribunal-Kommission veröffentlicht heute einem
ca 2500 Seiten langen Bericht, der das Ergebnis einer 10 jährigen
Untersuchung ist und über die Misshandlungen an irischen Heimkinder
berichtet.
AP berichtet:
http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hG7UpOwvc_tTJz3KkFUHO9AUBnBAD98A0C204
Mehr Information in englisch, zum Thema Irlands misshandelte
Heimkinder mit Link zu dem 2500 Seiten langen Bericht, bei AAaC-News:
http://www.aaacworld.org/news.htm
Über
die korrigierende emotionale Erfahrung
für EMaK Übersetzt mit Genehmigung des Autors, Dr. Arthur
Janov
Zu Zeiten Freuds und der Psychoanalyse bestand der Dreh- und Angelpunkt
der Therapie in der Analyse der Übertragung: wie reagiert die
Patientin auf den Arzt und (Gegenübertragung) wie reagiert
der Arzt auf die Patientin. Das gesamte Konzept bestand darin, die
Patientin durch eine korrigierende emotionale Beziehung zu verändern,
ihr zu helfen, unabhängiger zu sein, sich nicht auf den Rat
oder die Liebe und Anleitung vom Arzt zu verlassen. Jetzt, Dekaden
später, hat diese Auffassung der korrigierenden emotionalen
Erfahrung viele Anhänger gewonnen. Therapie ist nach wie vor
im Kern die Analyse der Übertragung.
Ihre Theorie ist die Folgende: Es genügt nicht, ein frühes
Trauma wieder zu erleben, sondern man muss eine korrigierende Erfahrung
folgen lassen, welche es dem Patienten ermöglichen wird, Fortschritte
zu machen und sich zu ändern. Man unterstellt, dass es die
Neurose nur verstärkt, wenn man es zulässt, dass der Patient
sich dem Schmerz überlässt.
Diakonie entschuldigt sich bei
Heimkindern
Zwang, Gewalt und Willkür: Kottnik spricht sich für Wiedergutmachung
aus
Hannover. Das Diakonische Werk hat sich für die Misshandlung
von Heimkindern in den 50er bis 70er Jahren entschuldigt.
„Ich bedauere zutiefst, was damals im Namen der Diakonie geschehen
ist”, sagte ihr Präsident Klaus-Dieter Kottnik gestern
in Hannover.
Kottnik stellte die bundesweit erste wissenschaftliche Untersuchung
über das Schicksal von Heimkindern in diakonischen Einrichtungen
in den Anfangsjahren der Bundesrepublik vor. Das 370-seitige Buch
„Endstation Freistatt” untersucht die Erziehungsmethoden
in der Diakonie Freistatt bei Bremen, die für viele Zöglinge
von Zwang, Gewalt und Willkür geprägt waren. Rund 7000
Jungen hätten zwischen 1949 und 1974 in dem Tochterunternehmen
der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel gelebt.
Mehr lesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/westfalen/2009/5/15/news-119900605/detail.html
Diakoniedirektor: Einzelschicksale
von Heimkindern brauchen Würdigung
Hannover (epd). Jedes Einzelschicksal von ehemaligen Heimkindern
verdient nach Ansicht des Direktors des Diakonischen Werks der hannoverschen
Landeskirche, Christoph Künkel, eine besondere Aufmerksamkeit
und Würdigung. "Wir müssen den Menschen Gehör
schenken, denen Unrecht zugefügt wurde, und ihnen so weit wie
möglich Hilfe anbieten", sagte Künkel am Freitag
im epd-Gespräch am Rande eine Buchpräsentation über
das Schicksal ehemaliger Heimkinder in der Diakonie Freistatt bei
Bremen. Unrecht bleibe Unrecht, auch wenn die Tatbestände strafrechtlich
verjährt sein sollten.
Mehr lesen: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=10460
Heimkinder kaltblütig gequält
Mit Kindererziehung überfordert / Geständige Täter
im Fall „Kinderheim Holderrain“
Zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung für die Heimchefin.
Ihr Ehemann kam mit einem Jahr und drei Monaten davon. Die Liste
der zur Last gelegten Taten war lang – Misshandlung Schutzbefohlener
der Hauptvorwurf.
Freudenstadt. Wegen Misshandlung Schutzbefohlener, vorsätzlicher
Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung, sogar
wegen Betrugsbeihilfe mussten sich die ehemaligen Betreiber des
Kinderheims Holderrain aus einem Baiersbronner Ortsteil sowie eine
frühere Erzieherin gestern vor dem Freudenstädter Schöffengericht
verantworten.
Mehr: http://neckar-chronik.de/3111427/Nachrichten/Kreis+Freudenstadt
Gewalt
Die Gefahr droht von Mama und Papa
Fast alle misshandelten und vernachlässigten Kinder in Deutschland
sind Opfer ihrer Eltern. So wie Christine und Matthias.
Suhl/Sonneberg - Christine Munzert* wurde von ihrer Mutter
schon misshandelt, da war sie noch nicht einmal geboren. Mehrmals
hatte die Mutter während der Schwangerschaft versucht, das
ungewollte Baby abzutreiben. Doch Christine überlebt und erleidet
fortan schreckliche Qualen.
Sie wird von der Mutter mit Peitschen und Lederriemen malträtiert,
bis sie nur noch robben kann. Sie wird nachts allein in den dunklen
Keller gesperrt, die kleinen Hände mit kochendem Wasser verbrüht.
Manchmal liegt das kleine Mädchen bewusstlos in ihrem Bett
und wenn sie aufwacht, weiß sie nicht einmal, ob sie noch
lebt. Ihr Vater, ein schwerer Alkoholiker, lässt ihre Qualen
geschehen. Die Erfahrungen ihrer traumatischen Kindheit lassen die
heute 40-Jährige nie mehr los.
Mehr: http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,971304
Pressemitteilung
„Öffnete man in den 1950er und 1960er Jahren die Tür
zum Johanna –Helenen -Heim, so sah man in einen Abgrund der
Willkür, der Zerstörung, der Gewalt, der Angst und der
Einsamkeit. Man blickte in das „Herz der Finsternis“.
Mit diesem Satz beendeten die Historiker Dr. Ulrike Winkler und
Prof. Hans Walter Schmuhl ihren Zwischenbericht über die Situation
der Heimkinder vor 40 bis 60 Jahren in den damaligen Orthopädischen
Anstalten Volmarstein. Zuvor schilderten sie Gewalttaten, die auch
zur damaligen Zeit teilweise justiziabel waren
Aufstand der Heimkinder
Im schleswig-holsteinischen Glückstadt kam es vor 40 Jahren
zu einer Rebellion gegen ein Heimerziehungssystem, das noch in der
Tradition der Nazizeit stand
Frühere Heiminsassen verlangen vehement Aufklärung über
das geschehene Unrecht. Eine Einrichtung im schleswig-holsteinischen
Glückstadt tat sich in dieser Hinsicht besonders hervor. Vor
genau 40 Jahren, in der Nacht vom 7. zum 8. Mai 1969, gab es dort
einen Aufstand von Heimzöglingen, der möglicherweise sogar
mit Hilfe von Marinesoldaten niedergeschlagen wurde. Unter den rebellierenden
Jugendlichen, die als Strafe teilweise KZ-Kleidung tragen mussten,
war auch der spätere RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock.
http://www.freitag.de/politik/0919-heimkinder-aufstand-glueckstadt/
Therapeutische Hilfen für
misshandelte ehemalige Heimkinder
Hannover, Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann
hat bei NDR 1 Niedersachsen konkrete therapeutische Hilfen für
ehemalige Heimkinder angeboten, die bis in die 70er Jahre hinein
misshandelt worden sind. "Mir ist heute noch einmal deutlich
geworden, dass man einen therapeutischen Ansatz braucht", sagte
die CDU-Politikerin in der Diskussionssendung "Unser Thema",
die NDR 1 Niedersachsen am gestrigen Abend ausgestrahlt hat.
Mehr dazu: http://www.hannover-zeitung.net/regionales/115552-therapeutische-hilfen-fuer-misshandelte-ehemalige-heimkinder
Geschlagen und gedemütigt
KÖLN -Der Landschaftsverband Rheinland stellt sich einem
wenig rühmlichen Abschnitt seiner Geschichte. Er hat ehemalige
Heimkinder um Entschuldigung gebeten und die Zustände in seinen
Kinderheimen in der Nachkriegszeit bedauert.
Noch immer sitzt der Schmerz tief. Die Jahre von 1953 bis 1956,
die Peter Laxy im Krefelder Landesjugendheim Fichtenhain verbracht
hat, haben sein Leben geprägt. „Wir wurden geschlagen,
misshandelt und gedemütigt“, sagt der 71-Jährige.
Einer der Erzieher des Heimes, dessen Träger der Landschaftsverband
Rheinland (LVR) war, habe ihn an den Brustwarzen gepackt, hoch gehoben
und dann geschüttelt. Bis heute habe er irreparable seelische
und körperliche Schäden aus der Zeit im Heim zurückbehalten.
weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1238966906876.shtml
Kindheit im Nationalsozialismus
und im Zweiten Weltkrieg
Coverauschnitt des Buchs „Die
vergessene Generation - Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“
von Sabine Bode; © Piper
Nach über sechs Jahrzehnten sind sichtbare Wunden des Zweiten
Weltkriegs und des Nazi-Terrors – außer in Gedenkstätten
– kaum noch irgendwo zu finden. In den Seelen der Kinder von
damals aber hat der Krieg Verletzungen hinterlassen, die bis heute
nicht wirklich geheilt sind. Jahrzehntelang wurde in Deutschland
darüber verschämt geschwiegen. Seit einigen Jahren beginnt
sich dies zu ändern. Auch die psychotherapeutische Forschung
hat sich des Themas angenommen.
Geerbte Schuld
"Kriegskinder" von Gertrud Ennulat
Psychische Spätfolgen sind selbst bei den „Kriegsenkeln“
zu beobachten. Auch
die beginnen mittlerweile die Wurzeln ihres Leids an sich selbst
und der Welt in jenen dunkeln Jahren lange vor ihrer Geburt zu suchen
– in den Traumata ihrer Eltern und Großeltern.
„Gehorsam in der Selbstverleugnung“
Ermann vermutet, dass sich die lange Verleugnung
der Traumatisierung von Zigtausenden deutscher Kriegskinder nur
verstehen lässt, wenn man die Verstrickung der Erwachsenen-Generationen
in die Schuld des Holocaust mit in Betracht zieht. Unausgesprochen
seien die Kinder der Erwartung ausgesetzt gewesen, ihre Eltern nicht
zu belasten. Sie sollten möglichst früh selbständig
werden und im Leben erfolgreich – „ein Sonnenschein,
in dem die Eltern ihr angeschlagenes Selbst wärmen konnten,
Kummer und Schmerz, Verluste von Verwandten, Haus und Heimat überwinden
konnten und die Abwesenheit oder den Verlust des Partners verschmerzen“.
Und sie sollten die Eltern davor bewahren, die „Hilflosigkeit
und Entbehrungen der eigenen Kriegskindheit im und nach dem Ersten
Weltkrieg wieder lebendig werden zu lassen“.
Mehr dazu: http://www.goethe.de/ges/pok/thm/dns/de4472907.htm
Papst entschuldigt sich bei
Ureinwohnern von Kanada für Misshandlungen
Papst Benedikt XVI. hat sich „persönlich und im Namen
der Kirche“ für die Misshandlungen von Kindern kanadischer
Ureinwohner entschuldigt. Dies berichtete der kanadische Bischof
James Weisgerber am Mittwoch nach einer Audienz beim Papst.
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/kanada-papst-entschuldigt-sich-bei-ureinwohnern-von-kanada-fuer-misshandlungen_aid_394625.html
Suche:
Günt(h)er, wo bist du?
Ort: 1979
und 1984 Lindberg bei Zwiesel im Bayerischen Wald.
Stichworte: Hundemutti,
Feuer, Hündin Jessy, Lieblingslied „völlig losgelöst“, Heim
Kanada: Ureinwohner wollen eine
Entschuldigung vom Papst
© ZEIT online, Tagesspiegel | 26.04.2009 12:54
Kanadas Ureinwohner hoffen auf eine offizielle Entschuldigung von
Papst Benedikt XVI. für die Misshandlungen, die sie durch katholische
Geistliche erlitten haben. In staatlich unterstützen Internaten
wurden sie als Kinder über Jahrzehnte hinweg physisch, psychisch
und sexuell gequält.
Eine Delegation des Dachverbandes der Assembly of First Nations
ist für diesen Mittwoch zur Audienz beim Oberhaupt der katholischen
Kirche in Rom eingeladen. Die Gruppe wird von ihrem Chef Phil Fontaine
geleitet, der als Sechsjähriger selbst zur Umerziehung in eines
der Internate gesteckt worden war.
Die Regierung Kanadas hatte die Kinder der Ureinwohner ein Jahrhundert
lang, bis in die 80er Jahre, aus deren Familien und Reservaten gerissen
und in Internaten gesteckt. Dort durften die jungen Indianer, vor
allem Inuits (Eskimos) und Cree, weder ihre Muttersprache sprechen
noch den Riten und Traditionen ihrer Stämme folgen.
Weiter lesen: http://www.zeit.de/news/artikel/2009/04/26/2783011.xml
Rätselhafte Herdentiere
Wie ist das Ich mit dem Wir verbunden? Was hat Fühlen mit
Denken zu tun? Wodurch kommen Moral und Amoral in den Menschen?
Fachübergreifend entdecken Forscher eine Art Kompass der Evolution.
Am Anfang war das Wir. Das Ungeborene hängt an der mütterlichen
Nabelschnur und wächst in schützender Ur-Gemeinschaft
heran. Das Ego kommt erst später.
Weiter lesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,620709,00.html
Unter Brüdern
Der Spiegel
Im Bistum Würzburg schickte ein wegen Kindesmissbrauchs verurteilter
Pfarrer
seinen Opfern Detektive ins Haus. Der Fall offenbart das jahrelange
Versagen der katholischen Kirche.
Es war nicht der einzige Besuch, den die Herren im dunklen Anzug
ehemaligen Missbrauchsopfern jüngst abstatteten.
Mehr lesen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,619968,00.html
„Einsam, isoliert, gedemütigt“
Frau Vollmer, der runde Tisch zu den Schicksalen der
Heimkinder in den 1950er- und 1960er-Jahren
hat jetzt zweimal getagt. Welches sind Ihre wichtigsten ersten Eindrücke?
Alle sind beeindruckt von den teilweise sehr erschütternden
Berichten der Betroffenen.
Zugleich ist es eine große Verantwortung, in einer so schwierigen
Angelegenheit eine
Lösung finden zu müssen. Immerhin hat dies ja auch der
Petitionsausschuss des Bundestages
drei Jahre lange versucht, die Aufgabe dann aber weitergegeben.
Mehr lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22266422.html
Immer wieder werde ich gefragt
welche Therapie die Richtige ist,
welche Therapie hilft, Kindheitstrauma zu heilen.
Hier ist die Antwort von Dr. Janov, der mein absolutes Vertrauen
hat.
Kernthesen der Primärtheorie
und Primärtherapie
Dr. Arthur Janov
BUCHAUSZUG (Uebersetzung)
In seinem jüngsten Buch Primal Healing (New Page Books, NJ,
2007)
fasst Janov „die Schlüsselphänomene emotionalen
Leidens (oder Neurose)
und die Hauptprinzipien einer richtigen Therapie“ in 20 Kernpunkten
zusammen:
Weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/Kernthesen%20(Janov).htm
Die Betreuer wurden mit den Kindern
ausgestoßen
Werner Hertler kam als Neunzehnjähriger auf die Karlshöhe.
Er stand in der Ausbildung zum Diakon, das erste Jahr hatte er in
einem Kinderheim in Hamburg gearbeitet. Jetzt also die Karlshöhe
in Ludwigsburg bei Stuttgart. „Nun, Bruder Hertler“,
sagte der Direktor, „Sie gehen zu Fräulein März,
der Erzieherin im Oberen Haus, Sie haben ja schon Erfahrung mit
der Erziehungsarbeit.“
Wie und ob er sie bewältigte, darüber hat Hertler in der
zweiten Sitzung des runden Tisches in Berlin berichtet, der sich
mit der Kinderheimerziehung in den fünfziger und sechziger
Jahren befasst – und sich in seiner nächsten Sitzung
im Juni mit den rechtlichen Voraussetzungen einer möglichen
Entschädigung der Heimkinder beschäftigen wird.
Mehr lesen: http://www.faz.net/s/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED/Doc~E32B042D16D8643ADB25117F595A85F29~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed
Freiheit ist kein gesellschaftlicher
Wert.
Oder: warum Heimkinder nicht die Wahrheit sagen
Wenn ein Kind den Mutterleib verlässt, erlangt es die Freiheit.
Alle Menschen werden frei geboren. Die Freiheit ist per se kein
Wert irgendeines gesellschaftlichen Systems. Gesellschaften regeln
die Entfaltung der Persönlichkeit, nicht mehr und nicht weniger.
Niemand kann sich seine Gesellschaft aussuchen, in die er geboren
wird. Gleich nach der Geburt erlebt der Mensch die Einschränkung
seiner Freiheit. Mehr oder weniger. Stück für Stück
verliert er, am Ende sein Leben.
Weiter lesen: http://www.readers-edition.de/2009/04/18/freiheit-ist-kein-gesellschaftlicher-wert/
Bischofs-Botschaft zur Verantwortung
für Heimkinder
Dass es in den 50er und 60er Jahren auch in evangelischen Kinder-
und Jugendheimen zu „pädagogischen Entgleisungen“
gekommen ist, bedauert der evangelische württembergische Landesbischof
Frank Otfried July in seiner neuen Videobotschaft.
Die Karlshöhe Ludwigsburg bittet ihre
ehemaligen Heimkinder für erlittene leidvolle Erfahrungen um
Verzeihung. Wir bekennen, dass wir dem hohen Anspruch unserer
christlichen Verpflichtung und dem Wohle und den Bedürfnissen
der uns anvertrauten Kinder oft nicht gerecht geworden sind. Wir
fördern weiterhin Kontakte, Begegnungen und Aktionen zur Selbsthilfe.
Lesen oder anschauen: http://www.elk-wue.de/landeskirche/landesbischof/bischof-aktuell/verantwortung-fuer-heimkinder/
SPD will bei Heimkindern
„am Ball bleiben“
Von Uwe Westdörp Hannover/Berlin.
Grundsätzlich sind sich alle Parteien im Landtag einig: Das
Schicksal von Heimkindern in den 1950er- und 1960er-Jahren ist „eines
der dunkelsten Kapitel der deutschen Kinder- und Jugendhilfe“,
so der SPD-Politiker Uwe Schwarz. Übereinstimmend haben Partei-
und Regierungssprecher im Februar im Parlament Aufklärung verlangt.
Doch seither ist es nicht recht vorangegangen, weshalb die SPD-Fraktion,
die auf einen runden Tisch für Niedersachsen drängt, nun
eine Anhörung für den 4. Mai anberaumt hat.
Mehr lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22209153.html
Mittwoch, 15.04. 23:30
- 00:15 auf ARD
Geschlagen und vergessen?
Dokumentation Heimkinder
Informationen zur Sendung Die Heimkinder: http://www.moviepilot.de/broadcasts/die-heimkinder
EINE THERAPIE DES
FÜHLENS
Warum Worte nicht genügen
und
Wie der Zugang zu tief verborgenen Gefühlen Ihre Gesundheit
verbessern kann
Über dieses Buch (vom Übersetzer)
aus dem Amerikanischen von Ferdinand Wagner
Der weltbekannte amerikanische Psychotherapeut Dr.
Arthur Janov (geb. 1924) ist Begründer der Primärtherapie
und Autor mehrerer Bücher. Sein erstes Buch Der Urschrei, in
dem er seine revolutionäre Therapie und die ihr zugrunde liegende
Primärtheorie vorstellt, wurde zu einem internationalen Bestseller.
In dem vorliegenden Buch, das 2007 unter dem Titel „Primal
Healing“ erschien, stellt Dr. Janov Fachleuten und interessierten
Laien die Grundbegriffe seiner Primärtheorie vor und erklärt,
warum konventionelle Psychotherapie zwar hilfreich sein kann, aber
letztlich nicht in der Lage ist, dauerhafte Veränderung zu
erreichen.
Die Psychotherapie der Zukunft muss eine Therapie des Fühlens
sein, argumentiert Dr. Janov, sie muss dem Patienten Zugang zu tieferen
Gehirnebenen verschaffen, wo sich frühe Traumen/Überlastungen
eingeprägt haben. Es ist dieser systematische fühlende
Zugang, der die Auflösung dieser frühen Einprägungen
ermöglicht und letztlich dazu führt, dass alle Ebenen
des Gehirns und alle Systeme des Körpers wieder zu normalem,
gesundem Funktionieren zurückkehren können.
Weiter lesen: http://www.dieontogenetischeseite.de/Primaertherapie-Eine%20Therapie%20des%20Fuehlens%20I.htm
"Schwarze Pädagogik"
Jugendamt will Geschichte der Heime erforschen
11.04.2009 05:00 Uhr
Wie viele ehemalige Heimkinder in München nach Kriegsende
bis in die 70er Jahre unter der "schwarzen Pädagogik"
gelitten haben, ist unerforscht. Und wenn heute jemand seine Jugendamtsakte
aus dieser Zeit sucht, um etwa später einmal eine Entschädigung
einfordern zu können, dann benötige dieser Mensch "schon
historische und archivarische Kompetenz", klagt die Jugendamtschefin
Maria Kurz-Adam. Wurde ein Kind durch mehrere Heime gereicht, hat
auch die Akte diese Reise hinter sich.
Das Jugendamt will nun einen Historiker beauftragen, der die verworrene
Aktenlage klären und Zeitzeugengespräche führen soll.
"Wir werden und wollen dieses Thema angehen", sagt Kurz-Adam.
Beim Verein der ehemaligen Heimkinder haben sich bislang überwiegend
Menschen aus Norddeutschland gemeldet.
Mehr dazu: http://www.sueddeutsche.de/955385/465/2841023/Schwarze-Paedagogik.html
Schneckenbrot
und Tatzensteckerl
Ehemalige Heimkinder berichten über drakonische Strafen und
harte Arbeit: ¸¸Verboten war eigentlich alles, was Spaß
machte"
Es sollte an ihrem Geburtstag sein. Wenn schon nach all den Jahren
diese schmerzhafte Begegnung, dann wollte Arngard Wisent das "aufwühlende
Suchen" an einem besonderen Tag beginnen. Sie bat eine Freundin
mitzukommen, fuhr von Frankfurt, wo sie lebt, mit dem Zug nach München.
Und klingelte am 18. Februar an der Tür des Kinder- und Jugendhilfezentrums
"Haus Maria Thalkirchen". Hier hatte Arngard Wisent in
den 70er Jahren einen Teil ihrer Kindheit verbracht - es waren keine
unbeschwerten Jahre. Damals betrieben Oberzeller Franziskanerinnen
das Kinderheim. Nun führt eine freundliche Sozialpädagogin
durch die Gänge. Alles ist hell, nicht so düster, wie
Wisent es in Erinnerung hat. Wisent erkennt den Geruch der Großküche,
erinnert sich an einen Durchgang, den sie früher benutzte,
wenn sie "zum Kleinkinderhüten" abkommandiert worden
war. Ist ja einfacher als befürchtet, denkt sie noch, doch
dann sieht sie ein Kreuz an der Wand. Und es beutelt sie regelrecht.
Als Wisent 1966 mit 14 Jahren nach München kam, hatte sie
bereits eine Odyssee durch verschiedene kirchliche Heime in Franken
hinter sich. Die Schwestern in Thalkirchen, so erinnert sich Wisent,
gaben den Kindern "Ämtchen", die in Wirklichkeit
harte Arbeit waren: Auf den Knien musste der Boden gewienert werden,
"mit schwerem Gerät, dabei hatte es damals schon Schrubber
gegeben". Vor dem Badewasser, in dem schon andere vor ihr gelegen
hatten, ekelte es das Mädchen. Dass die Schwestern jeden ihrer
Briefe lasen und zensierten, machte sie wütend. Doch wer auszubüxen
versuchte, musste mit drakonischen Strafen rechnen. Wisent hat die
Arrestzelle mit der harten Pritsche noch vor Augen. Nur zum Gottesdienst
wurde die "Übeltäterin" rausgelassen und musste
sich allein in die erste Bank setzen. Dieses Vorgeführtwerden,
sagt Wisent, sei schlimmer gewesen als jede Ohrfeige. "Es waren
psychische Schläge."
Weiter
lesen
Stapf: Kleinkinder im Bett festgebunden
Zeitzeugen berichten Grausamkeiten aus ihrer Zeit im Kinderheim
Erbrochenes sei ihr von einer der betreuenden Nonnen wieder in den
Mund gestopft worden, berichtet Petra Stettner (alle Namen geändert),
eine 54-jährige Frührentnerin. Während der Jahre,
die sie von 1956 bis 1962 in der Leopoldstraße verbracht hat,
seien ihre Hände oft zur Strafe auf heiße Ofenplatten
gepresst worden.
Sie sei in einem dunklen Keller gesperrt, geschlagen, an den Haaren
gerissen und regelmäßig mit eiskaltem Wasser aus dem
Duschschlauch ins Gesicht gespritzt worden.
Irgendwann habe er sich das Weinen abgewöhnt, sagt Andreas
Lotter (56), der 1960 als Achtjähriger in das katholische Heim
in St. Leonhard kam und dort drei Jahre lang gelebt hat.
Mehr lesen: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=998965&kat=10
Medikamentenmissbrauch
Chemiekeulen für britische Heimkinder
Eine BBC-Doku berichtet über früheren Medikamentenmissbrauch
– mit tragischen Spätfolgen für junge Frauen.
Mindestens zehn Frauen, die als Kinder in britischen Kinderheimen
mit hohen Dosen von Pharmaka ruhiggestellt wurden, haben Kinder
mit Geburtsdefekten zur Welt gebracht.
mehr lesen: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Medikamente;art1117,2768966
Ich wurde im Heim vom Pater
missbraucht
Im Traum hört sie manchmal das Brechen des
Stockes. Dann ist der Schmerz wieder da: die brennenden Striemen
auf dem Rücken, blutunterlaufene Schwellungen in kleinen Kinderhänden.
Gertrud T. besucht für die tz den Schreckensort ihrer Jugend,
das Magnusheim. Aber das Haus betreten – das würde sie
nie mehr.
Dazu die quälende Erkenntnis: Keiner hilft dir. Du bist allein
…
Mehr lesen: http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-wurde-heim-pater-missbraucht-148077.html
Anhörung
am Runden Tisch „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“
Donnerstag, 2. April 2009
von Dierk Schäfer
Verfahrensvorschläge
zum Umgang mit den derzeit diskutierten
von Dierk Schäfer
Vorkommnissen in Kinderheimen in der Nachkriegszeit in Deutschland
Leicht überarbeitete Fassung mit ergänzenden Fußnoten
und zwei Anlagen
für die Anhörung am Runden Tisch am 2. April 2009
Der Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages hat aufgrund
einer Vielzahl von Vorkommnissen
der Kindesmißhandlung und des Kindesmißbrauchs in den
deutschen Kinderheimen der
Nachkriegszeit die Einrichtung eines Runden Tisches empfohlen, der
diesen Vorkommissen auf
den Grund gehen und überlegen soll, wie mit den Forderungen
der betroffenen Personen zu verfahren
werden ist. Da die Bundesrepublik Deutschland Rechtsnachfolger sowohl
des Dritten
Reichs, wie auch der DDR ist, liegen auch die dort zu verortenden
Vorkommnisse in ihrer rechtlichen
Verantwortung, auch wenn es zur Zeit um die Probleme aus der bundesrepublikanischen
Vergangenheit geht.
Deutschland
– Rabenvaterland?
von Dierk Schäfer
Rück-Sicht
Unsere Tagung stellt die Frage, ob Deutschland ein Rabenvaterland
ist. Es geht dabei nicht
um Rabenväterland, auch nicht Rabenmütterland, sondern
um die Frage: Was tut das Vaterland
für seine Kinder bis sie, flügge geworden, etwas für
ihr Land tun können?
Blick in die Strafbücher
ERZIEHUNG / Ein dunkles Kapitel aus den frühen Jahren der Bundesrepublik
kommt ans Licht. Zwei Wissenschaftler erforschen die zeitgeschichtlichen
Zusammenhänge
Damberg: Für uns ist die größte
Herausforderung, die Wahrnehmung zu durchbrechen, hier gehe es um
Entschuldigungsmechanismen. Das macht uns zu schaffen. Deshalb ist
es uns besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass an unseren Lehrstühlen
schon länger zur Caritas- und Diakoniegeschichte und speziell
zu Fürsorgeerziehung und Kinderheimen geforscht wird. Wir hätten
uns sehr gewünscht, dass das öffentliche Interesse schon
früher eingesetzt hätte!
Jähnichen: Man muss den historischen Kontext
aufzeigen, in dem die Dinge passiert sind, er ist anders als heute.
Das hat nichts mit Relativieren zu tun. Aus einzelnen Fällen
darf man nicht schließen, das sei generell so gewesen, vor
allem in kirchlichen Heimen. Wir wollen mit unserer Studie typologisieren:
Es gab Schlimmes, Mittelmaß und Gutes – auch im kirchlichen
Bereich. Im Idealfall wollen wir am Ende eine Zuordnung machen,
unter welchen Bedingungen es katastrophal war oder eben gut. In
der Öffentlichkeit und vor allem in den Medien werden nur die
katastrophalen Dinge thematisiert. Zur historischen Arbeit gehört
es, genau hinzuschauen.
Weiter lesen: http://www.merkur.de/2009_14_Blick_in_die_Stra.33500.0.html?&no_cache=1
Heimerziehung
„Wir dachten, wir retten diese Kinder“
02. April 2009 Wolfgang Bahr war sieben Jahre alt, als seine Mutter
ihn im Heim abgab. Die Mutter hatte für ihn und seinen vier
Jahre älteren Bruder die Koffer gepackt und die DDR samt geschiedenem
Mann auf Nimmerwiedersehen verlassen - zur Tante nach West-Berlin,
wie sie den Kindern erst sagte. Im Westen angekommen, hieß
es dann, die Reise gehe zur Großmutter nach Konstanz. Doch
auch dort kamen sie nie an: Unterwegs stieg die Mutter mit den Kindern
aus dem Zug und brachte sie auf die Karlshöhe, ein evangelisches
Kinderheim in den Hügeln über Ludwigsburg in der Nähe
von Stuttgart.
Weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E0FB4829D202841138B58D46279E11C68~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Ehemalige Heimkinder
düpiert
BERLIN. (hpd) Der Runde Tisch zur „Heimerziehung in den 50er/60er
Jahren" ist jetzt hinsichtlich der Frage der möglichen
Entschädigung ins Zwielicht geraten, da den Rechtsbeiständen
der ehemaligen Heimkinder die Teilnahme verweigert wird. Die Heimkinder
fühlen sich düpiert und an frühere Zeiten erinnert.
Mehr bei: http://hpd.de/node/6732
Bischöfin
Käßmann über Heimkinder
"Eine Entschuldigung ist zu banal"
Landesbischöfin Margot Käßmann will die Misshandlungen
von ehemaligen Heimkindern aufarbeiten lassen und die Archive öffnen.
Doch ihre Kollegen mauern und verweisen auf den zeitlichen Kontext.
Margot Käßmann: Die Opfer müssen ihre Geschichte
erzählen und die Täter müssen ihre Schuld erkennen.
Nur so kann es eine Versöhnung geben. Lange Zeit gab es für
das Schicksal der ehemaligen Heimkinder keine Plattform. Am Runden
Tisch können sie das Unrecht, dass ihnen wiederfahren ist,
öffentlich machen.
Mehr: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/eine-entschuldigung-ist-zu-banal/
WDR am 2. 3. 2009
um 19:30
Das Leben als Heimkind in den 50er-Jahren
Schon acht Tage nach der Geburt kommt Johann Beckers ins Heim.
Seine Mutter darf das uneheliche Kind nicht behalten. Das war 1956.
Seine Kindheit in verschiedenen Heimen in der Aachener Region empfindet
er als Tortur - ohne Liebe, dafür mit jeder Menge Schlägen.
Eine Station seines Lebens: das Hermann-Josef-Haus in Kall-Urft.
http://www.wdr.de/studio/aachen/index.html
Bericht der Historiker Dr. Ulrike
Winkler und Prof. Hans-Walter Schmuhl
Öffnete man in den 1950er und 1960er Jahren die
Tür zum Johanna-Helenen-Heim,
so sah man in einen Abgrund der Willkür, der Zerstörung,
der Gewalt, der Angst
und der Einsamkeit.
Man blickte in das „Herz der Finsternis“.
Weiter lesen: http://www.gewalt-im-jhh.de/Bericht_der_Historiker_Prof__S/bericht_der_historiker_prof__s.html
Mehr:
Heimbewohner über Jahre gequält
und misshandelt
Dem aufmerksamen Zuhörern stockte der Atem, als die beiden
Historiker, Prof. Hans-Walter Schmuhl und Dr. Ulrike Winkler, die
Umstände und Gewaltakte erläuterten, unter denen die Heimkinder
des Johanna-Helenen-Heims in Volmarstein leiden mussten.
Weiter lesen: http://www.gewalt-im-jhh.de/Pressestimmen_-_Meinungen_-_Ko/pressestimmen_-_meinungen_-_ko.html
Mehr:http://www.gewalt-im-jhh.de/Zusammenfassung_der_Aufarbeitu/Aufarbeitung_der_Grausamkeiten_171108.pdf
Streit am Runden
Tisch
Ehemalige Heimkinder kritisieren Antje Vollmer
2009 » 31. März
BERLIN. Um den Runden Tisch zur Aufarbeitung des Schicksals ehemaliger
Heimkinder in der Bundesrepublik gibt es erneut Streit. Der Verein
ehemaliger Heimkinder, der die Opfer am Runden Tisch vertritt, wirft
der Koordinatorin des Gremiums, Antje Vollmer, vor, sich auf unzulässige
Weise in seine Belange einzumischen. Vollmer "schikaniere"
und "benachteilige" die Betroffenen, erklärten Vertreter
des Vereins gestern. Hintergrund des Streits ist die vom Verein
geforderte Teilnahme eines Rechtsbeistandes am Runden Tisch, der
Entschädigungsansprüche von Opfern klären soll.
weiter lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0331/politik/0063/index.html
EIN KLEINER TEIL
VON MIR!!!
Damals hieß ich Cornelia Hüttinger. Ich kam ungewollt
1960 in Würzburg zur Welt. Mit 4 Jahren kam ich als „Bastart“
so nannten mich die Nonnen ins Marienheim/Wü. Die folgenden
10 Jahren in diesem heim waren für mich die Hölle. Ich
bin mit angst, Brutalität, körperlichen, seelischen Misshandlungen!!!...
Ich musste aufwachsen damit.
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lesen
Was haben die Heimkinder in
Irrland nach 10 Jahren erreicht?
Für Interessierte englisch Leser, stehen über 100 Artikel
zum Thema "Irlands Heimkinder" zur Verfügung:
http://www.paddydoyle.com/newspaperarticles.html
Pressemitteilung
M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V.
Angesichts der aufgedeckten Inzest-Fälle in Österreich
(Amstetten) und Italien (Turin)
stellen die Vereine MELINA e.V. und Lobby für Menschenrechte
e.V. fest:
Wir sind verwundert über das Entsetzen und Erstaunen der Öffentlichkeit.
Es ist doch – nach inzwischen zahlreichen vorliegenden Studien
– bekannt, dass die überwältigende
Mehrheit aller Taten im Bereich der sexualisierten Gewalt im sozialen
Nahraum verübt wird.
weiter lesen: http://www.melinaev.de/images/kunde/pdf/PM_Inzestverbrechen_2009.pdf
Tochter 25 Jahre vergewaltigt...
Der italienische Fritzl ... und keiner hat es bemerkt
Turin - 25 Jahre lang vergewaltigen Vater und ihr Bruder die heute
34-jährige Laura. Fast ihr ganzes Leben wird sie in einem dunklen
Zimmer gefangen gehalten. Warum kam niemand Laura zu Hilfe? Weder
Polizei, Sozialarbeiter noch Nachbarn bemerkten das Grauen, das
sich im unscheinbaren Mietshaus in Turin (Italien) abspielte.
Wie es die Tradition angeblich erlaube, habe er als "Oberhaupt
der Familie" uneingeschränktes Recht auf seine Tochter
gehabt. So begründet Inzest-Vater Michele Mongelli (64) die
furchtbaren Misshandlungen, die er Laura antat. Vergewaltigungen,
Misshandlungen – und keiner will die grausigen Taten bemerkt
haben. "Er war ein vorbildlicher Ehemann und Vater", beschwört
Micheles Frau. Lauras Geschwister glauben selbst nach Mongellis
Verhaftung die Vorwürfe nicht. So übergroß ist die
Macht des Familienvaters.
Mehr lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/nachrichten/257935.html
EMaK fragt: Wie viele gibt es noch,
die ähnliche Grausamkeiten erlebten, die niemand wahrgenommen
hat?
Beschwerde Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht
14.752 Menschen haben meine Petition „Verjährungsfrist
für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben.
Der Deutsche Bundestag hat sie abgelehnt:
Deshalb habe ich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht,
weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention
verletzt.
Die vollständige Beschwerde als PDF: http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf
Vergangenheit der Ev. Stiftung Volmarstein
Heimbewohner über Jahre gequält und misshandelt
Nachrichten, 27.03.2009, Von Nick Marten
Wetter-Volmarstein. Dem aufmerksamen Zuhörern stockte der Atem,
als die beiden Historiker, Prof. Hans-Walter Schmuhl und Dr. Ulrike
Winkler, die Umstände und Gewaltakte erläuterten, unter
denen die Heimkinder des Johanna-Helenen-Heims in Volmarstein leiden
mussten.
Mehr lesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/2009/3/27/news-115580931/detail.html
Gemeinsame Presseerklärung
des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.
und der Rechtsanwälte Dr. Vehlow & Wilmans
VOLLMER
DÜPIERT BETROFFENE -
EHEMALIGE HEIMKINDER SETZEN SICH ZUR WEHR
Das Schicksal der Heimkinder: Traumatisiert
und gedemütigt
Nordwalde - Friedhelm Münters Leben geriet gleich nach der
Geburt ins Trudeln. An dem Tag, an dem er im Alter von drei Monaten
in seinem ersten Kinderheim landete, begann eine Zeit zwischen Abenteuerland
und Hölle. Münter ist eines der Heimkinder, die in den
50er und 60er Jahren alles mögliche am eigenen Leib zu spüren
bekommen haben: Schläge, Schreie, sexuellen Missbrauch. Anfang
April fährt er wieder nach Berlin, um am Runden Tisch teilzunehmen.
An dem reden ehemalige Heimkinder, Bund, Länder, Kirchen und
Jugendhilfe über diese Nachkriegsgeschichte.
„Ich habe Jahrzehnte gebraucht, bis ich das alles verarbeitet
habe“, sagt der Bär von einem Mann. Hat niemandem erzählt,
dass er mit vier Jahren im Sack vom Nikolaus landete, statt Süßigkeiten
geschenkt zu bekommen; dass er und seine Schwester auseinandergerissen
wurden, nur weil Schwester Ilse in den 60er Jahren meinte, die Luft
in Nordwalde sei zu schlecht und er brauche eine starke Männerhand.
Die hat er in Werl bekommen - und wurde gleich von einem Erzieher
in Werl missbraucht.
Mehr lesen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/muensterland/1006425_Das_Schicksal_der_Heimkinder_Traumatisiert_und_gedemuetigt.html
Gesprächsangebot an ehemalige
Heimkinder
Rummelsberg will Sünden der Fürsorgeerziehung aufarbeiten
Die Rummelsberger Diakonie hat ehemaligen Heimkindern, die sich
als Opfer der Erziehungsmethoden der 50er und 60er Jahre sehen,
Gespräche angeboten. Damals sei Unrecht geschehen, erklärte
der Vorstandsvorsitzende der Rummelsberger Anstalten, Wolfgang Bub,
am Donnerstag. Das evangelische Sozialwerk, das seit 1905 Heimerziehung
betreibt, greift mit dem Dialogangebot Anliegen des Runden Tisches
auf, der unter Vorsitz der früheren Bundestagsvizepräsidentin
Antje Vollmer (Grüne) bundesweit das Schicksal von Heimkindern
aufarbeiten will.
weiter lesen: http://www.epv.de/node/4474
Theaterpremiere von "ALLES
MUSS RAUS"
online:http://www.raphael-kuebler.de/tiefenschatz/video.htm
Dieses Theaterstück über einen als Ministrant sexuell missbrauchten
Mann,
geschrieben von Wolfgang Spielvogel und Katharina Micada
nach dem Buch "Ich wurde sexuell missbraucht" von
Norbert Denef
hatte am 22.2.09 im Rahmen des freien Theaterfestivals "100°Berlin"
im Hebbel-Theater Premiere.
Schauspieler: Raphael Kübler, Regie: Katharina Micada
Meine Heimgeschichte
Von Monika Siebert
“Am 7. Mai 1970 wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.
Am 8. Mai 1970 wurde ich von Frau Bäumler vom Jugendamt abgeholt
und sie brachte mich nach Ilbenstadt in das katholische Mädchenheim
St. Gottfried.
...Ich war froh, dass für mich nun ein neuer Lebensabschnitt
beginnen sollte, nicht ahnend, was mich dort wirklich erwartete.
In Ilbenstadt vor dem Haus angekommen, sah ich die vergitterten
Fenster. Ich fragte scherzhaft ’Sind die Gitter gegen Ein-
oder Ausbrecher?' immer noch ahnungslos.
Weiter lesen: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/6437263.htm
Hoffen auf Genugtuung und Entschädigung
Es ist lange her. 35 Jahre im Fall der Wiesbadenerin Monika
Siebert*. Doch das Leben der heute 52-Jährigen steht noch immer
im Bann jener Jugendjahre, die sie in einem konfessionell geführten
Heim in Niddatal-Ilbenstadt verbringen musste. Distanziertheit und
Bindungslosigkeit, so sagt sie rückschauend, prägte ihr
Leben und ihre Beziehungen.
Mehr lesen: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/6437134.htm
Die Schattenkinder des Wirtschaftswunders
Koblenz Verprügelt, misshandelt, missbraucht: Viele Kinder
werden ihre schlimmen Erlebnisse in Kinderheimen der Nachkriegszeit
nie vergessen.
Ein Runder Tisch soll dieses dunkle Kapitel jetzt beleuchten. Als
einziger Wissenschaftler sitzt der Koblenzer Professor Christian
Schrapper am Runden Tisch.
Die 50er- und 60er-Jahre waren für viele Deutsche eine Ära
des Wohlstands. Die Stimmung des „Wir sind wieder wer“
verdeckte die dunklen Seiten des Wirtschaftswunders: In vielen Heimen
fristeten Tausende Kinder ein oft menschenunwürdiges Dasein.
Sie waren „Schattenkinder“ des Wirtschaftswunders.
mehr lesen: http://rhein-zeitung.de/on/09/03/17/news/t/rzo546325.html?a
Landesjugendamt Rheinland-Pfalz:
Keine Hinweise auf Missbrauch
Rheinland-Pfalz Wo es zwischen 1945 und 1975 in Rheinland-Pfalz
Kinderheime gab, darüber sind bislang nur bruchstückhafte
Informationen vorhanden.
Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung beruft sich
in der Antwort auf eine Anfrage unserer Zeitung auf Zahlen von 1978:
Demnach gab es damals 28 Erziehungsheime mit 2129 Plätzen.
Darunter war auch das Landeserziehungsheim in Gau-Algesheim, das
1968 nach Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen) verlegt wurde.
mehr lesen: http://rhein-zeitung.de/on/09/03/17/news/t/rzo546466.html?a
DIE
INTEGRATION VON ANGSTERINNERUNGEN
(FEAR MEMORY INTEGRATION)
Eine naturheilkundliche Alternative
zu konventionellen Psychotherapien
(ÜBERSETZT VON MARCEL BAMBERG)
Die Neurose ist kein medizinisches Problem, sondern eine chronische
funktionale Störung des autonomen Nervensystems, die durch
Umweltbedingungen entsteht, und das schon im Mutterleib. Sie wird
verursacht durch das Einprägen und das ständige Hochkommen
und Verdrängen von Angsterinnerungen.
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Ein Artikel mit Wissen und Respekt
Der Amokläufer ist ein Symptom der Gesellschaft
Wer Kindern und Jugendlichen ein gesundes Fundament
geben will, der muss in die zugleich schwächste und wichtigste
Gruppe der Gesellschaft zu investieren. Und zwar dort, wo sie dem
Milieu ihrer Herkunft wenigstens täglich ein paar gesunde Stunden
lang fern sind: in Schulen und Kindergärten.
mehr bei: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Amoklauf-Winnenden;art141,2749535
Nürnberger lebte sieben Jahre
im Kinderheim Stapf
Kindheit hinter Mauern - Gewalt und Erniedrigung
Der ständig wiederkehrende Trennungsschmerz habe sich
tiefer und tiefer in die empfindsame Kinderseele hineingefressen,
hat der studierte Betriebswirt und Vater einer erwachsenen Tochter
vor kurzem notiert. Den Leidensgenossen, die jetzt in Berlin öffentlich
von ihren demütigenden Erfahrungen berichten, pflichtet er
bei, «voll und ganz». Dass die von manchen geforderte
finanzielle Entschädigung die tiefen seelischen Wunden heilen
kann, glaubt er nicht.
Was ist ihm und den vielen anderen Kindern in den 50er und 60er
Jahren hinter der Mauer an der Leopoldstraße widerfahren?
Der schmale Mann mit den dunklen Augen, der am Esstisch seines Einfamilienhauses
in alten Fotoalben blättert, erinnert sich an überraschend
wenig.
Mehr lesen: http://www.altmuehl-bote.de/artikel.asp?art=984038&kat=10&man=10
Gesten der Versöhnung
Eine ehemalige Bewohnerin des Kinderheims in Kerpen hatte im "Kölner
Stadt-Anzeiger" von Misshandlungen im ehemaligen St.-Vizenz-Haus
berichtet. Jetzt traf sie sich mit Schwestern des Ordens, der das
Heim damals geleitet hat.
Mehr lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1233584113469.shtml
Kommentar
von Sabine Becker
ZDF-Aspekte
Zwangsarbeit statt Fürsorge
Marion Mück-Raab
Bis in die 70er Jahre wurden hunderttausende Kinder in kirchlichen
und staatlichen Heimen geschlagen, in Dunkelzellen gesperrt, vergewaltigt
und zur Arbeit gezwungen. Die Geschichte der Heimerziehung soll
nun am Runden Tisch aufgearbeitet werden: die Erfahrungen der Betroffenen
und die rechtlichen Verantwortlichkeiten. Und: Wo liegen die Wurzeln
dieses Unrechts?
mehr: http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,1020848,00.html?dr=1
Video: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/702986?inPopup=true
Irischer Bischof tritt zurück
Nach Kritik an seinem Umgang mit einem Missbrauchsskandal ist ein
irischer Bischof zurückgetreten.
Untersuchungskommission in seinem Bistum prangerte an, durch unpassende
Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch
durch Geistliche seien die "jungen Menschen" weiterer
Gefahr ausgesetzt worden.
Die katholische Kirche in Irland hat bislang an etwa 10.800 Missbrauchsopfer
rund 825 Millionen Euro Schadenersatz gezahlt.
Mehr: http://www.ksta.de/html/artikel/1236343914919.shtml
Sie erlebten brutale Gewalt
INTERVIEW: Ex-Bundestagsvizepräsidentin
Antje Vollmer über Heimkinder in der Nachkriegszeit
Was ist das Ziel des runden Tisches?
VOLLMER: Wir wollen wissen, was wirklich in den Heimen passiert
ist. Außerdem werden die Vorfälle in die Zeitgeschichte
eingeordnet. Prügel und Demütigungen gab es damals auch
in Schulen und vielen Elternhäusern. Wer die Zeit in Erinnerung
hat, der weiß, dass die Drohung "Mach nur weiter so,
dann kommst du ins Heim" fast überall lauerte. Wir sprechen
auch über eventuelle Renten- oder Entschädigungsansprüche
der Betroffenen.
Mehr dazu: http://www.nw-news.de/nw/news/owl_/_nrw/?cnt=2868889
Misshandlung
Ehemalige Heimkinder durchlitten Martyrium
Augsburg - Die Nachbarn dürfen es nicht erfahren, auch nicht
die ehemaligen Arbeitskollegen. Die Scham ist zu groß, immer
noch, Jahrzehnte danach. „Dass ich in so einer Anstalt war“,
sagt der heute in Augsburg lebende 74-Jährige. Dann bricht
die Stimme, die Augen füllen sich mit Tränen. Seinen Namen
will er nicht nennen, nur die Familie weiß über seine
Vergangenheit Bescheid. „Das wird er nicht los, bis heute
nicht“, erklärt seine Frau und legt ihre Hand auf seine.
mehr lesen: http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Gestohlene-Kindheit-_arid,1499824_regid,2_puid,2_pageid,4289.html
Wenn die Diakonisse mit dem Schlüssel
schlägt
Viele ehemalige Heimkinder leiden bis heute unter den Folgen von
Misshandlung
...Nicht, dass ihr Diakonisse Anna mit dem Schlüsselbund ein
Loch in den Kopf schlug. Nicht die Stockschläge bis aufs Blut.
Und auch nicht die seelischen Wunden, die ihr als Mädchen und
junge Frau zugefügt wurden.
..."Die Traumatisierten müssen Hilfen bekommen, und das
kostet Geld", fordert Ritter.
Mehr: http://www.epd.de/rheinland_pfalz_saarland/rheinland_pfalz_saarland_index_62506.html
Kindesmissbrauch
Gequälte Gene
Schläge und Missbrauch in der Kindheit verwunden auch
unser Erbgut. Schlimmste Erlebnisse können unsere Persönlichkeit
verändern und sogar die Selbstmordgefahr erhöhen
Es sind Narben, die keiner sieht. Sie verstecken sich im Gehirn
und stammen von Taten aus der Vergangenheit. Wer als Kind geschlagen,
gedemütigt oder vergewaltigt wurde, dessen Leid spiegelt sich
auch in seinem Erbgut wider.
Mehr lesen: http://www.zeit.de/online/2009/09/gewaltopfer-epigenetik
EPIGENETIK
Schlimme Kindheit ändert Genaktivität
Frühe Traumata verringern die Dichte von Anti-Stress-Rezeptoren
im Gehirn.
Vernachlässigung oder Missbrauch in der Kindheit hat für
die Betroffenen oft dramatische Langzeitfolgen - sie verlangsamen
etwa die geistige Entwicklung und erhöhen das Suzidrisiko.
Wie genau sich frühe Traumata in die Psyche eingraben, untersuchten
nun Neurowissenschaftler um Michael Meaney von der McGill University
in Montreal (Kanada). Ihnen zufolge verändern schlimme Erfahrungen
dauerhaft die Aktivität von Genen, die bei der Verarbeitung
von Stress eine Rolle spielen.
Mehr dazu: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/982601
Das Parlament
Entschuldigungen und Entschädigungen
RUNDER TISCH
Ungewöhnliche Konsenssuche zum
Schicksal früherer Heimkinder
Für den Bundestag war es ein höchst ungewöhnlicher
Beschluss, den die Abgeordneten im Dezember auf Empfehlung des Petitionsausschusses
fassten: die Einberufung eines Runden Tisches zur Aufarbeitung des
in den 50er und 60er Jahren an damaligen Heimkindern begangenen
Unrechts. Ein Runder Tisch per Bundestagsbeschluss - "das gab's
noch nie", weiß die SPD-Abgeordnete Marlene Rupprecht,
Mitglied im Petitionsausschuss, der sich drei Jahre lang mit dem
Thema befasste.
Mehr: http://www.bundestag.de/dasparlament/2009/09/Innenpolitik/23655897.html
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