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Kindheitstrauma und die Folgeschäden.
Manfred Spitzer
erklärt in einem Video die hormonellen Schäden .
http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?verzeichnis=alpha/geistundgehirn/v/&file=spitzer_21.rm&g2=1
BERLIN
Schikanen, Willkür und Zwangsarbeit
Heimerziehung in Zeiten des Wirtschaftswunders
Gefragt, was das wichtigste Zwischenergebnis des von ihr geleiteten
„Runden Tisches Heimerziehung“ sei, antwortet Antje
Vollmer, Grünen-Politikerin und einstige Bundestagsvizepräsidentin:
„Dass die Debatte in die Breite gegangen ist.“ In etlichen
Bundesländern und Kirchenbistümern haben sich analog zu
der zentralen Berliner Kommission Kreise und Gruppen gebildet, die
das Schicksal jener Menschen untersuchen, die in den 50er und 60er
Jahren als Kinder und Jugendliche in ein Heim eingewiesen wurden.
Schikanen, Misshandlung, Zwangsarbeit, Willkür – je genauer
das Heimsystem jener Zeit beleuchtet wird, umso tiefer sind die
Abgründe, die sich auftun. 500 000 Menschen sind betroffen,
schätzten Forscher der Ruhr-Universität bei ihrem Vortrag
am Runden Tisch.
weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/zeitgeschehen/Schikanen-Willkuer-und-Zwangsarbeit;art16698,5415237
Religion - Weitere Bischöfe
in Irland zurückgetreten
London/Dublin (dpa) - Die katholische Kirche in Irland steckt zu
Weihnachten in einer ihrer tiefsten Krisen. Nach dem Skandal um
den sexuellen Missbrauch tausender Kinder durch irische Geistliche
traten zwei weitere Bischöfe zurück.
Eamonn Walsh und Raymond Field, Weihbischöfe der Erzdiözese
Dublin, kündigten in Christmetten am Heiligabend an, nach wochenlanger
Kritik und steigendem Druck ihr Amt niederzulegen.
Ein Bericht hatte dokumentiert, dass mehr als 300 Kinder in den
Jahren 1975 bis 2004 von Priestern in der Erzdiözese sexuell
missbraucht wurden. Die Verantwortlichen haben dies laut dem Bericht
vertuscht. Die beiden Weihbischöfe Walsh und Field entschuldigten
sich in einer gemeinsamen Erklärung bei den Missbrauchsopfern.
Weiter lesen: http://www.zeit.de/newsticker/2009/12/25/iptc-bdt-20091225-65-23392710xml
SF Tagesschau: http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/12/25/international/kindersex_weitere_bischoefe_in_irland_zurueckgetreten
kreuz.net – 1:0 für die
Kirchenhasser: Irischer Bischof zurückgetreten
Och, die armen Kirchen.
Lächerliche 300 Jugendliche die homosexuell geschändet
worden sind, und schon macht man einen Aufstand. Es sind 300 bisher
bekannte Fälle alleine in IRLAND.
Ein Herr Ratzinger entschuldigt sich nun über die ganz neuen
furchtbaren Erkenntnisse. (Seit 1962 existiert ein Dokument, wie
mit solchen Dingen Kirchenintern umzugehen ist, von Herrn Ratzinger
anscheinend etwa 2001 nochmals bekräftigt. Hallelujah!)
Weiter lesen: http://www.atheismus-theismus.de/2009/12/17/kreuz-net-%E2%80%93-10-fur-die-kirchenhasser-irischer-bischof-zuruckgetreten/
UN-Soldaten kaufen sich 12-Jährige
und die Politik schaut nicht hin
Monika Hauser und Zürich
Monika Hauser kämpft seit 16 Jahren gegen die systematische
Vergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten. Heute ist sie in Zürich
und spricht mit Tagesanzeiger.ch über die schlimmsten Missstände
und eine ihrer eindrücklichsten Begegnungen.
Für Ihren Einsatz für kriegstraumatisierte
Frauen sind Sie vor einem Jahr mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet
worden. Ist Ihre Arbeit dadurch einfacher geworden?
Die Widerstände sind geblieben. Weder lokale Politiker in Krisengebieten
noch jene auf dem internationalen politischen Parkett zeigen Bereitschaft,
sich mit unserem Thema zu beschäftigen. Doch diese Auszeichnung
hat gezeigt, dass Vergewaltigungen definitiv nicht mehr unter «Kollateralschaden»
eines Kriegen laufen, sondern dass sie zuoberst auf die politische
Agenda gehören.
Mehr lesen: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/rechtes-ufer/UNSoldaten-kaufen-sich-12Jaehrige-und-die-Politik-schaut-nicht-hin/story/30084384
Email an Sieglinde Alexander
Liebe Sieglinde,
durch Zufall bin ich heute auf Ihren Lebensbericht im Hause Weiher
gestossen. Ich habe daran auch eine Erinnerung:
Ich bin 1951 geboren und wohnte bis 1965 im Nachbarort Henfenfeld.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind mit einer Tante immer
zerschnittene Kleider aufgerollt zu grossen Stoffbällen nach
Weiher
gebracht habe , die dann dort zu Flickenteppichen verarbeitet wurden.
Wir gingen am Bahndamm entlang zu Fuss bis nach Weiher.
weiter
lesen
Papst
Benedikt XVI ist empört?
Irland - Papst empört über pädophile Priester
Papst Benedikt XVI. hat sich „tief bestürzt und betrübt”
über den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche in Irland
gezeigt. Zwischen 1975 und 2004 sollen über 300 Kinder gequält
worden sein.
Verrat an Gott - Der Papst „bedauerte zutiefst die Handlungen
der Priester, die nicht nur ihr Versprechen an Gott, sondern auch
das Vertrauen ihrer Opfer und deren Familien verraten hätten”.
alles lesen: http://www.gegensexuellegewalt.at/2009/12/11/papst-ist-emport/
Sieglinde Alexander fragt:
- Wie viel mehr Lügen und bigotte Verzögerungstaktiken
müssen die Heim-Misshandelten noch ertragen?
- Wie lange lässt sich die Regierung noch von dem kirchlichen
Imperium manipulieren, anstatt sich den grausamen Menschenrechtsverletzungen
in den Nachkriegsjahren zu stellen?
Die Gewaltherrschaft in deutschen
Kinderheimen
Erniedrigung, Prügel und Missbrauch gehörten in vielen
Kinderheimen der jungen Bundesrepublik zum Alltag. Langsam kommt
die Aufarbeitung des Unrechts voran und zeigt: Vor allem in den
50er- und 60er-Jahren litten Hunderttausende unter dem repressiven
Regime – Betroffene berichten von ihren Qualen.
"Ich habe es gekriegt im Namen von Gottvater, Sohn und Heiligem
Geist", sagt Gudrun Ickenroth. Es klingt bitter, was die kleine,
gedrungene Frau mit den aschblonden Haaren sagt. Sie kann oft nicht
weitersprechen, ihre Stimme bricht weg, denn bitter sind ihre Erinnerungen:
"Kinder, die ins Bett nässten, wurden zusammengeschlagen
und so nass, wie sie waren, auf einen kalten Flur gestellt, und
da mussten sie die ganze Nacht stehen bleiben", berichtet sie.
Bei wem es nichts half, der wurde in den Schweinestall eingeschlossen,
die ganze Nacht lang.
Mehr lesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article5239904/Die-Gewaltherrschaft-in-deutschen-Kinderheimen.html
Geraubte Kindheit
Bis zum 28. März zeigt das Historische Museum Basel die Ausstellung
"Enfances Volées – Verdingkinder reden".
Was geht in einem Kind vor, das von seinen Eltern getrennt wird
und in einem ganz neuen Umfeld aufwächst? Wie bewältigt
es das Fremdsein, das Fehlen der Eltern, die Ausgrenzung? Wie wird
ein Kind durch derartige Erfahrungen geprägt? Und wie integriert
es diese in sein späteres Leben? Die Ausstellung "Verdingkinder
reden" lässt ehemalige Verding- und Heimkinder in persönlichen
Berichten zu Wort kommen. Sie berichten über ihr Leben, ihre
Erinnerung und den Umgang mit ihren Erfahrungen.
Mehr lesen: http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/geraubte-kindheit--23821384.html
Heimkinder - Einzelhaft und Zwangsarbeit
Fürsorgeerziehung in Deutschland
Reportage | Tausende von Jugendlichen wurden
in den sechziger Jahren in Heime eingesperrt und zu Arbeit ohne
Lohn gezwungen. Die Zeit im Heim...
video: http://www.tvmovie.de/Heimkinder-Einzelhaft-und-Zwangsarb.84.0.html?&detail=13411486&wref=rss
„Frühes Trauma
– späte Folgen"
Wenn Familien Kindern schaden / 250 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer kamen zur Fachtagung des Runden Tisches GewAlternativen
ins Kreishaus
Wer als Kind Gewalt erfährt, der tut sich auch als Erwachsener
schwer, gute Beziehungen aufzubauen. Woran das liegt und welche
Hilfen Betroffene benötigen, darüber diskutierten im Kreishaus
die 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Fachtagung. Eingeladen
hatte der Runde Tisch „GewAlternativen", der sich im
Kreis Borken gegen häusliche Gewalt engagiert. Unter dem Titel
„Frühes Trauma – späte Folgen" skizzierte
Michaela Huber, Psychotherapeutin aus Göttingen, welche Konsequenzen
es hat, wenn Kinder in ungesunden Verhältnissen aufwachsen.
Weiter Lesen: http://www.presse-service.de/data.cfm/static/749053.html
Samstag, den 05.12.09 zeigt der WDR
im Magazin „Hier und Heute“ von 18.20 – 18.50
Uhr
Das Schicksal zwei Männer, die wie viele andere Heimkindern
auch in den 50er und 60er Jahren in Deutschland geschlagen und erniedrigt
wurden.
Wiederholung: 06.12.09 ab 1:25 Uhr im WDR Fernsehen
Psychische Störungen
Psychologen finden oft Warnsiganle in der Kindheit
Depression, Schizophrenie, Borderline-Syndrom oder antisoziale
Persönlichkeitsstörung: Es sind Männer und Frauen
in ihren besten Jahren, die unter solchen psychischen Störungen
leiden. Die Warnsignale für spätere seelische Erkrankungen
identifizieren Psychologen allerdings schon in der Kindheit.
Depressionen zählen zu den häufigsten Gründen für
Berufsunfähigkeit in Deutschland. Die Störung verläuft
dabei in der Regel in mehr oder weniger ausgeprägten Schüben.
Betroffene müssen im Schnitt mit vier depressiven Phasen im
Leben rechnen, die sowohl schleichend als auch ganz plötzlich
beginnen können.
Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig und bleiben
bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann ein Schicksalsschlag
sein. Es gibt aber auch Depressionen, die von einem ungelösten,
frühkindlichen Konflikt herrühren, der bis ins Erwachsenenalter
hinein getragen wird.
Weiter lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article5390099/Psychologen-finden-oft-Warnsiganle-in-der-Kindheit.html
Sieglinde Alexander:
Und wenn man bedenkt, dass zwischen 1946 -1980 an die 800 000 Kinder
in Heimen misshandelt wurden beantwortet sich die Frage warum es
heute so viele Arbeitsunfähige gibt, die ohne Diagnose aber
von Hartz 4 wieder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
Tsunami der Schande
Jahrzehntelang haben die Kirche, Behörden und die Polizei in
Irland den Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht.
Auszug:
Und nun hat noch der Bericht einer Untersuchungskommission
drei Grundpfeiler von Staat und Gesellschaft erschüttert: Jahrzehntelang
haben die katholische Kirche, staatliche Behörden und die Polizei
den beinahe schon gewohnheitsmäßigen Missbrauch von Kindern
durch Geistliche vertuscht und verschwiegen. Von einer tiefen Schande
sprachen übereinstimmend Diarmuid Martin, der Erzbischof von
Dublin, und Justizminister Dermot Ahern. "Kein Wort der Entschuldigung
wird je ausreichen", betonte der Kirchenführer. Ahern
zeigte sich "als Vater angewidert" von den Enthüllungen
und kündigte strafrechtliche Konsequenzen an. Ein anonymer
Kirchensprecher nannte es einen "Tsunami" der Schande.
Mehr lesen: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491870
Kommentar
zu: „Tsunami der Schande“
„Da wurde dann mit Härte
reagiert“
Herr Prof. Jähnichen, Sie untersuchen die Zustände in
Fürsorge- und Erziehungsheimen der 1950er- und 1960er-Jahre.
Dem Runden Tisch Heimerziehung in Berlin haben Sie einen Zwischenbericht
vorgelegt. Von wie vielen betroffenen Kindern und Jugendlichen gehen
Sie aus?
Ausschnitt: Wie kam es zu pädagogisch nicht akzeptablem Verhalten?
Auch in kirchlichen Heimen gab es deutlich zu wenig und meist nur
schlecht ausgebildetes Betreuungspersonal, häufig war es auch
noch überaltert. Im Durchschnitt musste ein Betreuer in den
1950er-Jahren für 30 Kinder und Jugendliche sorgen.
Es kamen also mehrere Problem-Faktoren zusammen, sodass die Erziehungsziele
oft unerreichbar blieben...?
Richtig: Das Ideal gerade in kirchlichen Häusern war eine
familienähnliche Erziehung, die sich natürlich angesichts
solcher Gruppengrößen und Konstellationen nur schwer
oder eigentlich gar nicht realisieren lässt. Im Übrigen
hatten viele der Erzieher noch in der Kaiserzeit rigide Erziehungserfahrungen
gemacht und entsprechende Vorstellungen in den Köpfen. Das
führte dann unweigerlich zu einem gewissen Strafregiment.
Mehr lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/24124375.html
161 Millionen Euro
26.11.2009
Irischer Orden entschädigt Missbrauchsopfer
Eine irische Ordensgemeinschaft, in der über Jahrzehnte Kinder
missbraucht wurden, hat 161 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen
angeboten. Damit solle "unsere moralische Verpflichtung gegenüber
den Überlebenden des Missbrauchs" anerkannt werden, teilten
die Christian Brothers mit.
weiter lesen: http://www.krone.at/krone/S28/object_id__173137/hxcms/index.html
Presseinformation
Die Vorsitzende des Runden Tisches „Heimerziehung
in den 50er und 60er Jahren“,
Dr. Antje Vollmer besucht Heime in den alten Bundesländern.
Dr. Antje Vollmer, Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung,
der bis Ende 2010 die
bundesrepublikanische Heimerziehung der Jahre 1949 bis 1975 aufarbeitet,
besuchte mit
den Mitgliedern der Geschäftsstelle Katharina Loerbroks und
Holger Wendelin verschiedene
Heime, die mit der Aufarbeitung der damaligen Heimerziehungspraxis
befasst sind.
Weiter
lesen
Runder Tisch Ergebnisprotokoll der
Sitzung am 05./ 06. November 2009
herunterladen: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles.htm
Als wertlos weggesperrt
"Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr
nimmt mich auf." Psalm 27, 1947 geschrieben auf den Konfirmationsschein
des Heimkinds Waltraud Tesch. Eine 14-Jährige, deren Familie
die Nazis drei Jahre zuvor auseinandergerissen hatten: Die Mutter,
die Juden half, wurde abgeholt. Ihre vier Kinder kamen ins Heim;
später wurden auch sie getrennt. Nach Kriegsende hat sich nichts
verändert für die Kinder, sie blieben im Heim, vielen
Schikanen ausgesetzt. Waltraud Tesch weint noch immer über
den Zynismus, dass man ihr diesen Psalm ausgesucht hat. "Mich
hat keiner verlassen. Man hat mir meine Mutter genommen."
Weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/m5K38m/3162835/Als-wertlos-weggesperrt.html
Genetisches
Gedächtnis
In der depressiven Falle
Auszug: Dass traumatische Erlebnisse in
der frühen Kindheit - Misshandlungen, Vernachlässigung
oder sexueller Missbrauch - das Depressionsrisiko von Menschen zeitlebens
erhöhen, ist aus epidemiologischen Studien bekannt. Die junge
Wissenschaft der Epigenetik erklärt jetzt endlich, wie diese
prägenden Einflüsse dauerhafte Spuren in Körper und
Geist hinterlassen.
Im Gehirn von Suizidopfern, die in früher Kindheit misshandelt
worden waren, fanden sie die gleichen Veränderungen wie bei
den vernachlässigten Versuchstieren. Im Gegensatz hierzu zeigten
Unfallopfer und Menschen, die Selbsttötung begingen, aber eine
unauffällige Kindheit hatten, diese Veränderungen nicht.
Alles lesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=2093326&em_cnt_page=1
"Da war wirklich Endstation"
Von Miriam Hollstein 17. November 2009, 04:00 Uhr
Antje Vollmer, Präsidentin des Runden Tisches, über den
Horror und mögliche Wiedergutmachung für die Misshandelten
Antje Vollmer: Am meisten hat mich die Intensität des Horrors
überrascht. Es war so ausweglos für die Kinder - ohne
eine Person oder Institution, die sich zur Hilfe angeboten hätte.
DIE WELT: Von wie vielen Betroffenen sprechen wir?
Vollmer: Es handelt sich um circa 700 000, die überhaupt in
Heimen waren. Nicht alle von ihnen sind extrem traumatisiert. Aber
es gab Heime, die waren wirklich Endstation. Die, die darin waren,
haben einen hohen Grad an Lebenstrauma davongetragen.
Weiter lesen: http://www.welt.de/die-welt/politik/article5238797/Da-war-wirklich-Endstation.html
Vollmer nimmt Kirche in Schutz
Die Vorsitzende des „Runden Tischs Heimkinder“, Antje
Vollmer, nimmt die Kirche gegen die pauschale Kritik an ihrer Heimerziehung
in den 50er und 60er Jahren in Schutz. Die Kirche sei Trägerin
der meisten Einrichtungen gewesen und habe sich frühzeitig
und intensiv mit den Missständen auseinandergesetzt, so die
Grünen-Politikerin in einem Interview.
weiter lesen: http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=335162
Artikel zu dem Thema: http://www.emak.org/artikel/Ehemalige%20Heimkinder%20und%20der%20Runde%20Tisch%2001.07.09.htm
Kindheitstrauma kann Genaktivität
ändern
Traumatische Erlebnisse und extremer Stress in der Kindheit können
die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen
damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen
machen.
Kategorie: Neurologie Erstellt am 09.11.2009.
Schwerer psychischer Stress verhindert, dass Methylgruppen - einfache
chemische Markierungen - an die Erbsubstanz angelagert werden, bestätigen
Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.
Diese Änderungen können dann zum Beispiel dazu führen,
dass mehr Stresshormone produziert werden.
Weiter lesen: http://science.orf.at/stories/1631478/
Australien
Formelle Entschuldigung bei ehemaligen Heimkindern
Der australische Premierminister Kevin Rudd hat sich heute bei hunderttausenden
ehemaligen Heimkindern entschuldigt, darunter die sogenannten "Waisen
des Empires", Kinder, die aus ihren britischen Familien gerissen
und als Arbeitskräfte nach Australien gebracht worden waren.
Etwa eine halbe Million Kinder sind in australischen Heimen und
Waisenhäusern vernachlässigt und teilweise auch missbraucht
worden. Tausende Kinder waren aus armen und kaputten Familien gerissen
und nach Australien gebracht worden. Dabei wurde vielen vorgemacht,
ihre Eltern seien tot, häufig wurden Geschwister getrennt und
so ganze Familien zerstört. Vor mehr als 1.000 Opfern entschuldigte
sich Kevin Rudd im Parlament: «Wir räumen die Lügen
ein, die euch und euren Müttern und Vätern erzählt
wurden, und den Schmerz, den diese Lügen euer Leben lang verursacht
haben.»
Weiter lesen: http://www.noows.de/formelle-entschuldigung-bei-ehemaligen-heimkindern-12457
Gewalt als System
Erniedrigung, Prügel und Missbrauch gehörten
in vielen Kinderheimen der jungen Bundesrepublik zum Alltag. Nun
kommt die Aufarbeitung des Unrechts langsam voran
Auszug: Von einem "System struktureller Gewalt", das
auf Degradierung und Demütigung fußte, spricht der Berliner
Sozialwissenschaftler Manfred Kappeler. Ziel sei die Ausrichtung
auf "ein geordnetes, arbeitshartes Leben" gewesen, Widerstand
wurde mit Gewalt gebrochen, Drill und blinder Gehorsam waren die
vorherrschenden Maßstäbe. "Züchtigung erhöht
die Brauchbarkeit des Zöglings", heißt es in einem
Standardwerk der Heimerziehung aus dem Jahr 1955. Gewusst habe das
jeder, mitgemacht hätten alle, sagt Kappeler. Bis weit in die
70er-Jahre hinein habe "die Heim- und Fürsorgeerziehung
in der Bundesrepublik die autoritäre Anstaltserziehung praktiziert".
Erst in den 80er-Jahren habe sich das grundlegend geändert.
2500 ehemalige Heimkinder haben sich bisher bei Anlaufstellen,
Vereinen oder Medien gemeldet, 50 allein in Hessen. Fast ein Dutzend
von ihnen erzählte jetzt bei einer Anhörung persönlich
von jahrelangem Leid und Qualen. "Ich kannte Dunkelhaft und
Demütigungen, nachts musste ich bis zu sechs Stunden im Nachthemd
im zugigen Hausflur stehen, ich wurde sexuell missbraucht und immer
wieder geschlagen", berichtet Norbert Büchner aus seinen
18 Jahren in Heim.
Alles lesen: http://www.welt.de/die-welt/politik/article5238799/Gewalt-als-System.html
ARD
Misshandlungen in Heimen zwischen 1930 und 1970
Späte Entschuldigung bei "vergessenen Australiern"
In mehreren Ländern wurden bereits systematische Misshandlungen
in Kinderheimen, zumeist kirchlichen, aufgedeckt. Nun hat sich auch
der australische Premier Rudd bei den "vergessenen Australiern"
entschuldigt - für das Leid, das ihnen noch bis 1970 zugefügt
wurde.
Erst im Mai hatte in Irland ein Bericht über den Missbrauch
von Kindern in kirchlichen Heimen für Betroffenheit gesorgt,
im September 2008 ergab eine Untersuchung, dass auch in Deutschland
Kinder in den 50er- und 60er-Jahren in evangelischen Heimen misshandelt
wurden.
Weiter lesen: http://www.tagesschau.de/ausland/australien260.html
Focus: Premier entschuldigt sich
bei Heimkindern
Lügen und Zwang: Der australische Premierminister Rudd hat
sich bei Zehntausenden Landsleuten entschuldigt, die als junge Menschen
in Heimen jahrelang vernachlässigt und missbraucht worden sind.
"Wir entschuldigen uns für die Tragödie“, sagte
Kevin Rudd bei einer Zeremonie vor mehr als 1000 Opfern im Parlament.
Weiter lesen: http://www.focus.de/politik/ausland/australien-premier-entschuldigt-sich-bei-heimkindern_aid_454554.html
Ich bin ein Heimkind (Heimkinder
II)
Ein Reportage mit Martin Blachmann
* SendeterminSonntag, 22. November 2009, 16.25 - 16.55 Uhr .
* WiederholungsterminSamstag, 28. November 2009, 09.30 - 10.00 Uhr
(Wdh.)
Zwei Tage nach seiner Geburt verließ ihn seine Mutter. Von
diesem Tag an lebte Johann in Heimen.
Seine Erinnerungen sind von Demütigungen geprägt.
Das Schlimmste – so denkt er zurück – war die Trennung
von seinem Bruder. Sie wurde zum nicht bewältigten Trauma.
Weiter lesen: http://www.wdr.de/tv/tag7/sendungsbeitraege/2009/1122/ich_bin_ein_heimkind.jsp
Kindheitstraumata fordern lebenslang
Tribut
Wer als Kleinkind extremen Stress oder Traumata erlebt hat, ist
später eher von Depressionen oder Angststörungen betroffen.
Warum das so ist, berichten Forscher vom Münchner Max- Planck-
Institut für Psychiatrie in der Fachzeitschrift "Nature
Neuroscience". "Ein Teil derjenigen, die an psychischen
Störungen leiden, erlebte Schlimmes in der Kindheit. Auch wenn
sich nicht aus jedem frühen Trauma später eine Krankheit
entwickelt, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür", so Studienleiter
Dietmar Spengler im pressetext- Interview. Im Mausversuch konnte
der Mechanismus nun geklärt werden, wie psychische Belastungen
die Genaktivität und Stressbereitschaft dauerhaft verändern
können.
Dazu trennten die Forscher neugeborene Mäuse für drei
Stunden von ihrer Mutter, und zwar an zehn Folgetagen. "Das
löste einen rein psychischen Stress aus, während die Nahrungsaufnahme
durch die relativ kurzen Abwesenheiten nicht beeinträchtigt
wurde", berichtet Spengler. Ein DNA- Test zeigte später,
dass den Mäusen chemische Markierungen, sogenannte Methylgruppen,
in einem regulatorischen Abschnitt des Vasopressin- Gens fehlten,
die gewöhnlich die Produktion des Eiweißmoleküls
Vasopressin im Gehirn hemmen. In Folge wurde dieses Stresshormon
ständig weiterproduziert, was sowohl Emotionen, Gedächtnis
als auch den Antrieb der Tierchen störte. Die Mäuse kamen
ihr ganzes Leben lang kaum mit Stresssituationen zurecht.
Zeitfenster nach Geburt entscheidet
Weiter lesen: http://www.vol.at/news/tp:vol:gesundheit/artikel/kindheitstraumata-fordern-lebenslang-tribut/cn/news-20091110-04592711
SWR 2
Sehen Sonntag, 16.25 Uhr, WDR. Tag
7. Heimkinder: lebenslänglich Heimkind.
Kampf um Liebe und Rente. Beginn einer dreiteiligen Serie über
ehemalige Heimkinder in kirchlichen Einrichtungen,
deren Umstände in den 1950er und 60er Jahren und den Kampf
der Insassen um Anerkennung und Entschädigung.
Ansage bei: Schwäbische Post: http://www.schwaebische-post.de/452781/
„Endlich reden wir darüber“
DIE ERLEBNISSE VON DAMALS WÜHLEN DIE OPFER BIS HEUTE AUF:
IMMER MEHR EHEMALIGE HEIMKINDER, DIE IN DEN 50ER- UND 60ER-JAHREN
MISSHANDELT WURDEN, MELDEN SICH BEI DER
IM NORDWESTEN - „Wir wohnten gegenüber in der Waisenhausstraße
in Varel“, erinnert sich Gudrun Busalski aus Sande. Sie ging
mit Kindern des Vareler Waisenstifts in den 1960er-Jahren zur Schule.
„Das Foto in der NWZ zeigt die Kinder im besten Sonntagsstaat.
Ich weiß, dass die Mädchen und Jungen nur für diese
Aufnahme so herausgeputzt wurden. Im Alltag sah das ganz anders
aus. Ich werde das Geräusch der groben Holzpantinen nicht vergessen,
mit denen die Kinder übers Pflaster gingen.“
Im Waisenhaus wurden sie geschlagen, in der Schule drangsaliert.
„Sie saßen dort, wo niemand sitzen wollte, und waren
isoliert. Ich habe dem Lehrer gesagt, er solle die armen Kinder
nicht so quälen. Da drohte er mir gleich“, sagt die 64-jährige
Gudrun Busalski.
Weiter lesen: http://nwzonline.de/index_regionalausgaben_ticker_artikel.php?id=2156261
Kindheitstrauma hinterlässt
genetische Spuren
Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit können
die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen
damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen
machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie
in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können
durch schweren psychischen Stress Methylgruppen an die Erbsubstanz
angelagert werden. Diese Änderungen können dann zum Beispiel
dazu führen, dass mehr Stresshormone produziert werden.
weiter lesen: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31590
Der Film zu dem oben erwähnten Thema wurde vor einem Jahr in
der USA unter dem Titel "Ghost in the Genes"
gezeigt und ist in Englisch zur sehen: http://www.pbs.org/wgbh/nova/genes/
Angsterkrankung
Kindheitstrauma verändert die Gene
Schwerer psychischer Stress in der Kindheit kann die Erbsubstanz
verändern und damit die Anfälligkeit für Angsterkrankungen
und Depressionen erhöhen. Betroffene produzieren in der Folge
deutlich mehr Stresshormone.
Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit können
die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen
damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen
machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie
in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können
durch schweren psychischen Stress sogenannte Methylgruppen - einfache
chemische Markierungen - an die Erbsubstanz angelagert werden.
Weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1257419194717.shtml
Vollmer: Ehemalige Heimkinder sollen
sich melden
Berlin (KNA) Der Runde Tisch zur Heimerziehung hat ehemalige Heimkinder
aufgerufen, sich in Beratungsstellen zu melden. Bislang hätten
nur etwa 300 bis 400 Betroffene Kontakt zur Infostelle des Runden
Tisches aufgenommen, sagte die Vorsitzende Antje Vollmer im Anschluss
an eine Tagung des Gremiums am Freitag in Berlin. Nur der Kontakt
mit möglichst vielen Heimkindern ermögliche eine umfassende
Aufarbeitung der Zustände in den Erziehungsheimen der 1950er
und 60er Jahre in der Bundesrepublik.
«Uns geht es um Anerkennung des Unrechts, eine Entstigmatisierung
der Betroffenen und deren Rehabilitation»
Mehr lesen: http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=2728
Heimkinder: Gehorsam und Strafen
prägten christliche Erziehung
Der Runde Tisch Heimerziehung beschäftigte sich am Donnerstag
in Berlin mit der Verantwortung der Kirchen für die Zustände
in der Heimerziehung von den 50er bis in die 70er Jahre.
Von insgesamt 800.000 Heimkindern in dieser Zeit lebten rund 500.000
Kinder und Jugendliche in konfessionellen Einrichtungen der kirchlichen
Wohlfahrt und von Ordensgemeinschaften. Offenbar prägten Gehorsam
und Strafen die Erziehung in den konfessionellen Kinder- und Jugendheimen
der frühen Bundesrepublik.
Weiter lesen: http://blasphemieblog.wordpress.com/2009/11/07/heimkinder-gehorsam-und-strafen-pragten-christliche-erziehung/
Heimerziehung nach dem Krieg
Die Fenster zur Vergangenheit
Stuttgart - Das Kindheitsdrama beginnt im Frühjahr 1951. Jürgen
und Dieter Stumpf sind wenige Monate alt, als sie das Jugendamt
entdeckt. Bei ihren Eltern im Sillenbucher Flüchtlingslager
- im Volksmund "Asozialenasyl" genannt - können die
eineiigen Zwillinge nicht bleiben. Der Vater trinkt, die Mutter
verkauft sich an andere Männer. In den Akten der Stadt Stuttgart
heißt es: "Die Eltern Stumpf haben sich wenig erziehungsfähig
gezeigt. Für die Zwillinge und auch für die vier weiteren
älteren Geschwister (zwei unehelich) wurden wegen drohender
Verwahrlosung Anträge auf Sorgerechtsentzug gestellt."
Die Mutter wird als "primitive Frau und schwere Psychopathin"
beschrieben, die Familie bewohne "eine sehr beengte Fürsorgeunterkunft".
Die Säuglinge Jürgen und Dieter werden aus diesem Milieu
entfernt und in das Kinderheim Scheufelen nach Kirchheim/Teck gebracht.
(A)
Weiter: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2266352
Brisante Fragen zur Heimerziehung
Hannover/Berlin.
„Ich bedaure das damalige Unrecht im Namen meiner Kirche zutiefst“,
sagt Erzbischof Robert Zollitsch. In Freiburg traf sich der Vorsitzende
der Deutschen Bischofskonferenz dieser Tage mit drei Vertretern
des Vereins ehemaliger Heimkindern. Zollitsch bekräftigte dabei
einmal mehr, dass sich die katholische Kirche ebenso wie die evangelische
allen Fragen der Vergangenheit stellen will. Auch andernorts geht
die Aufarbeitung der Heimkinder-Schicksale weiter. In Berlin hat
gestern und vorgestern zum fünften Mal der „Runde Tisch
Heimerziehung in den 50er- und 60er-Jahren“ getagt. Und in
Hannover bemüht sich die Landesregierung heute, das vom Landtag
beschlossene Forschungsprojekt zum Thema voranzutreiben. (A)
Weiter lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/23935381.html
„Wir helfen den Opfern von
damals“
Ulrich Feldmeyer (59) leitet seit 1996 das heilpädagogische
Kinderheim im Haus des Waisenstifts Varel. Heute ist es ein Haus
der Hoffnung. Früher war es ein Haus der Angst.
Frage: Warum wurden Heimkinder in den 50er und 60er Jahren so brutal
behandelt?
FELDMEYER: Es war – leider – eine andere Zeit. Früher
war es eine Drohung hier in Varel, wenn Kinder über die Stränge
geschlagen haben. „Du kommst ins Waisenstift.“ Heute
ist es genau umgekehrt. Bei uns sind Kinder, die in ihren Familien
Misshandlungen und Missbrauch erleben mussten.
Frage: Sie sprechen heute mit den Opfern von damals?
FELDMEYER: Ja, natürlich. Das ist keine Frage. Wir stellen
uns der Verantwortung. Das Strafbuch aus dem alten Vareler Waisenhaus
ist in Hannover, wo Experten der evangelischen Landeskirche die
Zustände in vielen Heimen des Landes aufarbeiten. Wir wollen
das nicht verschweigen. Das sind wir den Opfern von damals schuldig.
Ihnen muss endlich geholfen werden.
Witer lesen: http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2151019/Wir+helfen+den+Opfern+von+damals.html
Jetzt stehen die Kirchen im Fokus.
Eine differenzierte Sicht ist angebracht Versöhnung gefragt
...Anteilnahme für die Opfer und die Suche nach der Wahrheit
schließen sich nicht aus.
Mit Pauschalurteilen über die Heimerziehung in der Bundesrepublik
in den Fünfziger- und Sechzigerjahren wird man den einzelnen
Schicksalen nicht gerecht.
...Eines wird mit zunehmender Kenntnis der Materie immer klarer:
Konfessionelle Heime – das waren damals mehr als zwei Drittel
– zeigen keine signifikanten Abweichungen gegenüber denen
anderer Träger.
...Die beiden großen Kirchen haben schnell erkannt, welche
Brisanz in dem Thema für sie steckt. Ihnen ist nicht nur an
einer möglichst genauen historischen Bestandsaufnahme gelegen,
sondern auch an eigenen Lösungsansätzen.
Mehr lesen: http://www.merkur.de/2009_45_polkom_heimkinder.38232.0.html?&no_cache=1
Die Verantwortung der Kirchen: Runder
Tisch zur Heimerziehung tagt am Donnerstag
Auschnitte: Wenn an diesem Donnerstag in Berlin der «Runde
Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren» zu seiner
fünften Sitzung zusammenkommt, soll es um die Verantwortung
der Kirchen für eines der dunkelsten Kapitel in der frühen
Bundesrepublik gehen.
Kirchliche Wohlfahrtsverbände und Orden führten drei Viertel
der Heime und stellten zwei Drittel aller Heimplätze in der
frühen Bundesrepublik.
Katholische Caritas und evangelische Diakonie haben über ihre
Fachverbände jeweils ihre Einrichtungen befragt. Etwa ein Achtel
der heute in der Erziehungshilfe tätigen katholischen Einrichtungen
hat geantwortet, dass sie Kontakt zu ehemaligen Heimkindern haben.
Von diesen 46 Einrichtungen sind wiederum etwa ein Viertel mit Vorwürfen
über Misshandlungen von Heimkindern konfrontiert.
Ist die Zahl der Opfer gering, weil nur die berücksichtigt
werden, die sich selbst melden, werden Spekulationen über eine
hohe Dunkelziffer nicht abreißen. Nach Schätzungen von
Bochumer Forschern, die im Rahmen eines Projekts, das von den Kirchen
mitfinanziert wird, die konfessionelle Heimerziehung untersuchen,
geht es insgesamt um rund 190.000 Kinder und Jugendliche, die zwischen
1950 und 1970 in evangelischen Heimen waren und rund 290.000 Zöglinge
in katholischer Obhut.
Alles lesen: http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/159831runder-tisch-zur-heimerziehung-tagt-am-donnerstag.html
Wenn ein Mensch sich in mehrere Ichs
aufspaltet
Die Dissoziative Identitätsstörung – Würzburger
Psychotherapeutin über ein in der Fachwelt umstrittenes Krankheitsbild
Manche Menschen haben nicht nur eine Persönlichkeit, sondern
mehrere. Dissoziative Identitätsstörung heißt das
in der Fachwelt umstrittene und deshalb selten diagnostizierte Krankheitsbild.
Für die Psychotherapeutin Elisabeth Kirchner vom Würzburger
Verein Wildwasser ist die Aufspaltung in mehrere Ichs eine Strategie,
mit der vor allem Frauen versuchen, Gewalterfahrungen in frühester
Kindheit – oft sexueller Missbrauch – zu bewältigen.
Weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/journal/journal/mp/ju/art34602,5351370
Hessischer Landtag befasst sich mit
Gewalt in der Heimerziehung
In der Anhörung, bei der auch ehemalige Heimkinder zu Wort
kamen, kritisierte der Sozialpädagoge Manfred Kappeler, dass
Gewalt der Erzieher gegenüber den von ihnen betreuten Kindern
und Jugendlichen angesichts der Organisation der Heime unvermeidbar
gewesen sei. Ziel dieser "strukturellen Gewalt" in den
Heimen sei die "gehorsame Unterwerfung" gewesen.
Bei den Jugendlichen sei "jegliche Autonomie des Handelns"
unterbunden worden. Sie hätten durch die weitreichende Isolierung
von der Außenwelt keine Möglichkeit gehabt, eigene Lebensentwürfe
zu entwickeln. Die Zustände in den Heimen - schwere körperliche
Arbeit, undurchschaubare Strafen und strenge Reglementierung des
Tagesablaufs - seien den Verantwortlichen jedoch zu jeder Zeit bekannt
gewesen. Sowohl die Fachliteratur als auch die Studien und Berichte
etlicher - oft sogar von den zuständigen Ministerien eingesetzten
- Kommissionen hätten Drill und blinden Gehorsam als Erziehungsziele
kritisiert.
Zwischen 1950 und 1980 seien an die 900.000 Menschen mit fragwürdigen
Diagnosen wie Idiotie oder Schwachsinn oder als "schwer erziehbar"
in Heime eingewiesen worden, bilanzierte Kappeler.
Weiter lesen: http://www.epd.de/hessen/hessen_index_69292.html
Ein dunkles Kapitel
Mit 19 Jahren kam die Selmerin ins Vinzenzheim in Dortmund, von
1964 bis 1965. Sie war schwanger von einem verheirateten Mann, „das
reichte, um mich wegzustecken.“ Das Kind wurde im Heim geboren,
kam auf die Kinderstation. „Es wurde mir weggenommen.“
Fünf Minuten pro Tag durfte sie es sehen, nur sonntags eine
halbe Stunde. „Irgendwann muckte ich auf.“ Drei Tage
kam sie dafür in die Dunkelzelle, vielleicht einen Quadratmeter
groß, eine Matratze auf dem Boden.
Das Vinzenzheim kennt die Landtagsabgeordnete Annegret Krauskopf
(SPD) nur zu gut. Es ist der Grund, weshalb sie sich für ehemalige
Heimkinder einsetzt....
Als Praktikantin arbeitete sie dort Anfang der 60er Jahre, erlebte
Leid und Gewalt. „Frauen in den Wehen, die ihr Kind erst kriegen
durften, wenn sie den Flur geputzt hatten“, nennt die Landespolitikerin
als Beispiel.
Mehr lesen: http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/nordwalde/1151078_Ein_dunkles_Kapitel.html
Heimkinder-Schicksale
"Im Namen Jesu geprügelt"
In vielen Heimen sind Kinder in den 50er und 60er Jahren körperlich
und seelisch misshandelt worden.
Der Landtag leistete am Donnerstag einen Beitrag zur Aufbereitung
dieses Unrechts.
Eine Jugend voller Arbeit, Strafen und Gewalt - auch in Hessen ist
Heimkindern in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Unrecht
angetan worden. Der Sozialausschuss des Landtags in Wiesbaden hatte
etwa 50 ehemalige Heimkinder zu einer Anhörung eingeladen und
ließ sich von deren erschütternden Schicksalen berichten.
Auch andere Länder beschäftigen sich mit dieser dunklen
Vergangenheit. In Berlin sucht ein Runder Tisch von Betroffenen,
Heimträgern, Bundestag, Bund, Ländern und Kommunen nach
einer Möglichkeit, das Unrecht wiedergutzumachen. Doch vor
teuren Entschädigungszahlungen hat die Politik Angst.
video and mehr Text: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp;jsessionid=D8E5C343AF97B22AD448BF82BBB12966?rubrik=34954&key=standard_document_38238247
„Ich konnte nicht mehr weinen“
30. Oktober 2009 Die Straftaten liegen dreißig, vierzig, fünfzig
Jahre zurück, aber die Opfer können nicht vergessen, leiden
noch heute psychische Qualen. Etwa 850.000 Kinder und Jugendliche
wuchsen zwischen 1945 und 1975 in Deutschland in Waisen- und Erziehungsheimen
auf. Viele von ihnen mussten brutale Erziehungsmethoden, Arbeitszwang,
Prügel und sexuelle Übergriffe über sich ergehen
lassen. Albträume, Depressionen, mangelndes Selbstwertgefühl,
Kontaktschwierigkeiten sind die Spätfolgen. Bei einer Anhörung
des Landtagsausschusses für Arbeit, Familie und Gesundheit
berichteten zahlreiche ehemalige Heimzöglinge von ihren tragischen
Schicksalen in hessischen Einrichtungen.
Viele der Opfer wissen bis heute nicht einmal, warum sie als Kinder
ins Heim mussten. Angeborene Schwachsinnigkeit, Idiotie, schwer
erziehbar – so lauten Erklärungen, die sich heute in
den Akten finden. Manche, von überforderten Eltern abgeschoben
(„Ich war von Geburt an nicht erwünscht“), erhofften
sich nach den Worten des Ausschussvorsitzenden Andreas Jürgens
(Die Grünen) in einer vielversprechend „Heim“ genannten
Einrichtung sogar eine Verbesserung ihrer Situation. „Aber
statt Geborgenheit und Schutz erwartete sie oft die Hölle auf
Erden.“
Weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~E561190AF0DBC44629F05548779A92236~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Heimkinder - Demütigung im Heim
29.10.09 | 18:47 Uhr
Frühere Heimkinder berichteten im Landtag über ihr Leid
Gudrun Ickenroth droht immer wieder die Stimme zu versagen. Was
die 54-Jährige zu berichten hat, ist erschütternd: In
einem Kinderheim der Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde
Jesu Christie im hessischen Dernbach und später im katholischen
St. Vincenzstift in Rüsselsheim-Aulhausen erlebte sie 14 Jahre
lang Schläge, Gewalt und Vergewaltigung - alles im Namen Gottes.
«Ich wurde vom Pfarrer missbraucht, mehrfach», sagt
sie mit erstickter Stimme. Es ist das erste Mal, dass Ickenroth
über ihre Erlebnisse öffentlich spricht. Es fällt
ihr schwer, so wie den anderen acht Betroffenen, die am Donnerstag
bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag ihre Schicksale schildern.
Weiter lesen: http://www.ad-hoc-news.de/heimkinder-demuetigung-im-heim--/de/Politik/20653602
Schicksale misshandelter Heimkinder
ist Thema im hessischen Landtag
Landtag will überlegen, was er tun könne, um den Opfern
wenigstens noch bisschen Genugtuung und Anerkenung zu verschaffen
Wiesbaden. Am Donnerstag haben einige ehemalige Heimkinder aus
Hessen in einer Anhörung des Landtags von Psychoterror, Demütigungen
und Gewalt gegen ihre Person während ihres Heimaufenthalts
in den 50er und 60er Jahren geschildert. «Es war einfach alles
verboten», selbst Pfeifen oder Bücherlesen, erzählte
Renate Schmidt, die 31 Monate in einem Erziehungsheim verbrachte.
Günter Klefenz berichtete, dass ihn eine Erzieherin sogar krankenhausreif
geschlagen habe. Manfred Menke schilderte indes von seinen mehrfachen
Selbstmordversuchen und ständiger Flucht aus den Heimen.
Mehr lesen: http://www.topnews.de/schicksale-misshandelter-heimkinder-ist-thema-im-hessischen-landtag-377986
Ad Hoc-News 24.10.09 | 13:06 Uhr/ddp/swo/fgr
Heimkinder - (ddp-Interview) Wissenschaftler:
Schicksale von Heimkindern offensiver aufarbeiten
Seit einigen Jahren werden die Erziehungsmethoden in deutschen
Kinderheimen verstärkt diskutiert Auch zahlreiche damalige
Heimkinder aus Hessen berichteten von körperlicher Misshandlung
und psychischer Gewalt Der hessische Landtag will daher einen Beitrag
dazu leisten, «das Unrechtsschicksal von Heimkindern in hessischen
Kinderheimen» aufzuarbeiten und hat für den 29 Oktober
eine öffentliche Anhörung organisiert. Der Marburger Erziehungswissenschaftler
Wolfram Schäfer fordert eine aktivere Aufarbeitung der oftmals
menschenverachtenden Zustände in westdeutschen Kinderheimen
bis in die 1970er Jahre. «Sowohl die Träger solcher Heime
als auch Kommunen und einzelne Bundesländer müssen sich
mit dem schwierigen Thema offensiver auseinandersetzen», forderte
der Forscher, der an der Uni Marburg lehrt, im Interview mit der
Nachrichtenagentur ddp. Zu diesem Zweck müssten Archive für
die Betroffenen geöffnet werden. Auch sollten Wissenschaftler
Zugang zu vorhandenen Akten erhalten.
Seit einigen Jahren werden die Erziehungsmethoden in deutschen
Kinderheimen verstärkt diskutiert. Auch zahlreiche damalige
Heimkinder aus Hessen berichteten von körperlicher Misshandlung
und psychischer Gewalt. Der hessische Landtag will daher einen Beitrag
dazu leisten, «das Unrechtsschicksal von Heimkindern in hessischen
Kinderheimen» aufzuarbeiten und hat für den 29. Oktober
eine öffentliche Anhörung organisiert. In Berlin diskutiert
außerdem ein Gremium seit Anfang dieses Jahres beispielsweise
über Entschädigungsforderungen und die Finanzierung von
psychologischen Behandlungen.
«Das sind ganz immense Fortschritte, doch die Aufarbeitung
dieser skandalösen Zustände hat damit erst angefangen»,
sagte Erziehungswissenschaftler Schäfer. Neben der Aufarbeitung
der Vergangenheit seien die Nachforschungen zudem auch dafür
wichtig, aktuelle und künftige pädagogische Konzepte kritisch
zu hinterfragen.
Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/heimkinder-ddp-interview-wissenschaftler-schicksale-von--/de/Politik/20635092
Ein von Gott vergessenes Kind
Auszug: Kein Kind ist von Grund auf schlecht. Genau das
wurde Ursel Kraft jedoch vermittelt. Damals, als sie an einem Februartag
im Jahr 1970 im „Birkenhof“ ankam, einem Kinderheim
in Hannover - Evangelische Fürsorge und Krankenanstalt, hieß
es im Untertitel.
Dort kam sie in Gruppe 9, genannt „die Familie“. Die
Erzieherin war die „Familienmutter“. Noch genau kann
sie sich an den endlos langen mit braunem Linoleum ausgelegten Flur
erinnern, von dem die Türen zu den Zimmern abgingen. „Schlimmer
hätte ich es mir im Gefängnis auch nicht vorstellen können“,
sagt sie. Auch die Postkontrollen, der mit Stacheldraht gesicherte
Zaun, der nachts mit Schäferhund patroullierend Wachmann und
die geschlossenen Fenster halten diesem Vergleich durchaus Stand.
Mehr bei: http://www.wzonline.de/index.php?id=2913&tx_ttnews[tt_news]=136680&tx_ttnews[backPid]=624&cHash=15575f8d39
Psychologie
Mutter ist an allem schuld
Wenn es um das Erziehungsverhalten geht, wie etwa Zuwendung zeigen,
vorlesen oder körperlich strafen, schauen sich Frauen viel
von der eigenen Mutter ab. Auf Männer hat das mütterliche
Verhalten weniger Einfluss, berichtet das Apothekenmagazin "Baby
und Familie". Die Erkenntnisse beruhen auf Ergebnissen einer
Studie von Wissenschaftlern der State University in Ohio. Sie verglichen
die Aussagen von 1133 jungen Vätern und Müttern mit denen
ihrer Eltern, die diese 1979 gegeben hatten. Ein Resultat: Mütter,
die von ihrer Mutter geschlagen wurden, erhoben gegen ihre Kinder
doppelt so häufig die Hand wie andere. DW
veroeffentlicht bei: http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4944431/Wissenschaft.html
Die Heimkinder brechen erst jetzt ihr Schweigen
Auch zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution suchen Opfer
des SED-Regimes Hilfe. Beim Bürgerkomitee in Zella-Mehlis melden
sich jetzt vor allem ehemalige Heimkinder und Insassen von Jugendwerkhöfen.
Es sind tragische Geschichten und oft zutiefst verstörende, die
in den kargen Räumen des Bürgerkomitees in Zella-Mehlis
erzählt werden. Oft sitzen Männer wie Z. am gelben Resopaltisch,
die ihr Leid so tief in sich vergraben haben, dass sie daran erkrankten.
Z. kann wohl selbst kaum glauben, wie sehr seine Seele gelitten hat.
Er legt eine Hand auf die dünne Akte mit den gelben Pappdeckeln
und schüttelt den Kopf. Nein, auch wenn sein Name nicht genannt
wird, soll über ihn nichts zu lesen sein.
Mehr lesen: http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,1049074
Ergebnisprotokolls der 4. Sitzung
des Runden Tisches
In dieser vierten Sitzung ging es um besonders problematische Heime
und die Rolle öffentlicher Stellen als Einrichtungsträger
und Aufsichtsinstitutionen. Das Ergebnisprotokoll der vierten Sitzung
können Sie unter: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles3.htm
herunterladen.
Weitere Informationen:
WENN EHEMALIGE HEIMKINDER HEUTE ZU UNS IN DIE BERATUNG KOMMEN
Was müssen oder sollten wir wissen?
Die Fachtagung richtet sich an alle Fachkräfte, die Beratungs-
und Unterstützungsarbeit leisten.
Vielleicht haben Sie selber Interesse an der Veranstaltung oder
wollen als Multiplikatoren darauf hinweisen.
Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter:
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles.htm
Das
Parfumfläschchen
Ich höre einen Schrei, spüre, wie mir die Bettdecke weggezogen
wird. Zwei Stahlhände bohren sich in meine Arme, zerren mich
aus dem Bett heraus auf den kalte Linoleum Boden. Langsam begreife
ich, es ist kein Traum. Das war mein Schrei. Ich werde von Schwester
Abelada geschüttelt, immer wieder zu Boden gestoßen,
was habe ich ihr im Schlaf getan?
Da liegt er, der kleine silberne Flacon, direkt vor mir auf dem
Boden. Offen. Die Schwester nimmt ihn in die Hand und fragt was
das sei. Ich beginne zu weinen. Es ist ein Stück meiner Mutter,
eine letzte Erinnerung an sie, gefüllt mit ihrem Parfum. Nun
leer. Ich kann nur weinen. Das genügt ihr als Antwort natürlich
nicht. Sie schlägt mich ins Gesicht, immer wieder, bis ich
mich aufs Bett werfe und meinen Kopf zu schützen versuche.
Weiter
lesen
Die Kindheit genommen
Nein, sprechen wollte er nie darüber. Viele Jahre hat er den
Kummer heruntergeschluckt. "Weil ich mich geschämt habe."
Der Spruch am Eingang der Pforte zum Waisenhaus in Heiligenstadt
hat sich ihm eingebrannt: "Wer sein Kind liebt, der züchtigt
es."
Mehr lesen: http://www.tlz.de/tlz/tlz.heiligenstadt.volltext.php?kennung=on1tlzLOKStaHeiligenstadt40093&zulieferer=tlz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt®ion=Heiligenstadt&auftritt=TLZ&dbserver=1
Die Unwertigen – ein Dokumentarfilm
über Heimkinder in Deutschland
Ab Donnerstag, 19. November wird in Deutschland der
Dokumentarfilm DIE UNWERTIGEN Deutschland 2009,
86 Minuten von Renate Günther-Greene zu sehen sein.
Er erzählt aber auch von der gesellschaftlichen Verdrängung
nach 1945 und den Folgen für die Betroffenen bis heute.
„Die Unwertigen“ behandelt einen Teil der deutschen
Geschichte, der zur Zeit auf Bundesebene und in nahezu allen Bundesländern
an Runden Tischen aufgearbeitet wird und deshalb einen sehr aktuellen
Bezug hat.
Mehr: http://www.newsmax.de/die-unwertigen--ein-dokumentarfilm-ueber-heimkinder-in-deutschland-news46606.html
Entschuldigung akzeptiert
Hannover - Der Verein ehemaliger Heimkinder hat die Entschuldigung
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche für Misshandlungen
angenommen und zugleich Entschädigungen in Milliardenhöhe
gefordert.
Weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/G5u38Z/3088239/Entschuldigung-akzeptiert.html
Focus: Kirche bittet Heimkinder um
Vergebung
Prügel, seelische Gewalt und Missbrauch waren an der Tagesordnung.
Als eine der ersten hat sich die Evangelisch-lutherische Landeskirche
Hannovers bei misshandelten Heimkinder entschuldigt.
weiter lesen: http://www.focus.de/politik/deutschland/misshandlungen-kirche-bittet-heimkinder-um-vergebung_aid_442845.html#comnt_2155554
nicht vergessen, Leser-Kommentare lesen
Gemeinsame Erklärung
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und
des Diakonischen Werkes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche
Hannovers e.V.
zu der Situation in Heimen der Jugendfürsorge in den 50er und
60er Jahren.
Mit Trauer stellen wir fest, dass in unseren Einrichtungen der Jugendfürsorge
in den 50er und 60er Jahren
schlimmes Unrecht geschehen ist.
Weiter lesen: http://www.diakonie-hannovers.de/downloads/erklaerung_heimkinder_7-10-09.pdf
Vergebung?
Die evangelische Kirche und
die Diakonie bitten um Vergebung.
Wo ist die Buße, die Veränderung der evangelischen Kirche
und der Diakonie, die eine Vergebung voraussetzt?
Nirgends!
Sie betreiben nach wie vor „Schadensminderung“ auf Kosten
der Opfer, um ihren Status zu erhalten.
Kirche! Diakonie! Tragt Verantwortung, hört
auf nach denen zu suchen, denen es in Heimen „gut“ ging,
erkennt die Folgeschäden eurer Vergehen und dann zieht eure
goldenen Kleider aus, gebt die silbernen Löffel und von eurem
Reichtum ab an die, die gelitten haben, als sie den Reichtum für
euch geschaffenen haben.
Das ist Buße! ... ein Grund zur Vergebung!
Sieglinde Alexander
SPD: Wernstedt soll Vorsitz im Landesarbeitskreis
für Heimkinderübernehmen
Die SPD-Landtagsfraktion forderte am Dienstag in Hannover, dass
der ehemalige Landtagspräsident Professor Rolf Wernstedt anstelle
von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) den Vorsitz übernehmen
soll. Die Ministerin könne nicht als neutral gelten, da das
Land in der fraglichen Zeit als Heimbetreiber und Aufsichtsbehörde
selbst Verantwortung trug, kritisierte der SPD-Sozialexperte Uwe
Schwarz.
alles lesen: http://www.epd.de/niedersachsen_bremen/niedersachsen_bremen_index_68576.html
"Es ist schweres Unrecht passiert"
Im Skandal um misshandelte Heimkinder in den 1950er- und 60er-Jahren
haben die Evangelisch-lutherische Landeskirche und das Diakonische
Werk am Mittwoch um Vergebung gebeten. Es sei beschämend, dass
der christliche Anspruch von der Wirklichkeit nicht gedeckt wurde,
hieß es am Rande einer Tagung in Hannover zur Aufarbeitung
der Schicksale misshandelter Heimkinder. Wie NDR 1 Niedersachsen
berichtete, waren bei dem Treffen auch rund 100 Betroffene vor Ort.
alles lesen: http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/missbrauch116.html
Unrecht an Heimkindern soll umfassend
erforscht werden
Hannover (epd). In Niedersachsen soll das Unrecht an Heimkindern
in den nächsten Jahren systematisch untersucht werden. Sozialministerin
Mechthild Ross-Luttmann (CDU) kündigte am Montag in Hannover
nach einer Sitzung des Gesprächsarbeitskreises "Heimerziehung
1945-1975" ein großangelegtes Forschungsprojekt dazu
an. Dabei sollen alle Träger und Einrichtungen, die Strukturen
der Unterbringung und der Heimaufsicht sowie Beschwerden und besondere
Vorkommnisse unter die Lupe genommen werden.
Ross-Luttmann versicherte, dass das Land die ehemaligen Heimkinder
bei der Aufarbeitung unterstützen und dafür Aktenbestände
zur Verfügung stellen wolle. "Alle Betroffenen benötigen
Einsicht in noch vorhandene Akten, um ihre ganz persönliche
Heimbiografie individuell aufarbeiten zu können", sagte
sie. Auch die nichtstaatlichen Heimträger müssten ihre
Archive öffnen.
Mehr lesen: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=11454
Niedersächsisches Landesarchiv
öffnet Heimakten spätestens Ende des Jahres
Die ehemaligen Heimkinder Niedersachsens sollen unbürokratischen
Zugang zu ihren Akten erhalten. Wie der Präsident des Niedersächsischen
Landesarchivs, Dr. Bernd Kappelhoff, EMaK gegenüber bestätigte,
sind die in den letzten Wochen im Landesarchiv Niedersachsen zusammengetragenen
Akten noch nicht vollständig erschlossen; es ist aber bis spätestens
zum Jahresende 2009 mit einem kompletten Nachweis zu rechnen.
Sobald weitere sachbezogene Informationen hierüber vorliegen,
werden sie bei EMaK News publiziert.
“Sex in a cold climate”:
Eine Dokumentation auf Englisch mit italienischen Untertiteln über
Misshandlungen der katholischen Kirche in Irland.
Der einzige Unterschied zu den Misshandlungen in deutschen Heimen
ist die Sprache.
http://video.google.com/videoplay?docid=-1732953937770017672&ei=TdDESoTVIJLW-Abf5KzqBg&q=Sex+in+a+Cold+Climate#
Heimerziehung in den 50er und 60er
Jahren
Die Infostelle Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er
Jahren ist
die Anlauf- und Informationsstelle für alle ehemaligen Heimkinder,
die in
den 50er und 60er Jahren in Heimen in den alten Bundesländern
untergebracht waren und die dort Formen von Gewalt, Demütigungen
und
Misshandlungen erlebt haben.
Der Runde Tisch wurde nach Beschluss des Deutschen Bundestages
eingerichtet und hat die Aufgabe die Vorkommnisse zu bewerten und
bis Ende
2010 Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Zur Aufarbeitung und Auswertung des bisherigen Datenmaterials suchen
wir
zum 01. Oktober 2009 eine studentische Hilfskraft im Rahmen eines
Werkvertrages.
Die vorliegenden Fragebögen sollen zeitnah ausgewertet werden
(bis Ende
Oktober 2009), die qualitative Auswertung der zusätzlich vorliegenden
Briefe und Berichte innerhalb eines größeren Zeitfensters
(Ende November
2009).
Bewerbungsunterlagen bitte an:
Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
Z. H. Frau Loerbroks
Mühlendamm 3
10178 Berlin
Tel.: 030 400 40 231
Katharina.Loerbroks@agj.de
Beste Grüße,
Matthias Ziegler
Prof. Dr. Matthias Ziegler
Institut für Psychologie
Humboldt-Universität zu Berlin
Quelle: http://www.adlershof.de/index.php?id=926&inserat=649&zak=5
Professor Dr. Manfred Kappeler:
„Heimerziehung in den fünfziger
und sechziger Jahren. Kinder haben Rechte – Erinnerung und
Ausblick.
Ich konnte nicht länger schweigen – aber wer
wird mir glauben?’
Über die Traumatisierung ehemaliger Heimkinder“
Dieser Vortrag wurde am 14. Februar 2009 beim Diakonietag der Karlshöhe
/ Ludwigsburg gehalten.
In seinem Nachtrag geht Prof. Kappeler auch auf die Erfahrungen
von Erzieherinnen und Erziehern in der Heim- und Fürsorgeerziehung
der vierziger bis siebziger Jahre ein. EMaK hält gerade auch
diesen Teil für sehr wichtig und publiziert den Nachtrag mit
freundlicher Genehmigung des Autors.
Nachtrag
lesen
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