| |
Welche Therapie und wo.
Immer wieder werde ich über Therapien befragt,
1. welche gut sind oder
2. wo wird gute Therapie angeboten.
Meine Antwort ist, wie die Fragen selbst, zweifaltig.
1. Jeder Client sollte sich über die verschiedenen Therapieren
informieren.
2. Ich habe keine persönliche Erfahrungen mit Psychologen oder
Therapeuten in Deutschland.
Aus
diesem Grund biete ich diese Übersetzung an die einige wichtige
Punkte erwähnt.
"Nein,
in Österreich gab es solche Einrichtungen nicht".
Je länger ich mich mit der Idee eine "Gruppe" in
Österreich zu gründen auseinander setze, umso tiefer ich
mich in die Materie über Kindesmissbrauch hinein arbeite, umso
unsicherer werde ich bei der riesigen Anzahl von Schicksalen, Verbrechen,
Arroganz und frech zur Schau getragener, vermeintlicher Überlegenheit
der Täterinnen und Täter.
Und als Betroffener wird mir allmählich klarer, dass die Leugnungen
dieser Verbrechen schmerzhafter sind, als das was vor Jahrzehnten
wehrlosen Kindern und Jugendlichen angetan wurde.
Weiter
lesen
Michael Jackson: Schon als Kind auf
die Bühne gepeitscht
Mit fünf Jahren beginnt die Karriere des jungen Michael Jackson
– und seine Kindheit endet. Vater Joe fügt ihm Schäden
zu, von denen er sich auch als Erwachsener nie wieder erholt. Teil
1 der AZ-Serie
Nein, geschlagen habe er seinen Sohn Michael „niemals“,
gibt Joe Jackson 2003 in einem Interview zu Protokoll. Schlagen
tue man ja bekanntlich mit einem Stock. Er habe ihn lediglich ausgepeitscht.
Mit einem Kabel oder einem Gürtel.
Noch als erwachsener Mann muss sich Michael Jackson übergeben,
wenn er seinem Vater begegnet. Zu tief sitzt das Trauma der Kindheit,
die er eigentlich nie hatte.
Artikel lesen: http://www.abendzeitung.de/leute/115695
EMaK fragt: Wie lange will die Menschheit
noch verleugnen, dass Kindesmisshandlungen langfristige Folgeschäden
hinterlässt?
Die
emotionslosen Beamten
Von Franz Josef Stangl
Buchautor: Der
Bastard - Der Fürsorgezögling
Der Staat ist kein imaginäres Wesen, er zeigt seine teilweise
Fratze in Form von völlig desinteressierten und überforderten
Gestalten, die hierzulande oft einen Beamtenstatus genießen,
und in meiner Kindheit so etwas wie kleine Götter waren.
Jugendwohlfahrt nannte sich der Hauptbunker, kleine Soldatinnen
und Soldaten, genannt Fürsorgerinnen und Fürsorger verteilten
den Abfall der Nachkriegsgesellschaft. Kinder die "passiert"
sind, Kinder die niemand wollte, Kinder deren Eltern, geistig selbst
noch tief pubertierend, auf der Versagerstraße unterwegs waren.
Weiter
lesen
Kinderverachtung hatte auch in Oberösterreich
Muster.
In seinem Buch „Verlorene Kindheit“
beschreibt der Autor Jenö Alpár Molnár die demütigende
Szenen seiner Kindheit im Kinderheim Schloss Leonstein, und auch
“der Drachen” .
Mehr lesen: http://www.verlorene-kindheit.at/
Aufruf aus Österreich
Hier gibt es keinerlei nennenswerte Aufarbeitung,
daher informiere ich mich auf den bundesdeutschen und anderen Seiten
und freue mich über die dortigen Bewegungen.
Ich selbst war von 1963 bis 1967 Zögling in der Caritas Erziehungsanstalt
Steyr/Gleink in Oberösterreich, ich würde mich freuen,wenn
sich Menschen bei mir melden würden die sich ebenfalls hinter
diesen Klostermauern befanden, auch Zöglinge der Erziehungsanstalt
"Landesjugendheim" Korneuburg wo ich die Jahre 1968 bis
1970 eingewiesen war.
In diesen Anstalten wurde schwerste körperliche und seelische
Gewalt ausgeübt deren seelische Folgen mich bis heute nicht
ganz losgelassen haben. Von sexuellen Übergriffen kann ich
nicht berichten, das heißt aber noch lange nicht, dass es
keine solchen gegeben hat.
Militärischer Drill und Prügel, Nahrungsentzug und endlose
Herabwürdigungen des Menschen gaben eine Richtlinie vor, Kinder
waren Masse in der Gruppe, der einzelne zählte nichts.
Ich war elf Jahre als ich meine Zeit in den Erziehungsanstalten
begann, mit achtzehneinhalb wurde ich als "unerziehbar geltend"
auf die Straße gestellt, die übliche Karriere wie Vorstrafen,
Haft, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Drogen-Alkohol-und Medikamentesucht
waren nur "logisch".
Heute will niemand die Schuld haben, sie liegt immer wieder zu 100%
bei den Kindern und Jugendlichen, Politik und Gesellschaft putzen
sich ab, machen Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern.
So kann, so darf es nicht weiter gehen! Ich bitte, dass sich ehemalige
Zöglinge aus diesen oben erwähnten Anstalten melden und
mit mir
Franz
Josef Stangl - Autor des Buches - Der
Bastard - Der Fürsorgezögling Kontakt
aufnehmen: Email: franz-josef.stangl@chello.at
Wir kannten keine Liebe
Reckenfeld - Die Junisonne taucht den Wintergarten in warme Farben,
durch die Fenster ist ein üppig blühender Staudengarten
zu sehen. Am Tisch mit der bunt gestreiften Decke sitzen zwei Männer
über alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen gebeugt. Sie sind vertieft
in eine Vergangenheit, eine gemeinsame Kindheit, die 50 Jahre zurück
liegt und sie doch bis heute nicht los lässt. Während sie
erzählen - mal leise und zurückhaltend, dann wieder so erregt,
dass sie sich gegenseitig ins Wort fallen - tauchen immer wieder Tränen
in ihren Augen auf, die sie sofort verstohlen wegwischen. „Es
tut einfach weh, wenn die Ereignisse wieder so nah sind“, versucht
Alfred K. (Namen von der Redaktion geändert) zu erklären.
Er und sein Freund kamen beide bereits als Kleinkinder ins „Haus
Sonnenschein“, ein Kinderheim in Rheine-Bentlage. „Das
war kein Waisenhaus, wir hatten ja Eltern“, erläutert Herbert
Z., „aber damals war ein uneheliches Kind noch eine gesellschaftliche
Katastrophe.“ Wer seine Mutter war, erfuhr er nur durch Zufall.
Mehr: http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/greven/1077425_und_bdquoWir_kannten_keine_Liebe_und_ldquo.html
Presseinformation
„Heimerziehung in den 50er und 60er
Jahren“
Dritte Sitzung des Runden Tisches
Hallenserin verbrachte Kindheit hinter
Gittern
Von ihren ersten Kinderjahren weiß die Hallenserin Waltraud
Thiele nur ganz wenig. Vor allem an ihre Mutter hat sie kaum frühere
Erinnerungen: Waltraud Thiele wurde im September 1948 in der Haftanstalt
"Roter Ochse" geboren, später in das Lager Sachsenhausen
und 1950 in das Frauengefängnis Hoheneck verlegt. "Aber
ich war dort immer von meiner Mutter getrennt", so die heute
60-Jährige. Wegen der Verbreitung anti-sowjetischer Flugblätter
war die hochschwangere Mutter 1948 verhaftet und zu zehn Jahren
Arbeitslager verurteilt worden. Erst 1954 wurde sie im Rahmen einer
Amnestie begnadigt und durfte ihr Kind wieder zu sich nehmen.
Mehr: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1237374006334&openMenu=1012902958319&calledPageId=0&listid=0
„Der Kampf hat sich gelohnt“
Von Uwe Westdörp
Hannover/Osnabrück. „Der Kampf der letzten Jahre hat
sich gelohnt.“ Jürgen Beverförden, Sprecher ehemaliger
Heimkinder in Niedersachsen, zeigte sich gestern sichtlich erleichtert
über eine seiner Ansicht nach „hervorragende“ Einigung
von SPD, CDU und FDP im Landtag: Alle drei Fraktionen verständigten
sich nach langem Hin und Her auf einen gemeinsamen Entschließungsantrag
zur Aufarbeitung des Schicksals ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen.
Weiter: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22726164.html
Heimkinder: Streit um Opferzahlen
Runder Tisch beleuchtet Missbrauch und Zwangsarbeit
in kirchlichen Heimen
Im Streit um die Opferzahlen der kirchlichen Heimerziehung in der
frühen Bundesrepublik hat die katholische Kirche einen Fehler
eingeräumt. In einem Brief hatte Erzbischof Zollitsch nur einige
hundert Fälle eingeräumt. Die Opferverbände gehen
jedoch von weitaus höheren Zahlen aus.
Mehr: http://www.neues-deutschland.de/artikel/150645.heimkinder-streit-um-opferzahlen.html
Ex-Heimkinder fordern Entschädigungsfonds
25 Milliarden Euro für rund 500000 Opfer von
früheren »Fürsorgeanstalten« in der BRD verlangt
Von Jana Frielinghaus
Der Betrag erscheine »auf den ersten Blick hoch«. Angesichts
»der großen Zahl der Betroffenen und der Schwere des
erlittenen Unrechts, das ganze Biographien zerstört hat«,
sei er jedoch maßvoll. Dies erklärte der Hamburger Anwalt
Gerrit Wilmans, als er dieser Tage im Namen der in den 50er und
60er Jahren in öffentlichen und kirchlichen Kinderheimen mißhandelten
und zu Sklavenarbeit gezwungenen Menschen die Einrichtung eines
Entschädigungsfonds in Höhe von mindestens 25 Milliarden
Euro forderte. Das seien rund 50000 Euro für jeden der etwa
500000 Betroffenen. Monika Tschapek-Güntner, Vorsitzende des
Vereins ehemaliger Heimkinder (VeH), in dessen Auftrag Wilmans handelt,
betonte, in den Fonds sollten in erster Linie die meist kirchlichen
Heimträger sowie die Betriebe einzahlen, die von der Zwangsarbeit
profitiert hätten. Der VeH verlangt auch einen rentenversicherungsrechtlichen
Ausgleich für die Arbeit sowie sofortige Verbesserungen der
Rahmenbedingungen für die Behandlung der Traumata, unter denen
viele Opfer leiden.
Mehr: http://www.jungewelt.de/2009/06-17/025.php
Neue Fakten auf dem Runden Tisch
Gremium zu Missbrauch von Heimkindern tagt zum dritten Mal
Die Tagesordnung klingt eher langweilig: Juristische Fragen und
Datenschutz-Aspekte sollen behandelt werden, wenn der Runde Tisch
Heimkinder heute und morgen in Berlin hinter verschlossenen Türen
zum dritten Mal zusammentritt. Doch das Gremium unter dem Vorsitz
der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer wird
sich mit einer Reihe neuer Fakten auseinandersetzen müssen.
Mehr: http://www.domradio.de/aktuell/artikel_54106.html
Kottnik gegen Pauschallösung
bei Entschädigung von Heimkindern
Präsident des Diakonischen Werkes fordert differenzierte Betrachtung
Dieter Kottnik im Gespräch mit Katrin Heise
Rund 800.000 Kinder sind in den 50er und 60er Jahren in meist kirchlichen
Heimen regelmäßig misshandelt worden. Doch eine pauschale
Entschädigungslösung lehnt der Präsident des Diakonischen
Werkes der
evangelischen Kirche, Dieter Kottnik, ab. Es habe auch viele Jugendliche
gegeben, die positive Erfahrungen in den Heimen gemacht hätten.
Eine Pauschallösung sei daher ungerecht.
Mehr bei: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/982407/
Das Heim im Kopf
Peter Laxy war ein Heimkind der frühen Bundesrepublik. Er erzählt
von seiner Zeit im Erziehungsheim Fichtenhain. Von Demütigung,
Gewalt und Hunger
Er hat wieder nur wenig geschlafen. Denn die Bilder lassen ihn nicht
los. Wenn er die Augen schließt, kann er ihn sehen: Den Junge
aus der Abteilung 6, der eines Nachts versucht, an zusammengeknoteten
Nachthemden durch das vergitterte Fenster zu entkommen. Der Knoten
löst sich. Und einen Moment ist es so, als schwebe der Junge
in der Luft. Dann schlägt er auf dem Steinboden auf. Überall
ist Blut. Und in seinen Ohren klingt das Geräusch nach, als
würde eine Nuss geknackt; der Kopf, der auf Stein zerbricht.
Peter Laxy hat selbst mehr als einmal versucht, aus dem Kinderheim
Fichtenhain bei Krefeld zu fliehen, das damals in Trägerschaft
des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) stand. Dort lebte er von
1953 bis 1956. Jetzt, mehr als 50 Jahre danach, erzählt er
zum ersten Mal von seinen Erlebnissen.
Weiter lesen: http://www.google.com/firefox?client=firefox-a&rls=org.mozilla:en-US:official
Qualen eines Heimkindes - „Das
frisst mein ganzes Leben”
An seinem 21. Geburtstag steckten sie ihn in einen
„schönen Anzug” und schickten ihn zum Bahnhof.
„Ich fuhr zu meiner Mutter”, sagt der heute 72-jährige
Dortmunder. Bis dahin hatte er drei Viertel seines Lebens in Heimen
verbracht.
Gute Erinnerungen sind rar. Günther mochte die Erbsensuppe,
die die Nonnen zum Jahresausflug kochten. Als er älter wurde,
bekam er „eine Zigarette - einmal die Woche”. Liebe,
Zuneigung, Freundschaften? „Nein”, sagt der Rentner
über die kaltherzige Atmosphäre in den Kinderheimen. „Jeder
war allein, jeder war nur auf seinen Vorteil bedacht.”
Mehr: http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/westfalen/2009/6/14/news-122667485/detail.html
Dierk Schaefers Blog
Die Verjährungsfrage muß
auf den Tisch des Runden Tisches
Mehr:
http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/06/14/die-verjahrungsfrage-mus-auf-den-tisch-des-runden-tisches/
Macht-
und Ohnmachtsgefühle des Menschen,
aus primärtherapeutischer Sicht, unter Berücksichtigung
der
Gehirnevolution und der ontogenetischen Entwicklung
2 Macht und Ohnmacht als Erwachsener
mehr lesen: http://www.primaltherapy.ch/vortrag/vortrag_deutsch.htm
Deutsche Heimkinder sollen entschädigt
werden
10.06.2009
Nun ist wissenschaftlich belegt, dass in deutschen Kinderheimen
in den 50er und 60er Jahren
Prügel, brachiale Erziehungsmethoden und Zwangsarbeit systematisch
angewandt wurden. Auch
sexuelle Übergriffe waren nicht selten. Ein Runder Tisch der
Regierung zur Aufarbeitung der
Heimerziehung soll jetzt über eine Wiedergutmachung beraten.
Mehr: http://www.welt.de/politik/article3900536/Deutsche-Heimkinder-sollen-entschaedigt-werden.html
Mehr Licht in dunkelstes Kapitel
der Jugendhilfe bekommen
Hannover (kobinet) Niedersachsens Sozialministerin
Mechthild Ross-Luttmann hat ehemals in kirchlichen und staatlichen
Einrichtungen misshandelten Heimkindern Unterstützung beim
Zugang zu den im Bestand der Landesverwaltung (Staatsarchive, Gerichte)
befindlichen Heimkinderakten zugesichert.
Mehr lesen:
http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21201/ticket,g_a_s_t
Die Heimkinder können auch selber
forschen!
Beitrag zum „2. Expertinnen- und Expertengespräch:
Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre – Stand und Perspektiven
der (fach-)historischen Bearbeitung“ am 3. Juni 2009 in Koblenz
Die derzeit laufenden Forschungsansätze untersuchen die Zustände
in einigen Fürsorgerziehungsheimen im fraglichen Zeitraum.
Sie sind also heim-orientierte Sondierungen, die fachwissenschaftlich
von großem Interesse sind, jedoch den Anforderungen der ehemaligen
Heimkinder nur begrenzt gerecht werden können. Zudem würde
es wohl einen jahrzehntelangen Aufwand bedeuten, wenn man bundesweit
flächendeckend auf diese Weise die Heimhintergründe aller
ehemaligen Heimkinder, die sich mit ihren Heimerfahrungen gemeldet
haben, untersuchen wollte.
Mehr: http://dierkschaefer.wordpress.com/2009/06/08/die-heimkinder-konnen-auch-selber-forschen/
|
|