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„Der Erzieher kam ans Bett“
Hofheim. Drei ehemalige Heimkinder haben Mitarbeitern
des Vincenzhauses systematische Misshandlungen und sexuelle Übergriffe
vorgeworfen. Das soll in den 50er und 60er Jahren passiert sein.
Die Einordnung der Vorfälle in der katholischen Einrichtung
fällt der Caritas noch schwer. Am 15. Januar hat sich ein ehemaliger
Heimbewohner, der dort von 1961 bis ’65 lebte, per E-Mail
an die Caritas gewandt und Hinweise auf Misshandlungen und sexuelle
Übergriffe gegeben. „Wir haben E-Mail- und Telefonkontakt
zu diesem Mann aufgenommen und haben versucht, Aufklärungsarbeit
zu leisten. Mehrere Angebote zu einem persönlichen Gespräch
hat er abgelehnt“, erklärt die Caritas nun.
weiter lesen: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.7404468.de.htm
Hohes Risiko für chronische
Schmerzen
Verhaltensprobleme in der Kindheit wirken fort: Betroffene leiden
später als Erwachsene doppelt so häufig unter chronischen
Schmerzen und psychischen Problemen.
Sind verhaltensauffällige Kinder als Erwachsene besonderen
Gesundheitsrisiken ausgesetzt, vor allem in Bezug auf chronische
Schmerzen? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler der Aberdeen
University. Bereits aus früheren Untersuchungen ist bekannt,
dass belastende Ereignisse in der Kindheit sich im Erwachsenenalter
in chronischen Schmerzen ausdrücken können. Dazu gehören
etwa ein Unfall und Krankenhausaufenthalt sowie die Trennung von
der Mutter. Ein Expertenteam unter der Leitung von Dong Pang machte
sich daran, die Daten von 19 000 Männern und Frauen der British
Birth Cohort Study zu analysieren.
...Das Ergebnis bestätigte die Annahme der Wissenschaftler:
Diejenigen, die als Kind verhaltensauffällig waren, hatten
als Erwachsene ein doppelt so hohes Risiko für chronische Schmerzen
als andere. Zusätzlich waren sie häufiger von Depressionen,
Ängsten und Sucht betroffen.
Veränderte Prozesse im Gehirn
Die Forscher gehen davon aus, dass traumatische Erlebnisse und Verhaltensprobleme
in der Kindheit im Gehirn Prozesse verändern, mit dem der Körper
auf Stress reagiert. Die Regulation der Stresshormone könnte
dadurch auf Dauer ins Ungleichgewicht geraten. Der Körper reagiert
darauf mit chronischen Schmerzen.
weiter lesen: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/problemkinder-hohes-risiko-fuer-chronische-schmerzen_aid_488449.html
Missbrauchsskandal
Sexuelle Übergriffe bei Wiener
Sängerknaben
Auszug:
In Deutschland und Österreich werden immer mehr Missbrauchsfälle
bekannt. Ehemalige Schüler berichten von einer "Terror-
und Angstatmosphäre".
Auch in Österreich kommen dieser Tage immer mehr Missbrauchsfälle
ans Licht der Öffentlichkeit. Bei den Wiener Sängerknaben
soll es nach Angaben der österreichischen Tageszeitung Standard
zu sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen Chormitglieder gekommen
sein.
Nach Angaben der Zeitung kündigten Verantwortliche des Chores
eine Prüfung der betreffenden Akten im Archiv an. Bei den beiden
Opfern soll es sich um zwei Deutsche handeln.
Ein heute 33-jähriger Mann aus Berlin, der in den 80er Jahren
dem Wiener Knabenchor angehört hatte, habe von Duschritualen
unter Anwesenheit der Erzieher berichtet, schreibt das Blatt.
Bei dem zweiten früheren Chormitglied handelt es sich um einen
heute 51-Jährigen, der in den 60er Jahren in dem Chor sang
und heute ebenfalls in Deutschland lebt.
Indes wurden nach schweren Anschuldigungen drei Patres des Stiftes
Kremsmünster bei Linz ihrer Ämter enthoben, wie die Nachrichtenagentur
APA berichtete. Ein 75 Jahre alter Mönch habe eine ihm vorgeworfene
Tat mittlerweile zugeben, hieß es in einer Pressekonferenz.
Auch in anderen Teilen des Landes meldeten sich weitere mutmaßliche
Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen.
Erstmals befasst sich Papst Benedikt XVI. an diesem Freitag direkt
mit dem Missbrauchsskandal an katholischen Einrichtungen in Deutschland.
Benedikt XVI. empfängt den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,
Robert Zollitsch, der ihm Bericht erstatten soll.
weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/519/505708/text/
Ministerien ringen um Runden Tisch
Im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen
streiten Justizministerium und Familienministerium um die Durchführung
eines Runden Tisches. Weitere Fälle kommen an die Öffentlichkeit.
BERLIN apn/dpa/rtr/taz | Das FDP-geführte Bundesjustizministerium
beharrt im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen
auf einem eigenen Runden Tisch. Das von den CDU-Ministerinnen Kristina
Schröder und Annette Schavan einberufene Gremium ersetze nicht
das Vorhaben des Justizministeriums zu einem Runden Tisch mit Vertretern
der Kirche und den Betroffenen, um die Missbrauchsfälle aufzuarbeiten,
sagte der parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium,
Max Stadler (FDP), der "Berliner Zeitung". In dieser Runde
müsse geklärt werden, ob die Opfer eine finanzielle Entschädigung
erhalten. Zudem müssten alle Themen besprochen werden, die
die Justiz betreffen, sagte Stadler.
weiter lesen: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ministerien-ringen-um-runden-tisch/
Missbrauch: Immer mehr Opfer melden
sich
Bei den kirchlichen Ombudsstellen haben sich heuer bereits 30 Opfer
gemeldet - doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Auch in Deutschland
und in den Niederlanden häufen sich die Vorwürfe.
Die Aufdeckung der Missbrauchsskandale in Deutschland macht auch
den Opfern hierzulande Mut, von ihrem Leiden zu berichten: Bei den
Ombudsstellen der Diözesen haben sich heuer bereits 30 Opfer
gemeldet - im gesamten Vorjahr waren es 17, berichtet Ö1. Die
meisten Anrufe (zwölf) gab es in der Diözese Wien, knapp
gefolgt von Graz-Seckau (elf). Auch in Gurk, St. Pölten und
Salzburg gab es Meldungen von Missbrauch.
Auch bei nicht-kirchlichen Meldestellen häufen sich die Berichte
von Missbrauch: So laufen etwa beim Kinderschutz-Zentrum Salzburg
seit einigen Wochen die Telefone heiß, berichtete Geschäftsführer
Peter Trattner. "Diese Intensität hat es vorher nicht
gegeben", so Trattner. Es seien vor allem schwere Fälle,
bei denen oft zwei oder drei Kinder über einen längeren
Zeitraum missbraucht worden wären.
weiter lesen: http://diepresse.com/home/panorama/religion/545439/index.do?direct=544836&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=118
Georg Ratzinger bittet Opfer um Verzeihung
09. März 2010 Der frühere Regensburger Domkapellmeister
Georg Ratzinger hat am Mittwoch zugegeben, in seiner Amtszeit von
körperlichen Misshandlungen in der Internatsvorschule der Domspatzen
gewusst zu haben. Schüler hätten ihm auf Konzertreisen
davon erzählt. „Aber ihre Berichte sind bei mir nicht
so angekommen, dass ich glaubte, etwas unternehmen zu müssen“,
sagte der Bruder von Papst Benedikt XVI. in der Zeitung „Passauer
Neue Presse“.
Aus heutiger Sicht verurteile er die Misshandlungen und bitte die
Opfer um Verzeihung. Er habe gewusst, dass der Direktor der Internatsvorschule,
der von 1953 bis 1992 amtierte, „sehr heftige Ohrfeigen“
verteilt habe, „oft aus nichtigen Anlässen“, sagte
der 86 Jahre alte Georg Ratzinger. Das „Ausmaß dieser
brachialen Methoden“ habe er aber nicht gekannt.
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