|
Spiegel:
Bistum Augsburg
Bischof Mixa weist Prügelvorwürfe zurück
Augsburg - Ohrfeigen, Fausthiebe auf den Oberarm und Schläge
auf das Gesäß mit Teppichklopfer und Stock: Einem Bericht
der "Süddeutschen Zeitung" zufolge erheben fünf
ehemalige Heimkinder des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Josef
in Schrobenhausen schwere Vorwürfe gegen den Augsburger Bischof
Walter Mixa.
Das Bistum Augsburg bezeichnet die Vorwürfe in einer Stellungnahme
als "absurd, unwahr und offenbar in der Absicht erfunden, den
Bischof persönlich zu diffamieren." Das Bistum dementiert
die Vorwürfe "entschieden" und "behält
sich ausdrücklich zivilrechtliche und strafrechtliche Schritte"
vor.
"Bischof Mixa hat zu keinem Zeitpunkt in keiner seiner Funktionen
Kinder misshandelt", erklärte die Sprecherin des Augsburger
Ordinariats, Kathi Marie Ulrich, am Mittwoch.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,686595,00.html
orama/0,1518,686595,00.html
Sexueller Missbrauch
Sprachloser Terror
Nicht jeder reagiert gleich auf ein Trauma: Manche Opfer sexuellen
Missbrauchs erinnern sich klar an das Erlebte, für andere bleibt
der Schrecken diffus.
Wie funktioniert Erinnerung an traumatische Erlebnisse? Warum kocht
der sexuelle Missbrauch in Schule und Kirche ausgerechnet jetzt
hoch? Bis zu 25 oder gar 35 Jahre nach den Taten? Reden die Opfer
jetzt, weil sie durch die Debatte in der Öffentlichkeit endlich
Gehör finden? Oder hatten sie die Taten vergessen? Verdrängt?
Gibt es das wirklich? Und wenn: Ist das häufig so bei derlei
Traumatisierungen?
"Auf diese Fragen gibt es keine einfache, und nicht nur eine
gültige Antwort", sagt der Traumatherapeut Georg Pieper.
"Es gibt da eine breite Varianz: Von Betroffenen, die sich
schämen, über den Missbrauch zu reden, bis zu jenen, die
das Trauma tatsächlich vollkommen vergessen haben." Dazwischen
gebe es viele, die "den Deckel drauf getan haben. Es kommt
hoch durch eine Debatte wie jetzt. Nun trauen sie sich."
weiter lesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2486310_Sprachloser-Terror.html
Prügel-Vorwürfe gegen Mixa
''Warte nur, bis der Stadtpfarrer
kommt''
Seit Hildegard Sedlmairs letzter Begegnung mit Walter Mixa sind
bereits mehr als 30 Jahre vergangen. Dennoch bricht sie in Tränen
aus, wenn sie davon erzählt. "Er hat mich am Kittel gepackt,
aus dem Bett hochgerissen und mit der Faust mehrmals auf den Oberarm
geschlagen." Sie ballt die Faust, lässt dabei den Knöchel
des Mittelfingers leicht vorstehen und hebt ihre Hand: "So
hat er uns geschlagen, mein Arm hatte viele blaue Flecken."
Hildegard Sedlmair war damals ein 15-jähriges Mädchen
und lebte im Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef in Schrobenhausen.
In dem Heim waren überwiegend Kinder aus problematischen Elternhäusern
untergebracht. Sie kamen meist auf Weisung des Jugendamtes ins Heim.
Sedlmair ist 48 Jahre alt, und zusammen mit vier weiteren ehemaligen
Bewohnern des Kinderheims wirft sie Walter Mixa vor, er habe als
Stadtpfarrer von Schrobenhausen sie und andere Kinder in den siebziger
und achtziger Jahren mehrmals geschlagen.
In eidesstattlichen Erklärungen, die der Süddeutschen
Zeitung vorliegen, berichten die ehemaligen Heimkinder von Ohrfeigen,
von Fausthieben auf den Oberarm und von Schlägen auf das Gesäß
mit Teppichklopfer oder Stock.
alles lesen: http://www.sueddeutsche.de/bayern/281/507440/text/
Moral predigen, Missbrauch dulden?
Wer stoppt die Scheinheiligen?
Der Missbrauchs-Beauftragte der katholischen Kirche, Bischof Stephan
Ackermann, wird auch Beschwerden über Amtskollegen nachgehen,
die nicht ausreichend mit den Staatsanwaltschaften zusammenarbeiten.
Wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass "Bischöfe
oder Ordensgemeinschaften nicht kooperationswillig zu sein"
scheinen, bitte er um Information, sagte Ackermann in der ZDF-Sendung
"Maybrit ILLNER".
Ackermann trat zugleich dem Eindruck entgegen, die katholische
Kirche agiere im Umgang mit den Tätern in einem Raum außerhalb
geltenden Rechts.
Entschädigung der Opfer wichtig
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)
verteidigte im Verlauf der Sendung das Konzept der zwei Runden Tische
zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche.
"Diskussion zu täterorientiert"
Die Präsidentin der Kinderschutzorganisation Innocence in Danger,
Stephanie zu Guttenberg, kritisierte die "täterorientierte"
Diskussion.
Diese Erfahrungen bestätigte Miguel Abrantes Ostrowski.
weiter lesen: http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,8049258,00.html
Sexueller Missbrauch Kirche
You Tube: http://www.youtube.com/watch?v=cjylGB32HdA&feature=related
Das Evangelium nach Lukas, Kapitel 17
Warnung vor der Verführung
Lk 17,1 Er sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass
Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet.
Lk 17,2 Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit
einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen
von diesen Kleinen zum Bösen verführt.
Sieglinde Alexander fragt:
Ist das Meer groß genug für alle sexuellen Misshandler
und für alle die es verschweigen haben und noch immer vertuschen
wollen?
Frontal 21 Um
Dienstag 21 Uhr
Leugnen statt Reue
Kirche gegen Missbrauchsopfer
Fast täglich werden neue Fälle sexuellen Missbrauchs
in Einrichtungen der christlichen Kirchen bekannt. Die öffentliche
Empörung darüber ist groß. Noch größer
sind die Vorsätze, die Vorfälle aufzuklären, bei
den verantwortlichen Würdenträgern der Kirche genauso
wie bei Politikern. Die Bundesregierung hat einen Runden Tisch eingerichtet.
Die Katholische Kirche schaltet heute eine sogenannte Hotline für
die Opfer sexuellen Missbrauchs frei. Die Bischöfe haben versprochen,
in Zukunft besser mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten.
weiter lesen: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1
Frontal21-Interview
"Eine Praxis der Vertuschung"
von Christian Rohde
Der Erziehungswissenschaftler Professor Manfred Kappeler fordert
im Frontal21-Interview eine politische Lösung für die
bekannt gewordenen Missbrauchsfälle. Das Opferentschädigungsgesetz
aus dem Jahr 1976 sei hierfür ein "falscher Weg",
so Kappeler. Das habe der Umgang mit missbrauchten Heimkindern gezeigt,
die in langwierigen Einzelverfahren um Entschädigung kämpfen
müssen. Das Thema Missbrauch sei mit den Fällen zu einem
Skandal geworden, "der die tragendenden Schichten der Gesellschaft
erreicht hat", so der Wissenschaftler von der Freien Universität
Berlin. Video
Hamburg (dpa)
Hintergrund: Entschädigungszahlungen
Immer mehr Opfer von sexuellem Missbrauch melden sich zu Worte.
Wie in anderen Ländern drohen der katholischen Kirche auch
in Deutschland Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe.
USA: Die Kirche entschloss sich 2006 zu Zahlungen von mehr als
1,5 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) an die Opfer. Viele
Diözesen gerieten an den Rand des Ruins. Sie mussten ihre Ausgaben
drastisch reduzieren, schlossen Kirchen und Schulen. Seit 1950 kosteten
die Verfehlungen von Priestern die Kirche insgesamt mehr als 2,6
Milliarden Dollar (derzeit fast 1,9 Milliarden Euro). Mindestens
4400 Priester hatten sich an nahezu 11 000 Kindern vergangen.
IRLAND: Die Regierung vereinbarte 2009 mit kirchlichen Orden einen
Entschädigungsfonds von 2,1 Milliarden Euro. Ein Großteil
des Geldes brachte die Kirche durch den Verkauf von Gebäuden
und Ländereien auf. Bis in die 1990er Jahre wurden tausende
Kinder in kirchlichen Heimen gequält und missbraucht. Einige
Bischöfe traten zurück, weil sie zulange geschwiegen hatten.
Über Entschädigungen in anderen Ländern gibt es
nur bruchstückhafte Berichte. Aus Kanada wurde 2009 bekannt,
dass die Diözese des Bistums London (Ontario) einer heute 51-Jährigen
zwei Millionen kanadische Dollar (1,3 Millionen Euro) gezahlt hat.
Sie war als Kind wie Dutzende andere Mädchen von einem Priester
geschändet worden.
weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/topstory/themafreitag/Hintergrund-Entschaedigungszahlungen;art144,5500780
Spiegel: Bistum Trier
Missbrauchsvorwürfe gegen 20 Priester
Im Bistum Trier sind zahlreiche neue Fälle sexuellen Missbrauchs
bekannt geworden, fünf davon wurden bereits der Staatsanwaltschaft
übergeben. Das Ausmaß sei "erschreckend", sagte
Bischof Ackermann. Er forderte weitere Opfer auf, sich zu melden.
Trier - Alle Fälle sollen sich zwischen den fünfziger
Jahren und 1990 ereignet haben, teilte das Bistum am Montag mit.
Insgesamt stünden 20 Priester wegen Missbrauchsvorwürfen
unter Verdacht. Drei Fälle lagen der Staatsanwaltschaft demnach
bereits vor, zwei weitere wurden der Behörde nun übergeben.
Zehn beschuldigte Priester sind verstorben.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,686212,00.html
Missbrauch: Vollmer fordert Opferfonds
Grünen-Politikerin schlägt Hilfen auch für Heimkinder
vor / Verdacht an weiterer Reformschule
Berlin - In der Debatte um sexuellen Missbrauch hat die Grünen-Politikerin
Antje Vollmer einen „Fonds für Traumatisierte“
vorgeschlagen. „Die Politik muss denjenigen helfen, die durch
entsetzliche Erfahrungen in ihrer Kindheit für ihr ganzes Leben
traumatisiert wurden“, sagte die frühere Bundestagsvizepräsidentin
dem Tagesspiegel am Sonntag. Die Opfer sollten in die Lage versetzt
werden, „soweit das überhaupt möglich ist, ihre
Traumata zu bearbeiten oder zu heilen“.
Vollmer ist Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung, der gewalttätige
Erziehungspraktiken zum Nachteil von Heimkindern in den 50er und
60er Jahren aufklärt. Sie sagte, aus dem „Fonds für
Traumatisierte“ könne Hilfe für ehemalige Heimkinder
und für Opfer sexuellen Missbrauchs finanziert werden.
weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,3068705
„Manche kämpfen alte
Schlachten“
Antje Vollmer über die Debatte um sexuellen Missbrauch,
alte Grabenkämpfe und neue Opfer der Medien.
rau Vollmer, wie erklären Sie sich, dass nach Jahrzehnten
des Schweigens so viele Opfer über Missbrauch sprechen?
Das ist eine Reaktion auf das gigantische mediale Interesse an
diesem Thema. Die Opfer sind Kinder, das Thema sexuelle Verirrungen
interessiert immer, das Opferbewusstsein unserer Gesellschaft ist
gewachsen. Und schließlich spielt auch noch eine Rolle, dass
die Öffentlichkeit einen Einblick in bislang verborgene Geheimnisse
der Eliteausbildung bekommt, also auch voyeuristische Interessen.
Warum hielt das Schweigen so lange?
Die Gesellschaft vergisst frühere Debatten nur zu schnell.
Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Gewaltregime
in staatlichen und kirchlichen Heimen in der Nachkriegszeit und
den Missbrauchserfahrungen von Heimkindern. Auch da gab es vor wenigen
Jahren ein öffentliches Erstaunen über das Ausmaß
der Gewalt, obwohl wir in den 70er Jahren schon einmal eine Debatte
über die Heime hatten und damals viele Einrichtungen geschlossen
wurden. Jedes Mal wird die alte Debatte unter anderen Akzenten geführt.
Wenn sich der Staub gelegt hat, muss man bilanzieren, wohin sie
uns gebracht hat.
Was erwarten Sie?
weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/politik/Antje-Vollmer-Missbrauch-Heimkinder;art771,3068515
"Kinder der Sünde"
Die Missbrauchs-Debatte ist eine Zwei-Klassen-Diskussion, in der
das Schicksal der Heimkinder kaum vorkommt, sagt Erziehungsexperte
Manfred Kappeler. Und erklärt, warum das so ist.
taz: Herr Kappeler, seit Jahrzehnten beschäftigen Sie sich
mit den Schicksalen jener, die nach dem Krieg in christlichen und
anderen Kinderheimen Opfer von Gewalt - auch sexueller - wurden.
In der Öffentlichkeit wurde dies kaum skandalisiert, ganz im
Gegensatz zu den Missbrauchsfällen nun. Warum?
Manfred Kappeler: Wenn es die Eliteschulen und damit die bürgerlichen
Schichten, die sogenannten tragenden Säulen der Gesellschaft,
trifft, dann gibt es einen Aufschrei. Und den ja zu Recht. Aber
für die Heimkinder, die schon immer abgeschrieben und ausgegrenzt
waren, ist das bitter und empörend. Sie sind offenbar keine
relevante Gruppe für die öffentliche Diskussion.
weiter lesen: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/kinder-der-suende/
Passau:
Missbrauchsopfer spricht nach 38 Jahren - „Rieche noch seinen
Atem“
Vilshofen. „Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und
in das wir schreiben sollen.“ Dieser Satz von Peter Rosegger
steht in einer Festschrift des Vereins Jugendpflege Vilshofen. Gestern
Nachmittag hat ein heute 52-jähriger Mann sein ganz persönliches
Buch aufgeschlagen. Zum ersten Mal spricht er über eine Zeit,
über Vorfälle, die ihn seitdem nicht mehr losgelassen
haben, die sein ganzes Leben überschattet haben. Er spricht
im Büro des Geschäftsführers des Vereins und des
heutigen Berufsbildungszentrums. Thomas Räß hat ihm Gehör
gegeben, hat sich angehört, wie Anton O. (Name geändert)
1972 in der Vilshofener Einrichtung missbraucht wurde.
„Ich konnte nicht schreien“
weiter lesen: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-27532659&Ressort=onli&Ausgabe=a&BNR=0
WINDSBACHER KNABENCHOR
Schüler wurden misshandelt
WINDSBACH Auch bei dem renommierten Windsbacher Knabenchor sind
in früheren Jahrzehnten Schüler geschlagen und misshandelt
worden. "Wir bedauern dies zutiefst, entschuldigen uns und
bitten um Vergebung", sagte der Internatsleiter, Pfarrer Thomas
Miederer, gestern.
weiter lesen: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2010%2F03%2F27%2Fa0103&cHash=a852554339
Mit Samthandschuhen gegen die Trutzburg
Unabhängige Aufklärung? Von wegen. Die Besetzung des
Runden Tischs der Bundesregierung ist zwar hochkarätig, sendet
aber eine klare Botschaft an die katholische Kirche: Fürchtet
euch nicht! Ein Kommentar von Hans Peter Schütz
er symbolische Name ist kennzeichnend - und verräterisch.
Als Reaktion auf die zahlreichen Fälle von sexuellem Missbrauch
von Kindern und Jugendlichen an Schulen und in Kirchen hat die Bundesregierung
einen "Runden Tisch" beschlossen. Er soll die Misere aufarbeiten,
soll weitere Skandale in Zukunft vermeiden. Gleich drei Bundesministerinnen
sitzen in der Runde. Kein Mann! Was bemerkenswert ist, geht der
Missbrauch doch fast ausschließlich vom männlichen Geschlecht
aus.
Für eine systematische Aufarbeitung ungeeignet
Doch die politisch hochrangige Besetzung kann nicht ernsthaft davon
ablenken, dass hier eine Institution ans Werk gesetzt worden ist,
die nicht viel für die systematische Aufarbeitung des Skandals
in Schulen und kirchlichen Institutionen taugt. Die Kritik der Grünen
daran ist berechtigt.
weiter lesen: http://www.stern.de/politik/deutschland/sexueller-missbrauch-mit-samthandschuhen-gegen-die-trutzburg-1553615.html
Runder Tisch soll Missbrauch aufarbeiten
Berlin - Mit einem Runden Tisch und einer Missbrauchsbeauftragten
reagiert das Bundeskabinett nach langen internen Debatten auf die
vielen Missbrauchsfälle. Der Runde Tisch soll Vorschläge
machen, wie die häufig lange zurückliegenden Fälle
vor allem in katholischen, aber auch in anderen Einrichtungen aufgearbeitet
werden können und welche Schlüsse für die Zukunft
zu ziehen sind. Kritiker fürchten, dass der Runde Tisch eine
Alibi-Veranstaltung werden könnte, die Opposition forderte
deshalb eine unabhängige Kommission.
weiter lesen: http://www.welt.de/die-welt/politik/article6918902/Runder-Tisch-soll-Missbrauch-aufarbeiten.html
Vatikan ignorierte US-Missbrauchsskandal
Im Missbrauchsskandal um katholische Geistliche steht erneut auch
Papst Benedikt XVI. persönlich am Pranger. Der Vatikan hat
nach Angaben der "New York Times" nichts gegen einen amerikanischen
Priester unternommen, der bis zu 200 gehörlose Jungen sexuell
missbraucht haben soll. Auch der damalige Kardinal Joseph Ratzinger
sei untätig geblieben, obwohl gleich mehrere US-Bischöfe
gewarnt hätten, dass die Angelegenheit die Kirche in eine peinliche
Lage bringen könne, berichtete die Zeitung im Internet.
weiter lesen: http://nachrichten.t-online.de/missbrauchsskandal-in-den-usa-ratzinger-blieb-trotz-warnungen-untaetig/id_41139084/index
Die durch die Hölle gegangen
sind
Sie wurden verprügelt, vergewaltigt, überfallen oder
haben schreckliche Unfälle erlebt: Traumatische Erlebnisse
sind schon für Erwachsene schlimm – für Kinder sind
sie jedoch katastrophal. Im schlimmsten Fall bleiben sie ein Leben
lang seelisch verwundet. Ein in Deutschland einmaliges Projekt soll
nun Betroffenen helfen.
Erwachsene wissen, dass zum Beispiel Schläge, Tritte oder
Vergewaltigungen etwas Schlechtes sind. Ein Kind erlebt das schlimme
Geschehen und kann es nicht einordnen - und kaum bis gar nicht darüber
reden. „Sie haben noch kein Wertegerüst wie ein Erwachsener“,
sagt Friedrich Haux von der Fachklinik für Psychotraumatologie
in Diez (Rheinland-Pfalz). Das Trauma festigt sich, im schlimmsten
Fall bleibt es ein Leben lang erhalten.
weiter lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article6910028/Die-durch-die-Hoelle-gegangen-sind.html
Landtag entschuldigt sich «im
Namen des Volkes» bei Heimkindern
Wiesbaden. Der Landtag hat sich bei früheren Heimkindern
für deren erlittenes Leid in hessischen Heimen entschuldigt.
«Wir wollen uns der Gesamtverantwortung für ein dunkles
Kapitel unserer Geschichte stellen», betonte der Grünen-Abgeordnete
Andreas Jürgens heute im Plenum des Wiesbadener Landtags. Das
Parlament entschuldige sich daher «im Namen des Hessischen
Volkes bei den Betroffenen für das erlittene Unrecht»,
sagte er. Jürgens hatte vergangenen Herbst eine Anhörung
des Landtags von Heimkindern in den 1950er bis 1970er Jahren geleitet.
Dort hätten Betroffene «in erschütternden Berichten
ein fürchterliches Bild der Heimerziehung» zum damaligen
Zeitpunkt gezeichnet.
Die Qualen der ehemaligen Heimkinder Hessischer Landtag zieht Konsequenzen
aus Heimkinder-Schicksalen
weiter lesen: http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30859:landtag-entschuldigt-sich-lim-namen-des-volkesr-bei-heimkindern&catid=22:allgemein&Itemid=59
Ein in einem DDR-Kinderheim sexuell
Misshandelter misshandelt wieder!
Lange Haftstrafe für SexualverbrecherVerteidigung:
Als Kind selbst missbraucht
Video: http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/7193652.html
Experte: "Missbrauch
kann vielfältig sein"
Es ist schwer, bei den vielen Missbrauchsfällen noch die Übersicht
zu behalten. Der Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth fordert,
in der Debatte über die Vorfälle stärker zu differenzieren.
BZ: Warum gibt es gerade in Internaten häufig Fälle von
Misshandlungen und Pädophilie?
Tenorth: Internate sind Welten eigener Art. Sie schotten sich stark
nach außen ab. Die Schüler sind getrennt von den Eltern
und haben eine starke Bindung an die eigene Gruppe und an die Pädagogen.
Es herrschen rigide Normen und Hierarchien, die zu verletzen ein
eigenes Vergnügen ist. Außerdem ziehen Internate offenbar
Menschen mit pädophilen Neigungen an. Denn das dichte Zusammenleben
vom Aufstehen bis zum nächtlichen Schlussgebet, die Hygiene,
der Sport ermöglichen Nähe und Intimität, ohne als
Abweichung aufzufallen.
weiter lesen: http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/experte-missbrauch-kann-vielfaeltig-sein--28721049.html
Sexueller Missbrauch: Bistum Trier
schaltet Staatsanwalt ein
Von unserer Mitarbeiterin Katja Bernardy
Bei der Trierer Staatsanwaltschaft sind in den vergangenen Tagen
zwei Fälle möglichen sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier
angezeigt worden. In einem Fall hat das Bistum die Ermittlungsbehörde
eingeschaltet. Das teilte Triers Leitender Oberstaatsanwalt Jürgen
Brauer auf TV-Anfrage mit. Das Bistum schweigt vorerst zu der Anzeige.
Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-TV-Trier-Missbrauch-bistum-staatsanwaltschaft-sexuell-f-228-lle;art806,2394945
In Diakonie offenbar Kinder mit Reitpeitsche
misshandelt
MOSBACH. Auch in der Johannes-Diakonie in Mosbach sollen in den
1960er Jahren Heiminsassen sexuell missbraucht und von Betreuern
körperlich misshandelt worden sein. Wie die „Rhein-Neckar-Zeitung“
berichtete, meldete sich ein ehemaliger Zögling, der über
zehn Jahre lang sexuelle Übergriffe und körperliche Misshandlungen
zu erdulden hatte.
Mit einer Reitpeitsche habe ein Betreuer in Reiterhosen und Stiefeln
die Kinder und Jugendlichen regelmäßig misshandelt. Die
Jugendlichen mussten zudem nach kilometerlangen Fußmärschen
dessen Privathaus unentgeltlich umbauen. Beim wöchentlichen
Badetag soll ein anderer Betreuer Kinder kopfüber in eine Wanne
getaucht und sie dabei festgehalten haben. Der Mann sprach von Todesängsten,
die er damals auszustehen hatte.
weiter lesen: http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Suedwest/In-Diakonie-offenbar-Kinder-mit-Reitpeitsche-misshandelt-_arid,183402_puid,1_pageid,26.html
Evangelische Kirche in Bayern gibt
Versäumnisse zu
Auch die evangelische Kirche gerät wegen Missbrauchsfällen
zunehmend unter Druck: Nun gab die bayerische Landeskirche Versäumnisse
bei der Aufklärung eines Falles zu. Im Rheinland wurden weitere
Vorwürfe bekannt.
München - In Bayern ist auch die evangelische Landeskirche
von Missbrauchsvorwürfen betroffen. Ein Sprecher bestätigte,
dass zwei Frauen zwei evangelische Pfarrer beschuldigten, sie als
Jugendliche missbraucht zu haben. Die Fälle ereigneten sich
Mitte der achtziger beziehungsweise Mitte der sechziger Jahre.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,685098,00.html
„Verbale Betroffenheit genügt
nicht“
Rom/HilDesheim. Während der katholische Klerus den Hirtenbrief
Papst Benedikts XVI. einhellig begrüßte, ging das Schreiben
vielen reformwilligen Christen nicht weit genug. Unterdessen häufen
sich in den katholischen Bistümern Niedersachsens Hinweise
auf Missbrauchsfälle.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch,
verstand das Papier als klare Weisung. Es habe „Geltung für
die ganze Kirche und ist eindeutig eine Botschaft auch an uns in
Deutschland“. Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle äußerte,
das Hirtenwort sei eine Bestärkung, „den Weg der konsequenten
Aufklärung und Aufarbeitung weiterzugehen“.
weiter lesen: http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Startseite/Verbale-Betroffenheit-genuegt-nicht-_arid,331476_puid,1_pageid,52.html
Aktuelle Stunde im Bundestag
Volker Beck,Bündnis90 / Die Grünen, teilte uns heute
auf Anfragen zu den
Fällen sexuellen Missbrauchs folgendes mit: "Wir haben
heute eine Aktuelle
Stunde zum Thema "Konsequenzen aus den zahlreichen bekannt
gewordenen Fällen
sexuellen Missbrauchs in kirchlichen und weltlichen Einrichtungen"
beantragt. Weder die katholische Kirche, noch die Bundesregierung
haben
bisher eine angemessene und hinreichende Antwort auf die in großer
Zahl
bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs in kirchlichen
Einrichtungen
und weltlichen Schulen gefunden. Der runde Tisch der Bundesregierung
ist der
falsche Weg. Für uns steht die Opferperspektive im Mittelpunkt
und nicht der
Schutz einer Institution. Eine unabhängige Untersuchung der
Vorfälle,
Präventionsmaßnahmen und Entschädigungen sind dafür
unabdingbar."
weiter lesen: http://de.sevenload.com/mitglieder/toptv-okb
Prügelorgien in Tirols Heimen
Exzessive Gewalt stand in Tirols Fürsorgeheimen bis in
die 80er Jahre auf der Tagesordnung. Nun will das Land die Vergangenheit
aufarbeiten, viele Akten sind aber unauffindbar.
Innsbruck – „Schlimme Buben“ wanderten in die
Isolierzelle, Kinder wurden stundenlang festgebunden, blutig geprügelt,
gedemütigt. Wer nicht parierte, musste unter den Tisch und
die anderen durften ihn mit Fußtritten traktieren. „Es
waren bei den Erziehern Schlägertruppen am Werk, es gab exzessivste
Gewalt, es wurde mit unvorstellbarer Brutalität vorgegangen.
In einem Heim gab es auch sexuellen Missbrauch“, so Hort Schreiber
über die dunklen Zeiten in Tirols Fürsorgeheimen. Der
Zeithistoriker, der die Steuerungsgruppe zur Aufarbeitung der Geschichte
in Internaten, Heimen und Schulen rund um LR Gerhard Reheis initiiert
hat, beschäftigt sich seit Jahren mit der Heimerziehung.
weiter: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/ChronikInnsbruck/460002-6/pr%C3%BCgelorgien-in-tirols-heimen.csp
Kritik an päpstlichem Hirtenbrief
Christen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche
haben enttäuscht auf den "Hirtenbrief" des Papstes
reagiert. Vertreter von Missbrauchsopfern kritisierten, der Papst
lasse zu viele Fragen offen.
Abgesehen von offiziellen Vertretern der katholischen Kirche zeigten
sich am Wochenende viele Gläubige unzufrieden mit dem Hirtenbrief
des Papstes. Kritische Reaktionen kamen unter anderem von der katholischen
Reformbewegung "Wir sind Kirche" in Deutschland. Ihr Sprecher
Christian Weisner sagte, der Papst erwähne in seinem Hirtenbrief
mit keinem Wort deutsche Opfer sexuellen Missbrauchs in Einrichtungen
der katholischen Kirche. Weil das Schreiben ausschließlich
an die irischen Katholiken adressiert sei, entstehe der Eindruck,
als sei der Missbrauch von Kindern durch Priester nur ein Problem
in Irland. Vielmehr sei dies aber ein globales Problem, meinte Weisner.
Es müsse deshalb darauf eine globale Antwort gefunden werden.
weiter lesen: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5375826,00.html
Antrag "Verjährungsfristen
bei sex. Mißbrauch" des Abgeordneten Jan Timke (Bürger
in Wut).
video: http://www.youtube.com/watch?v=YP_q9p3CuBM&feature=player_embedded
Papst empfindet "Scham und Reue"
In seinem mit Spannung erwarteten "Hirtenbrief" hat Benedikt
XVI. den Missbrauch von Minderjährigen zutiefst bedauert. Er
sei schockiert und verletzt. Zugleich ordnete der Papst eine Untersuchung
der Fälle in Irland an.
Papst Benedikt XVI. bat die Opfer sexuellen Missbrauchs um Verzeihung
und forderte eine Bestrafung der Täter. "Im Namen der
Kirche bekunde ich offen die Scham und Reue, die wir alle empfinden",
heißt es in seinem persönlichen Hirtenbrief an die irischen
Katholiken. In dem am Samstag (20.03.2010) in Rom veröffentlichten
Schreiben äußert sich Benedikt "schockiert und verletzt"
über die "sündigen und kriminellen Handlungen"
durch Geistliche. Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass
in Irland seit 1930 tausende Heimkinder von Kirchenleuten missbraucht
wurden.
Für einige Bistümer, Priesterseminare und Orden in Irland
kündigte der Papst eine Untersuchung der Vorfälle durch
den Vatikan an. Das Problem des Kindesmissbrauchs sei aber "weder
spezifisch für Irland noch für die Kirche", betonte
Benedikt. Auf die Missbrauchsfälle an katholischen Einrichtungen
in Deutschland ging der Papst jedoch nicht eigens ein.
weiter lesen: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5374402,00.html
original Hirtenbrief (englisch): http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20100319_church-ireland_en.html
Kommentar von Paddy Doyle: http://www.paddydoyle.com
"The Pope's letter is just a lot of rubbish and should be treated
accordingly."
Ich schließe mich der so treffenden Observation von Paddy
Doyle an und ergänze:
Nichts als leere Worte! Die Kath. Kirche schützt ihre Misshandler
und die Opfer bleiben "collateral damage".
Sieglinde Alexander
Mehrerau: Kriminalamt ermittelt
Bregenz - Nachdem sich seit vergangenem Freitag 16 Opfer gemeldet
haben, die offenbar in kirchlichen Einrichtungen missbraucht worden
sind, ermittelt das Vorarlberger Landeskriminalamt auf Hochtouren.
Man gehe jedem einzelnen Fall nach, betonte Stefan Schlosser vom
Landeskriminalamt am Mittwoch gegenüber der APA. Es sei nicht
auszuschließen, dass es bei den Vorwürfen auch Überschneidungen
mit bereits bekannten Fällen gebe, sagte Schlosser. Die Anschuldigungen
würden aber nicht allesamt das Bregenzer Zisterzienser- Kloster
Mehrerau betreffen, sondern auch andere kirchliche Institutionen.
Am vergangenen Freitag hatten Anselm van der Linde, Abt des Klosters
Mehrerau, sowie Generalvikar Benno Elbs von der Diözese Feldkirch
in einer Pressekonferenz das Recht der Missbrauchten auf eine Entschuldigung
und eine kompromisslose Aufklärung betont.
weiter lesen: http://www.vienna.at/news/vorarlberg/artikel/missbrauch-kriminalpolizei-ermittelt-auf-hochtouren/cn/news-20100317-01434043
Missbrauch im Kloster Birnau
Ein 69-jähriger Priester hat in dieser Woche gestanden, vor
Jahrzehnten im Kloster Birnau einen Ministranten sexuell missbraucht
zu haben. Der Mönch der Zisterzienserabtei Mehrerau bei Bregenz
war zuletzt als Priester in der Schweiz beschäftigt, er wurde
mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert.
Der Geistliche erstattete Selbstanzeige bei der Kriminalpolizei.
Auf Druck des Opfers räumte der Priester die sexuellen Übergriffe,
die er in der Birnau verübt hatte, in dieser Woche öffentlich
ein. Dem ehemaligen Ministranten gegenüber gestand der Priester
bereits 2006, dass er ihn missbraucht hatte.
Weiter lesen: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Missbrauch-im-Kloster-Birnau;art372495,4213720
Offenbar mehrere Missbrauchsfälle
im Kloster Mehrerau:
http://bregenz.vol.at/news/tp:meinegemeinde:bregenz/artikel/offenbar-mehrere-missbrauchsfaelle-im-kloster-mehrerau/cn/news-20100309-06224870
Bistum Basel wusste von seinen Sex-Taten
BASEL – Das Bistum Basel wusste genau Bescheid, dass
Pater Gregor Müller (69) sich bei seinen früheren Einsätzen
im Ausland wiederholt an Knaben vergriffen hatte.
Sprecher Giuseppe Gracia bestätigt gegenüber BLICK, dass
die Verfehlungen des Pfarrers schon seit den 70er-Jahren bekannt
waren: «Als Pater Gregor in den Dienst übernommen wurde,
wussten die Verantwortlichen des Bistums Basel offenbar, dass er
die vorherigen Einsatzorte wegen unerlaubter sexueller Handlungen
hatte verlassen müssen.»
weiter lesen: http://www.blick.ch/news/schweiz/basel/bistum-basel-wusste-von-seinen-sex-taten-143016
Hessischer Landtag zieht Konsequenzen
aus Heimkinder-Schicksalen
Kassel/Wiesbaden. Als Konsequenz aus der Anhörung zu den Schicksalen
von Heimkindern in den 50er bis 70er Jahren wird sich der hessische
Landtag kommende Woche offiziell «im Namen des Volkes»
bei den Opfern entschuldigen. Der harsche Umgang mit den Heimkindern
sei in der damaligen Zeit «gesellschaftlich akzeptiert»
gewesen, sagte der Vorsitzende der Landtagsanhörung, der Grünen-Politiker
Andreas Jürgens, im ddp-Interview. Die Situation in den Heimen
samt der Gewaltbereitschaft der Erzieher sei in der Fachöffentlichkeit
bekannt gewesen und auch gebilligt worden.
nh24: Die Qualen der ehemaligen Heimkinder
weiter lesen: http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30716:hessischer-landtag-zieht-konsequenzen-aus-heimkinder-schicksalen&catid=22:allgemein&Itemid=59
Sex-Partys mit Heimkindern: Weitere
Opfer melden sich
Gibt es Wiener "Pädophilen-Mafia"?
Jugendamt prüft Heime nur nach Voranmeldung.
Wien. Immer neue Details aus dem Umfeld jenes Hietzinger Kinderheimes,
in dessen Umfeld es in den 1990er Jahren zu Sex-Orgien mit Heimkindern
gekommen sein soll, werden nun bekannt. Bei der "Wiener Zeitung"
meldete sich ein weiteres Opfer, das nun aussagen möchte. Seitens
des Leiters des August Aichhorn Heimes – er war auch in der
fraglichen Zeit der Missbräuche schon in führender Funktion
tätig – gibt es bisher keine Stellungnahme.
weiter lesen: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=480344
Verletzte Kinderseelen bleiben
Reckenfeld/Greven - Auch nach Jahrzehnten ist das, was damals
passiert ist, so lebendig, als wäre es vor wenigen Wochen geschehen.
Situationen und Bilder haben sich in die Seele eingebrannt. Wer
Alfred K. und Herbert Z. (Namen von der Redaktion geändert)
gegenübersitzt und ihnen zuhört, wird ergriffen. Alfred
K. und Herbert Z. sind heute 60 und 59 Jahre alt. Beide wurden nach
der Geburt als unehelich geborene Kinder - damals ein Skandal -
in das Kinderheim „Haus Sonnenschein“ in Rheine-Bentlage
abgeschoben. 14 Jahre lebten sie dort: Alfred K. von 1950 bis 1964,
Herbert Z. von 1951 bis 1965.
Sexuell missbraucht wurden sie im „Haus Sonnenschein“
nicht. Aber sie wurden von Nonnen geschlagen, mit Kleiderbügeln
und Schuhen verprügelt und gedemütigt.
weiter lesen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/greven/1290239_Verletzte_Kinderseelen_bleiben.html
Rechenschaft vor Gott und den Gerichten
Papst ermahnt Irlands Bischöfe und entschuldigt sich bei
Opfern
Es ist ein Brief, den Vatikansprecher Federico Lombardi als beispiellos
hinstellt. „Klare Worte gefunden“, sagt im domradio.de-Interview
Pater Bernd Hagenkord von Radio Vatikan, der den Brief vorab lesen
konnte: Papst Benedikt XVI. wendet sich an die Katholiken Irlands
und nimmt persönlich zu dem Missbrauchsskandal Stellung. In
dem umfangreichen und sehr dicht formulierten Schreiben versucht
der Papst eine Analyse der Lage und wendet sich an die Betroffenen.
Ein Schlusswort ist es noch lange nicht.
weiter lesen: http://www.domradio.de/aktuell/62514/euer-vertrauen-ist-missbraucht-worden.html
Irland: Tausende Kinder in Heimen
gequält
Kardinal Sean Brady, Vorsitzender der irischen Bischofskonferenz,
entschuldigte sich bei den Missbrauchs-Opfern in einem katholischen
Heim.
Sie wurden geschlagen, vergewaltigt, kahl geschoren und mit Feuer
und Wasser gequält. Vor lauter Hunger aßen sie Abfälle;
statt Namen hatten sie Nummern. Später mussten sie ihr zerstörtes
Leben alleine meistern. Erst in den vergangenen Jahren wurden die
schrecklichen Erlebnisse Tausender Heimkinder, die über Jahrzehnte
hinweg in katholischen Einrichtungen in Irland missbraucht worden
waren, in der Öffentlichkeit bekannt.
weiter lesen: http://kurier.at/nachrichten/1987613.php
Priester gesteht sexuellen Missbrauch
Ein Pfarr-Administrator aus dem Kanton Schwyz hat gestanden,
in den 1970er-Jahren sexuelle Übergriffe auf Minderjährige
begangen zu haben.
Chur. – Eines seiner Opfer hatte am Montag das Bistum Chur
informiert, worauf dieses den Pater zur Rede gestellt hatte. Die
Übergriffe geschahen im deutschen Birnau und in Mehrerau bei
Bregenz in Österreich, wie das Bistum Chur heute mitteilte.
Bereits mit Ermittlungen begonnen
weiter lesen: http://www.suedostschweiz.ch/newsticker/index.cfm?id=35780&newsRessort=&newsRegion=
Pfarrer von Schübelbach: Ich
habe Buben missbraucht
Alle kannten ihn als Fasnachts-Pfarrer. Doch Pater Gregor Müller
(69) hat ein dunkles Geheimnis.
Gregor Müller ist weit über seine Kirchgemeinde in Schübelbach
SZ hinaus bekannt. Er gilt als Wegbereiter des Fasnachtsgottesdiensts.
16 Narrenmessen hat Pater Gregor gefeiert. Bis ihn der Churer Bischof
Vitus Huonder stoppte. Er hält das fasnächtliche Treiben
in der Kirche für unangemessen.
Das sieht Pater Gregor anders. Im Februar wehrt er sich in den
Medien gegen das Verbot. Der gebürtige Aargauer gibt sich liberal
und offen. Bis 1983 war er in der Stadt Baden tätig, hat dort
einen Kinderchor gegründet. Müller gehört dem Zisterzienser-Orden
(Kloster Mehrerau) an. Seit 1992 ist er Priester in Schübelbach.
Übergriffe eingestanden
Wie sich jetzt herausstellte, hat der Pater eine dunkle Vergangenheit.
Gregor Müller verging sich an Ministranten und Klosterschülern.
Er gibt zu, in den 70er-Jahren Minderjährige missbraucht zu
haben.
weiter lesen: http://m.blickamabend.ch/news/schweiz/pfarrer-von-schuebelbach-ich-habe-buben-missbraucht-142897
Peitschenschläge hinter schalldichter
Tür
Sie hatten die Wahl zwischen Peitsche, Rohrstock und einem Schuh:
Schüler des berühmten evangelischen Windsbacher Knabenchors
sollen systematisch und voller Brutalität von Lehrern und Pfarrern
verprügelt worden sein. Ein Journalist aus München schrieb
sich das Leid kurz vor seinem Tod von der Seele.
Acht Jahre hatte es gedauert. Acht Jahre hatte Klaus Kirschner
die Hölle des Windsbacher Knabenchors durchlitten - dann, ein
Jahr vor seinem Abitur, trieb er seinen Widerstand gegen Lehrer
Hans T. auf die Spitze.
Lehrer T., ein ehemaliger Offizier und späterer Kirchenmusikdirektor
des Windsbacher Knabenchors, forderte von dem Jungen während
eines Konzerts 1968, seinen Zylinder abzunehmen. Klaus Kirschner
widersetzte sich. Erfolgreich. Nach dem Eklat wurde er aus der "Gemeinschaft
verstoßen". Einer Gemeinschaft, über die Kirschner
später schrieb, man habe ihr nur durch Abitur oder Tod entrinnen
können.
Als Klaus Kirschner 2004 wusste, dass er nur noch Monate zu leben
hatte, schrieb er zwei Abschiedsbriefe an Kirchenmusikdirektor T.
Dieser verstarb 2007. Auf die Briefe geantwortet hat er nie. Sie
sind ein Dokument des Grauens.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684604,00.html
Papst "Hirtenbrief"
Radio Vatikan: 1. Liebe Schwestern und Brüder, mit großer
Sorge schreibe ich euch als Hirt der weltweiten Kirche. Wie Euch
haben auch mich die Informationen über den Missbrauch an Kindern
und Schutzbefohlenen durch Mitglieder der Kirche Irlands, besonders
durch Priester und Ordensleute, sehr beunruhigt.
Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs
nur teilen, das so viele von euch beim Erfahren dieser sündhaften
und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche,
damit umzugehen, erfahren haben. Wie ihr wisst, habe ich erst kürzlich
die irischen Bischöfe zu einem Treffen hier in Rom eingeladen,
dass sie über ihren Umgang mit diesen Angelegenheiten in der
Vergangenheit berichten und um die Schritte aufzuzeigen, die sie
unternommen haben, um auf diese schwerwiegende Situation zu reagieren.
Gemeinsam mit höheren Verantwortlichen der römischen
Kurie habe ich gehört, was sie, sowohl einzeln als auch als
Gruppe, zu der Analyse der begangenen Fehler und der gelernten Lektionen,
als auch in der Darstellung der Programme und jetzt geltenden Richtlinien
zu sagen hatten. Unsere Diskussionen waren offen und konstruktiv.
weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/665/1/
Schwere Missstände auch im ehemaligen
Kinderheim in Hennef?
Hennef. 20 Jahre lang - von 1953 bis 1973 - war Schloss Allner
bei Hennef ein Kinderheim. Dort lebten überwiegend Säuglinge,
Kleinkinder und Kinder, die das Schulalter noch nicht erreicht hatten.
Es waren Waisenkinder, aber auch sehr viele uneheliche Kinder, die
von ihren Müttern in die Obhut der "Schwestern vom kostbaren
Blut", einem katholischen Frauenorden, gegeben wurden. Heute
besteht das Schloss aus Eigentumswohnungen.
weiter lesem: http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=714844
SF Nachrichten 10 vor10
Sexuelle Übergriffe auch im Kloster Einsiedeln
Die Fälle von sexuellen Übergriffen durch katholische
Kirchenmänner werden zum Flächenbrand für die Kirche.
Heute sind neue Verfehlungen in der Schweiz bekannt geworden, unter
anderem auch gegen Frauen. Politiker fordern nun lückenlose
Aufklärung. Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln steht
«10vor10» Rede und Antwort.
Video: http://videoportal.sf.tv/video?id=400eae46-311c-429b-b855-5c0d6500b5ed&referrer=http://www.sf.tv/sendungen/10vor10/index.php
Sexuelle Übergriffe auch im
Kloster Einsiedeln
Im Kloster Einsiedeln ist es seit den 70-er Jahren ebenfalls zu
sexuellen Übergriffen auf Schüler gekommen. Insgesamt
haben sich fünf Klosterbrüder Verfehlungen zuschulden
kommen lassen.
Dies schreibt das Kloster in einer Reaktion auf Enthüllungen
von "Schweiz aktuell" des Schweizer Fernsehens. Nicht
alle Verfehlungen seien in der Stiftsschule erfolgt, heisst es in
der Mitteilung.
In keinem Fall sei eine Strafanzeige eingereicht worden, "weil
entweder die Opfer darauf verzichtet haben oder die damals beigezogenen
externen Experten die Handlungen als nicht strafrelevant betrachteten".
Abt Martin Werlen präzisierte in der Sendung "10 vor
10" des Schweizer Fernsehens, seit seinem Amtsantritt im Dezember
2001 habe es drei Fälle gegeben. Die Klosterbrüder hätten
bei der Seelsorge die professionelle Grenze überschritten und
Abhängigkeiten von Frauen ausgenutzt.
weiter lesen: http://www.sonntagszeitung.ch/home/artikel-detailseite-sda/?newsid=124874
Priester beichtet sexuellen Missbrauch
und tritt von Amt zurück
Ein Pfarr-Administrator aus dem Kanton Schwyz hat gestanden, sich
in den 1970er-Jahren an mindestens einem Minderjährigen sexuell
vergangen zu haben. Der Fall steht im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen,
die in der vergangenen Woche in Vorarlberg bekannt wurden.
Das Bistum Chur ist am Montag per E-Mail von einem Opfer des heute
69-jährigen Paters kontaktiert worden, wie das Bistum mitteilte.
Das Opfer bezichtigt den Schweizer, im österreichischen Vorarlberg
in Mehrerau bei Bregenz und im deutschen Birnau mehrere Ministranten
missbraucht zu haben.
Nachdem das Bistum den seit 1992 in einer Schwyzer Gemeinde als
Pfarr-Administrator tätigen Mann mit den Vorwürfen konfrontiert
hatte, gab der Mann mindestens einen Übergriff zu, wie Bischofsvikar
Christoph Casetti zur Nachrichtenagentur SDA sagte. Der Pater demissionierte
nach seinem Geständnis sofort.
weiter lesen: http://www.a-z.ch/news/politik/priester-beichtet-sexuellen-missbrauch-und-tritt-von-amt-zurueck-7105808
Über 60 Fälle von sexuellem
Missbrauch in Schweizer Kirche
Die Missbrauchsskandale an Jesuitenschulen in Deutschland lenken
den Verdacht auch auf andere katholische Kirchen, auch auf jene
der Schweiz. Die Schweizer Bistümer haben in den letzten 15
Jahren mehr als 60 Fälle von sexuellem Missbrauch untersucht.
Nach den Missbrauchs-Skandalen in Deutschland und Irland macht
die Zeitung «Sonntag» nun bekannt, wie häufig es
in der Schweiz zu sexuellen Übergriffen in der katholischen
Kirche kommt. Die Schweizer Bistümer haben in den letzten 15
Jahren mehr als 60 Fälle von sexuellem Missbrauch untersucht.
Das zeigten Recherchen des «Sonntags».
weiter lesen: http://www.zh.kath.ch/aktuell/medienspiegel/2010/ueber-60-faelle-von-sexuellem-missbrauch-in-schweizer-kirche-sonntag/
Bistum Basel spricht von «unvertretbarer
Fehleinschätzung»
Das Bistum Basel hat die Anstellung des Pfarrers von Schübelbach
als «unvertretbare Fehleinschätzung» bezeichnet.
Die Vorgeschichte des Paters, der sexuellen Missbrauch gestanden
hat, war den Verantwortlichen bekannt.
(sda) Das Bistum Basel versucht in der Missbrauchsgeschichte um
den Pfarrer in Schübelbach Licht ins Dunkel zu bringen. Nach
Recherchen im Archiv stellte das Bistum Basel fest, dass die Verantwortlichen
die Vorgeschichte des Paters kannten.
Der Pater war ab 1971 im Bistum Basel tätig, in der Pfarrei
Baden - erst als Aushilfspriester und ab 1978 bis 1987 als Vikar/Pfarrhelfer
und Religionslehrer. Er hatte dort auch einen Jugendchor gegründet.
Die Neigung des Paters war laut Aussagen von Verantwortlichen zu
der Zeit auch den lokalen Vorgesetzten in Baden bekannt gewesen.
Verantwortlich für das Bistum Basel war zu dieser Zeit Bischof
Anton Hänggi. Er starb 1994.
Weiter lesen: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/sexueller_missbrauch_bistum_basel_schuebelbach_1.5251111.html
Bistum Chur prüft rund 10 weitere
Verdachtsfälle
Das Bistum Chur untersucht aktuell rund zehn Verdachtsfälle
von sexuellem Missbrauch. Das sagte Bischofsvikar Christoph Casetti
am Freitag zur Nachrichtenagentur SDA. Hinweise habe das Bistum
von Opfern, Opferangehörigen und von Drittpersonen bekommen.
(sda) Keiner der Verdachtsfälle betrifft laut Casetti den Pfarrer
von Schübelbach, dessen Missbrauchsgeschichte diese Woche ans
Tageslicht kam. Zwei der Fälle sind aber erst nach dem Bekanntwerden
seiner Übergriffe gemeldet worden, die anderen schon vorher.
Zum Teil liegen die Vorkommnisse schon Jahrzehnte zurück.
weiter lesen: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/bistum_chur_prueft_rund_10_weitere_verdachtsfaelle_1.5251663.html
ORF Tirol - Misshandlungen der ev.
Kirche
Video: http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=tir&day=2010-03-17&offset=00:01:37
EMaK: Die prompte
Reaktion der Tiroler ist bemerkenswert.
Merkel: Bewährungsprobe für
ganze Gesellschaft
Doch nur ein Runder Tisch zu Missbrauchsfällen
Berlin (epd). Angesichts der Welle von bekanntgewordenen Kindesmissbrauchsfällen
hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von einer "Bewährungsprobe
für die ganze Gesellschaft" gesprochen.
Es komme darauf an, dass die Opfer "wenigstens das Stück
Wiedergutmachung bekommen, das man im Nachhinein noch schaffen kann",
sagte Merkel am 17. März im Bundestag.
Die Bundesregierung will nun doch nur einen Runden Tisch zu den
Missbrauchsfällen ins Leben rufen. Sie halte es für eine
gute Idee, "die gesamte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle
zu bündeln", sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
(FDP).
weiter lesen: http://www.epd.de/sozial/sozial_index_72782.html
Neue Hinweise
Rottenburg. Die Missbrauchskommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart
beschäftigte sich gestern mit einer Vielzahl neuer Verdachtsfälle.
Die Vorwürfe richten sich gegen insgesamt 20 Personen, darunter
15 Priester.
Seit den Enthüllungen an Jesuitenkollegien in Berlin und St.
Blasien im Schwarzwald hat sich die Arbeit der Kommission sexueller
Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart erheblich ausgeweitet.
Die acht Mitglieder trafen sich gestern in der Bischofsstadt und
berieten über neu eingegangene Hinweise. Sie betreffen 20 Personen,
darunter acht Priester der Diözese, sieben Ordenspriester,
zwei Lehrer und drei Laienmitarbeiter. Zu diesen Fällen nahm
der Kommissionsvorsitzende Robert Antretter zusammen mit dem Diözesanrichter
Norbert Reuhs Stellung.
Bischof Gebhard Fürst blieb der Pressekonferenz fern. Er ließ
seinen Sprecher Thomas Broch eine "persönliche Erklärung"
verlesen. Laut Fürst befindet sich die Kirche in einer Glaubwürdigkeitskrise,
"wie sie seit Generationen nicht mehr gesehen wurde".
Fürst erklärte: "Das erfüllt mich mit Trauer,
mit Scham für die Täter und mit tiefem Mitempfinden für
die Opfer." Sexueller Missbrauch gegen wen auch immer bezeichnete
er als "verabscheuungswürdigendes Verbrechen".
weiter lesen: http://www.swp.de/goeppingen/nachrichten/suedwestumschau/art4319,410504
Auch in Westfalen
Missbrauch an Schule der Steyler Missionare
in den 80er Jahren
Am Arnold-Janssen-Gymnasium im westfälischen Neuenkirchen
ist Anfang der 1980er Jahre ein Schüler von einem Ordensbruder
der Steyler Missionare missbraucht worden. Das teilte der Orden
am Donnerstag in St. Augustin bei Bonn mit. Das zur Tatzeit 14-jährige
Opfer habe sich am Mittwoch gemeldet. Der Täter sei im Jahr
2000 gestorben.
weiter lesen: http://www.domradio.de/aktuell/62457/auch-in-westfalen.html
Verurteilter Priester im Bistum Fulda
weiter aktiv
Obwohl ein Priester wegen sexuellen Missbrauchs aufgefallen ist,
durfte er sich aktiv in die Gemeindearbeit einbringen. Ende der
Neunziger war es zu sexuellen Übergriffen auf Jugendliche gekommen,
aber erst 2007 wurde der Pfarrer in den Ruhestand versetzt. Jetzt
verteidigt sich das Bistum.
Im Bistum Fulda ist ein wegen sexuellen Missbrauchs aufgefallener
Priester nach Angaben des Informationssenders hr-info weiter in
der Gemeindearbeit aktiv. Das Bistum erklärte dazu in einer
Mitteilung, der Pfarrer sei 2007 in den Ruhestand versetzt worden.
Er habe aber unter strengsten Auflagen“ die Möglichkeit
erhalten, in den nordhessischen Orten Naumburg und Volkmarsen die
Messe zu halten.
weiter lesen: http://www.welt.de/news/article6828439/Verurteilter-Priester-im-Bistum-Fulda-weiter-aktiv.html
Kommission Sexueller Missbrauch redet
über Wurmlingen
Der jüngst bekannt gewordene Verdachtsfall des sexuellen Missbrauchs
von Kindern durch einen Priester in Wurmlingen ist einer von mehreren
Fällen, die am Donnerstag in der Kommission Sexueller Missbrauch
behandelt wurden. Über sieben neue Hinweise auf Übergriffe
zwischen 1950 und 1970 durch Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart
redete die Kommission.
In einer persönlichen Erklärung, die Bischof Gebhard
Fürst zu Beginn der Pressekonferenz verlesen ließ, stellte
er sich vor die "absolut überwiegende Mehrheit" der
Priester seiner Diözese. Die Kirche erlebe derzeit eine Glaubwürdigkeitskrise,
wie seit Generationen nicht mehr.
weiter lesen: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/rottenburg_artikel,-Kommission-Sexueller-Missbrauch-redet-ueber-Wurmlingen-_arid,95398.html
Niederlande
Geistliche sollen blinde Kinder missbraucht haben
Schwere neue Vorwürfe gegen die katholische Kirche: In den
Niederlanden sollen Geistliche regelmäßig Kinder einer
Blindenschule misshandelt und sexuell missbraucht haben. Demnach
vergingen sich die Täter sogar im Klassenraum an ihren Opfern
- in Anwesenheit anderer Schüler.
Amsterdam - Tatort ist das Blindeninstitut Sint Henricus in der
südniederländischen Ortschaft Grave. Dort sollen katholische
Geistliche in den sechziger Jahren regelmäßig blinde
und schlecht sehende Kinder misshandelt haben, berichtete die Zeitung
"NRC Handelsblad" am Donnerstag unter Berufung auf eine
gemeinsame Recherche mit dem Rundfunk Radio Nederlands Werelmdomroep.
Betroffenen zufolge waren an den Taten sechs Mitglieder des katholischen
Männerordens Fraters van Tilburg beteiligt. Neben dem Missbrauch
sollen die Kinder auch immer wieder misshandelt worden sein. Als
Zeugen meldeten sich vier ehemalige Schüler.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684428,00.html
Zollitsch nimmt Papst in Schutz
Im Skandal um den Missbrauch von Kindern an katholischen Einrichtungen
hat sich die Deutsche Bischofskonferenz hinter den Papst gestellt.
Dieser kündigte unterdessen für Freitag seinen lange erwarteten
"Hirtenbrief" an.
Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz,
beklagte die "Mär vom schweigenden Papst" und verwies
auf frühere Reaktionen Benedikts XVI. zum Missbrauch von Minderjährigen.
Das Kirchenoberhaupt habe zu diesem Thema bereits Worte gefunden,
"die in aller Welt gehört" worden seien, schreibt
der Freiburger Erzbischof in einem Gastbeitrag für die Zeitung
"Die Welt" (Donnerstagsausgabe, 18.03.2010). Es sei deshalb
so kurzsichtig wie oberflächlich, vom Papst einer Weltkirche
nun eine Wiederholung dieser Aussagen ausdrücklich für
Deutschland zu fordern.
"Klarheit und Wahrheit"
Am Mittwoch hatte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in die
Missbrauchsdebatte eingeschaltet. Notwendig seien "Klarheit
und Wahrheit über alles, was passiert ist", sagte Merkel
im Bundestag. Der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei
ein "verabscheuungswürdiges Verbrechen". Zugleich
warnte die Kanzlerin davor, die Diskussion auf Vorfälle in
der katholischen Kirche zu verengen.
weiter lesen: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5364777,00.html
„Alarmierende Berichte“
Caritas Bonn geht Hinweisen auf Missstände in Kinderheim nach
Die Caritas Bonn geht Hinweisen auf Missstände in einem ihrer
früheren Kinderheime nach. Sie betreffen das ehemalige Kinderheim
Schloss Allner in Hennef. Eine Caritas-Sprecherin sagte, Berichte
ehemaliger Heimkinder über die Zustände in der Einrichtung
in einem Internet-Blog seien „alarmierend“.
„Wir haben Hinweise darauf erhalten, dass es Menschen geben
könnte, die durch den Aufenthalt in dem damaligen Kinderheim
zu Schaden gekommen sind. Das beschämt uns und macht uns sehr
betroffen“, erklärte Caritas-Direktor Jean-Pierre Schneider
am Donnerstag in Bonn. Das Heim war von 1953 bis 1973 in der Trägerschaft
des katholischen Sozialwerks.
weiter lesen: http://www.domradio.de/aktuell/62433/alarmierende-berichte.html
Der lange Schatten des zweiten Jahrtausends
Auf der Homepage der Benediktinerabtei Königsmünster
im sauerländischen Meschede war am Montagabend zu lesen: „Bereits
nach Inkrafttreten der ,Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch
Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der Deutschen Ordensobernkonferenz
ist von Seiten der Abtei der Superior unserer Cella St. Benedikt
als Ansprechpartner für etwaige Fälle benannt worden.“
Das klang nach Vorsorge, nach Entschlossenheit – und nach
Entwarnung. „Etwaige Fälle“ durfte man so verstehen:
Bisher sind der Abtei keine bekannt.
weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EB6845309BA214615BFBABA9BFF43E780~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Wiener Ex-Heimkind erhebt schwere
Vorwürfe:
Bus-Lieferdienst brachte Pädophilen Minderjährige auf
Bestellung
Zum Schulausflug in die Sex-Sauna
Wehrlose kleine Buben wie dieser sollen für den Sex-Partydienst
"abgerichtet" worden sein.
Ex-Zögling will nun auch vor Polizei aussagen. Bezahlte Putz-
und Sex-Dienste statt Schule. Ältere mussten Junge vorher "abrichten".
Hauptverdächtiger ging 2002 wegen "Mangel an Beweisen"
frei.
Wien. Schwere Vorwürfe gegen ein privates Wiener Kinderheim
und einen in dessen Nähe ansässigen Geschäftsmann
erheben ein heute 28-Jähriger ehemaliger Heimzögling und
ein Ex-Lehrer. Die ohnehin aus Problemfamilien stammenden Heimkinder
seien "abgerichtet" und dann bei Sexpartys in Wohnungen
des Unternehmers an Gäste vermietet worden. Es habe einen regelrechten
Bus-"Lieferdienst" für solche Orgien gegeben, die
Kinder hätten auch Geld bekommen, selbst für Vergewaltigungen.
weiter lesen: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?tabID=3941&alias=wzo&cob=480130
Die Gezeichneten:
Auch in staatlichen Heimen wurden Zöglinge missbraucht
Missbrauch, Schläge und Demütigungen gab es nicht nur
in katholischen Internaten. Auch in vielen staatlichen Heimen wurden
Zöglinge systematisch gebrochen. Jetzt brechen sie erstmals
ihr Schweigen.
Jahrzehntelang interessierten sich weder die Justiz noch die Öffentlichkeit
dafür, was Heimkinder erlebt haben. Die meisten Einrichtungen
wurden in den siebziger und achtziger Jahren aufgelöst oder
in sozialpädagogische Zentren umgewandelt. Protokolle und Mündelakten
verschwanden im Keller. Ehemalige Zöglinge schwiegen aus Scham.
Viele scheiterten als Erwachsene, wurden drogensüchtig oder
kriminell. Oder sie brachen zusammen, weil eine Trennung, ein Film,
eine ärztliche Untersuchung ihre Wunden wieder aufgerissen
hatten.
Alles lesen: http://www.profil.at/articles/1011/560/264620/die-gezeichneten-auch-heimen-zoeglinge#navigation-main
Papst unterschreibt Freitag Brief
an Iren zu Missbrauch
Vatikan-Stadt/Berlin (Reuters) - Papst Benedikt XVI. hat für
diese Woche seinen lange erwarteten Hirtenbrief zu den Missbrauchsfällen
in der irischen Kirche angekündigt.
Er hoffe, dass der Brief bei der Buße, der Heilung und Erneuerung
helfe, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche
am Mittwoch vor Pilgern im Vatikan. Offen blieb, ob der Papst sich
in seinem Brief auch zu den Fällen sexuellen Missbrauchs in
deutschen Kircheneinrichtungen äußert. Bundeskanzlerin
Angela Merkel forderte eine konsequente Aufklärung der Fälle.
weiter lesen: http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE62G0CG20100317
MDR: Merkel will Missbrauchsopfer
entschädigen
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erstmals persönlich
in die Debatte um immer neue Missbrauchsfälle eingeschaltet.
In der Generalaussprache im Bundestag forderte sie eine gründliche
Aufklärung der Vorwürfe. Der Missbrauch von Kindern und
Schutzbefohlenen sei ein "verabscheuungswürdiges Verbrechen".
Das erlittene Unrecht begleite die Betroffenen oft ein Leben lang.
Zwar könne es keine völlige Wiedergutmachung geben, die
Opfer müssten jedoch das Gefühl haben, in der Gesellschaft
gehört zu werden. Die Kanzlerin zeigte sich offen, über
neue Verjährungsfristen und auch über Entschädigungen
zu sprechen.
weiter lesen: http://www.mdr.de/nachrichten/7172517.html
Sexueller Mißbrauch; Politik
handelt!
Merkel macht von Richtlinienkompetenz Gebrauch! Für den Skandal
um sexuellen
Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen war heute ein bedeutsamer
Tag. Die
beiden in Berlin geplanten "Runden Tische" zu diesem Thema
werden
zusammengelegt und entsprechende Untergruppen geschaffen.
weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/656/1/
Darmstädter Psychologe
Missbrauch als Seelenmord
Der emeritierte Professor der Technischen Universität Darmstadt,
Institut für Psychologie, ist seit Jahren als gerichtspsychologischer
Sachverständiger tätig. Nach Meinung des 65-Jährigen
sollte aus Respekt vor Opfern sexuellen Missbrauchs, die nach seinen
Worten einen "Seelenmord" erlebt haben, die Verjährungsregelung
aufgehoben werden: "Manche Wunden heilen eben nie."
Opfer bleiben glaubwürdig
Seit langem sei bekannt, dass Menschen mit pädosexuellen Neigungen
unter Pädagogen und Erziehern häufiger zu finden seien
als in anderen Berufsfeldern. Dass das Problem endlich auf den Tisch
komme, sei gut für die Gesellschaft.
weiter lesen: http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/2432921_Darmstaedter-Psychologe-Missbrauch-als-Seelenmord.html
Kinderpornografie in Abtei gefunden?
Meschede. (ede) Die Staatsanwaltschaft Arnsberg ermittelt zur Zeit
gegen "einen Angehörigen" der Abtei Königsmünster.
Er wird verdächtigt, sich kinderpornografisches Material beschafft
und besessen zu haben. ...
... Das Gymnasium der Benediktiner, dessen Schulträger die
Abtei ist, richtet sich unterdessen auf Anfragen besorgter Eltern
ein.
Wie Oberstaatsanwalt Josef Hempelmann gestern mitteilte, habe es
wegen des Verdachts eine gezielte Durchsuchung in der Abtei gegeben
- laut Mescheder Polizei vorgenommen von Beamten mit Spezialgebiet
Computer-Kriminalität. Sie hätten im Raum des Beschuldigten
auch einen PC sichergestellt.
weiter lesen: http://www.derwesten.de/staedte/meschede/Kinderpornografie-in-Abtei-gefunden-id1158674.html
Benediktinerbruder soll 19 Opfer
missbraucht haben
Es sollen 19 Geschädigte sein, die von einem Bruder des Klosters
in Meschede sexuell missbraucht worden sind. Dieser hatte sich vor
einem Monat selbst angezeigt. Erste Fälle ereigneten sich allerdings
bereits an der früheren Arbeitsstelle des Mannes in einem Hagener
Kinderheim.
Dort hatte der Mann vor etwa 30 Jahren als Sozialarbeiter gearbeitet.
Später trat er dem Benediktinerorden bei, wo er in der Abtei
Königsmünster in Meschede lebte. „Er war dort nicht
als Lehrer und auch nicht als Betreuer in der OASE eingesetzt”,
schilderte der Arnsberger Oberstaatsanwalt Josef Hempelmann. Die
Missbrauchsfälle, die der Benediktinerbruder selbst zur Anzeige
brachte, ereigneten sich offenbar auf Jugendfreizeiten wie mehrtägigen
Bergwanderungen, für deren Organisation und Betreuung der Bruder
verantwortlich war.
weiter lesen: http://www.derwesten.de/staedte/meschede/Missbrauchsfall-im-Mescheder-Kloster-id2750130.html
Sexueller Missbrauch: Neuer Fall in Salzburg
Ein ehemaliger Mönch des Stiftes Michaelbeuern soll einen
Zögling sieben Jahre lang sexuell missbraucht haben. Der 58-Jährige
meldete sich in der Vorwoche bei der Polizei.
Seit der medialen Berichterstattungswelle über Missbrauchsfälle
in der Kirche ist bei der Staatsanwaltschaft Salzburg nun ein Fall
eingegangen. Ein mittlerweile 58-jähriger Mann soll von 1963
bis 1970 von einem Mönch der Benediktiner-Abtei Michaelbeuern
(Flachgau) mehrfach sexuell missbraucht, gezüchtigt und geschlagen
worden sein. Das Opfer erstattete am 12. März 2010 Anzeige
bei der Polizeiinspektion Lenzing (OÖ), teilte die Mediensprecherin
der Staatsanwaltschaft, Barbara Feichtinger, am Dienstag mit.
weiter lesen: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2314721/sexueller-missbrauch-neuer-fall-salzburg.story
Priester filmte sich beim Sex mit
Kindern
Von 1992 bis 2005 soll ein katholischer Priester an verschiedenen
spanischen Schulen Kinder sexuell missbraucht haben. Unter dem Vorwand,
er schreibe eine Dissertation über das Wachstum von Jugendlichen,
brachte er die Jungen dazu, sich auszuziehen. Dann filmte er sich
beim Sex mit den Minderjährigen. Keiner der Schüler oder
deren Eltern hatte je gegen den Geistlichen geklagt.
weiter lesen: http://www.welt.de/vermischtes/article6804509/Priester-filmte-sich-beim-Sex-mit-Kindern.html
Auch Fälle in Elite-Internat
Salem
Stuttgart (RPO). Auch im Elite-Internat Salem am Bodensee hat es
nach Angaben des langjährigen Schulleiters Bernhard Bueb Fälle
sexuellen Missbrauchs gegeben. Nach Medienangaben vom Dienstag in
Baden-Baden räumte Bueb ein, dass sich Schüler an ihn
wandten und angaben, belästigt worden zu sein.
Wie Bueb dem Südwestrundfunks sagte, seien die verantwortlichen
Lehrer daraufhin entlassen und die Staatsanwaltschaft informiert
worden. Im Vergleich zu den bekannt gewordenen Vorkommnissen an
der Odenwaldschule habe es sich aber um "vergleichsweise harmlose"
Vorfälle gehandelt, wird Bueb zitiert.
weiter lesen: http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Auch-Faelle-in-Elite-Internat-Salem_aid_832898.html
"Wir waren doch nur Kinder"
aus dem Parlamentsgebäude
Wien (Heimerziehung aus Österrteich von 1950) steht online.
Teil 1 der Sendung vom 13.3. und 16.3.2010 "Wir waren doch
nur Kinder"
http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/Sgyjl7W-TopTV-Teil1-13-3-10
Teil 2 der Sendung vom 13.3. und 16.3.2010 "Wir waren doch
nur Kinder"
http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/jm9FCbR-TopTV-Teil2-13-3-10
Missbrauchsvorwurf auch in Dammer Kinderheim
Rom/Damme (su/kpl/KNA/lni) - Der Papstbrief an die Kirche Irlands
zum sexuellen Missbrauch soll Ende dieser Woche oder zum Wochenanfang
erscheinen. Benedikt XVI. vertrete darin eine harte Linie, hieß
es aus Vatikan-Kreisen. Demnach will der Papst die Stellung des
Bischofs gegenüber Ordenseinrichtungen stärken.
Ein weiterer Vorwurf des sexuellen Missbrauchs wurde gestern in
Damme bekannt. Im St. Antoniusstift sollen Anfang der 60er Jahre
Heimkinder sexuell missbraucht und körperlich misshandelt worden
sein. Das haben zwei ehemalige Heimkinder bestätigt. Den Schwestern
Unserer Lieben Frau, die das Heim bis 1997 führten, liegt ein
ähnlicher Bericht eines dritten Bewohners vor, erklärte
Schwester Adelgert Daubert, die Ordensbeauftragte für Missbrauchsfälle
aus Ahlen. Die Schwestern bedauerten "außerordentlich,
was geschehen ist". Ältere Heimbewohner und Ehemalige,
die im Heim als Aushilfen tätig waren, haben nach diesen Schilderungen
jüngere Heimkinder geschlagen und sexuell missbraucht. Ein
freier Mitarbeiter, der heute noch im Landkreis Vechta lebt, sei
zu den Kindern besonders gewalttätig gewesen. "Eine Generation
missbrauchte die folgende", erklärte ein Betroffener.
weiter lesen: http://www.ov-online.de/index.php?option=com_content&task=view&id=296939
Runder Tisch in Österreich!
Runder Tisch zum sexuellen Mißbrauch in Österreich. Dazu
läd die
Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und die Familienstaatssekretärin
Christine Marek ein.
weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/653/1/
Missbrauch im evangelischen Johannisstift
Am evangelischen Johannisstift in Berlin hat hat es in den letzten
35 Jahren vier Fälle sexuellen Missbrauchs oder auffälligen
Verhaltens gegeben. Eine jetzt bekanntgewordene interne Untersuchung
dokumentiert die Fälle eines evangelischen Erziehers, der 1987
wegen sexuellem Missbrauchs an einer 17-Jährigen zu einer Haftstrafe
verurteilt wurde.
Ein weiterer Erzieher wurde entlassen, weil er im Rotlichtmilieu
verkehrte. Ebenso verlor ein angestellter Maler, der Anfang der
90er eine Beziehung mit einer Minderjährigen einging, seinen
Arbeitsplatz. Unklar ist der Zeitpunkt, an dem ein Dauergast eine
ältere Patientin regelmäßig zu sexuellen Handlungen
nötigte.
Das Berliner Johannesstift habe heute klare Vorgaben und Richtlinien
im Umgang mit Missbrauch und sexueller Nötigung, sagte Sprecher
Wolfgang Kern. Die Arbeitsbereiche umfassten Alten-, Behinderten-
und Jugendhilfe. „Einrichtungen wie unsere haben eine besondere
Verantwortung und müssen schon in Verdachtsmomenten offensiv
vorgehen“, sagt Kern. So werde beispielsweise ein Betreuer
abgemahnt, wenn er einen Patienten oder ein Kind ohne Genehmigung
mit nach Hause nehme.
weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Missbrauch-Johannisstift;art126,3058985
horizonte
Die Hölle der Heimkinder
Samstag, 20. März 2010, 16:30 Uhr
"Die Donnerstage waren am schlimmsten. Ich musste in das Büro
des Pfarrers kommen und mich auf seinen Schoß setzen."
Es ist das erste Mal, dass Maralda Seipel öffentlich über
ihre Kindheit spricht. Mit elf Jahren kam sie in das katholische
Heim St. Vincenzstift Aulhausen bei Rüdesheim am Rhein.
mehr lesen: http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=2600&key=standard_document_38819235
"Missbrauch sofort anzeigen"
Opfer von sexuellem Missbrauch sollten sich nach Ansicht von
Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sofort an die Behörden
wenden. Von einer Verlängerung von Verjährungsfristen
hält er nichts.
"Es ist von besonderer Bedeutung, dass jeder Verdachtsfall
unverzüglich den zuständigen Strafverfolgungsbehörden
angezeigt wird, noch bevor der Weg zu den betroffenen Einrichtungen
führt", sagte Hahn am Montag in Wiesbaden. Nur dann könnten
die Verfahren rückhaltlos aufgeklärt und die Täter
ihrer Strafe zugeführt werden, so der Minister.
lesen und hoeren: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp;jsessionid=D4DF52DB0B4A200F1881072F2B313B78?rubrik=34954&key=standard_document_38846333
video: http://www.hr-online.de/website/specials/home/index.jsp?key=standard_document_38841179&jmpage=1&type=v&rubrik=53775&jm=3&mediakey=fs/hessenschau/20100314_1930_missbrauch_gespraech
Prominente klagen an
Im Zuge der Aufdeckung sexuellen Missbrauchs in Schulen brechen
nun auch Prominente das Schweigen: Der Frankfurter Schriftsteller
Bodo Kirchhoff erinnert sich an "Ferkeleien" von Lehrern,
die Autorin Amelie Fried an Strip-Poker.
weiter lesen: http://www.hr-online.de/website/specials/home/index.jsp?rubrik=53775&key=standard_document_38841179
Es waren die schlimmsten Jahre meines
Lebens
NÜRNBERG - Die Schreckensmeldungen reißen nicht ab:
Nach Jahrzehnten des Schweigens berichten immer mehr Opfer von Misshandlungen
in kirchlichen Kinderheimen und Schulen.
Der Bericht eines Achtjährigen aus Oberasbach, der in einem
Kindererholungsheim schreckliche Szenen erlebte, hat viele unserer
Leser an grausame Erlebnisse in ihrer eigenen Kindheit erinnert
- an Prügelorgien, seelische Qualen und sexuelle Übergriffe
in Betreuungsstätten.
Bilder aus einem Post-Erholungsheim in Oberstdorf, wo er als Kind
die »schlimmsten Wochen« seines Lebens verbrachte. Essenszwang
bis zum Brechreiz war dort Alltag, ebenso Schläge auf die Ohren,
bis er nichts mehr hörte.
Wenn der Elfjährige vor Angst in die Hose machte, musste er
zur Strafe mit der nassen Hose im kalten Treppenhaus stehen und
sich von sämtlichen Kindern verspotten lassen. Nach wenigen
Tagen »sperrte man mich in ein kleines Zimmer ohne Fenster«,
wo das Kind die restlichen Wochen wie in einem Gefängnis verbrachte.
Ingrid S. aus Fürth hat ebenfalls als Neunjährige stundenlang
isoliert in einem »Kellerzimmer, dessen Fenster vergittert
waren«, zugebracht. Auch sie erlebte dieses in einem Kinder-Kurheim
in Arosa, geführt von evangelischen Ordensschwestern.
Karl B. (66) aus Nürnberg erinnert sich an genauso lebhaft
an prügelnde Schwestern. Mit Schrecken blickt er auf die Jahre
1954 bis 1956 zurück, die er im damaligen »Alumneum«
in Ansbach verbrachte. In dem »angeblich so gut behüteten,
evangelischen Jungen-Internat« sei systematisch geprügelt
worden, sagt er.
alles lesen: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1190065&kat=27&man=3
Bayerisches Fernsehen
Rundschau - Magazin
Video: http://mediathek-video.br-online.de/o16/br/b7/player/public/b7mediathek.html?bccode=both
FAKT | Das Erste | 15.03.2010 | 21:45
Uhr
Missbrauch auch in katholischen Kinderheimen
Beinahe täglich werden neue Missbrauchsfälle an deutschen
Schulen und Internaten bekannt. Immer mehr Opfer melden sich bei
den Behörden. Dabei geraten zunehmend auch Kinderheime ins
Visier der Öffentlichkeit. Denn auch dort sollen seit den 1950er-Jahren
Schützlinge missbraucht worden sein. Bei FAKT haben sich mehrere
Opfer gemeldet.
Der Missbrauchsskandal in Deutschland zieht immer weitere Kreise.
Neben Fällen aus Schulen und Internaten kommen jetzt auch Missbrauchsfälle
aus Kinderheimen an die Öffentlichkeit. Eines der Opfer ist
Peter Ellner. Jahrzehntelang hat er geschwiegen. Doch jetzt will
Peter Ellner seine Geschichte erzählen und zur Aufklärung
beitragen.
Don Bosco-Orden verspricht Aufklärung
Ellner kam mit 13 Jahren in das katholische Kinderheim
Don Bosco in Berlin-Wannsee, weil seine Familie zerrüttet war
und er von seinem Vater jahrelang schwer misshandelt wurde.
weilter lesen: http://www.mdr.de/fakt/7167264.html
Katholische Kirche will Missbrauchsopfer
schützen
Katholische Kirchenmitglieder in der Schweiz sind nicht
verpflichtet, Anzeige zu erstatten, wenn sie von Missbrauchsfällen
erfahren. Der Kirche geht es dabei um den Schutz der Opfer.
Keine zusätzliche Pein für die Opfer
Verheimlichen will die Kirche Missbrauchsfälle zwar nicht,
aber anders als staatliche Behörden oder Lehrkräfte müssen
Mitglieder der katholischen Kirche Fälle von sexuellen Übergriffen
nicht melden. Die internen Richtlinien der Kirche schreiben dies
nicht vor.
Damit wolle man auch die Opfer schützen, sagte Walter Müller,
Informationsbeauftragter der Schweizerischen Bischofskonferenz gegenüber
Schweizer Radio DRS. Viele Opfer seien nach einem Missbrauch traumatisiert.
Sie befürchteten, dass ein juristisches Verfahren ihre Traumata
wachrufen und sie wieder grosse Schmerzen empfinden würden.
weiter lesen: http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/178315.schweizer-kirche-will-missbrauchsopfer-schuetzen.html
Kommentar von Sieglinde Alexander:
Das ist der absolute Hohn – für wie dumm hält die
katholische Kirche die Menschen?
Das Protokoll der Schande
Kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue Missbrauchsfälle an
kirchlichen Einrichtungen und Elite-Internaten gemeldet werden.
Immer mehr Opfer beenden ihr jahrelanges Schweigen. Auch Prominente
melden sich zu Wort. BILD.de zeigt die Fälle der letzten Woche
– DAS PROTOKOLL DER SCHANDE!
Weiter lesen: http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/14/missbrauch-kirche-schule-opfer/odenwaldschule-domspatzen-protokoll-der-schande.html
Aufstand der Ungeschützten
Kindesmissbrauch ist weder links noch rechts – sondern alt.
Neu ist ein Blick darauf, der Opfern endlich das Sprechen gestattet.
Milieu 1. An der Odenwaldschule in Hessen haben sie damals gesungen:
„Herr Be-he-cker, Herr Be-he-cker findet kleine Jungen le-he-cker.“
Das hört die heutige Schulleiterin, und mit dem Lied gemeint
war der Leiter der Schule, von 1971 bis 1985 im Amt. Jungen, die
mit dem Mann das Bett teilten, heißt es, durften seinen Kleinbus
benutzen oder sie bekamen einen Kassettenrekorder geschenkt. Gemeinsames
Duschen mit Kindern scheint bei einigen Odenwald-Erziehern beliebt
gewesen zu sein, wer sich genierte, galt als „spießig“.
Wer dennoch den Mut aufbrachte, sich beim Schulleiter zu beschweren,
der habe etwas Vages über die „alten Griechen“
erfahren, bei denen Leib wie Seele zum pädagogischen Eros gehörten.
weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Missbrauch;art141,3056173
m RTL um 22:15 Uhr "Vom Priester
vergewaltigt"
Jetzt sprechen die Opfer zum ersten Mal.
http://www.rtl.de/cms/information/rtl_extra.html
Welcome to Your Brain:
Posttraumatische Belastungsstörung
von Sandra Aamondt, Samuel Wang
Manche Vergewaltigungsopfer, Kriegsveteranen und andere Menschen,
die extrem traumatische Erfahrungen durchgemacht haben, entwickeln
anschließend eine Posttraumatische Belastungsstörung,
kurz PTBS. Was passiert dabei im Hirn?
Menschen mit dieser Krankheit sind ständig auf der Hut und
deshalb sehr schreckhaft. Meist leiden sie unter Schlafstörungen.
Außerdem machen sie die traumatischen Ereignisse in Alpträumen
oder sich aufdrängenden Gedanken bei Tage noch einmal durch.
Sie koppeln sich emotional ab und verlieren jedes Interesse an alltäglichen
Aktivitäten. Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen halten sich
die PTBS-Symptome ihr Leben lang. Die Belastungsstörung ist
keine Erfindung der modernen Zeit. Die Symptome wurden schon in
der Antike erwähnt, das wohl berühmteste Beispiel ist
die in der Ilias beschriebene Wandlung des Achill durch den Trojanischen
Krieg. Tatsächlich trat PTBS in allen Kriegen auf, die untersucht
wurden.
weiter lesen: http://cicero.de/97.php?ress_id=15&item=4833
Kommentar: Was ich in der Beschreibung vermisse,
ist die Erkenntnis weltweiter wissenschaftlichen Arbeiten die eindeutig
erkannten, dass Erwachsene, die als Kinder misshandelt wurden, ebenfalls
ein Leben lang mit PTBS-Symptome belastet sein können.
„Gewalt war ein legales Erziehungsmittel“
Kinderheime. Nicht nur in kirchlichen Internaten gab es Übergriffe,
wie ein Historiker und ein ehemaliges Heimkind berichten.
Ein mit Stacheldraht umzäuntes, kasernenartiges Gebäude,
in dem Schläge, stundenlanges In-derSonne-Stehen als Strafe
und Arbeitszwang obligatorisch waren: So schildert Historiker Michael
John den Nachkriegs-Alltag im Landeserziehungs- und Fürsorgeheim
Wegscheid. Erschütternd ist, dass viele der damaligen Heimkinder,
die entweder Waisen, deren Eltern überfordert oder die teilweise
kleinkriminell gewesen waren, zu schwerer Arbeit genötigt wurden:
„Jugendliche haben oft das eigene Heim errichtet bzw. ausgebaut,“
so John.
John, der den Katalog im Auftrag des OÖ-Soziallandesrates
erstellte, hatte Zugang zu einschlägigen Heim-Akten des Landes
und interviewte Ex-Zöglinge und Erzieher. Er betont, dass die
damaligen Zustände auch im Kontext der Nach-NS-Zeit gesehen
werden müssten: „Es gab kein Erzieher-Berufsleitbild.
In Wegscheid mussten zwei Heimmitarbeiter 58 Jugendliche unter Kontrolle
halten. Gesucht waren kräftige Männer, es waren auch ehemalige
SS-Leute darunter.“ Erst 1971 wurde per Weisung körperliche
Züchtigung in den Heimen untersagt, erst 1973 der Arbeitszwang
aus dem Gesetz gestrichen.
weiter lesen: http://www.salzburg.com/online/homepage/aktuell/Gewalt-war-ein-legales-Erziehungsmittel.html?article=eGMmOI8V5qrqdWuEnmMkdtYRHNXTrwVPa8FxK4P&img=&text=&mode=
Mißbrauch bleibt in Diskussion
Erzbischof Zollitsch erklärte gestern auf der Pressekonferenz
in Rom: "Wir wollen die Wahrheit aufdecken und eine ehrliche
Aufklärung, frei von falscher Rücksichtnahme, auch wenn
uns Vorfälle gemeldet werden, die schon lange zurückliegen
Die Opfer haben ein Recht darauf." Zu entscheidenden Frage,
wie die Deutsche Bischofskonferenz sich die Aufklärung vorstellt,
führte Erzbischof Zollitsch aus: "Wir werten die von uns
2002 verabschiedeten „Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem
Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der Deutschen
Bischofskonferenz“ aus. Kein Land hat solche Leitlinien.
weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/648/1/
Missbrauchsskandal
Streit zwischen Kirche und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger
Zwischen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
und der katholischen Kirche ist erneut ein Streit über ein
gemeinsames Gespräch zu den Missbrauchsfällen ausgebrochen.
Zugleich werden immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs an kirchlichen
Schulen bekannt, jetzt auch am evangelischen Internat in Gaienhofen.
weiter lesen: http://www.welt.de/news/article6733607/Streit-zwischen-Kirche-und-Justizministerin-Leutheusser-Schnarrenberger.html
Immer mehr Missbrauchsfälle
Papst schaltet sich ein
Nach einer Welle neuer Berichte über Missbrauchsfälle
in der katholischen Kirche befasst sich jetzt der Papst direkt mit
dem Skandal. Auch die Kultusminister der Länder suchen wirksame
Möglichkeiten, um den Missbrauch von Schülern zu verhindern.
Zuletzt bekannt gewordene Opfer sind die Wiener Sängerknaben.
Der Papst befasst sich am Freitag erstmals direkt mit dem Missbrauchsskandal
an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Benedikt XVI. empfängt
den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch,
der ihm Bericht erstatten soll.
weiter lesen: http://www.n-tv.de/panorama/Papst-schaltet-sich-ein-article771403.html
150 Millionen Kinder sexuell missbraucht
Weltweit werden laut einer UN-Studie rund 150 Millionen Mädchen
und Jungen zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Die Unicef fordert
eine Verlängerung der Verjährungsfristen.
Angesichts des jetzt bekanntwerdenden Ausmasses solcher Taten in
Internaten, Heimen und Schulen in Deutschland forderte Unicef-Geschäftsführerin
Regine Stachelhaus, die Sensibilität für Kinderschutz
insgesamt zu erhöhen. «Jedes Opfer, jede Beschwerde von
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen muss ernst genommen und überprüft
werden. Der Schutz der Kinder muss verbessert werden. Die Opfer
brauchen Gehör, Gerechtigkeit und Hilfe», sagte Stachelhaus.
Die Unicef begrüsste die Pläne, mit einem Runden Tisch
die Aufarbeitung voranzutreiben. In einem nationalen Aktionsplan
zum Schutz vor sexueller Ausbeutung solle die Umsetzung konkreter
Massnahmen geplant werden. Es müsse geprüft werden, ob
die bislang geltenden Verjährungsfristen für sexuellen
Missbrauch verlängert werden müssten. Die im Zivilrecht
geltende Verjährung nach drei Jahren solle mindestens an die
im Strafrecht geltende Frist angepasst werden.
weiter lesen: http://bazonline.ch/ausland/europa/150-Millionen-Kinder-sexuell-missbraucht/story/16863638
Die Unbarmherzigkeit der Barmherzigen
Schwestern
„Wen Gott liebt, den züchtigt er.” An diesen Spruch
kann sich Thomas Bauernfeind (Name geändert) immer noch erinnern.
Was die „Barmherzigen Schwestern” dem heute 51jährigen
in einem Regensburger Kinderheim angetan haben, würde das Bistum
wohl mit dem eigens geschaffenem Euphemismus „pädagogischer
Übergriff” bezeichnen. Bis zum Alter von 14 Jahren war
Bauernfeind ein Heimkind in der Ostengasse. Eines von mehreren Heimen
in Regensburg, die im Zuge der Missbrauchsfälle bei den Domspatzen
nun auch in den Fokus rücken. Thomas Bauernfeind hat mit unserer
Redaktion über den jahrelangen Albtraum gesprochen.
„Meine Mutter hat mich mit drei Monaten dorthin abgeschoben.
Sie war überfordert und dachte wohl, christliche Erziehung
sei das Beste für mich.” Die Folgen dieser christlichen
Erziehung spürt Bauernfeind bis heute – körperlich
und psychisch. Als kleiner Junge hat er öfter ins Bett gemacht.
Jeden Morgen setzte es dafür Schläge ins Gesicht –
mal mit der flachen Hand, aber auch mit der Faust. Dann musste er
das Bettlaken von Hand mit kaltem Wasser waschen. Andere Heimkinder
sahen dabei zu. „In der Hierarchie bist du da ganz unten.”
Oft habe er nächtelang nicht geschlafen, um nicht ins Bett
zu machen, erzählt Bauernfeind. Bis vor wenigen Jahren wachte
er noch schweißgebadet auf – aus Angst vor den Nonnen.
weiter lesen: http://www.regensburg-digital.de/prugelnonnen/12032010/
Auch Ordensschwestern vergingen sich
an ihren Zöglingen
Die Niederlande und Deutschland setzen auf externe Ermittler und
neue Gesetze.
Den Haag/Berlin.Nicht nur Priester und Patres haben Kinder sexuell
missbraucht – auch Nonnen stehen zunehmend unter Verdacht.
In den Niederlanden, wo sich binnen weniger Tage mehr als 350 Opfer
sexueller Übergriffe Geistlicher gemeldet haben, werden Ordensschwestern
beschuldigt, sich an kleinen Buben vergangen zu haben.
weiter lesen: http://diepresse.com/home/panorama/religion/545825/index.do?direct=544836&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=399
"Ein Notnagel in einer schwierigen,
hitzigen Debatte"
Grünen-Politikerin Vollmer über die Einsetzung von Runden
Tischen
Antje Vollmer im Gespräch mit Christopher Ricke
Die Grünen-Politikerin und Theologin Antje Vollmer äußert
sich kritisch über die geplanten Runden Tische für die
Aufarbeitung von Missbrauchsfällen. Man sollte dieses komplizierte
Instrument nicht allzu inflationär gebrauchen.
weiter lesen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1142207/
Gaienhofen/Rottenburg
Missbrauch auch in Internatsschule Gaienhofen
Auch an einem evangelischen Internat in Gaienhofen am Bodensee
hat es sexuelle Übergriffe auf Schüler gegeben.
An der evangelischen Internatsschule Schloss Gaienhofen am Bodensee
wurden Kinder und Jugendliche in fünf Fällen sexuell missbraucht.
Auch bei der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart sind
in den vergangenen Wochen mehrere Hinweise auf Missbrauchs-Fälle
eingegangen.
Die Fälle an der evangelischen Internatsschule im Kreis Konstanz
lägen bis in die 60er Jahre zurück, teilte die Schulträgerin,
die Evangelische Landeskirche Baden, am Donnerstag in Karlsruhe
mit. Fünf Heimerzieher beziehungsweise Lehrkräfte seien
wegen Fällen von sexuellem Missbrauch entlassen worden, erklärte
Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht. In einem Fall sei
es um den Besitz von Kinderpornografie gegangen. In zwei Fällen
hätten die Betroffenen Anzeige erstattet. Die Schule hat rund
500 Schüler.
weiter lesen: http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/Missbrauch-auch-in-Internatsschule-Gaienhofen;art372440,4203002
Österreich
Päpstliches Entschuldigen und millionenschwere Entschädigungen
Weltweit haben Missbrauchskandale die katholische Kirche tief erschüttert.
Der Vatikan rüttelt jetzt am Tabu - angeblich wird über
eine Aufhebung des Zölibats für Priester diskutiert.
Wie in Deutschland werden in Österreich derzeit fast täglich
neue Missbrauchsfälle bekannt. Der Erzabt des Stiftes St. Peter
in Salzburg räumte ein, vor 40 Jahren Minderjährige missbraucht
zu haben - und trat zurück. In Oberösterreich wurden drei
Patres ihres Amtes enthoben, die sich an einem kirchlichen Gymnasium
an Schülern vergangen haben sollen. Bereits Mitte der 90er
Jahre erschütterte der Skandal um den damaligen Wiener Erzbischof
Kardinal Hans Hermann Groer die Katholiken in der Alpenrepublik.
Ehemalige Zöglinge warfen dem erzkonservativen Geistlichen
vor, sie als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Groer
trat schließlich zurück.
weiter lesen: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2312167/paepstliches-entschuldigen-millionenschwere-entschaedigungen.story
Missbrauchsfall in Riekofen und der
Priester Pfarrer Kirche
5000 DM Schmerzensgeld zahlte die kath. Kirche.
anschauen: http://bdyoutube.com/video/xpooiYT8SSo/Missbrauchsfall-in-Riekofen-und-der-Priester-Pfarrer-Kirche.html
Riekofen Pfarrer wird verurteilt:
anschauen: http://bdyoutube.com/video/CXb7ldJuGVY/Missbrauchsprozess-gegen-Pfarrer-Minarettverbot-Kirche-Minarett-minarets.html
"Wir waren doch nur Kinder"
und die "Bischofskonferenz Österreich".
Kardinal Schönborn kann sich nicht erinnern, dass
es Misshandlungen in Heimen Österreichs gegeben hat.
Gast der Sendung war die Autorin Marianne Döring und ehemaliges
Heimkind. Frau Marianne Döring redet über ihre Erlebnisse,
Empfindungen und Ängsten während der Heimzeit und die
Zeit danach.
Anschauen:
1. Teil: http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/zqh8vxc-01-TopTV-9-3-2010
2. Teil: http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/23eOB9F-02-TopTV-09-03-2010
„Der Erzieher kam ans Bett“
Hofheim. Drei ehemalige Heimkinder haben Mitarbeitern
des Vincenzhauses systematische Misshandlungen und sexuelle Übergriffe
vorgeworfen. Das soll in den 50er und 60er Jahren passiert sein.
Die Einordnung der Vorfälle in der katholischen Einrichtung
fällt der Caritas noch schwer. Am 15. Januar hat sich ein ehemaliger
Heimbewohner, der dort von 1961 bis ’65 lebte, per E-Mail
an die Caritas gewandt und Hinweise auf Misshandlungen und sexuelle
Übergriffe gegeben. „Wir haben E-Mail- und Telefonkontakt
zu diesem Mann aufgenommen und haben versucht, Aufklärungsarbeit
zu leisten. Mehrere Angebote zu einem persönlichen Gespräch
hat er abgelehnt“, erklärt die Caritas nun.
weiter lesen: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.7404468.de.htm
Hohes Risiko für chronische
Schmerzen
Verhaltensprobleme in der Kindheit wirken fort: Betroffene leiden
später als Erwachsene doppelt so häufig unter chronischen
Schmerzen und psychischen Problemen.
Sind verhaltensauffällige Kinder als Erwachsene besonderen
Gesundheitsrisiken ausgesetzt, vor allem in Bezug auf chronische
Schmerzen? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler der Aberdeen
University. Bereits aus früheren Untersuchungen ist bekannt,
dass belastende Ereignisse in der Kindheit sich im Erwachsenenalter
in chronischen Schmerzen ausdrücken können. Dazu gehören
etwa ein Unfall und Krankenhausaufenthalt sowie die Trennung von
der Mutter. Ein Expertenteam unter der Leitung von Dong Pang machte
sich daran, die Daten von 19 000 Männern und Frauen der British
Birth Cohort Study zu analysieren.
...Das Ergebnis bestätigte die Annahme der Wissenschaftler:
Diejenigen, die als Kind verhaltensauffällig waren, hatten
als Erwachsene ein doppelt so hohes Risiko für chronische Schmerzen
als andere. Zusätzlich waren sie häufiger von Depressionen,
Ängsten und Sucht betroffen.
Veränderte Prozesse im Gehirn
Die Forscher gehen davon aus, dass traumatische Erlebnisse und Verhaltensprobleme
in der Kindheit im Gehirn Prozesse verändern, mit dem der Körper
auf Stress reagiert. Die Regulation der Stresshormone könnte
dadurch auf Dauer ins Ungleichgewicht geraten. Der Körper reagiert
darauf mit chronischen Schmerzen.
weiter lesen: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/problemkinder-hohes-risiko-fuer-chronische-schmerzen_aid_488449.html
Missbrauchsskandal
Sexuelle Übergriffe bei Wiener
Sängerknaben
Auszug:
In Deutschland und Österreich werden immer mehr Missbrauchsfälle
bekannt. Ehemalige Schüler berichten von einer "Terror-
und Angstatmosphäre".
Auch in Österreich kommen dieser Tage immer mehr Missbrauchsfälle
ans Licht der Öffentlichkeit. Bei den Wiener Sängerknaben
soll es nach Angaben der österreichischen Tageszeitung Standard
zu sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen Chormitglieder gekommen
sein.
Nach Angaben der Zeitung kündigten Verantwortliche des Chores
eine Prüfung der betreffenden Akten im Archiv an. Bei den beiden
Opfern soll es sich um zwei Deutsche handeln.
Ein heute 33-jähriger Mann aus Berlin, der in den 80er Jahren
dem Wiener Knabenchor angehört hatte, habe von Duschritualen
unter Anwesenheit der Erzieher berichtet, schreibt das Blatt.
Bei dem zweiten früheren Chormitglied handelt es sich um einen
heute 51-Jährigen, der in den 60er Jahren in dem Chor sang
und heute ebenfalls in Deutschland lebt.
Indes wurden nach schweren Anschuldigungen drei Patres des Stiftes
Kremsmünster bei Linz ihrer Ämter enthoben, wie die Nachrichtenagentur
APA berichtete. Ein 75 Jahre alter Mönch habe eine ihm vorgeworfene
Tat mittlerweile zugeben, hieß es in einer Pressekonferenz.
Auch in anderen Teilen des Landes meldeten sich weitere mutmaßliche
Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen.
Erstmals befasst sich Papst Benedikt XVI. an diesem Freitag direkt
mit dem Missbrauchsskandal an katholischen Einrichtungen in Deutschland.
Benedikt XVI. empfängt den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,
Robert Zollitsch, der ihm Bericht erstatten soll.
weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/519/505708/text/
Ministerien ringen um Runden Tisch
Im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen
streiten Justizministerium und Familienministerium um die Durchführung
eines Runden Tisches. Weitere Fälle kommen an die Öffentlichkeit.
BERLIN apn/dpa/rtr/taz | Das FDP-geführte Bundesjustizministerium
beharrt im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen
auf einem eigenen Runden Tisch. Das von den CDU-Ministerinnen Kristina
Schröder und Annette Schavan einberufene Gremium ersetze nicht
das Vorhaben des Justizministeriums zu einem Runden Tisch mit Vertretern
der Kirche und den Betroffenen, um die Missbrauchsfälle aufzuarbeiten,
sagte der parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium,
Max Stadler (FDP), der "Berliner Zeitung". In dieser Runde
müsse geklärt werden, ob die Opfer eine finanzielle Entschädigung
erhalten. Zudem müssten alle Themen besprochen werden, die
die Justiz betreffen, sagte Stadler.
weiter lesen: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ministerien-ringen-um-runden-tisch/
Missbrauch: Immer mehr Opfer melden
sich
Bei den kirchlichen Ombudsstellen haben sich heuer bereits 30 Opfer
gemeldet - doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Auch in Deutschland
und in den Niederlanden häufen sich die Vorwürfe.
Die Aufdeckung der Missbrauchsskandale in Deutschland macht auch
den Opfern hierzulande Mut, von ihrem Leiden zu berichten: Bei den
Ombudsstellen der Diözesen haben sich heuer bereits 30 Opfer
gemeldet - im gesamten Vorjahr waren es 17, berichtet Ö1. Die
meisten Anrufe (zwölf) gab es in der Diözese Wien, knapp
gefolgt von Graz-Seckau (elf). Auch in Gurk, St. Pölten und
Salzburg gab es Meldungen von Missbrauch.
Auch bei nicht-kirchlichen Meldestellen häufen sich die Berichte
von Missbrauch: So laufen etwa beim Kinderschutz-Zentrum Salzburg
seit einigen Wochen die Telefone heiß, berichtete Geschäftsführer
Peter Trattner. "Diese Intensität hat es vorher nicht
gegeben", so Trattner. Es seien vor allem schwere Fälle,
bei denen oft zwei oder drei Kinder über einen längeren
Zeitraum missbraucht worden wären.
weiter lesen: http://diepresse.com/home/panorama/religion/545439/index.do?direct=544836&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=118
Georg Ratzinger bittet Opfer um Verzeihung
09. März 2010 Der frühere Regensburger Domkapellmeister
Georg Ratzinger hat am Mittwoch zugegeben, in seiner Amtszeit von
körperlichen Misshandlungen in der Internatsvorschule der Domspatzen
gewusst zu haben. Schüler hätten ihm auf Konzertreisen
davon erzählt. „Aber ihre Berichte sind bei mir nicht
so angekommen, dass ich glaubte, etwas unternehmen zu müssen“,
sagte der Bruder von Papst Benedikt XVI. in der Zeitung „Passauer
Neue Presse“.
Aus heutiger Sicht verurteile er die Misshandlungen und bitte die
Opfer um Verzeihung. Er habe gewusst, dass der Direktor der Internatsvorschule,
der von 1953 bis 1992 amtierte, „sehr heftige Ohrfeigen“
verteilt habe, „oft aus nichtigen Anlässen“, sagte
der 86 Jahre alte Georg Ratzinger. Das „Ausmaß dieser
brachialen Methoden“ habe er aber nicht gekannt.
weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E07A8DE6584174E398E07F58F14D33ABB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Sexueller Missbrauch und Verjährungsfristen
Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen bleibt Thema
in Politik und Gesellschaft. Während immer neue Missbrauchsvorwürfe
zu Tage kommen, hat eine politische Diskussion um die Verjährungsfristen
begonnen.
Elite-Internat Odenwaldschule, Regensburger Domspatzen, Stift St.
Peter in Salzburg, Educon in Düsseldorf und jetzt vielleicht
auch die Limburger Domsingknaben? Die Liste von neuen Missbrauchsfällen
im Umfeld von kirchlichen und schulischen Einrichtungen wird von
Tag zu Tag länger.
weiter lesen: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5334246,00.html
Odenwaldschule
Gezielter Missbrauch nähebedürftiger Kinder
An der Odenwaldschule im hessischen Heppenheim werden weitere Missbrauchsfälle
und erschreckende Erkenntnisse über die Vorgehensweise der
Täter bekannt. Gezielt sollen Heimkinder geholt worden sein,
die extrem nähebedürftige waren. Die Vorwürfe richten
sich vor allem an ehemalige Schulleiter.
Auch die zeitlichen Grenzen für diese Missbrauchsfälle,
die genannt wurden, sind heute schon überholt. Nicht nur aus
der Amtszeit des Schulleiters Gerold Becker zwischen 1971 und 1985
melden sich Betroffene, sondern auch aus den Jahren danach. Der
jüngste Fall, der Margarita Kaufmann bislang bekannt ist, datiert
auf 1988. „Vielleicht werden wir aber noch von Übergriffen
hören, die später stattfanden“, sagt sie.
weiter lesen: http://www.welt.de/vermischtes/article6706334/Gezielter-Missbrauch-naehebeduerftiger-Kinder.html
Sexueller Missbrauch
Abwehr und Anteilnahme
Ein Runder Tisch soll die Missbrauchsfälle an Schulen
aufarbeiten. Doch die Vorschläge aus der Politik sind auf traurige
Weise verlogen. Ein Kommentar
Einen Runden Tisch zum katholischen Kontext hat die liberale Bundesjustizministerin
vorgeschlagen. Den will die christdemokratische Bildungsministerin
thematisch ausweiten, denn auch andere Schulen seien vom sexuellen
Missbrauch tangiert. Eine Wahrheit von der Art, die weder der Aufklärung
noch der Prävention nützt. Die Vorschläge aus der
Politik taugen als Zunder im öffentlichen Aufregungsfeuer und
sind auf traurige Weise verlogen.
weiter lesen: http://www.zeit.de/politik/2010-03/missbrauch-runder-tisch
Bistum suspendiert Wolfsburger Pfarrer
nach Missbrauch
Hildesheim/Wolfsburg - Nach dem sexuellen Missbrauch eines Jungen
hat das Bistum Hildesheim einen Wolfsburger Pfarrer vom Amt suspendiert.
Seit einiger Zeit erschüttert der Missbrauchsskandal in der
katholischen Kirche auch die niedersächsische Diözese.
Der Pfarrer in Wolfsburg, der dem Montfortaner-Orden angehört,
gestand, vor mehr als 30 Jahren einen minderjährigen Jungen
missbraucht zu haben.
weiter lesen: http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6685831/Bistum-suspendiert-Wolfsburger-Pfarrer-nach-Missbrauch.html
"Wir waren doch nur Kinder"
Am Samstag den 13.3.2010 von 15 Uhr bis 16 Uhr erster Teil der Veranstaltung
"Wir waren doch nur Kinder".
Den zweiten Teil senden wir am 16.3.2010 von 18 Uhr bis 19 Uhr
Alle drei Sendungen sind über Kabel in Berlin/Brandenburg zu
empfangen und im Internet live
über : www.alex-berlin.de/tv
Bericht zum Mißbrauch in Norwegen
Wenig beachtet von der Weltöffentlichkeit hat es in Norwegen
in den letzten Jahren verschiedene Untersuchungen zu den Kinderheimen
von 1950 bis 1990 gegeben. Mehrere wissenschaftliche Arbeiten sind
hierzu erschienen. Eine der jüngsten ist die Arbeit von Helene
Hanssen, Associate Professor in Social Work an der Universität
in Stavanger. Der Bericht erschien in der Zeitschrift "IUC
Journal of Social Work, Theory & Practice, 15 (2007/2008)".
Ohne hier die Struktur der Kinderheime, die in der Regel kleiner
waren als in Deutschland, teils 60 bis 70 Kinder, ab den 60ziger
Jahren 10 bis 15 Kinder, ausführlich zu beschreiben, interessiert
uns hier die Frage, worin sich die Situation in Norwegen von der
in Deutschland unterscheidet.
Weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/639/1/
WDR - Entschädigung für
missbrauchte Heimkinder erwogen
Die Heimaufsicht beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) will möglichst
noch in diesem Jahr über einen Entschädigungsfonds für
missbrauchte Heimkinder entscheiden. Das teile ein LVR-Sprecher
am Freitag (26.02.10) mit. Diese Überlegungen wurden durch
Vorwürfe ausgelöst, wonach Bewohner des Essener Franz-Sales-Hauses
vergewaltigt und misshandelt worden sind.
weiter lesen: http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2010/02/26/entschaedigung_fuer_missbrauchte_heimkinder_erwogen.jhtml
2."Runder Tisch" Missbrauch
Montag, 8. März 2010
Frisch aus den Flitterwochen zurück verkündete Familienministerin
Kristina Schröder heute der Öffentlichkeit, daß
sie gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Schavan zu einem "Runden
Tisch" zum sexuellen Mißbrauch an Schulen einladen werde.
Nun also neben dem "Runden Tisch" zur Heimerziehung in
den 50ziger und 60ziger Jahren, der sich auch mit sexuellem Mißbrauch
an Schutzbefohlenen beschäftigen muß, nun ein weiterer
"Runder Tisch".
Die erste Sitzung soll am 23. April sein. Geladen sind die Katholische
und Evangelische Kirche, Schul- und Internatsträger, Spitzenverbände
der freien Wohlfahrtspflege, Vertreter der Ärzteschaft, der
Länder, der Kommunen sowie der Deutsche Lehrerverband. Ziel
dieses "Runden Tisches" sind nachhaltige Lösungen
zur zukünftigen Verhinderung von sexuellem Mißbrauch
an Schülern sowie Erörtungen über Hilfen und Unterstützung
für die Opfer.
weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/638/1/
Missbrauch
Viel zu tun
Es war schon zu einfach, die Fälle von Kindesmisshandlung
und sexueller Übergriffe als ein spezifisches Problem der katholischen
Kirche zu begreifen. Es wäre nun auch zu einfach, in diesen
Verbrechen an Schutzbefohlenen ein spezifisches Dekadenzsyndrom
von Internaten, klosterähnlichen Gemeinschaften oder als Konstruktionsfehler
bestimmter pädagogischer Konzepte zu sehen.
weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~ECC962FDC397C424F8EB06FF135AC5AD7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Mona Lisa: Missbraucht von Nonnen?
Interview mit Professor Manfred Kappeler
Manfred Kappeler, Professor für Sozialpädagogik und Psychotherapeut,
befasst sich intensiv mit den Problemen der Heimerziehung und deren
Folgen. Auch Frauen sollen in Kinderheimen sexuelle Gewalt angewandt
haben. Die Aufklärung der Übergriffe durch die Erziehungsbeauftragten
scheint allerdings auch viele Jahre später noch extrem schwierig
zu sein.
weiter lesen: http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,8046034,00.html?dr=1
Kindsmissbrauch Gewalt, die in die
Gene dringt
Tief dringt sie in die Kinderseele ein und schlägt Wunden,
die oft ein ganzes Leben lang nicht mehr heilen: Gewalt, sei sie
physischer, verbaler oder sexueller Art. Kindsmissbrauch führt
aber nicht nur zu psychischen Traumata, er schreibt sich bis in
die Gene der Opfer ein, zeigen neuere Studien.
Tief versteckte Wunden
Psychologen und Therapeuten können bei der geistigen und emotionalen
Verarbeitung des Erlebten helfen. Doch was, wenn die Schädigungen
tiefer gehen? Sich in den Körper des Opfers einschreiben? Zwei
neuere Studien liefern erstmals Hinweise, dass sich Kindsmissbrauch
bis in die Gene der Opfer auswirkt und dort Wunden beibringt, die
zu neurologischen Schäden und sogar einer geringeren Lebenserwartung
führen können.
Ständig unter Strom
Meaney entdeckte bei den Selbstmördern, die als Kind
missbraucht worden waren, einen Gendefekt im Gehirn, der - vereinfacht
ausgedrückt - zur Folge hatte, dass diese Personen aus dem
seelischen Gleichgewicht gerieten: Ihr Gehirn stand unter Stress,
geflutet vom Stresshormon Cortisol.
weiter lesen: http://www.br-online.de/wissen/forschung/missbrauch-sexueller-gene-ID1267782981821.xml
Arbeiterwohlfahrt übernimmt
die Gesamtverantwortung
Pinneberg. Die Arbeiterwohlfahrt verneigt sich
vor den ehemaligen Heimkindern der Pinneberger Awo-Heime: "Das
erlittene Unrecht, das den Menschen, die bei uns gelebt haben, widerfahren
ist, beschämt uns. Wir bitten die Betroffenen um Verzeihung",
sagte Volker Andresen, Landesgeschäftsführer der Awo Schleswig-Holstein,
am Freitag in Pinneberg. "Die Awo übernimmt die Gesamtverantwortung
für das Unrecht." Archiv
weiter lesen: http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article1409550/Arbeiterwohlfahrt-uebernimmt-die-Gesamtverantwortung.html
Regensburger Domspatzen: Brutale
Prügelorgien und seelische Qualen
Sie gehören neben Wiener Sängerknaben und Leipziger Thomanern
zur ersten Garde der Knabenchöre und sind in aller Welt die
singenden Botschafter ihrer Heimatstadt – die Regensburger
Domspatzen. Nun hat der aktuelle Missbrauchsskandal der katholischen
Kirche das Internat und die Schule der Sangesknaben voll erfasst.
Gegen zwei ehemals leitende Geistliche gibt es konkrete Vorwürfe,
das Bistum Regensburg geht zudem weiteren Hinweisen nach. Denn immer
mehr Betroffene melden sich zu Wort und berichten über sexuelle
Übergriffe und zahlreiche brutale Prügelorgien bei den
Domspatzen vor etwa einem halben Jahrhundert.
Übliches Nackt-Prügeln: »Es wurden viele Traumata
gesetzt, es war Angst und Schrecken«, sagt ein Münchner
Arzt und Therapeut über seine Erfahrungen in den 1950er und
1960er Jahren bei den »Spatzen«. Von sexuellen Missbrauch
habe er zwar nur von anderen erfahren, aber quasi eine Vorstufe
hat auch er in lebendiger Erinnerung. Wer sich beim Prügeln
mit dem Rohrstock nackt ausgezogen hat, habe einen Bonus bekommen:
weniger Schläge.
weiter lesen: http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,1118474
Bistum Limburg untersucht den Vorwurf
des sexuellen Missbrauchs in den 1960er Jahren
Im Rahmen einer Öffentlichen Anhörung im Hessischen Landtag
zum Thema „Ehemalige Heimkinder“ Ende Oktober 2009 hat
eine ehemalige Bewohnerin des St Vincenzstiftes Vorwürfe des
sexuellen Missbrauchs durch Pfarrer Rudolf Müller, der von
1958 bis zu seinem Tod 1970 Direktor des St. Vincenzstiftes war,
erhoben. Seither haben sich weitere Frauen gemeldet, die gleiche
oder ähnliche Vorwürfe erheben.
weiter lesen: http://www.st-vincenzstift.de/index.php?uid=C397c9f16a0373f159d17ef12de5ecce0
Sex-Skandal im Vatikan
"Tutti perversi?"
Der Vatikan steht im Mittelpunkt eines peinlichen Skandals: Ein
Chorsänger aus dem Petersdom soll männliche Prostituierte
vermittelt haben. Zu seinen Klienten gehörte offenbar auch
ein hoher Staatsbeamter, der sich im direkten Umfeld von Papst Benedikt
XVI. bewegte.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,682024,00.html
Missbrauch mit Methode "Prügel
noch und noch"
Über die Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen
spricht jetzt ein Opfer: "Schwere Misshandlungen" und
"sexuelle Übergriffe" habe es gegeben, der Leiter
der Vorschule sei ein "ausgewiesener Sadist" gewesen.
Ein Pater des Klosters Ettal stellte Fotos halbnackter Schüler
auf einschlägige Internetseiten.
weiter lesen: http://www.n-tv.de/panorama/Pruegel-noch-und-noch-article761917.html
Im Kloster Ettal herrschte ein "Terrorregime"
"In Ettal herrschte ein Terrorregime", zitierte der Ermittler
aus seiner Sammlung. Nach seinen Erkenntnissen wurden Kinder und
Jugendliche in dem Kloster in "sexueller, psychischer und physischer
Hinsicht misshandelt", sagte er. Ein Padre habe kinderpornografisches
Material aus dem Internet herunter geladen. Außerdem entdeckten
sich Schüler selbst auf homosexuellen Internetseiten mit ihren
Fotos. Erst in der Hinsicht der „systematischen Kultur des
Wegsehens“ waren die Übergriffe möglich, so Pfister.
Der eine Verdächtige, ein ehemaliger Religionslehrer und stellvertretender
Institutsleiter, wurde 1958 aus dem Dienst am Domspatzen-Gymnasium
entfernt. Der andere Geistliche war wenige Monate auch Internatsleiter,
er soll 1971 verurteilt worden sein.
Georg Ratzinger wollte zum Thema Missbrauch nicht weiter Stellung
beziehen und verwies auf die zuständige Diözese Regensburg.
Im Januar 2009 traten die Domspatzen in der Sixtinischen Kapelle
im Vatikan auf, um Georg Ratzinger zu dessen 85. Geburtstag zu ehren.
Auch dessen Bruder, Papst Benedikt XVI., hörte sich die Große
Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart an
alles lesen: http://www.welt.de/vermischtes/article6657663/Im-Kloster-Ettal-herrschte-ein-Terrorregime.html
Neue Verdachtsfälle
Missbrauchsvorwürfe auch in Fulda
Wurden auch in Hessen Minderjährige von Priestern missbraucht?
Nach Recherchen der "hessenschau" gibt es nicht nur im
Bistum Limburg Missbrauchsvorwürfe. Auch im Bistum Fulda wird
bereits ermittelt.
Auf Nachfrage des hr sind jetzt auch im Bistum Fulda Verdachtsfälle
des Missbrauchs an Jugendlichen bekannt geworden. "Die Diözese
Fulda hat derzeit Kenntnis von zwei Verdachtsfällen des sexuellen
Missbrauchs Minderjähriger durch Priester beziehungsweise kirchliche
Mitarbeiter, die schon länger zurückliegen und hat sich
an die Staatsanwaltschaft gewandt", erklärte die Bischöflichen
Pressestelle in einer Presseerklärung.
Zuvor hatte das Bistum Limburg am Mittwoch mitgeteilt, dass derzeit
Vorwürfen gegen "einige" Priester des Bistums nachgegangen
werde. Um wie viele Fälle es geht und ob im Verdacht stehende
Priester sich noch im Amt befinden, wollte das Bistum nicht sagen.
weiter lesen: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp;jsessionid=0BE5A191D7FAA5C9671C30E5ACB339B2?rubrik=34954&key=standard_document_38787513
Grenzen der Möglichkeiten
Vollmer sieht Runden Tisch zu sexuellem
Missbrauch skeptisch
Die Vorsitzende des „Runden Tisches Heimerziehung“,
Antje Vollmer, hat sich skeptisch über ein vergleichbares Instrument
zum sexuellen Missbrauch von Kindern geäußert. „Ich
wäre da sehr vorsichtig“, sagte sie am Donnerstag in
Berlin. Sie rate davon ab, für jede neu aufkommende Opferperspektive
einen Runden Tisch einzurichten.
„Der jetzige Vorschlag entspricht dem Wunsch der Politik,
überhaupt etwas vorzuschlagen, ist aber auch Ausdruck der Hilflosigkeit.
In komplexen, lange zurückliegenden Prozessen kann der Runde
Tisch kaum Richter sein, er kann nur eine Vision von Gerechtigkeit
aufrechterhalten und damit hoffentlich zur Befriedung beitragen“,
so Vollmer. Zugleich warnte sie vor den Folgen aufgeladener Emotionalisierungen
in den Medien.
weiter lesen: http://www.domradio.de/aktuell/artikel_61856.html
mehr dazu: "Runder Tisch"
über sexuellen Mißbrauch
Geschrieben von pethens
http://www.top-medien-berlin.de/content/view/632/1/
Forscherin sucht Heimkinder
Die junge Konstanzer Historikerin Lisa Foege forscht über
das Wessenberg-Mädchenheim. Für diese Arbeit sucht sie
ehemalige Heimkinder, die sie über ihre Erinnerungen befragen
und deren Archive (Fotos, Unterlagen) sie auswerten kann. Im Auftrag
des Sozial- und Jugendamts, fachlich betreut vom Rosgartenmuseum,
soll zum 150. Todestag Wessenbergs in diesem Jahr eine Darstellung
entstehen. Lisa Foege will später eine Doktorarbeit schreiben.
Ehemalige Heimkinder, die unter zugesicherter Wahrung ihrer Anonymität
erzählen oder Unterlagen beisteuern, können sich melden:
E-Mail: lisafoege@gmx.de, oder Rosgartenmuseum, Telefon 900-913.
Artikel: http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Forscherin-sucht-Heimkinder;art372448,4190748
SWR Freitag, 5. März 2010
22.00 Nachtcafé Gäste
bei Wieland Backes Menschliche Abgründe
Heinz-Jürgen Overfeld verlor einen Teil seiner Kindheit: In
verschiedenen katholischen Heimen wurde er jahrelang sexuell missbraucht
- sowohl von Patern als auch von Nonnen, wie er behauptet. Die jüngst
bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg
überraschen ihn deshalb nicht: "Ich bin froh, dass es
nun ans Tageslicht kommt, auch wenn das nur die Spitze des Eisberges
ist."
mehr bei: http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/141azy8/index.html
Stern: Missbrauch ist nie ausgestanden
Bei der Diskussion über Kindesmissbrauch - wie den jetzt bekannt
gewordenen Fällen in der katholischen Kirche - entsteht manchmal
der Eindruck, die Folgen der Gewalt könnten über die Jahre
völlig verschwinden. Doch dem widersprechen nicht nur Psychiater,
sondern auch neue medizinische Befunde.
weiter lesen: http://www.stern.de/wissen/mensch/kopfwelten-missbrauch-ist-nie-ausgestanden-1547637.html
Missbrauchsskandal
Staatsanwaltschaft im Kloster Ettal
02. März 2010 Im Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen
Kirche hat es eine Durchsuchung in einem Kloster gegeben. Am Dienstag
durchsuchte die Münchner Staatsanwaltschaft das oberbayerische
Kloster Ettal, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Dort sollen
Schüler von Geistlichen sexuell missbraucht worden sein. „Seit
Nachmittag laufen Ermittlungen vor Ort in Anwesenheit der Staatsanwaltschaft“,
bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München
II. Ob es überhaupt schon einmal eine Razzia in einem Kloster
gegeben habe, konnte ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz
auf Nachfrage nicht beantworten.
weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~ED89D49498CCE4DD0AAD400146EA6E744~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Missbrauch in der Kirche
"Wir können die Zahl der Opfer gar nicht überschauen"
Das Ausmaß sexuellen Missbrauchs in der Kirche ist offenbar
viel größer als angenommen. Laut dem Verein für
ehemalige Heimkinder wurden 70 Prozent seiner Mitglieder Opfer von
Übergriffen. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger erwägt
nun sogar eine Verlängerung der Verjährungsfristen.
Berlin - "Wir können die Zahl der Opfer gar nicht überschauen",
sagte die Vorsitzende des im Jahr 2004 gegründeten Vereins
ehemaliger Heimkinder e.V., Monika Tschapek-Güntner, der "Berliner
Zeitung". Seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in deutschen
Jesuitenschulen meldeten sich täglich weitere Betroffene.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,681150,00.html
Spiegel: "Vertuschtes
verjährt nicht"
"Priester und Sex" hieß das Thema - die Gäste:
ein Bischof, der sich rausredet, ein übermotivierter Vatikanfan
von "Bild", dazu der Ex-Jesuitenschüler Heiner Geißler.
Leider war die Runde bei "Hart aber fair" so wenig erhellend
wie eine Messe in der Provinz.
Man redete schon fast eine Stunde, der Zuschauer hatte beinahe
vergessen, dass Andreas Englisch überhaupt anwesend war, da
platzte es aus ihm heraus: "Es ist gemein, auf die katholische
Kirche zu schauen wie auf ein Biotop", krächzte der "Bild"-Korrespondent
des Vatikan. Englisch polterte, sprang von seinem Hocker auf, mit
zorngeschwollener Halsschlagader und wilder Gestik versuchte er
gegen das Argument anzureden, das Sündenregister der Kirche
umfasse womöglich mehr Seiten als die Bibel.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,680170,00.html
|