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Umfrage

Wir fragen, wieviele Erwachsene wurden als Kinder misshandelt?
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Über Therapien
welche helfen wirklich?

Was ist Misshandlung

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News

Updated: 29. Juli 2010

 

 

Unrechtschicksal
Landtag sucht nach Heimkindern
Der Hessische Landtag möchte das Unrechtsschicksal von Heimkindern in den 50er und 60er Jahren aufarbeiten. Die "Zöglinge" sollen bei einer öffentlichen Anhörung über ihr erlittenes Unrecht berichten. Von Michael Grabenströer

Zwangsarbeit und Misshandlungen von Kindern in den 50er und 60er Jahren in Heimen der katholischen und evangelischen Kirche. Diese Nachricht schockte vor einigen Jahren den deutschen Bundestag.

Nun will auch der hessische Landtag das "Unrechtsschicksal von Heimkindern in den 50er und 60er Jahren aufarbeiten", so eine Mitteilung. Die Kinder, oftmals als "Zöglinge" und "schwer erziehbar" abgestempelt, wurden teilweise schon wegen kleiner Vergehen geprügelt oder sogar sexuell misshandelt.

In Hessen soll am 29. Oktober eine öffentliche Anhörung des Landtages zum Thema stattfinden. Dafür sucht der Landtag ehemalige Heimkinder als Betroffene, aber auch Mitarbeiter von ehemaligen Heimträgern in Hessen. Die Landtagsabgeordneten wollen sich so ein besseres Bild von den Verhältnissen schaffen, die in den 50er und 60er Jahren in hessischen Heimen herrschten.

Wer über sein Schicksal als Heimkind in den 50er und 60er Jahren in hessischen Erziehungsheimen berichten möchte, kann sich unter Zusicherung strikter Vertraulichkeit beim Landtag in Wiesbaden melden. Kontakte sind unter Telefon 0611/350334, 0611/350334 und 350335 möglich. Betroffene können sich auch per E-Mail an j.schlaf@ltg.hessen.de oder a.wiekhorst@ltg.hessen.de wenden. "Ohne ausdrückliche Zustimmung der Betroffenen wird nichts weitergegeben", garantiert Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) die Vertraulichkeit der Mitteilungen.
alles lesen: http://www.fr-online.de/rhein-main/landtag-sucht-nach-heimkindern/-/1472796/3073176/-/index.html



Entschädigung für Heimkinder: Tirol ist Vorbild

Übergriffe. Tirol zahlt bis zu 25.000 Euro an Opfer staatlicher Heime. Nun ist auch Salzburg gefordert, Betroffene sollen sich bei LR Scharer melden.

Schläge und andere physische Gewalt. Systematische Misshandlungen und sexueller Missbrauch. Wenn ehemalige Zöglinge, die in den 50er- bis 70er-Jahren in Kinderheimen untergebracht waren, von ihrer Erziehung berichten, kommen häufig schlimme Schicksale zutage. Der Großteil von ihnen wurde von der Salzburger Fürsorge in Heime in anderen Bundesländer verteilt, wie Historiker berichten. Ob mehrere Hundert oder sogar mehrere Tausend davon betroffen waren, weiß niemand. Genaue Zahlen gibt es keine, an die Öffentlichkeit gingen bisher nur wenige.
weiter lesen: http://www.salzburg.com/online/salzburg/stadt+salzburg/Entschaedigung-fuer-Heimkinder-Tirol-ist-Vorbild.html?article=eGMmOI8Vd45KpgR8qUQeleC32FNZ4dXtwMqTUNk&img=&text=&mode=

Frage. Sind 25.000 Euro genug für so viel ertragenes Leid?



Jugendhilferecht Geschlossene Heime sind seit 20 Jahren abgeschafft

Offiziell gibt es in Berlin seit 20 Jahren keine geschlossenen Heime mehr. Grund für die Schließungen war das wachsende Bewusstsein für Misshandlungen, denen viele Jugendliche ausgesetzt waren.

Geschlossene Heime sind in Berlin und auch bundesweit bereits vor 20 Jahren formal abgeschafft worden: Damals wurde die „geschlossene Unterbringung“ im Jugendhilferecht ersatzlos gestrichen. „Gestrichen wurden auch die Möglichkeiten der Fürsorgeerziehung sowie der Verwahrlosungsbegriff“, sagt Manfred Kappeler, emeritierter Professor für Sozialpädagogik der TU Berlin.
weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/geschlossene-heime-sind-seit-20-jahren-abgeschafft/1889156.html


Deutsche Bischöfin Maria Jepsen tritt zurück
Jepsen soll von Missbrauchsfällen gewusst haben
Hamburg - Die Hamburger evangelische Bischöfin, Maria Jepsen, ist am Freitag zurückgetreten. In den vergangenen Tagen war die Bischöfin im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen Pastor in Ahrensburg in die Kritik geraten. Die Nordelbische Kirche in Hamburg und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
weiter lesen: http://derstandard.at/1277338310619/Deutsche-Bischoefin-Maria-Jepsen-tritt-zurueck


Zollitsch wollte Kindesmissbrauch vertuschen

Erzbistum Freiburg: Versuch der Schadensbegrenzung - "Heute wissen wir es besser"
Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch soll einem Medienbericht zufolge versucht haben, einen Fall von sexuellem Missbrauch durch einen Priester zu vertuschen. Das ARD-Fernsehmagazin "Report Mainz" zitierte aus einem Brief, in dem Zollitsch 1995 in seiner Funktion als Personalreferent verfügt habe, dass die betroffene Gemeinde im badischen Oberharmersbach über wesentliche Details des Missbrauchsskandals nicht informiert werden sollte.
weiter lesen: http://derstandard.at/1277338382409/Zollitsch-wollte-Kindesmissbrauch-vertuschen


Opfer-Plattform überlegt Volksbegehren

Einrichtung einer staatlichen Kommission gefordert - Klage in Vorbereitung
Wien - Die Plattform "Betroffene Kirchlicher Gewalt" pocht nach wie vor auf die Einrichtung einer unabhängigen staatlichen Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen. Sollte diese Forderung durch die Politik nicht erfüllt werden, überlegt man, im Herbst ein Volksbegehren durchzuführen, erklärte ein Sprecher der Plattform. Er ortet "große Zustimmung und gute Chancen".
weiter lesen: http://derstandard.at/1277338573401/Opfer-Plattform-ueberlegt-Volksbegehren


„Land wird für Missbrauch zahlen“
Endbericht zum Missbrauch in Tiroler Heimen: „Vergangenheit lückenlos dokumentieren und sichtbar machen.“

Innsbruck – Die Steuerungsgruppe „Opferschutz“ hat hervorragende Arbeit geleistet und könnte Wegweiser für andere Bundesländer sein. In einem ausführlichen Papier wird von den Experten dargelegt, wie Tirol die Heimvergangenheit aufarbeiten soll und wie Missbrauch und Misshandlungen in Zukunft in Kinder- und Jugendeinrichtungen verhindert werden können.
weiter lesen: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Politik/PolitikTirol/PolitikTirolContainer/1032406-8/land-wird-f%C3%BCr-missbrauch-zahlen.csp



Experten fordern auch vom Land einen Opferfonds

Die Experten zum Missbrauch in den Tiroler Heimen tagen letztmalig. Geld für Therapien sowie eine Jugendwohlfahrt „neu“ werden gefordert.

Innsbruck – Für den kommenden Mittwoch ist die (vorläufig) letzte Sitzung der Expertengruppe zum Thema Missbrauch in Tirols Heimen und Internaten angesetzt. Dort stand, wie berichtet, vielfach bis in die späten 80er Jahre exzessive Gewalt an der Tagesordnung, wurden Kinder sexuell missbraucht, gedemütigt und gebrochen.
weiter lesen: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/939400-6/experten-fordern-auch-vom-land-einen-opferfonds.csp


Uni Göttingen will Zeitzeugen über Schicksal von Heimkindern befragen

20.7.2010
Göttingen (epd). Für ein Forschungsprojekt über das Schicksal der Heimkinder in Niedersachsen zwischen 1949 und 1975 sucht die Universität Göttingen Zeitzeugen. Ehemalige Heimkinder sowie Erzieherinnen und Erzieher aus zwölf ausgewählten Heimen in den Regionen Hildesheim, Braunschweig, Göttingen und Oldenburg sollen zu den Lebensumständen in den Heimen interviewt werden, teilte die Universität am Dienstag mit.

Die Göttinger Wissenschaftler sind vom niedersächsischen Sozialministerium mit den Forschungen beauftragt worden, nachdem eklatante Missstände in den Heimen der Nachkriegsjahrzehnte öffentlich geworden waren. "Seit Beginn des Forschungsvorhabens im April haben wir herausgefunden, dass in Niedersachsen bis in die 1970er Jahre hinein mindestens 138 Erziehungsheime für Kinder und Jugendliche existierten", sagte die Sozialwissenschaftlerin Margret Kaul, die gemeinsam mit dem Historiker Dirk Schumann das Forschungsprojekt leitet.
Zeitzeugen können sich an Rebecca Eulzer,
Telefon 0551/39-9447
Mail: reulzer@uni-goettingen.de wenden.

Alles lesen: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=14226


Heimkinder brutal gezüchtigt

etzt wird die Staatsanwaltschaft auch mit Fällen von Gewalt-Exzessen und sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen außerhalb der Kirche konfrontiert. Bis Dienstag meldeten sich bundesweit 250 Opfer aus diversen Landesjugendheimen bei den zuständigen Kinder- und Jugendanwaltschaften in den Bundesländern (der KURIER berichtete).

Jugendanwältin Monika Pinterits bestätigte 42 Fälle in Wiener Heimen: "Davon brachten wir jetzt 13 zur Anzeige. Einige der Opfer erhielten schon die Vorladung zugestellt." Die angezeigten Vergehen reichen von Ohrfeigen, über brutalste körperliche Züchtigung und physische Gewalt bis zu Vergewaltigungen. Die meisten der Fälle gelten als verjährt.

weiter lesen: http://kurier.at/nachrichten/2018140.php


"Rabenliebe"

Auszug:
1956 waren seine Eltern von Rostock aus in den Westen geflohen. Peter war damals zwei, seine Schwester eins. Der Vater, den er niemals wiedersah, und die Frau, die Peters Mutter hätte sein sollen. Sie hatten die Tür einfach hinter sich zugemacht, das steht so in den Akten. Dass es ruhig wurde in der Wohnung, in der eigentlich immer was los war, hat Peter gerettet. Die Nachbarn brachen die Tür auf und fanden verwahrloste, vernachlässigte, halb verhungerte Kinder.

Peter wird in einer Säuglingsstation für die Heimkarriere aufgepäppelt. Seine Schwester kommt nur so eben noch mit dem Leben davon. Zurückgeblieben anfangs, zurückgewiesen den Rest des Lebens. Ungewollt.

Die größte Verblüffung für den Maskenspieler, den Parodisten, den Imitator Peter Wawerzinek aber war, dass die Frau in ihren Siebzigern, der er da begegnete, noch eine viel größere Lüge lebte, eine noch viel größere Illusionistin war als er selbst. Zwei Totgeburten habe sie in Rostock hinterlassen, hatte sie Westverwandten erzählt. Dass diese Totgeburten höchst lebendig sind, interessiert sie nicht. Dass eine von ihnen jetzt dafür gesorgt hat, dass sie selbst Literaturgeschichte ist, genauso wenig. Sie wird "Rabenliebe" nicht lesen. Irgendwann, sagt Wawerzinek, sei im Gespräch noch der letzte Rest der selbst imaginierten Mutterbindung abgerissen, irgendwann war die Frau für ihn endlich, endgültig erledigt. "Das Wort Mutter", steht da nüchtern, aber sehr wahr im Text, den er dann schrieb und in Klagenfurt vorlas, "ist ein meine Person nicht erregender Begriff."

Den letzten Satz, den hat er zuallererst geschrieben. Und ihn als Motto dann wieder ganz an den Anfang gestellt: "Ich habe gedacht, wenn ich mich schreibend verschenke, entfliehe ich dem Teufelskreis der Erinnerung. Schreibend bin ich tiefer ins Erinnern hineingeraten, als mir lieb ist." Lieb mag ihm das in der Tat kaum gewesen sein. Ein Spaß war das nicht, sagt er. Es hat ihn an den Rand gebracht. Es war aber notwendig. Es hat ihn gerettet. Und es hat ihn befreit.

Peter Wawerzinek: Rabenliebe. Galiani, Berlin, 304 Seiten, 22,95 Euro; erscheint 19. August.
Volltext: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article8514895/Mutterseelenallein.html


Buch:
Die ungeliebten Kinder
Endstation Heim

Kinder, die Probleme machen, haben auch Probleme
Schicksale von Heimkindern erzählt das neue Buch "Die ungeliebten Kinder"

Unbemerkt von der Gesellschaft führen zahlreiche Kinder einen regelrechten Überlebenskampf. Sie stammen aus zerrütteten Familienverhältnissen und leiden unter Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Trauer und Wut.

"Im Untertitel meines Buches wird es angedeutet: Manche Kinderheime sind tatsächlich so etwas wie eine Endstation, die sich bei vielen Kindern bereits am Beginn ihres Lebens befindet." Oft genug kommt es vor, dass es diesen Kindern nach unglücklichen Jahren in der Familie und einer langen "Heimkarriere" nicht mehr gelingt, im Alltag zurechtzukommen, Lebensdisziplin zu lernen, Anschluss an die Gesellschaft und ihr Lebensglück zu finden. In ihrer Kindheit hat es ihnen einfach am Grundlegendsten gefehlt, auf das eigentlich jedes Kind Anspruch haben sollte: eine kindgerechte, liebevolle Betreuung.

Die Autorin Dagmar Wortham war fassungslos, welche Zustände in manchen Heimen herrschen: "Da gibt es Aggression, leidvolle Erfahrungen, grausame Machtspiele, unzureichende Betreuung, Interesselosigkeit, fehlende Ausbildung, es stehen wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund statt das Wohl der Kinder und es regiert oft Ignoranz."

Viele SozialpädagogInnen, Fachkräfte, aber auch die Jugendämter scheinen ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen zu sein und selbst unter dem System zu leiden. Die gesamte Konzeption der sogenannten "Fremdunterbringung" und der zuständigen Kontrollorganisation scheint viel zu oberflächlich und es fehlen ausgefeilte Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten für die Kinder.

"Aus den vielerorts so ungeliebten 'Heimkindern' können später unsere Nachbarn werden, daher sind wir letztendlich alle dafür verantwortlich, was aus ihnen wird. Denn Achtung und Respekt, die wir anderen erweisen, kommen immer wieder zurück - ebenso wie Missachtung und Respektlosigkeit, die sich in den Kinderseelen für alle Zeit einbrennen."

Pressekontakt
Mag. Maria Schlager
Goldegg Verlag GesmbH
Mommsengasse 4/2, 1040 Wien
Tel: +43 1 505 43 76-46 Fax: -20
Mobil: +43 699 1440 4445
maria.schlager@goldegg-verlag.at

Die ungeliebten Kinder. Endstation Heim?
Dagmar Wortham
Hardcover, 272 Seiten
ISBN: 978-3-902729-03-3
Preis: 19,80 € [A]; 19,30 € [D]

Aussender: Goldegg Verlag
Ansprechpartner: Mag. Maria Schlager
email: maria.schlager@goldegg-verlag.at
Tel. +43 1 5054376-46


Heimerziehung: Tarzan war die Schlimmste

Eine 70-jährige Frau sucht das Verlies ihrer Jugend. Nonnen hatten sie wochenlang hier eingesperrt, um sie zur Besinnung zu bringen.

Sie wollte an diesen finsteren Ort zurück. Erika Sommer* hat alles in ihrem Kopf durchgespielt. Sie würde das Kirchenschiff betreten, seitlich eine Treppe hinuntersteigen, muffigen Kellergeruch einatmen. Dann würde sie vor der Korrekturzelle stehen, wo sie wochenlang auf dem kalten Lehmboden saß. Sie hatte panische Angst, hierherzukommen, doch etwas in ihr sehnte sich auch danach. Vielleicht würde sie hier endlich weinen können, wie sie es nie konnte: „Einfach alles aus mir herausweinen.“

Weiter lesen: http://www.profil.at/articles/1028/560/273115/heimerziehung-tarzan-schlimmte


Runder Tisch
Ehemalige Heimkinder verlangen mehr als Anerkennung

Berlin. Seit eineinhalb Jahren arbeitet ein Runder Tisch das Schicksal von Heimkindern in der Bundesrepublik in den 50er und 60er Jahren auf. Wirklich zufrieden ist Sonja Djurovic mit den Ergebnissen aber nicht.

Das ehemalige Heimkind begrüßt zwar die Fortschritte in der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte. "Aber", so Djurovic zur FR, "es hilft uns in den praktischen Fragen nicht weiter, solange etwa Zwangsarbeit in den Heimen am Runden Tisch nicht auch als solche anerkannt wird." In der Entschädigungsfrage sei man kaum vorangekommen.

weiter lesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2840410_Runder-Tisch-Ehemalige-Heimkinder-verlangen-mehr-als-Anerkennung.html


Opfer-Vertreterin am Runden Tisch «Heimkinder» will Opferrente

Berlin (KNA) Eine der Opfer-Vertreterinnen am «Runden Tisch Heimerziehung» fordert eine Opferrente von 300 Euro monatlich. Diese solle nicht auf andere staatliche Leistungen angerechnet werden. «Die heute noch lebenden ehemaligen Heimkinder erwarten eine Entschädigung», sagte Sonja Djurovic der «Berliner Zeitung» (Dienstag). Sie schlägt für die Auszahlung des Geldes eine Fonds-Lösung vor.

weiter lesen: http://www.liborius.de/nachrichten/ansicht/artikel/opfer-vertre.html


Schuld und späte Sühne
Ehemalige Heimkinder fordern 300 Euro Opferrente


Auszug: Gründung einer Stiftung angeregt

Die Opfervertreter am Runden Tisch haben ihre Forderungen deshalb nun schriftlich formuliert und an die Vertreter von Staat, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden adressiert. Sie verlangen eine Opferrente von 300 Euro im Monat, die auf keine andere staatliche Leistung anzurechnen ist. "Wir haben uns an vergleichbare Fälle, wie etwa die der SED-Opfer oder der Heimkinder in der ehemaligen DDR gehalten", sagte Djurovic. Letztere haben, anders als die Heimkinder in der Bundesrepublik, einen Anspruch auf Entschädigungen, weil für sie das "Gesetz über die Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern rechtsstaatswidriger Strafverfolgungsmaßnahmen im Beitrittsgebiet" (StrRehaG) gilt. Djurovic macht jedoch geltend: "Bei uns gab es ebensolche Heime, in denen ebensolches Unrecht geschah."
lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0713/politik/0044/index.html


Ergebnisprotokoll der 8. Sitzung
des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren

am 01./ 02. Juli 2010

Auszug: Prof. Dr. Christian Schrapper berichtete über Ergebnisse der Zusammenführung und Aufbereitung von Erfahrungs- und Lebensberichten ehemaliger Heimkinder.

... noch relativ wenige Betroffene gemeldet, gemessen an einer möglichen Gesamtzahl von 500.000 bis 1 Mio. Aus diesen Meldungen lassen sich keine regionalen oder lokalen Schwerpunkte erkennen. Die Meldungen sind bundesweit verteilt und häufen sich lediglich nach der medialen Aufmerksamkeit in einzelnen Regionen. Die Betroffenen berichten aber regelmäßig über massive Schädigungen durch eine schlechte Betreuung und Versorgung sowie überzogene Strafpraxis, Gewalt und Demütigung. Viele leiden heute an akuten physischen und psychischen Beschwerden und führen diese auf ihre Heimerfahrungen zurück.

... Im Weiteren wurde die Heimerziehung entlang der Wege ins Heim, der Erziehungsmethoden in den Heimen und der Thematik Arbeitszwang erläutert.
Dabei wurde deutlich, dass es in der Heimerziehung der frühen Bundesrepublik zu zahlreichen Rechtsverstößen gekommen ist, die nach heutiger und oft auch nach damaliger Rechtslage und deren Auslegung nicht mit dem Gesetz vereinbar waren.

lesen: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/Ergebnisprotokoll_Sitzung8_RTH.pdf

Die eingebrachten: „Lösungsvorschläge zum Tagesordnungspunkt 5.3 Entschädigung für die Sitzung 8. am 01.-02.07.10“
seitens Sonja Djurovic, Eleonore Fleth, Rolf Breitfeld und Stefan Beuerle, Mitglieder des RTH wurden nicht beachtet.


Bischöfin soll schon vor Jahren von Missbrauchsfall gewusst haben

Schwere Vorwürfe gegen die Nordelbische Kirche: Nach SPIEGEL-Informationen ist die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen bereits 1999 über sexuelle Übergriffe eines Pastors an Minderjährigen in ihrer Kirche informiert worden - und nicht erst im Mai. Die Geistliche streitet das ab.

Hamburg - Der Ruf der Nordelbischen Kirche bekommt herbe Kratzer - und ausgerechnet die leitende Geistliche ist dafür verantwortlich: Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen soll nach Informationen des SPIEGEL 1999 mehr über einen Missbrauchsfall in der Nordelbischen Kirche gewusst haben, als sie dazu jüngst öffentlich mitgeteilt hat.
weiter lesen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,705769,00.html


So einen Tod kann man niemandem wünschen

Gerold Becker war der Hauptbeschuldigte, sein Name stand wie kein anderer für den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule. Nun ist der ehemalige Schulleiter gestorben. Die Opfer hatten bis zuletzt auf eine persönliche Entschuldigung gewartet - jetzt hoffen sie auf eine schnelle Aufarbeitung.

Das Haus, in dem Gerold Becker während seiner Zeit an der Odenwaldschule gelebt und in dem er immer wieder auch Schüler missbraucht hat, steht jedem offen. Innen erinnert nichts mehr an den früheren Schulleiter, der 1969 nach Ober-Hambach kam, die Schule seit 1972 leitete und 1985 verließ. Im Treppenhaus hängen Fotocollagen an den Wänden, die Bilder zeigen Jugendliche mit Bierflaschen in der Hand, bei Spaziergängen am Strand, Grimassen schneidend. Schüleralltag an der Odenwaldschule.

weiter lesen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,705659,00.html


Sexuelle Belästigung an Gesamtschule?

Gegen einen Hamburger Gesamtschullehrer ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung. Die Strafanzeige erstatteten die Eltern eines Schülers - weder die Schulbehörde noch die Schulleitung zeigten den Fall an.

Die Hamburger Bildungssenatorin Christa Goetsch (GAL) muss sich mit einem Ermittlungsverfahren gegen einen Lehrer auseinandersetzen. Der Pädagoge, der an der 2006 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichneten Max-Brauer-Gesamtschule unterrichtete, steht im Verdacht, einen Schüler sexuell belästigt zu haben.

weiter lesen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,704994,00.html


Geld heilt keine Seelen
Hephata bittet ehemalige Heimkinder um Entschuldigung

Treysa. Schläge, sexuelle Übergriffe und psychische Gewalt in der Heimerziehung waren in den fünfziger bis siebziger Jahren an der Tagesordnung. Etwa 1.600 Kinder, die damals in Hephata lebten, waren täglich dieser Art der Erziehung ausgesetzt. 15 von ihnen erheben inzwischen schwerwiegende Vorwürfe gegen das Diakonie-Zentrum.

Jetzt folgt die späte Entschuldigung. Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Montag erklären die Hephata-Direktoren Barbara Eschen und Peter Göbel-Braun: „Wir, der Vorstand der Hephata-Diakonie und der Vorstand der Diakonischen Gemeinschaft Hephata, bitten alle, die als Kinder und Jugendliche damals in Hephata Leid an Leib und Seele erfahren haben, um Entschuldigung.“
weiter lesen: http://www.heimat-nachrichten.de/index.php?artikel=50296

Leere Worte der Entschuldigung sind billig - sie bringen weder Heilung, Wiedergutmachung, soziale Rehabilitation noch Gerechtigkeit.
Sieglinde Alexander


Podiumsdiskussion: Aufklärung über sexuellen Missbrauch als gemeinschaftliche Aufgabe und als Frage der gesellschaftlichen Sensibilisierung

Traumatische Erfahrungen verändern das Gehirn
Die Odenwaldschule in Ober-Hambach könnte, was den Umgang mit sexuellem Missbrauch angeht, zu einem Modell für Deutschland werden. Kaum eine andere Institution macht die Aufklärung der Missbrauchsfälle so zum Thema wie das Internat an der Bergstraße und intensiviert damit eine öffentliche Diskussion. Dies zeigt sich auch im Programm der Festwoche zum Bestehen der Schule seit 100 Jahren.

Prof. Thomas Schläpfer, Neurobiologie an der Universität Bonn, präsentierte zum Auftakt einer Podiumsveranstaltung zum Thema Missbrauch und seinen Folgen ernüchternde Zahlen: 16 Prozent aller Frauen in den USA erleiden in ihrem Leben eine Vergewaltigung, zehn Prozent aller US-Frauen, also 13 Millionen, leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Vergleichbare Daten aus Mitteleuropa oder gar Deutschland gibt es Schläpfer zufolge nicht. Fakt aber sei, dass mehrere im Kindesalter erfahrene Stress-Situationen - darunter in ihrer Häufigkeit allen voran die Trennung der Eltern, sehr oft aber auch sexueller Missbrauch - weitere Risikofaktoren erhöhen: vierfach höheres Fettsuchtrisiko, zehnfach höheres Risiko von Drogenmissbrauch, sechsfach höheres Risiko für Gewalt gegenüber dem Partner.

weiter lesen: http://www.morgenweb.de/nachrichten/dritte_seite/20100709_mmm0000000245261.html

Missbrauch in der Kirche
Schulbrüder bestreiten Missbrauchs-Vorwürf
Erste Anzeigen der Klasnic-Kommission - Erzdiözese Wien bestätigt Verdacht - Schulbrüder bestreiten Vorwürfe


Die Vorwürfe wiegen schwer. 1993 soll ein elfjähriger Junge mehrmals im Internat des römisch-katholischen Ordens der Schulbrüder in Wien-Strebersdorf vergewaltigt worden sein. Mehrere Angehörige und Mitarbeiter des Ordens sollen an den Misshandlungen beteiligt gewesen sein. Diese Vorwürfe, die schon in den 1990er Jahren vor Gericht kamen, veranlassen nun die Kommission zur Aufklärung und Ahndung sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche erstmals eine Sachverhaltsdarstellung an die Wiener Staatsanwaltschaft zu übermitteln.

Im Ö1-Morgenjournal am Dienstag berichtete die Arbeitsgruppe, die von der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic geleitet wird, von besonders schwerwiegenden Verdachtsfällen wegen Kindesmissbrauch. Mittlerweile hat die Erzdiözese die Fälle bestätigt, dass es sich bei den Vorfällen um den Missbrauchsverdacht gegenüber einem Verantwortlichen der Schulbrüder handelt, die betroffenen Schulbrüder wehren sich gegen die Anschuldigungen und bestreiten die Vorwürfe.

Schulbrüder bestreiten Vorwürfe

Erste Ermittlungen wurden 1997 eingestellt, da keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten der beschuldigten Lehrer und Erzieher von der Staatsanwaltschaft festgestellt werden konnten. „Die Staatsanwaltschaft hat keine Gründe gefunden", so der Rechtsanwalt der Schulbrüder, Farid Rifaat, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Die Mutter des mutmaßlichen Opfers hat daraufhin eine zivilrechtliche Klage angestrebt, diese wurde jedoch ebenfalls abgewiesen.

weiter lesen: http://derstandard.at/1277337461021/Missbrauch-in-der-Kirche-Schulbrueder-bestreiten-Missbrauchs-Vorwuerf


Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen

„Edel sei das Opfer, hilflos und gut?“
Dokumentation des Symposiums am 25. Juni 2007
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-lkbgg/praevention/sexuellegewalt/25_6_07.pdf?start&ts=1244792629&file=25_6_07.pdf



Heimkinder fordern Rente

Berlin - Die am 'Runden Tisch Heimerziehung' vertretenen ehemaligen Heimkinder fordern von Staat, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden eine Opferrente von 300 Euro im Monat, die auf keine andere staatliche Leistung anzurechnen ist. Das Geld sollten die ehemaligen Träger der Heime in einen Fonds zahlen; auch sollen sie Kosten für Traumatherapien übernehmen. 'Wer in die Mühlen der sogenannten Fürsorge geriet, konnte sich nie wieder davon erholen', erklären die ehemaligen Heimkinder, 'die meisten von uns haben ihr Leben an der untersten Stufe der sozialen Leiter verbracht...
weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/s5a38S/3435463/Heimkinder-fordern-Rente.html

Kirche verschanzt sich hinter Verjährung

Am 6.7.2010 wies das Landgericht Würzburg eine Schadensersatzklage wegen
sexuellen Missbrauchs durch einen katholischen Priester ab. Klägerin ist die heute 49-jährige Frau Cornelia W., die als Kind im katholischen Marienheim in Würzburg über mehrere Jahre hinweg von einem katholischen Priester sexuell missbraucht und vergewaltigt wurde und von einer Nonne des Franziskanerordens Maria Stern brutal geschlagen wurde. Es kam gar nicht erst zu einer Beweisaufnahme über die furchtbaren Zustände in dem katholischen Heim, denn die Diözese Würzburg hatte die Einrede der Verjährung erhoben.

Obwohl während des Prozesses bekannt wurde, dass Kinderschändungen in
katholischen Einrichtungen an der Tagesordnung waren und obwohl die
deutschen Bischöfe landauf landab verkündeten, sie wollen endlich an die
Opfer denken, hielt das Bistum seine Verjährungseinrede aufrecht.
weiter lesen: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/833/1/


Hephata entschuldigt sich bei ehemaligen Heimkindern

Schwalmstadt. Die Treysaer Diakonieeinrichtung Hephata arbeitet ein heikles Kapitel ihrer Vergangenheit auf: Sadismus, körperliche, seelische und auch sexuelle Gewalt an ehemaligen Heimkindern.
15 ehemalige Heimkinder haben jetzt teilweise schwere Vorwürfe gegen die Heimerziehung in Hephata erhoben. „Was geschehen ist, ist absolut unerträglich“, sagte Peter Göbel-Braun.
weiter lesen: http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/schwalmstadt/hephata-entschuldigt-sich-ehemaligen-heimkindern-829731.html


Presseinformation
Der Runde Tisch „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ hat sich am 01./02. Juli 2010 zu seiner achten Sitzung getroffen

Nachdem der Runde Tisch in seinem Zwischenbericht vom Januar dieses Jahres bereits Leid und Unrecht in der damaligen Heimerziehung gesehen und anerkannt hat, stand eine umfassende Betrachtung des Unrechts aus pädagogischer und rechtlicher Sicht im Mittel-punkt dieser achten Sitzung. Dabei wurde deutlich, dass es in der Heimerziehung der frühen Bundesrepublik zu zahlreichen Rechtsverstößen gekommen ist, die nach heutiger und oft auch nach damaliger Rechtslage und deren Auslegung nicht mit dem Gesetz vereinbar wa-ren. Dies gilt auch und insbesondere für elementare Grundsätze der Verfassung wie das Rechtsstaatsprinzip, die Unantastbarkeit der Menschenwürde und das Recht auf persönliche Freiheit und körperliche Integrität. Aus pädagogischer Sicht stand die Praxis der Heimerzie-hung vielfach im Widerspruch zu damaligen fachlichen Überzeugungen. Zwar kann nicht da-von gesprochen werden, dass die Heimerziehung generell Unrecht war oder Unrecht zwin-gend nach sich zog. Es zeigt sich aber, dass Unrecht vielfach begünstigt, zugelassen und nur unzureichend unterbunden wurde.

Die in der achten Sitzung diskutierten Expertisen zu rechtlichen Fragen und zu den Erzie-hungsvorstellungen in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre sowie die Expertise „Was hilft ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung ihrer komplexen Traumatisierung?“ sind unter http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_Expertise_Trauma.pdf abrufbar.

Der Runde Tisch „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ ist auf Anregung des Deut-schen Bundestages im Februar letzten Jahres zusammengekommen und arbeitet bis Ende 2010 die bundesrepublikanische Heimerziehung der 50er und 60er Jahre auf.
Der im Januar 2010 veröffentliche Zwischenbericht ist unter http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_Zwischenbericht.pdf abrufbar.

Berlin, 02.07.2010
Pressekontakt:
Geschäftsstelle Runder Tisch „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“
Mühlendamm 3, 10178 Berlin - Deutschland / Germany
Tel.: 0049 (0) 30 - 400 40 228
Fax: 0049 (0) 30 - 400 40 232
E-Mail: info@rundertisch-heimerziehung.de
Homepage: www.rundertisch-heimerziehung.de

Erziehungsvorstellungen in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre –
Maßstäbe für angemessenes Erziehungsverhalten und für Grenzen ausgeübter Erziehungs- und Anstaltsgewalt
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_Expertise_Erziehungsvorstellungen.pdf

Expertise: „Rechtsfragen der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_Expertise_Rechtsfragen.pdf


Kinderheim und Psychiatrie in der NS-Zeit
Geschrieben von pethens
Samstag, 3. Juli 2010

Glaubt man Prognosen, nach denen ehemalige Heimkinder eine überdurchschnittliche Delinquenz aufweisen, dann müßte diese Gruppe im Rahmen der Justiz sich als ein signifikanter Täterkreis erschließen lassen.
Dies wäre immerhin ein methodischer Angang, um das Defizit der fehlenden Heimakten für die NS-Zeit zum Teil heben zu können. Bei den Fürsorgeeinrichtungen liegt für diese Zeit, wenn überhaupt, ein stark reduzierter Aktenbestand vor oder der Aktenbestand beginnt erst mit dem Jahr 1945. Man wird den Eindruck nicht los, als ob hinter diesem Faktum Methode steckt. Die Berufung auf irgendwelche Regelungen hinsichtlich der Pflicht zur Aufbewahrung wirkt dabei häufig wie eine Erleichterung, sich mit der NS-Zeit nicht beschäftigen zu können oder zu müssen.Um das Dilemma anschaulich zu machen, vor dem die historische Forschung bei
der Geschichtsschreibung über die Heime in der NS-Zeit steht, mag hier auf das verwiesen werden, was z.B. Annette Lützke über den Umgang mit den Akten des Landesjugendamtes Rheinland ausgeführt hat (Öffentliche Erziehung und Heimerziehung für Mädchen 1945 bis 1975 - Bilder "sittlich verwahrloster" Mädchen und jungen Frauen (2002), Seite 15): "Im LJA Rheinland als aktenführende überörtliche Behörde wurden Einzelfallakten der Fürsorgeerziehung als Hauptakte mit allen persönlichen Angaben und Berichten aus den Erziehungsheimen gesammelt, aufbewahrt und nach Jahrgängen geordnet.
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Heimkinder und schwarzer Winkel - ein (verdrängtes) Problem?

Geschrieben von pethens
Donnerstag, 1. Juli 2010

Das "Reichsbürgergesetz" vom 15. September 1935 (RGBl. I, S. 1146), das zu den sogenannten "Nürnberger Rassengesetzen" gehört, bestimmte, daß nur die Deutschen, die sich des Deutschtums würdig erweisen, die Reichsangehörigkeit besitzen können. Zu den Reichsangehörigen wurden Deutsche mit unerwünschtem
Verhalten nicht gerechnet. In ihnen wurden Personen gesehen, von denen eine nachhaltige Gefährdung oder soziale Beeinträchtigung der Volksgemeinschaft ausging. Da ihnen ein Treuebruch gegenüber dem deutschen Volk unterstellt wurde, galten sie als Reichsfeinde, d.h. als Volks- und Staatsfeinde.
Allgemein wurde diese Gruppe mit dem Namen "Gemeinschaftsfremde" belegt. Sie wurden rechtlich schlechter gestellt und galten aufgrund eines unterstellten biologischen Defekts als rassisch minderwertig.

Vor diesem Hintergrund wandelte sich die Fürsorge im Dritten Reicht zur "Minderwertigenfürsorge". Dies betraf nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder, vor allem jene, die sich in Kinderheimen und Fürsorgeanstalten befanden. Allgemein wurden zahlreiche Personen, die als gemeinschaftsfremd bezeichnet wurden, in Konzentrationslager eingeliefert und mit dem "schwarzen Winkel" markiert.
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Erinnerungen eines Klosterzöglings: „Prügel für alles“

STEYR. Priester haben die Schlüsselbunde wie Schlagringe benutzt und die Heimkinder im Kloster Gleink verprügelt. In seiner Erzählung „Der Klosterzögling“ (Bibliothek der Provinz) arbeitet Franz Josef Stangl die Ohnmacht eines Buben und das Versagen des Jugendamtes damals auf.
OÖN: Sie haben zuvor ein Buch geschrieben Der „Bastard – der Fürsorgezögling“. Sie wurden als lediges Kind ins Heim gesteckt.

Stangl: Ich habe den Buchtitel gewählt, weil ich so gerufen wurde: Ich wurde nicht „Franz“, ich wurde „Bastard“ gerufen. Es war in einem Dorf in der Weststeiermark, stockkatholisch und ewiggestrig, schlimm, ja schlimm war das.

OÖN: Die Fortsetzung ist das Buch „Der Klosterzögling“ und beschreibt wie Sie in Obhut der Patres in Steyr-Gleink waren.

Stangl: Die Fürsorge in Graz hat mich von Graz, wo ich in einem relativ liberalen Heim war und weggelaufen bin, nach Gleink verfrachtet. Das Buch beginnt, dass mich jemand von dem Heim abholt und mit mir zum Bahnhof geht. Es beschreibt das ganze System.

OÖN: Zu dem System in Gleink gehörten Prügel ?

Stangl: Ja, ja, freilich. Das war normal damals. Die Priester haben genauso geschlagen wie die Brüder, die Fratres, wie die Weltlichen. Es war System.

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Ex-Ministrant: Missbrauch hinter Altar

Weiteres mutmaßliches Opfer meldet sich zu Wort - Pater G. soll Tat auch in Nußdorf begangen haben - Bistumssprecher: Kapelle wurde „nicht entweiht“
Hintergrund: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zollitsch

Der Missbrauch an einem ehemaligen Ministranten im Umfeld der Klosterkirche Birnau war möglicherweise kein Einzelfall. Beim SÜDKURIER meldete sich nun ein 51-jähriger Mann zu Wort, der mitteilt, in der zur Birnau gehörenden Kapelle in Überlingen-Nußdorf Ende der 60er Jahre missbraucht worden zu sein.Täter sei auch hier Pater G. gewesen, der seit mehreren Wochen in den Schlagzeilen steht.

Unterdessen ließ die Staatsanwaltschaft Konstanz durchblicken, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Erzbischof Robert Zollitsch wegen des Vorwurfs der Beihilfe zu sexuellem Missbrauch an Kindern möglicherweise schon in diesen Tagen zu einem Abschluss kommen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, fehlten der zuständigen Staatsanwältin noch wichtige Unterlagen, die aber demnächst beigebracht würden.

weiter lesen: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Ex-Ministrant-Missbrauch-hinter-Altar;art372495,4359085


Ich hoffe aber, dass das erlebte Leid nicht sinnlos war

N.N. wurde vor 40 Jahren von einem Priester der katholischen Kirche mehrfach missbraucht – Jetzt hat er in Rom Klage gegen den Täter und gegen Erzbischof Zollitsch eingereicht – N.N. im Kath.Net-Exklusiv-Interview über seine Leidensgeschichte

Linz (kath.net)
Kath.Net: Sie wurden vor etwa 40 Jahren von Pater G., einem Priester der katholischen Kirche, mehrfach missbraucht und haben darüber bereits auch in vers. Medien gesprochen. Was ist seit diesen Medienberichten geschehen?

N. N.: Nach meiner Meldung im Jahr 2006 wie auch 2010 ist nichts für mich Erkennbares passiert. Weder die Erzdiözese Freiburg noch die Abtei Mehrerau haben Straf- oder Kirchenrechtsverfahren eingeleitet noch den Priester seines Amtes enthoben, so dass er weiter mit Kindern und Jugendlichen Umgang hatte. Das war für mich ein unerträglicher Zustand, so dass ich im März diesen Jahres den Täter zum Rücktritt auffordern musste. Obwohl ich sie dazu mehrmals aufforderte, hat Freiburg und Mehrerau bislang nicht selbst aktiv nach weiteren Opfern und Zeugen gesucht, wie es beispielsweise das Bistum Basel sofort nach Kenntnis gehandelt hat. Basel hat vorbildlich reagiert, selbst recherchiert, Opfer gefunden, Anzeigen erstattet.
weiter lesen: http://www.kath.net/detail.php?id=27268


News Juni 2010

News Mai 2010

News April 2010

News Archive Maerz. 2010

 


Runder Tisch Sexueller
Kindesmissbrauch
in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich

www.rundertisch-kindesmissbrauch.de

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Ehemalige Heimkinder können sich direkt an den Runden Tisch wenden

Kontakt: Frau Katharina Loerbroks, Referentin der Infostelle des Runden Tisch:
Telefon: 030 400 40-231 oder 030 27 57 67 77 – Email:
info@rundertisch-heimerziehung.de

Webseite:
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/index.htm


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Konvention zum Schutze der Menschenrechte

wurden die Menschenrechte in den Nachkriegsjahren weiterhin verletzt?
Wichtige Punkte für ehemalige Heimkinder

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VIDEOS
Missbrauch Weltweit

Das Parfumfläschchen

Brandzeichen
bei Monika Detering

Meine schrecklichen Kindheits-Erinnerungen an das Rübezahl Heim. 1 2

Mehr zum Kinderheim in Holzen:
http://holzen-kinderheim-rubezahl-perversion-christlichen-auftrags.over-blog.de/

 

 

Briefe an die Eltern

Kindheitserinnerungen

Meine wahre Geschichte
von Katharina M.

Berichte von Misshandlungen in Heimen

Fred Schippers beschreibt seine Kindheit im
Kinderhein Schloß Dilborn

Ein Opfer des Dansweiler Hof und Freistatt schreibt

Wenn du mit 23 immer noch 8 und 15 bist
von Seviye

Für Alessandra
von Mathilde

Einer von 2555 Tagen
von Mathilde

ZUM ABSCHIED
NIKKO SCHOTT

Vom Feuer in die Hölle
Meine Jugendjahre im Mädchenheim Weiher.

Quälende Schatten aus der Vergangenheit

Ich Bernd Grün

Über ein Leben im Heim und ein Schicksal, das sprachlos macht

Mundtot

H. Franke aus Aachen

Meine Geschichte
von M. Schlage

"Ein beinahe zerstörtes Leben"

Sylvie's Life

Damals - Heute

Die Ohrenentzündung

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Sie können die Misshandlungen Ihrer Kindheit zur Publikation einsenden.

Fragen ohne Antwort

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Warum gibt es heut noch Kindesmisshandlungen?

Kindesmisshandlungen Heute

Dunkelziffer von rund
150 000 misshandelten Kindern

   
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