| „Nehmen wir sie beim Wort“
BERLIN. (hpd) Der „Runde Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“
beriet die Ergebnisse der seit April tätigen Arbeitsgruppen
und stellte die bisherigen Ergebnisse der Öffentlichkeit
auf einer Pressekonferenz vor.
1. Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen
– Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs
in jeglicher Hinsicht
2. „Prävention – Intervention – Information“
3. „Forschung, Lehre und Ausbildung“
weiter lesen: http://hpd.de/node/10358
Auch melden sich Betroffene zu
Wort
Bad Herrenalb. In Bad Herrenalb findet vom 22. bis 24. Oktober
der Kongress "Über- Wunden: Trauma, Genesung und Spiritualität"
statt, der sich an Betroffene, Interessierte und professionelle
Helfer richtet. Als Referenten sind laut Ankündigung unter
anderem vorgesehen: Eugen Drewermann, Michaela Huber, Friedhelm
Lamprecht, Kornelius Roth, Margrit Schiess, Gunter Schmidt, Günter
Seidler und Carien Wijnen.
"Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre weisen darauf
hin, dass zu den Traumafolgestörungen nicht nur die posttraumatische
Belastungsstörung gehört, sondern sehr viele psychische
Erkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen und Sucht in
einem Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen stehen können",
heißt es. In den vergangenen Monaten sei viel über
Kriegstraumata deutscher Soldaten in Afghanistan und über
sexuelle Traumata in Kirche und Schule bekannt geworden.
weiter lesen: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-herrenalb-auch-melden-sich-betroffene-zu-wort.9442a474-4fbb-4d11-86f0-acad4c069b85.html
Missbrauch in der Kirche Betroffene
droht Staat mit Klage
Konkordat „verpflichtet“ – Opfer fordert 690.000
Euro
Wien - Die Bemühungen von staatlicher Seite hielten sich in
Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen, abgesehen von einem
einmaligen "Runden Tisch", bis dato in Grenzen. Doch jetzt
könnte auch die Republik vor allem rund um die Missbrauchsfälle
innerhalb der katholischen Kirche unfreiwillig zur Verantwortung
gezogen werden. Ein Opfer sieht den Staat in der Pflicht und fordert
rund 690.000 Euro an Entschädigung. Die Wiener Anwältin
Vera Weld hat jetzt im Namen ihres Mandanten ein entsprechendes
Aufforderungsschreibens bei der Finanzprokuratur der Republik Österreich
eingebracht.
weiter lesen: http://derstandard.at/1285199487952/Missbrauch-in-der-Kirche-Betroffene-droht-Staat-mit-Klage
Opfer kritisieren „Hinhaltetaktik“
Beim Aufarbeiten der Vorfälle rund um das Kinderheim in Moitzfeld
gibt es Probleme. Ein Professor verlangt 200.000 Euro, um die
Missbrauchsfälle zu untersuchen. So viel will die Diakonie
aber nicht zahlen.
Bergisch Gladbach - Die Missbrauchsfälle rund um das Kinderheim
„Gut an der Linde“ in Moitzfeld werden nicht durch
Professor Klaus Wolf von der Uni Siegen aufgearbeitet. Der Grund:
Wolf benötigte 200.000 Euro, um die Vorfälle umfassend
aufzuarbeiten. Die Bergische Diakonie Aprath, der das Heim gehörte,
möchte maximal 50.000 Euro hierfür ausgeben. „Ich
halte es für ausgeschlossen, innerhalb dieses finanziellen
Rahmens eine seriöse und den Interessen der ehemaligen Heimkinder
gerecht werdende Untersuchung durchzuführen“, sagte
Wolf.
weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1285337919615.shtml
Vollmer: Niemand
darf ausscheren
Osnabrück. Schwieriger Endspurt und viele Hürden auf
der Zielgeraden: Die Vorsitzende Antje Vollmer erwartet noch harte
Verhandlungen, bis der Runde Tisch Heimerziehung in den 50er-
und 60er-Jahren (RTH) im Dezember seinen Abschlussbericht vorlegen
kann. Im Gespräch mit unserer Zeitung mahnte Vollmer alle
Beteiligten zu Gemeinsamkeit: „Wir haben das Prinzip der
gemeinsamen Verantwortung schon im Zwischenbericht festgeschrieben.
Um nun eine Lösung zu finden, ist es zwingend, dass alle
in dieser gemeinsamen Verantwortung bleiben.“ Niemand dürfe
ausscheren, weil dann das Gesamtpaket scheitern würde.
Vollmer erläuterte, während der neunten Sitzung des
Runden Tisches in der vergangenen Woche sei ein Entwurf für
den Abschlussbericht Seite für Seite durchgegangen worden.
Es herrsche eine gute und konstruktive Atmosphäre.
„Uns geschah Unrecht in einem Rechtsstaat“, heißt
es im Positionspapier der ehemaligen Heimkinder zum Abschlussbericht,
der unserer Zeitung vorliegt. Die Sprecher mahnen: „Es wäre
skandalös, wenn am Ende des Runden Tisches keine finanzielle
Entschädigung für die ehemaligen Heimkinder beschlossen
würde … Der Staat, der seine Aufsichtspflicht verletzte,
und die Kirchen, auch die Diakonie, haben Verpflichtungen den
Betroffenen gegenüber. Sie alle haben das Erbe und die Altlasten
übernommen und sind heute in der Bringschuld.“
Weiter lesen: http://www.noz.de/artikel/47999832/vollmer-niemand-darf-ausscheren
Deutsche Bischofskonferenz beschließt
Entschädigung für Missbrauchsopfer
Tagesschau Video: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video777138.html
"Es geht jetzt um die Sache"
Sonja Djurovic ist Heimkinder-Vertreterin am Runden Tisch in Berlin
Im Juli hatten Sonja Djurovic und zwei weitere Heimkinder-Vertreter
die Forderung nach einer Opfer-Rente von 300 Euro monatlich ins
Gespräch gebracht. Sie waren die Ersten am Runden Tisch,
die eine Summe nannten. Inzwischen fordern die Opfer-Vertreter
übereinstimmend eine Rente oder Einmalzahlungen als Entschädigung
für die traumatisierenden Folgen der Heimerziehung.
Sonja Djurovic ist ungeduldig. Was vielen der insgesamt rund
800.000 Kinder und Jugendlichen in den kirchlichen und staatlichen
Heimen der frühen Bundesrepublik widerfahren sei, die Demütigungen,
Prügel, sexueller Missbrauch, Isolation und die vorenthaltene
Ausbildung, müsse aus ihrer Sicht als Menschenrechtsverletzung
anerkannt werden, sagt sie: "Das war Unrecht im Rechtsstaat",
lautet ihr Argument. Sie will außerdem Entschädigungszahlungen
für die Arbeitspflicht in den Heimen durchsetzen. "Für
uns war es Zwangsarbeit", sagt sie. Als Schneiderlehrling
hat sie sechs Tage in der Woche für ein paar Mark im Monat
nähen müssen, es kamen Aufträge aus der Industrie
oder von Krankenhäusern. weiter lesen: http://www.epd.de/sozial/sozial_index_79700.html
Der Runde Tisch ist für Heimkinder
eine "einmalige Chance"
Heimkinder - 500 Kilometer sind es nach Berlin, rund 250 bis ins
fränkische Neuenmarkt-Wirsberg, wo die Hensoltshöher
Diakonissen in den 60er Jahren das "Mädchenheim Ruth"
betrieben. Sonja Djurovic wohnt bei Frankfurt am Main, weit weg
von beiden Orten. Doch beide bestimmen ihr Leben: Djurovic ist
eine der Opfer-Vertreterinnen am Runden Tisch Heimerziehung.
Manchmal meint Sonja Djurovic, die seit einem Autounfall eine
Krücke benutzen muss, den Anstrengungen kaum standhalten
zu können, aber sie hält durch: "Das ist ein wichtiger
Abschnitt in meinem Leben", glaubt sie. Ihre Erwartungen
sind hoch, zu hoch, fürchtet sie. Ihre Angst vor einer Enttäuschung
ist groß. Dennoch sieht sie den Runden Tisch als "einmalige
Chance, etwas zu erreichen". Es gehe nicht mehr nur um Einzelschicksale,
sagt sie: "Es geht jetzt um die Sache."
weiter lesen: http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/der-runde-tisch-ist-f%C3%BCr-heimkinder-eine-einmalige-chance23246
Stiftungsmodell im Gespräch
– „Bogen nicht überspannen“
Spannung steigt: Beschluss zu Heimkindern erwartet
Osnabrück/Hannover. Die Spannung und die Nervosität
steigen: Wenn der Runde Tisch Heimerziehung (RTH) sich am Montag
zum neunten und damit vorletzten Mal in Berlin trifft, geht es
nach langwieriger Analyse und Bestandsaufnahme um die letztlich
wichtigste Frage: Nach welchem Modell sollen ehemalige Fürsorgezöglinge
der 1950er- und 1960er-Jahre entschädigt werden? Wie viel
Geld dürfen sie erwarten? Eine monatliche Opferrente von
300 Euro – so lautete unlängst eine Forderung aus dem
Kreis der Betroffenen, die unter anderem über Demütigungen,
Gewalt, Zwangsarbeit und zum Teil zudem über sexuellen Missbrauch
berichtet haben.
weiter lesen: http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/47811449/spannung-steigt-beschluss-zu-heimkindern-erwartet
Der Diözesandatenschutzbeauftragte
der Erzbistümer Berlin und Hamburg,
der Bistümer Hildesheim, Magdeburg, Osnabrück und
des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta i.O.
M e r k b l a t t
Auskunftsrechte ehemaliger Heimkinder
Der verständliche Wunsch ehemaliger Heimkinder, zur Aufklärung
von Fällen der Kindesmisshandlung
und des Kindesmissbrauchs in Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft
in die sie selbst betreffenden Akten Einsicht nehmen zu können,
wirft eine Reihe datenschutzrechtlicher Fragen auf. Das grundsätzlich
bestehende Einsichtsrecht ist gegen den Schutz der Rechte Dritter
abzuwägen. Zudem stellt sich die Frage einer Hinzuziehung
der Akten für die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Fälle.
weiter lesen: http://www.datenschutz-kirche.de/download/heimkinder.pdf
„Da bin ich
heute krank von“
Was hilft ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung ihrer
Traumatisierung?
Silke Birgitta Gahleitner und Ilona Oestreich
Im Auftrag des Runden Tisches Heimerziehung 2010
Während der 7. Sitzung des Runden Tisches wurde die Expertise
„Was hilft ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung
ihrer komplexen Traumatisierung?“ von Frau Prof. Dr. Silke
Birgitta Gahleitner vorgestellt.
Auf Wunsch der ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch wurde diese
Expertise nun speziell für die Zielgruppe der „Ehemaligen
Heimkinder“ überarbeitet.
Lesen: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_dabinichheutekrankvon.pdf
Katholische Kirche
Jesuiten wollen Missbrauchsopfer nicht lange warten lassen
Der Jesuiten-Orden will einen Vorschlag für Entschädigungszahlungen
vorlegen – auch ohne Einigung mit der Bischofskonferenz oder
dem Rundem Tisch der Regierung. Im Gespräch sind Pauschalbeträge
von 5000 Euro pro Person.
Berlin - In der Frage der Entschädigung von Opfern sexuellen
Missbrauchs wollen die Jesuiten mit einem Vorschlag vorangehen.
Eigentlich hatten Orden und Bischofskonferenz vor, vor dem nächsten
Treffen des Runden Tischs gegen Kindesmissbrauch bei der Bundesregierung
am 30. September einen gemeinsamen Vorschlag zu erarbeiten. Aber
eine Einigung ist nicht in Sicht. „Es gibt verschiedene
Positionen“, sagt Thomas Busch, der Sprecher des Jesuitenordens
in Deutschland. Pater Klaus Mertes, der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs,
an dem im Februar die ersten Missbrauchsfälle bekannt geworden
sind, rechnet „eher nicht“ mit einem gemeinsamen Vorgehen
von Orden und Bischöfen.
weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/jesuiten-wollen-missbrauchsopfer-nicht-lange-warten-lassen/1934682.html
SPD will bei Heimkindern „am
Ball bleiben“
Grundsätzlich sind sich alle Parteien im Landtag einig: Das
Schicksal von Heimkindern in den 1950er- und 1960er-Jahren ist
„eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kinder- und
Jugendhilfe“, so der SPD-Politiker Uwe Schwarz. Übereinstimmend
haben Partei- und Regierungssprecher im Februar im Parlament Aufklärung
verlangt. Doch seither ist es nicht recht vorangegangen, weshalb
die SPD-Fraktion, die auf einen runden Tisch für Niedersachsen
drängt, nun eine Anhörung für den 4. Mai anberaumt
hat. Gestern sind die Einladungen verschickt worden: „Wir
wollen bei dem Thema am Ball bleiben, es muss weitergehen“,
heißt es in der SPD.
weiter lesen: http://www.noz.de/artikel/25931843/spd-will-bei-heimkindern-am-ball-bleiben
Noch heuer einen
Schlussstrich ziehen
Vier Gruppen arbeiten die Gewalt- und Missbrauchsfälle in Tirol
auf.
Innsbruck – Die Geschichte der Heimerziehung in Tirol dokumentierten,
präventive Maßnahmen setzen, Therapien bei den gemeldeten
Fällen übernehmen und die Entschädigungszahlungen
aussprechen. Mit diesen Aufgaben befassen sich seit wenigen Tagen
die vier Gruppen, die eingesetzt wurden, um die Gewalt- und Missbrauchsfälle
vollständig aufzuklären.
weiter lesen: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/ChronikTirol/ChronikTirolContainer/1221614-8/noch-heuer-einen-schlussstrich-ziehen.csp
Schuldig: Prominente
Kinderschänder verurteilt
In Portugal grösstem Missbrauchsprozess sind alle Angeklagten
vom Gericht für schuldig befunden worden. Zu ihnen gehören
auch Prominente, wie ein Fernsehmoderator. Ihnen allen wurde der
sexuelle Missbrauch von mindestens 32 Minderjährigen vorgeworfen.
Sicher ist, dass zu den Verurteilten ein 68 -jähriger Showmaster
gehört, Carlos Cruz, der bis zur Aufdeckung der Kinderporno-Affäre
einer der beliebtesten Fernseh-Moderatoren Portugals war. Verurteilt
wurde auch der hochdekorierter Diplomat und frühere UNESCO-Botschafter
Jorge Ritto. Zu den weiteren Tätern zählen u. a. ein
Arzt, ein Anwalt und ein Unternehmer. (kat)
weiter lesen: http://www.noows.de/schuldig-prominente-kinderschaender-verurteilt-21494
und
Mammut-Prozess wegen Missbrauch in Heim zu Ende http://diepresse.com/home/panorama/welt/592046/index.do?parentid=0&act=2&isanonym=1
Ein dunkles Kapitel
Jugendliche wurden in der Schweiz zwangssterilisiert, unschuldig
weggesperrt, als Verding- oder Heimkinder ausgenutzt und misshandelt
– bis in die achtziger Jahre. Die Zeit ist reif für
eine umfassende Wiedergutmachung durch die offizielle Schweiz.
Bernadette Gächter war 18 Jahre alt, als ihr ein Arzt die
Eileiter durchschnitt. Pflegemutter und Hausarzt wollten es so
weil sie schwanger war. Nur Bernadette wollte es nicht. Sie wollte
das Kind. Doch ihr Wille zählte nicht. Der Chefarzt der Psychiatrischen
Klinik Wil SG erklärte sie für «geistesschwach»
und schrieb in seinem Gutachten, dass «auch aus eugenischen
Gründen ihre Fortpflanzung verhindert werden sollte».
Das geschah nicht im Mittelalter, sondern im Jahr 1972. Zu einer
Zeit, als die Menschheit schon auf dem Mond gelandet war, die
Jugendzeitschrift «Bravo» eben zwei ganze Hefte zum
Thema Selbstbefriedigung publiziert und die Erfinderin des Minirocks
bereits den Orden des britischen Empire erhalten hatte.
weiter lesen: http://www.beobachter.ch/dossiers/administrativ-versorgte/artikel/administrativ-versorgte_ein-dunkles-kapitel/
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