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Missbrauch im Heim: Stadt bietet Opfern Hilfe an
München wendet sich in einer Briefaktion
an alle ehemaligen Heimkinder, die in städtischen Einrichtungen
untergebracht waren. Wie die Stadt möglichen Missbrauchsopfern
helfen möchte:„Als Leiterin des Stadtjugendamtes München
möchte ich mich unmittelbar an Sie, die ehemaligen Kinder
und Jugendlichen eines Münchner Heimes in der Zeit von 1950
bis ca. 1975, wenden.“ So beginnt ein Schreiben, das Maria
Kurz-
Adam bereits mehr als 600 Mal verschickt hat - an all jene der
3169 Ex-Heimkinder, deren Adresse bisher ausgemacht werden konnte.
65 haben bisher geantwortet und Geschichten erzählt, die
auch die erfahrene Psychologin Kurz-Adam nicht so schnell vergessen
wird. weiter lesen:
http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/missbrauch-heim-stadt-bietet-opfern-hilfe-1183923.html
Missbrauch im Heim
Tränen des Schmerzes
Das Tischtuch zwischen den ehemaligen Heimkindern
„Gut an der Linde“ und der Bergischen Diakonie Aprath
scheint endgültig zerschnitten. Weil die Aufarbeitung der
Missbrauchs- und Misshandlungsfälle von ehemaligen Zöglingen
und deren Entschädigung noch immer völlig strittig ist,
endete ein neues Treffen am vergangenen Wochenende „völlig
ergebnislos“.
Weil die Diakonie zur Frage einer Entschädigung nur auf den
Runden Tisch in Berlin verwies, rief ein Teilnehmer aus: „Und
das bei all dem, was ihr uns angetan habt. Ihr solltet euch schämen
. . .“
Nur 50 000 Euro für die Aufarbeitung
Auch die angekündigte wissenschaftliche Aufarbeitung hängt
weiterhin in der Luft. Da die Diakonie nur einen Betrag von 50
000 Euro ausgeben will, misslang die Beauftragung eines Wissenschaftlers,
der von den Ehemaligen akzeptiert wird. Zwei Wissenschaftlerinnen,
die von der Diakonie genannt worden sind, werden von den ehemaligen
Heimkindern kategorisch abgelehnt. So auch die Erziehungswissenschaftlerin
Prof. Carola Kuhlmann, die eine angekündigte Teilnahme an
dem Samstagtermin absagen musste.
Sabine Kall von der Unternehmenskommunikation der Diakonie bestätigte
gestern, dass die Lage völlig verfahren und aussichtslos
sei.
Zur Entschädigungsfrage sagte Sabine Kall, dass die Diakonie
keinen Alleingang machen wolle: „Wir zahlen in den bundesdeutschen
Fonds ein. Wie die anderen auch.“
Ehemaligen-Sprecher Axel Weimer: Die Begründungen seien teilweise
fadenscheinig. Einerseits verweise die Diakonie auf den Runden
Tisch, andererseits erfülle sie dessen Forderungen nicht...
Die zu erwartenden Entschädigungssummen seien ein „Hohn“.
„Die fraglichen Personen stehen quasi aufseiten der Diakonie,
und auch die Auftragsbeschreibung ist nicht im Sinne der ehemaligen
Heimkinder. Der psychologische und finanzielle Schaden der ehemaligen
Heimkinder soll nach der Beschreibung gar nicht untersucht werden.“
Weiter lesen: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296684509351.shtml
Sozialminister Garg:
Schleswig-Holstein stellt sich der Verantwortung gegenüber
ehemaligen Heimkindern
KIEL. Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat
sich heute (25.3.) mit den Ergebnissen des Runden Tisches „Heimerziehung“
auf Bundesebene befasst. Sozialminister Dr. Heiner Garg berichtete
über die Ergebnisse der bundesweiten Aufarbeitung der Heimerziehung
der 50er – 70er Jahre in Deutschland. Garg betonte dazu:
„”Die Landesregierung begrüßt die Ergebnisse
des Runden Tisches Heimerziehung und stellt sich ihrer Verantwortung.
Wir setzen uns für die Umsetzung des gefundenen Kompromisses
ein. Zu der erzielten Einigung gehören unter anderem:”
“Erstens: Der Runde Tisch empfiehlt ein klares Anerkenntnis
der heutigen Repräsentanten aller damals verantwortlichen
Institutionen, dass den von der damaligen Heimerziehung Betroffenen
Unrecht geschehen ist.
weiter lesen: http://www.hier-luebeck.de/2011/03/sozialminister-garg-schleswig-holstein-stellt-sich-der-verantwortung-gegenuber-ehemaligen-heimkindern/
Fragen und Kommentar
zu:
Merkel: Ahndung von
Fällen sexuellen Missbrauchs noch nicht beendet
http://www.news-de.com/news-2/merkel-ahndung-von-fallen-sexuellen-missbrauchs-noch-nicht-beendet/comment-page-1/
“Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht
die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs als noch
nicht beendet.“
EMaK fragt: Warum nicht, Frau Merkel? Kann es
sein, dass diese Fälle noch nie Priorität hatten?
„Sie erinnere sich noch mit Schrecken an die Zeit, als immer
mehr Missbrauchsfälle bekannt geworden seien.“
EMaK sagt: Die Opfer erinnern sich ständig
und ganz genau – sie leben mit dem implizierten Gewalttrauma
und dessen Folgeschäden ein Leben lang.
„Dieser (Gesetzentwurf zur Stärkung der Opferrechte)
gibt den Opfern von sexuellem Missbrauch mehr Rechte wie beispielsweise
die Vermeidung von Mehrfachaussagen oder die Erhöhung der
zivilrechtlichen Verjährungsfrist etwa bei Schadenersatzansprüchen
von drei auf 30 Jahre, so Merkel.“
EMaK fragt: warum nur 30 Jahre? Damit betreibt
die Regierung noch einmal Schadensminderung und entwertet die
Heimopfer der 50er bis 70er Jahre erneut. Die Fälle der sexuellen
Misshandlungen in Heimen liegen über 40 Jahre zurück.
Gut gemacht, Frau Merkel!
Sieglinde Alexander
Opfer frühkindlicher
Gewalt sind anfälliger für Krankheiten
Wer als Kind Gewalterfahrungen gemacht hat, ist
nicht nur psychisch traumatisiert, sondern auch anfälliger
für körperliche Erkrankungen.
Mediziner und Psychologen erforschen seit geraumer Zeit den Zusammenhang
zwischen psychischen Traumata in der Kindheit und gesundheitlichen
Folgen im Erwachsenenalter. Verschiedene Studien haben gezeigt,
dass Betroffene im Erwachsenenalter anfälliger für Herzkrankheiten,
Diabetes Typ 2 und chronische Schmerzstörungen sind.
weiter lesen:
http://www.gesundial.de/opfer-fruhkindlicher-gewalt-sind-anfalliger-fur-krankheiten-32438
Parentifizierung
Parentifizierung beschreibt die Rollenumkehr zwischen Eltern und
Kind, wobei die Eltern ihre Elternfunktion unzureichend erfüllen
und dem Kind eine nicht kindgerechte, überfordernde "Eltern-Rolle"
zuweisen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Parentifizierung
Heimkinder im ZDF
Gezeichnet fürs
Leben
Das Schicksal der Heimkinder der 50er und 60er Jahre
http://menschen.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8223283,00.html
oder
http://www.myvideo.de/watch/8051848/Heimkinder
Aktuelles vom Runden
Tisch
Zur Umsetzung der Vorschläge des Runden Tisches werden Entscheidungen
der beteiligten westdeutschen Länder und des Deutschen Bundestages
benötigt.
Übergangsweise soll für dieses Jahr ab 01. März
2011 eine Anlaufstelle Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
eingerichtet werden. Sie soll u.a. interessierte Personen zum
Thema und zum Stand der Umsetzung der Lösungsvorschläge
informieren und Ansprechpartner für Fragen sein.
Diese Anlaufstelle wird – wie auch schon die Geschäfts-
und Infostelle des Runden Tisches – bei der Arbeitsgemeinschaft
für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ angesiedelt sein.
Die Anlaufstelle wird von Frau Loerbroks und Herrn Wendelin besetzt.
Sie erreichen die Anlaufstelle zukünftig unter folgenden
Kontaktdaten:
Anlaufstelle Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
c/o AGJ
Mühlendamm 3
10178 Berlin
Tel.: 030 27576777 Kontakt / Info, Mail: info@anlaufstelle-heimerziehung.de
030 40040231 (Frau Loerbroks), Mail: Katharina.Loerbroks@agj.de
030 40040228 (Herr Wendelin), Mail: Holger.Wendelin@agj.de
quelle: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/Newsletter_RTH_Feb11.pdf
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