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Wir fragen, wieviele Erwachsene wurden als Kinder misshandelt?
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News
Updated: 11. Maerz 2010

 

 
 

 

„Der Erzieher kam ans Bett“

Hofheim. Drei ehemalige Heimkinder haben Mitarbeitern des Vincenzhauses systematische Misshandlungen und sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Das soll in den 50er und 60er Jahren passiert sein.

Die Einordnung der Vorfälle in der katholischen Einrichtung fällt der Caritas noch schwer. Am 15. Januar hat sich ein ehemaliger Heimbewohner, der dort von 1961 bis ’65 lebte, per E-Mail an die Caritas gewandt und Hinweise auf Misshandlungen und sexuelle Übergriffe gegeben. „Wir haben E-Mail- und Telefonkontakt zu diesem Mann aufgenommen und haben versucht, Aufklärungsarbeit zu leisten. Mehrere Angebote zu einem persönlichen Gespräch hat er abgelehnt“, erklärt die Caritas nun.
weiter lesen: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.7404468.de.htm



Hohes Risiko für chronische Schmerzen
Verhaltensprobleme in der Kindheit wirken fort: Betroffene leiden später als Erwachsene doppelt so häufig unter chronischen Schmerzen und psychischen Problemen.

Sind verhaltensauffällige Kinder als Erwachsene besonderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, vor allem in Bezug auf chronische Schmerzen? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler der Aberdeen University. Bereits aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass belastende Ereignisse in der Kindheit sich im Erwachsenenalter in chronischen Schmerzen ausdrücken können. Dazu gehören etwa ein Unfall und Krankenhausaufenthalt sowie die Trennung von der Mutter. Ein Expertenteam unter der Leitung von Dong Pang machte sich daran, die Daten von 19 000 Männern und Frauen der British Birth Cohort Study zu analysieren.
...Das Ergebnis bestätigte die Annahme der Wissenschaftler: Diejenigen, die als Kind verhaltensauffällig waren, hatten als Erwachsene ein doppelt so hohes Risiko für chronische Schmerzen als andere. Zusätzlich waren sie häufiger von Depressionen, Ängsten und Sucht betroffen.

Veränderte Prozesse im Gehirn
Die Forscher gehen davon aus, dass traumatische Erlebnisse und Verhaltensprobleme in der Kindheit im Gehirn Prozesse verändern, mit dem der Körper auf Stress reagiert. Die Regulation der Stresshormone könnte dadurch auf Dauer ins Ungleichgewicht geraten. Der Körper reagiert darauf mit chronischen Schmerzen.
weiter lesen: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/problemkinder-hohes-risiko-fuer-chronische-schmerzen_aid_488449.html


Missbrauchsskandal

Sexuelle Übergriffe bei Wiener Sängerknaben

Auszug:
In Deutschland und Österreich werden immer mehr Missbrauchsfälle bekannt. Ehemalige Schüler berichten von einer "Terror- und Angstatmosphäre".
Auch in Österreich kommen dieser Tage immer mehr Missbrauchsfälle ans Licht der Öffentlichkeit. Bei den Wiener Sängerknaben soll es nach Angaben der österreichischen Tageszeitung Standard zu sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen Chormitglieder gekommen sein.

Nach Angaben der Zeitung kündigten Verantwortliche des Chores eine Prüfung der betreffenden Akten im Archiv an. Bei den beiden Opfern soll es sich um zwei Deutsche handeln.

Ein heute 33-jähriger Mann aus Berlin, der in den 80er Jahren dem Wiener Knabenchor angehört hatte, habe von Duschritualen unter Anwesenheit der Erzieher berichtet, schreibt das Blatt.

Bei dem zweiten früheren Chormitglied handelt es sich um einen heute 51-Jährigen, der in den 60er Jahren in dem Chor sang und heute ebenfalls in Deutschland lebt.

Indes wurden nach schweren Anschuldigungen drei Patres des Stiftes Kremsmünster bei Linz ihrer Ämter enthoben, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. Ein 75 Jahre alter Mönch habe eine ihm vorgeworfene Tat mittlerweile zugeben, hieß es in einer Pressekonferenz. Auch in anderen Teilen des Landes meldeten sich weitere mutmaßliche Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen.

Erstmals befasst sich Papst Benedikt XVI. an diesem Freitag direkt mit dem Missbrauchsskandal an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Benedikt XVI. empfängt den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, der ihm Bericht erstatten soll.
weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/519/505708/text/


Ministerien ringen um Runden Tisch

Im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen streiten Justizministerium und Familienministerium um die Durchführung eines Runden Tisches. Weitere Fälle kommen an die Öffentlichkeit.

BERLIN apn/dpa/rtr/taz | Das FDP-geführte Bundesjustizministerium beharrt im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen auf einem eigenen Runden Tisch. Das von den CDU-Ministerinnen Kristina Schröder und Annette Schavan einberufene Gremium ersetze nicht das Vorhaben des Justizministeriums zu einem Runden Tisch mit Vertretern der Kirche und den Betroffenen, um die Missbrauchsfälle aufzuarbeiten, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium, Max Stadler (FDP), der "Berliner Zeitung". In dieser Runde müsse geklärt werden, ob die Opfer eine finanzielle Entschädigung erhalten. Zudem müssten alle Themen besprochen werden, die die Justiz betreffen, sagte Stadler.
weiter lesen: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ministerien-ringen-um-runden-tisch/


Missbrauch: Immer mehr Opfer melden sich

Bei den kirchlichen Ombudsstellen haben sich heuer bereits 30 Opfer gemeldet - doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Auch in Deutschland und in den Niederlanden häufen sich die Vorwürfe.
Die Aufdeckung der Missbrauchsskandale in Deutschland macht auch den Opfern hierzulande Mut, von ihrem Leiden zu berichten: Bei den Ombudsstellen der Diözesen haben sich heuer bereits 30 Opfer gemeldet - im gesamten Vorjahr waren es 17, berichtet Ö1. Die meisten Anrufe (zwölf) gab es in der Diözese Wien, knapp gefolgt von Graz-Seckau (elf). Auch in Gurk, St. Pölten und Salzburg gab es Meldungen von Missbrauch.

Auch bei nicht-kirchlichen Meldestellen häufen sich die Berichte von Missbrauch: So laufen etwa beim Kinderschutz-Zentrum Salzburg seit einigen Wochen die Telefone heiß, berichtete Geschäftsführer Peter Trattner. "Diese Intensität hat es vorher nicht gegeben", so Trattner. Es seien vor allem schwere Fälle, bei denen oft zwei oder drei Kinder über einen längeren Zeitraum missbraucht worden wären.
weiter lesen: http://diepresse.com/home/panorama/religion/545439/index.do?direct=544836&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=118


Georg Ratzinger bittet Opfer um Verzeihung

09. März 2010 Der frühere Regensburger Domkapellmeister Georg Ratzinger hat am Mittwoch zugegeben, in seiner Amtszeit von körperlichen Misshandlungen in der Internatsvorschule der Domspatzen gewusst zu haben. Schüler hätten ihm auf Konzertreisen davon erzählt. „Aber ihre Berichte sind bei mir nicht so angekommen, dass ich glaubte, etwas unternehmen zu müssen“, sagte der Bruder von Papst Benedikt XVI. in der Zeitung „Passauer Neue Presse“.

Aus heutiger Sicht verurteile er die Misshandlungen und bitte die Opfer um Verzeihung. Er habe gewusst, dass der Direktor der Internatsvorschule, der von 1953 bis 1992 amtierte, „sehr heftige Ohrfeigen“ verteilt habe, „oft aus nichtigen Anlässen“, sagte der 86 Jahre alte Georg Ratzinger. Das „Ausmaß dieser brachialen Methoden“ habe er aber nicht gekannt.
weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub594