| Großbritannien
Priester wegen Missbrauchs zu 21
Jahren Haft verurteilt
Richter: "Unvorstellbar grausame" Taten
Ein ehemaliger katholischer Priester ist im englischen Birmingham
wegen Kindesmissbrauchs zu 21 Jahren Haft verurteilt worden. Das
Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 73-Jährige
zwischen 1959 und 1983 in insgesamt 21 Fällen kleine Buben
sexuell missbraucht hat, wie es am Freitag bei der Urteilsverkündung
hieß.
Sechs Knaben wurden zu Opfern. Der Mann hatte bis zum Schluss
alles abgestritten. Der Missbrauch begann in den 1950er Jahren,
1971 wurde der Verurteilte zum Priester geweiht. Der Mann hatte
sich jahrelang einem Gerichtsprozess entzogen. 1985 floh er in
die USA. Erst im vergangenen Jahr war er von den Behörden
in Kalifornien ausgeliefert und nach England zurückgebracht
worden.
Der Richter beschrieb den Verurteilten als "doppelzüngig
und manipulativ". Seine Taten seien "unvorstellbar grausam"
gewesen, die Opfer hätten kaum je zu überwindenden Schaden
genommen.
Quelle: (APA) http://derstandard.at/1287099815275/Grossbritannien-Priester-wegen-Missbrauchs-zu-21-Jahren-Haft-verurteilt
Mehr Vorwürfe gegen Schulbrüder
Missbrauch: Der Leidensweg des Manuel Nowatschek Zum Hauptartikel
Die Opferschutzanwaltschaft hat erstmals Anzeige wegen besonders
schwerwiegenden Kindesmissbrauchs erstattet. Geistliche sollen
einen Elfjährigen mehrfach vergewaltigt haben. Die Schulbrüder
dementieren.
Seit 17 Jahren kämpft Eva Nowatschek um Gerechtigkeit für
ihren Sohn. Manuel, heute 29 Jahre alt, soll im Alter von 11 Jahren
in der katholischen De La Salle Schule in Strebersdorf über
mehrere Monate hinweg von insgesamt sieben Mitarbeitern und Geistlichen
vergewaltigt worden sein. Dabei sollen auch Fotos und Videoaufnahmen
gemacht worden sein. "Mein Sohn war danach lange Zeit in
Behandlung, hat bis heute starke Schmerzen und ist auch psychisch
schwer angeschlagen." Seit seinem 24. Lebensjahr bezieht
Manuel Nowatschek aufgrund seiner Verletzungen sogar Vollinvaliditätspension.
weiter lesen: http://kurier.at/nachrichten/2014464.php
Radio Interview aus Freistatt
http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/10/20/dlf_20101020_1010_f13071b5.mp3
Vorwürfe gegen Beiserhaus
Quälereien und Hunger: Früherer Heimzögling erhebt
Vorwürfe gegen Beiserhaus
Günsterode. Traurige Augen starren auf den Küchentisch.
Erich Foth aus Melsungen-Günsterode hält sich an seiner
Kaffeetasse fest, die Hände zittern. Er ist krank, psychisch
am Ende. Der gelernte Maler und Lackierer ist 48 und bereits seit
13 Jahren Frührentner.
Richtig arbeiten hat er nie können. Das liege an seiner
Vergangenheit als Heimkind, sagt er.
Gewalt und Brutalität seien in diesen Einrichtungen damals
völlig normal gewesen, sagt Foth. „Und das nicht nur
nach dem Krieg, sondern noch bis Anfang der Achtzigerjahre.“
Was ihn in den Anstalten erwartete, hatte der Junge sich in der
Einsamkeit seiner Gartenlaube nicht ausmalen können. Schläge,
Folter, Hunger und auch Missbrauch seien Alltag im Heim gewesen,
berichtet Erich Foth. „Und gehörte dazu wie die Dusche.“
weiter lesen: http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/melsungen/quaelereien-hunger-frueherer-heimzoegling-erhebt-vorwuerfe-gegen-beiserhaus-968453.html
„Ich weiß nicht, was
ich fühle“
– das Unvermögen alexithymer Menschen
Menschen, die unfähig sind, ihre Gefühle auszudrücken
und die Gefühle anderer richtig zu deuten, werden von Wissenschaftlern
als „alexithym“ bezeichnet. Zu Deutsch: gefühlsblind.
Wie der Facharzt für Psychotherapie Dr. Henrik Kessler mit
seinen Kollegen vom Universitätsklinikum Ulm nun in der Fachzeitschrift
„PPmP Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie“
(Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2010) zeigen konnte, sind „gefühlsblinde“
Menschen „expressiv gehemmt“. Das heißt: Sie
kontrollieren ihre Emotionen stärker als andere Menschen
oder nehmen ihre Gefühle nicht angemessen wahr.
„Inzwischen wird Alexithymie als Risikofaktor für
verschiedene körperliche und psychische Krankheiten gesehen
und in einen Zusammenhang mit dem Erkennen und Regulieren von
Emotionen gestellt“, resümiert Kessler den Forschungsstand.
Das „Nicht-Erkennen“ eigener Gefühle begünstigt
die Entstehung psychischer Leiden, wie etwa somatoforme Störungen
– jene körperlichen Beschwerden, für die keine
organische Ursache zu finden ist. Wie epidemiologische Studie
belegen, sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung alexithym.
http://www.thieme.de/SID-76079B89-25354295/presseservice/24807.html
Bild de erweitert den Zusammenhang:
Experten zufolge reichen die Wurzeln der Gefühlsblindheit
aber meist bis weit in die Kindheit zurück, etwa, wenn Empfindungen
wie Angst oder Wut in der Familie ignoriert werden. Die eigene
Innenwelt bleibt den Betroffenen dann auch später fremd.
Folge u.a.: Beziehungsprobleme – und häufige Arztbesuche,
denn Alexithymiker können körperliche Reaktionen auf
Gefühle nicht zuordnen, interpretieren Pulsrasen etwa nicht
als Signal von Aufregung, sondern als Symptom einer Herzerkrankung
und Magengrummeln nicht als Hinweis auf Nervosität sondern
als Bauchweh.
http://www.bild.de/BILD/Newsticker/ratgeber-telegramm/2010/10/15/ratgeber-1.html
Opfer in Italien wollen sexuellen
Missbrauch zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklären
Opfer pädophiler Geistlicher in Italien wollen sexuellen
Missbrauch zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklären.
Mehrere Dutzend Opfer und ihre Familien kamen am Samstag in Verona
zusammen.
Verona (dapd). Der Organisator Salvatore Domolo erklärte,
die Gruppe wünsche sich Solidarität aus dem Ausland,
weil Missbrauchsopfer in Italien nur schwer Gerechtigkeit fänden,
schließlich sei die Verjährungsfrist für Missbrauch
nach zehn Jahren abgelaufen.
'Wir wollen daher die zivile Justiz auffordern, ihre Pflicht
in Freiheit und Wahrheit zu tun.' In Italien sei es wegen der
ständigen Präsenz der Kirche schwer, über den Missbrauch
zu sprechen.
weiter lesen: http://www.ad-hoc-news.de/opfer-in-italien-wollen-sexuellen-missbrauch-zu-verbrechen--/de/News/21624744
Ergebnisprotokoll
der 9. Sitzung
des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
am 20./ 21. September 2010
Eingebrachte Lösungsvorschläge seitens der
ehemaligen Heimkinder:
http://www.ehemalige-heimkinder-am-runden-tisch.de/files/losungsvorschlage_vom_272010pdf.pdf
http://www.ehemalige-heimkinder-am-runden-tisch.de/files/loesungsvorschlaege_5_sept_2010.pdf
Strafrechtliche Rehabilitierung
DDR-Heimkinder - Kaum Chancen auf
Entschädigung
Ehemalige Heimkinder der DDR haben weiter wenig Chancen auf Entschädigung.
Nach einer Umfrage des MDR THÜRINGEN JOURNALS unter den zuständigen
Landgerichten in Thüringen, beantragten seit vergangenem
Jahr mehrere Hundert Betroffene ihre strafrechtliche Rehabilitierung.
Jedoch wurde die überwiegende Zahl der bisher verhandelten
Fälle abgewiesen.
weiter lesen: http://www.mdr.de/thueringen/7760128.html
Direktor Günter Oelscher und
die Heimkinder des
"Frans Sales Haus Essen"
Die Schläge der Nonnen und ein "Runder Tisch"
als Feigenblatt
Auszug: Unter Heimerziehung wird die Hilfe zur Erziehung in einer
Einrichtung verstanden, in der Kinder und Jugendliche über
Tag und Nacht pädagogisch betreut werden, um sie durch eine
Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen
Angeboten in ihrer Entwicklung zu fördern.
Im November 2008 empfahl der Petitionsausschuss des Deutschen
Bundestages, einen Runden Tisch einzurichten, der die Geschehnisse
in der Heimerziehung im westlichen Nachkriegsdeutschland unter
den damaligen rechtlichen, pädagogischen und sozialen Bedingungen
aufarbeiten sollte.
Der Runde Tisch soll die Hinweise auf das Unrecht, das Heimkindern
zugefügt worden ist, prüfen. Er soll die gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen und gesundheitlichen (organischen oder psychischen)
Folgen der Heimerziehungspraxis aufarbeiten und die Kommunikation
zwischen den Betroffenen und den „Nachfolge“-Organisationen
der damaligen Heimträger fördern sowie Kontakte zur
individuellen Bearbeitung von Heimbiographien herstellen. Darüber
hinaus soll der Runde Tisch der Information ehemaliger Heimkinder
dienen und psychologische, soziale oder seelsorgerische Beratungsangebote
der beteiligen Institutionen und Organisationen an ehemalige Heimkinder
bei Bedarf vermitteln.
Schließlich sollen Kriterien zur Bewertung der Forderungen
ehemaliger Heimkinder entwickelt werden und mögliche Lösungen
aufgezeigt werden.
Die Mauer des Schweigens hält nicht mehr.
Günter Oelscher steht erst seit 2002 an der Spitze des Hauses
und verspricht nun lückenlose Aufarbeitung der dunklen Kapitel
aus der Vergangenheit. „Nach dem Krieg gab es kaum pädagogisch
geschultes Personal.” Und der Gesellschaft war nur wichtig,
dass alle, die nicht richtig funktionierten, hinter hohen Mauern
verschwanden.
Auch Michael Horstkötter musste verschwinden. „Es
wurde oft Kirmes gefeiert im Franz Sales Haus”, erzählt
er. Das hört sich fröhlich an. Doch die Kirmes fand
im Zimmer einer Ordensfrau statt. Dort wurden die Kinder, die
was ausgefressen hatten oder Widerworte gaben, geschlagen: mit
dem Stock, mit einem Kabel und mit einem Handfeger, in dem noch
ein Nagel steckte. „Wir waren grün und blau”,
erinnert sich Horstkötter. „Bunt wie eine Kirmes.”
Dann erzählt er von der „Hab-mich-lieb-Jacke”.
Übereinstimmend berichten Opfer von haftähnlichen Zuständen.
In Zwangsjacken gefesselt mussten die Kinder Tag und Nacht auf
einer engen Dachbodentreppe ausharren.
Weiter lesen: http://www.news4press.com/Meldung_554934.html
WDR Fernsehen Misshandelte Heimkinder
Sonntag, 10. Oktober 2010 19.30 bis 20.00 Uhr Westpol - Politik
in NRW
Seit Jahren kämpfen sie um Anerkennung und Entschädigung:
Tausende ehemalige Heimkinder, die in den 50er und 60er Jahren
misshandelt worden sind. Seit Anfang 2009 versuchen Opfer, Kirchen,
Wohlfahrtsverbände, Bund und Länder an einem Runden
Tisch eine Einigung zu erzielen. Doch kurz vor dem Ziel könnte
alles am Streit ums Geld scheitern.
http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2010/1010/heimkinder.jsp
Diakonie lässt
Leidensgeschichte der Heimkinder aufarbeiten
Hannover (epd). Die Missstände in den Erziehungsheimen der
Nachkriegszeit wurden aktuellen Forschungen aus Niedersachsen
zufolge von den Behörden teilweise gedeckt und mitgetragen.
"Das Landesjugendamt hat ein Auge zugedrückt, und nicht
nur eins, sondern mehrere", sagte die Historikerin Ulrike
Winkler am Mittwoch vor Journalisten in Hannover. Das Diakonische
Werk der hannoverschen Landeskirche hat Winkler und einen Kollegen
beauftragt, die Leidensgeschichte der Heimkinder wissenschaftlich
aufzuarbeiten.
"Es entstand ein System, in dem gesetzliche Vorgaben unterlaufen
wurden", sagte Schmuhl. Es sei für die Gesellschaft
bequem gewesen, Jugendliche abzuschieben, die vermeintlich auf
die schiefe Bahn geraten waren.
Schmuhl sprach von einem "Subsystem der Gewalt", das
auch hoch motivierte und wohlmeinende Erzieher erfasst habe, und
die Häuser in Widerspruch zu den christlichen Idealen geraten
ließ.
weiter lesen: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=14652
Misshandlung in Heimen
war lange bekannt
Hannover (dpa/lni) - Missstände und Misshandlungen in Kinderheimen
in den 50er und 60er Jahren sind Behörden und Experten bereits
damals bekannt gewesen. Das hat eine Untersuchung zu den Zuständen
in Diakonie-Heimen in Niedersachsen ergeben, die der Wohlfahrtsverband
am Mittwoch präsentiert hat. «Das Landesjugendamt hat
immer wieder die Augen zugemacht», sagte die Historikerin
Ulrike Winkler. Man habe um die Missstände gewusst, diese allerdings
hingenommen, um Geld bei der Betreuung der Kinder zu sparen. Bereits
in den 50er Jahren hätten Fachverbände über die Gewalt
in den Heimen diskutiert, sagte Prof. Hans-Walter Schmuhl. In den
Einrichtungen selber habe die Debatte aber erst in den 60er Jahren
begonnen.
Quelle: http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2010/10/06/misshandlung-in-heimen-war-lange-bekannt.html
Die Küsse eines Hirten
Sexueller Missbrauch schien ein Problem des katholischen Milieus
zu sein. Nun kommt der größte Fall der evangelischen
Kirche ans Licht. Von Jürgen Dahlkamp und Ralf Hoppe
Der Pastor ist damals Anfang 50, auf den ersten Blick der Phänotyp
des allzeit freundlichen, fröhlichen Geistlichen, rothaarig,
vollbärtig, ein Mann für Jugendgruppen und Lagerfeuer.
Sebastian Kohn, so erinnert er sich, erwachte, weil der Stiefvater
an seinem Bett stand, seine Hände unter die Decke schob,
sein Glied berührte, streichelte, ihn zu erregen versuchte.
Ihre Würdenträger müssen nun erklären, warum
ein Pastor, belastet von schweren Vorwürfen, im Jahr 1999
Ahrensburg verlassen sollte - aber in einem Jugendgefängnis
als Seelsorger landete. Sie müssen erklären, wieso er
weiterhin am örtlichen Gymnasium unterrichten durfte, wieso
Eltern und Lehrer nicht erfuhren, welch ein Mann ihren Kindern
Religionsunterricht gab.
Weiter lesen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-71558776.html
Europarats-Parlamentarier fordern
Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch
Die Parlamentarier-Versammlung des Europarats hat einen besseren
Schutz von Heimkindern gegen sexuellen Missbrauch gefordert. So
müsse sichergestellt werden, dass alle Betreuungseinrichtungen
einer externen Kontrolle unterworfen seien, verlangten die Abgeordneten
aus den 47 Europaratsländern am Dienstag in einer Entschließung.
Auf keinen Fall dürfe eine Einrichtung von der gleichen Behörde
betrieben und überwacht werden.
Allein in Deutschland sei Studien zufolge "jede vierte bis
fünfte Frau" als Kind Opfer sexuellen Missbrauchs geworden.
Bei Jungen liege der Anteil zwischen zehn und 20 Prozent.
Die Katholische Kirche in Deutschland hat mittlerweile Entschädigungen
für die Opfer in Aussicht gestellt. Nach Informationen des
Magazins "Spiegel" plant die Bischofskonferenz Entschädigungen
zwischen 5000 und 10.000 Euro, wie sie Opfern auch von Gerichten
zugesprochen worden waren. Zusätzlich will die Kirche demnach
Kosten für Therapien und andere Hilfeleistungen übernehmen.
weiter lesen: http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Europarats-Parlamentarier-fordern-Massnahmen-gegen-Kindesmissbrauch-701806616
Schicksale ehemaliger
Heimkinder sollen aufgeklärt werden
Der Abgeordnete der SPD-Fraktion Sven Kohlmeier und die kinder-
und familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr.
Margrit Barth, erklären:
Der Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses hat heute fraktionsübergreifend
einen Antrag der rot-roten Koalition beschlossen, um das Schicksal
von ehemaligen Heimkindern, Fürsorgezöglingen, Schülerinnen
und Schülern aufzuklären. Danach soll eine Anlaufstelle
geschaffen werden, die Betroffenen Beratung und Hilfestellung
bei der Aufarbeitung erlittenen Unrechts gibt. Außerdem
soll eine wissenschaftliche Erforschung der Verhältnisse
in Berliner Heimen in den 40er bis 70er Jahren erfolgen.
Unterstrichen wurde die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens,
als in der Ausschusssitzung ein Betroffener spontan das Wort ergriff
und seine Situation darstellte.
Der Vertreter der SPD-Fraktion im Ausschuss, Sven Kohlmeier,
betonte: „Mit dem Antrag wird vergangenes Unrecht nicht
ungeschehen. Wir wollen einen Rahmen für die Aufarbeitung
schaffen, es soll Licht in ein dunkles Kapitel staatlicher Berliner
Obhut gebracht werden. Uns erfreut besonders, dass alle Fraktionen
dem zugestimmt haben.”
„Von Willkür und Gewalt waren in Berlin Zehntausende
Heimkinder betroffen, auch im Westteil der Stadt. Es ist das Mindeste,
dass die heute politisch Verantwortlichen geschehenes Unrecht
anerkennen und das in ihrer Macht liegende tun, um eine Rehabilitation
der Betroffenen zu erwirken“, so Margrit Barth von der Fraktion
DIE LINKE.
Quelle: http://www.die-linke-berlin.de/nc/politik/presse/detail/zurueck/aktuell/artikel/schicksale-ehemaliger-heimkinder-sollen-aufgeklaert-werden/
"Ich bin erschüttert"
Stuttgart - Brutale Foltermethoden, das Erbrochene wieder essen,
dazu Kinderarbeit: So sah es früher in vielen Kinderheimen
aus. Jetzt haben Betroffene im Landtag ihr Leid öffentlich
gemacht. Sozialministerin Monika Stolz fordert Aufklärung.
Frau Stolz, lange Zeit haben sich Heimkinder nicht getraut, ihre
Leiden aus den 50er und 60er Jahren öffentlich zu machen.
Nun haben einige das Schweigen gebrochen. Was empfinden Sie, wenn
Sie das hören?
Ich bin erschüttert, wenn man liest, wie Kinder gequält
und zu Arbeitsdiensten missbraucht wurden. Ich frage mich, mit
welcher Zielsetzung die Heimerziehung damals eigentlich betrieben
wurde. Ich bin aber auch deshalb entsetzt, wenn man vor Augen
hat, welche Anstrengungen heutzutage unternommen werden, wie man
mit den Kindern in der stationären Unterbringung heute umgeht
und welche guten pädagogischen Konzepte dahinterstehen. Da
hat sich glücklicherweise sehr viel getan.
weiter lesen: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stolz-im-interview-ich-bin-erschuettert.75b386de-aee6-40fb-897c-2ade14b5d4cb.html?page=1
Entschuldigung und Entschädigung
- ehemalige Heimkinder in Glückstadt
Bis in die 1970er Jahre galt das Erziehungsheim Glückstadt
als besonders streng. Zöglinge wurden oft hart bestraft,
viele mussten schwer arbeiten. Heute fordern die ehemaligen Heimkinder
Entschädigung
Hören: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5484044
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