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Updated: 31. Dez. 2009

  Petition: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben (Initiiert von Norbert Denef)

 
 


Kindheitstrauma und die Folgeschäden.

Manfred Spitzer erklärt in einem Video die hormonellen Schäden .
http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?verzeichnis=alpha/geistundgehirn/v/&file=spitzer_21.rm&g2=1


BERLIN

Schikanen, Willkür und Zwangsarbeit
Heimerziehung in Zeiten des Wirtschaftswunders

Gefragt, was das wichtigste Zwischenergebnis des von ihr geleiteten „Runden Tisches Heimerziehung“ sei, antwortet Antje Vollmer, Grünen-Politikerin und einstige Bundestagsvizepräsidentin: „Dass die Debatte in die Breite gegangen ist.“ In etlichen Bundesländern und Kirchenbistümern haben sich analog zu der zentralen Berliner Kommission Kreise und Gruppen gebildet, die das Schicksal jener Menschen untersuchen, die in den 50er und 60er Jahren als Kinder und Jugendliche in ein Heim eingewiesen wurden. Schikanen, Misshandlung, Zwangsarbeit, Willkür – je genauer das Heimsystem jener Zeit beleuchtet wird, umso tiefer sind die Abgründe, die sich auftun. 500 000 Menschen sind betroffen, schätzten Forscher der Ruhr-Universität bei ihrem Vortrag am Runden Tisch.
weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/zeitgeschehen/Schikanen-Willkuer-und-Zwangsarbeit;art16698,5415237


Religion - Weitere Bischöfe in Irland zurückgetreten

London/Dublin (dpa) - Die katholische Kirche in Irland steckt zu Weihnachten in einer ihrer tiefsten Krisen. Nach dem Skandal um den sexuellen Missbrauch tausender Kinder durch irische Geistliche traten zwei weitere Bischöfe zurück.

Eamonn Walsh und Raymond Field, Weihbischöfe der Erzdiözese Dublin, kündigten in Christmetten am Heiligabend an, nach wochenlanger Kritik und steigendem Druck ihr Amt niederzulegen.

Ein Bericht hatte dokumentiert, dass mehr als 300 Kinder in den Jahren 1975 bis 2004 von Priestern in der Erzdiözese sexuell missbraucht wurden. Die Verantwortlichen haben dies laut dem Bericht vertuscht. Die beiden Weihbischöfe Walsh und Field entschuldigten sich in einer gemeinsamen Erklärung bei den Missbrauchsopfern.
Weiter lesen: http://www.zeit.de/newsticker/2009/12/25/iptc-bdt-20091225-65-23392710xml
SF Tagesschau: http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/12/25/international/kindersex_weitere_bischoefe_in_irland_zurueckgetreten


kreuz.net – 1:0 für die Kirchenhasser: Irischer Bischof zurückgetreten

Och, die armen Kirchen.
Lächerliche 300 Jugendliche die homosexuell geschändet worden sind, und schon macht man einen Aufstand. Es sind 300 bisher bekannte Fälle alleine in IRLAND.

Ein Herr Ratzinger entschuldigt sich nun über die ganz neuen furchtbaren Erkenntnisse. (Seit 1962 existiert ein Dokument, wie mit solchen Dingen Kirchenintern umzugehen ist, von Herrn Ratzinger anscheinend etwa 2001 nochmals bekräftigt. Hallelujah!)
Weiter lesen: http://www.atheismus-theismus.de/2009/12/17/kreuz-net-%E2%80%93-10-fur-die-kirchenhasser-irischer-bischof-zuruckgetreten/


UN-Soldaten kaufen sich 12-Jährige und die Politik schaut nicht hin
Monika Hauser und Zürich
Monika Hauser kämpft seit 16 Jahren gegen die systematische Vergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten. Heute ist sie in Zürich und spricht mit Tagesanzeiger.ch über die schlimmsten Missstände und eine ihrer eindrücklichsten Begegnungen.
Für Ihren Einsatz für kriegstraumatisierte Frauen sind Sie vor einem Jahr mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Ist Ihre Arbeit dadurch einfacher geworden?
Die Widerstände sind geblieben. Weder lokale Politiker in Krisengebieten noch jene auf dem internationalen politischen Parkett zeigen Bereitschaft, sich mit unserem Thema zu beschäftigen. Doch diese Auszeichnung hat gezeigt, dass Vergewaltigungen definitiv nicht mehr unter «Kollateralschaden» eines Kriegen laufen, sondern dass sie zuoberst auf die politische Agenda gehören.
Mehr lesen: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/rechtes-ufer/UNSoldaten-kaufen-sich-12Jaehrige-und-die-Politik-schaut-nicht-hin/story/30084384


Email an Sieglinde Alexander

Liebe Sieglinde,

durch Zufall bin ich heute auf Ihren Lebensbericht im Hause Weiher
gestossen. Ich habe daran auch eine Erinnerung:

Ich bin 1951 geboren und wohnte bis 1965 im Nachbarort Henfenfeld.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind mit einer Tante immer
zerschnittene Kleider aufgerollt zu grossen Stoffbällen nach Weiher
gebracht habe , die dann dort zu Flickenteppichen verarbeitet wurden.
Wir gingen am Bahndamm entlang zu Fuss bis nach Weiher.
weiter lesen


Papst Benedikt XVI ist empört?

Irland - Papst empört über pädophile Priester

Papst Benedikt XVI. hat sich „tief bestürzt und betrübt” über den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche in Irland gezeigt. Zwischen 1975 und 2004 sollen über 300 Kinder gequält worden sein.

Verrat an Gott - Der Papst „bedauerte zutiefst die Handlungen der Priester, die nicht nur ihr Versprechen an Gott, sondern auch das Vertrauen ihrer Opfer und deren Familien verraten hätten”.
alles lesen: http://www.gegensexuellegewalt.at/2009/12/11/papst-ist-emport/

Sieglinde Alexander fragt:
- Wie viel mehr Lügen und bigotte Verzögerungstaktiken müssen die Heim-Misshandelten noch ertragen?
- Wie lange lässt sich die Regierung noch von dem kirchlichen Imperium manipulieren, anstatt sich den grausamen Menschenrechtsverletzungen in den Nachkriegsjahren zu stellen?


Die Gewaltherrschaft in deutschen Kinderheimen

Erniedrigung, Prügel und Missbrauch gehörten in vielen Kinderheimen der jungen Bundesrepublik zum Alltag. Langsam kommt die Aufarbeitung des Unrechts voran und zeigt: Vor allem in den 50er- und 60er-Jahren litten Hunderttausende unter dem repressiven Regime – Betroffene berichten von ihren Qualen.
"Ich habe es gekriegt im Namen von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist", sagt Gudrun Ickenroth. Es klingt bitter, was die kleine, gedrungene Frau mit den aschblonden Haaren sagt. Sie kann oft nicht weitersprechen, ihre Stimme bricht weg, denn bitter sind ihre Erinnerungen: "Kinder, die ins Bett nässten, wurden zusammengeschlagen und so nass, wie sie waren, auf einen kalten Flur gestellt, und da mussten sie die ganze Nacht stehen bleiben", berichtet sie. Bei wem es nichts half, der wurde in den Schweinestall eingeschlossen, die ganze Nacht lang.
Mehr lesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article5239904/Die-Gewaltherrschaft-in-deutschen-Kinderheimen.html


Geraubte Kindheit

Bis zum 28. März zeigt das Historische Museum Basel die Ausstellung "Enfances Volées – Verdingkinder reden".

Was geht in einem Kind vor, das von seinen Eltern getrennt wird und in einem ganz neuen Umfeld aufwächst? Wie bewältigt es das Fremdsein, das Fehlen der Eltern, die Ausgrenzung? Wie wird ein Kind durch derartige Erfahrungen geprägt? Und wie integriert es diese in sein späteres Leben? Die Ausstellung "Verdingkinder reden" lässt ehemalige Verding- und Heimkinder in persönlichen Berichten zu Wort kommen. Sie berichten über ihr Leben, ihre Erinnerung und den Umgang mit ihren Erfahrungen.
Mehr lesen: http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/geraubte-kindheit--23821384.html


Heimkinder - Einzelhaft und Zwangsarbeit
Fürsorgeerziehung in Deutschland
Reportage | Tausende von Jugendlichen wurden in den sechziger Jahren in Heime eingesperrt und zu Arbeit ohne Lohn gezwungen. Die Zeit im Heim...
video: http://www.tvmovie.de/Heimkinder-Einzelhaft-und-Zwangsarb.84.0.html?&detail=13411486&wref=rss


„Frühes Trauma – späte Folgen"

Wenn Familien Kindern schaden / 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur Fachtagung des Runden Tisches GewAlternativen ins Kreishaus
Wer als Kind Gewalt erfährt, der tut sich auch als Erwachsener schwer, gute Beziehungen aufzubauen. Woran das liegt und welche Hilfen Betroffene benötigen, darüber diskutierten im Kreishaus die 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Fachtagung. Eingeladen hatte der Runde Tisch „GewAlternativen", der sich im Kreis Borken gegen häusliche Gewalt engagiert. Unter dem Titel „Frühes Trauma – späte Folgen" skizzierte Michaela Huber, Psychotherapeutin aus Göttingen, welche Konsequenzen es hat, wenn Kinder in ungesunden Verhältnissen aufwachsen.

Weiter Lesen: http://www.presse-service.de/data.cfm/static/749053.html

Samstag, den 05.12.09 zeigt der WDR
im Magazin „Hier und Heute“ von 18.20 – 18.50 Uhr

Das Schicksal zwei Männer, die wie viele andere Heimkindern
auch in den 50er und 60er Jahren in Deutschland geschlagen und erniedrigt wurden.

Wiederholung: 06.12.09 ab 1:25 Uhr im WDR Fernsehen


Psychische Störungen
Psychologen finden oft Warnsiganle in der Kindheit

Depression, Schizophrenie, Borderline-Syndrom oder antisoziale Persönlichkeitsstörung: Es sind Männer und Frauen in ihren besten Jahren, die unter solchen psychischen Störungen leiden. Die Warnsignale für spätere seelische Erkrankungen identifizieren Psychologen allerdings schon in der Kindheit.

Depressionen zählen zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Die Störung verläuft dabei in der Regel in mehr oder weniger ausgeprägten Schüben. Betroffene müssen im Schnitt mit vier depressiven Phasen im Leben rechnen, die sowohl schleichend als auch ganz plötzlich beginnen können.

Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig und bleiben bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann ein Schicksalsschlag sein. Es gibt aber auch Depressionen, die von einem ungelösten, frühkindlichen Konflikt herrühren, der bis ins Erwachsenenalter hinein getragen wird.
Weiter lesen: http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article5390099/Psychologen-finden-oft-Warnsiganle-in-der-Kindheit.html

Sieglinde Alexander:
Und wenn man bedenkt, dass zwischen 1946 -1980 an die 800 000 Kinder in Heimen misshandelt wurden beantwortet sich die Frage warum es heute so viele Arbeitsunfähige gibt, die ohne Diagnose aber von Hartz 4 wieder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.


Tsunami der Schande
Jahrzehntelang haben die Kirche, Behörden und die Polizei in Irland den Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht.

Auszug:
Und nun hat noch der Bericht einer Untersuchungskommission drei Grundpfeiler von Staat und Gesellschaft erschüttert: Jahrzehntelang haben die katholische Kirche, staatliche Behörden und die Polizei den beinahe schon gewohnheitsmäßigen Missbrauch von Kindern durch Geistliche vertuscht und verschwiegen. Von einer tiefen Schande sprachen übereinstimmend Diarmuid Martin, der Erzbischof von Dublin, und Justizminister Dermot Ahern. "Kein Wort der Entschuldigung wird je ausreichen", betonte der Kirchenführer. Ahern zeigte sich "als Vater angewidert" von den Enthüllungen und kündigte strafrechtliche Konsequenzen an. Ein anonymer Kirchensprecher nannte es einen "Tsunami" der Schande.
Mehr lesen: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491870

Kommentar zu: „Tsunami der Schande“


„Da wurde dann mit Härte reagiert“

Herr Prof. Jähnichen, Sie untersuchen die Zustände in Fürsorge- und Erziehungsheimen der 1950er- und 1960er-Jahre. Dem Runden Tisch Heimerziehung in Berlin haben Sie einen Zwischenbericht vorgelegt. Von wie vielen betroffenen Kindern und Jugendlichen gehen Sie aus?

Ausschnitt: Wie kam es zu pädagogisch nicht akzeptablem Verhalten?

Auch in kirchlichen Heimen gab es deutlich zu wenig und meist nur schlecht ausgebildetes Betreuungspersonal, häufig war es auch noch überaltert. Im Durchschnitt musste ein Betreuer in den 1950er-Jahren für 30 Kinder und Jugendliche sorgen.

Es kamen also mehrere Problem-Faktoren zusammen, sodass die Erziehungsziele oft unerreichbar blieben...?

Richtig: Das Ideal gerade in kirchlichen Häusern war eine familienähnliche Erziehung, die sich natürlich angesichts solcher Gruppengrößen und Konstellationen nur schwer oder eigentlich gar nicht realisieren lässt. Im Übrigen hatten viele der Erzieher noch in der Kaiserzeit rigide Erziehungserfahrungen gemacht und entsprechende Vorstellungen in den Köpfen. Das führte dann unweigerlich zu einem gewissen Strafregiment.

Mehr lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/24124375.html


161 Millionen Euro
26.11.2009
Irischer Orden entschädigt Missbrauchsopfer

Eine irische Ordensgemeinschaft, in der über Jahrzehnte Kinder missbraucht wurden, hat 161 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen angeboten. Damit solle "unsere moralische Verpflichtung gegenüber den Überlebenden des Missbrauchs" anerkannt werden, teilten die Christian Brothers mit.
weiter lesen: http://www.krone.at/krone/S28/object_id__173137/hxcms/index.html


Presseinformation
Die Vorsitzende des Runden Tisches „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“,
Dr. Antje Vollmer besucht Heime in den alten Bundesländern.
Dr. Antje Vollmer, Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung, der bis Ende 2010 die
bundesrepublikanische Heimerziehung der Jahre 1949 bis 1975 aufarbeitet, besuchte mit
den Mitgliedern der Geschäftsstelle Katharina Loerbroks und Holger Wendelin verschiedene
Heime, die mit der Aufarbeitung der damaligen Heimerziehungspraxis befasst sind.
Weiter lesen


Runder Tisch Ergebnisprotokoll der Sitzung am 05./ 06. November 2009

herunterladen: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles.htm


Als wertlos weggesperrt

"Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr nimmt mich auf." Psalm 27, 1947 geschrieben auf den Konfirmationsschein des Heimkinds Waltraud Tesch. Eine 14-Jährige, deren Familie die Nazis drei Jahre zuvor auseinandergerissen hatten: Die Mutter, die Juden half, wurde abgeholt. Ihre vier Kinder kamen ins Heim; später wurden auch sie getrennt. Nach Kriegsende hat sich nichts verändert für die Kinder, sie blieben im Heim, vielen Schikanen ausgesetzt. Waltraud Tesch weint noch immer über den Zynismus, dass man ihr diesen Psalm ausgesucht hat. "Mich hat keiner verlassen. Man hat mir meine Mutter genommen."
Weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/m5K38m/3162835/Als-wertlos-weggesperrt.html


Genetisches Gedächtnis
In der depressiven Falle


Auszug: Dass traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit - Misshandlungen, Vernachlässigung oder sexueller Missbrauch - das Depressionsrisiko von Menschen zeitlebens erhöhen, ist aus epidemiologischen Studien bekannt. Die junge Wissenschaft der Epigenetik erklärt jetzt endlich, wie diese prägenden Einflüsse dauerhafte Spuren in Körper und Geist hinterlassen.
Im Gehirn von Suizidopfern, die in früher Kindheit misshandelt worden waren, fanden sie die gleichen Veränderungen wie bei den vernachlässigten Versuchstieren. Im Gegensatz hierzu zeigten Unfallopfer und Menschen, die Selbsttötung begingen, aber eine unauffällige Kindheit hatten, diese Veränderungen nicht.
Alles lesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=2093326&em_cnt_page=1


"Da war wirklich Endstation"
Von Miriam Hollstein 17. November 2009, 04:00 Uhr

Antje Vollmer, Präsidentin des Runden Tisches, über den Horror und mögliche Wiedergutmachung für die Misshandelten
Antje Vollmer: Am meisten hat mich die Intensität des Horrors überrascht. Es war so ausweglos für die Kinder - ohne eine Person oder Institution, die sich zur Hilfe angeboten hätte.

DIE WELT: Von wie vielen Betroffenen sprechen wir?

Vollmer: Es handelt sich um circa 700 000, die überhaupt in Heimen waren. Nicht alle von ihnen sind extrem traumatisiert. Aber es gab Heime, die waren wirklich Endstation. Die, die darin waren, haben einen hohen Grad an Lebenstrauma davongetragen.

Weiter lesen: http://www.welt.de/die-welt/politik/article5238797/Da-war-wirklich-Endstation.html


Vollmer nimmt Kirche in Schutz

Die Vorsitzende des „Runden Tischs Heimkinder“, Antje Vollmer, nimmt die Kirche gegen die pauschale Kritik an ihrer Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren in Schutz. Die Kirche sei Trägerin der meisten Einrichtungen gewesen und habe sich frühzeitig und intensiv mit den Missständen auseinandergesetzt, so die Grünen-Politikerin in einem Interview.
weiter lesen: http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=335162

Artikel zu dem Thema: http://www.emak.org/artikel/Ehemalige%20Heimkinder%20und%20der%20Runde%20Tisch%2001.07.09.htm


Kindheitstrauma kann Genaktivität ändern

Traumatische Erlebnisse und extremer Stress in der Kindheit können die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen machen.

Kategorie: Neurologie Erstellt am 09.11.2009.

Schwerer psychischer Stress verhindert, dass Methylgruppen - einfache chemische Markierungen - an die Erbsubstanz angelagert werden, bestätigen Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Diese Änderungen können dann zum Beispiel dazu führen, dass mehr Stresshormone produziert werden.
Weiter lesen: http://science.orf.at/stories/1631478/


Australien
Formelle Entschuldigung bei ehemaligen Heimkindern

Der australische Premierminister Kevin Rudd hat sich heute bei hunderttausenden ehemaligen Heimkindern entschuldigt, darunter die sogenannten "Waisen des Empires", Kinder, die aus ihren britischen Familien gerissen und als Arbeitskräfte nach Australien gebracht worden waren.
Etwa eine halbe Million Kinder sind in australischen Heimen und Waisenhäusern vernachlässigt und teilweise auch missbraucht worden. Tausende Kinder waren aus armen und kaputten Familien gerissen und nach Australien gebracht worden. Dabei wurde vielen vorgemacht, ihre Eltern seien tot, häufig wurden Geschwister getrennt und so ganze Familien zerstört. Vor mehr als 1.000 Opfern entschuldigte sich Kevin Rudd im Parlament: «Wir räumen die Lügen ein, die euch und euren Müttern und Vätern erzählt wurden, und den Schmerz, den diese Lügen euer Leben lang verursacht haben.»
Weiter lesen: http://www.noows.de/formelle-entschuldigung-bei-ehemaligen-heimkindern-12457


Gewalt als System
Erniedrigung, Prügel und Missbrauch gehörten in vielen Kinderheimen der jungen Bundesrepublik zum Alltag. Nun kommt die Aufarbeitung des Unrechts langsam voran

Auszug: Von einem "System struktureller Gewalt", das auf Degradierung und Demütigung fußte, spricht der Berliner Sozialwissenschaftler Manfred Kappeler. Ziel sei die Ausrichtung auf "ein geordnetes, arbeitshartes Leben" gewesen, Widerstand wurde mit Gewalt gebrochen, Drill und blinder Gehorsam waren die vorherrschenden Maßstäbe. "Züchtigung erhöht die Brauchbarkeit des Zöglings", heißt es in einem Standardwerk der Heimerziehung aus dem Jahr 1955. Gewusst habe das jeder, mitgemacht hätten alle, sagt Kappeler. Bis weit in die 70er-Jahre hinein habe "die Heim- und Fürsorgeerziehung in der Bundesrepublik die autoritäre Anstaltserziehung praktiziert". Erst in den 80er-Jahren habe sich das grundlegend geändert.

2500 ehemalige Heimkinder haben sich bisher bei Anlaufstellen, Vereinen oder Medien gemeldet, 50 allein in Hessen. Fast ein Dutzend von ihnen erzählte jetzt bei einer Anhörung persönlich von jahrelangem Leid und Qualen. "Ich kannte Dunkelhaft und Demütigungen, nachts musste ich bis zu sechs Stunden im Nachthemd im zugigen Hausflur stehen, ich wurde sexuell missbraucht und immer wieder geschlagen", berichtet Norbert Büchner aus seinen 18 Jahren in Heim.
Alles lesen: http://www.welt.de/die-welt/politik/article5238799/Gewalt-als-System.html


ARD
Misshandlungen in Heimen zwischen 1930 und 1970
Späte Entschuldigung bei "vergessenen Australiern"

In mehreren Ländern wurden bereits systematische Misshandlungen in Kinderheimen, zumeist kirchlichen, aufgedeckt. Nun hat sich auch der australische Premier Rudd bei den "vergessenen Australiern" entschuldigt - für das Leid, das ihnen noch bis 1970 zugefügt wurde.

Erst im Mai hatte in Irland ein Bericht über den Missbrauch von Kindern in kirchlichen Heimen für Betroffenheit gesorgt, im September 2008 ergab eine Untersuchung, dass auch in Deutschland Kinder in den 50er- und 60er-Jahren in evangelischen Heimen misshandelt wurden.
Weiter lesen: http://www.tagesschau.de/ausland/australien260.html


Focus: Premier entschuldigt sich bei Heimkindern
Lügen und Zwang: Der australische Premierminister Rudd hat sich bei Zehntausenden Landsleuten entschuldigt, die als junge Menschen in Heimen jahrelang vernachlässigt und missbraucht worden sind.
"Wir entschuldigen uns für die Tragödie“, sagte Kevin Rudd bei einer Zeremonie vor mehr als 1000 Opfern im Parlament.
Weiter lesen: http://www.focus.de/politik/ausland/australien-premier-entschuldigt-sich-bei-heimkindern_aid_454554.html


Ich bin ein Heimkind (Heimkinder II)
Ein Reportage mit Martin Blachmann

* SendeterminSonntag, 22. November 2009, 16.25 - 16.55 Uhr .
* WiederholungsterminSamstag, 28. November 2009, 09.30 - 10.00 Uhr (Wdh.)
Zwei Tage nach seiner Geburt verließ ihn seine Mutter. Von diesem Tag an lebte Johann in Heimen.
Seine Erinnerungen sind von Demütigungen geprägt.
Das Schlimmste – so denkt er zurück – war die Trennung von seinem Bruder. Sie wurde zum nicht bewältigten Trauma.
Weiter lesen: http://www.wdr.de/tv/tag7/sendungsbeitraege/2009/1122/ich_bin_ein_heimkind.jsp


Kindheitstraumata fordern lebenslang Tribut
Wer als Kleinkind extremen Stress oder Traumata erlebt hat, ist später eher von Depressionen oder Angststörungen betroffen.

Warum das so ist, berichten Forscher vom Münchner Max- Planck- Institut für Psychiatrie in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience". "Ein Teil derjenigen, die an psychischen Störungen leiden, erlebte Schlimmes in der Kindheit. Auch wenn sich nicht aus jedem frühen Trauma später eine Krankheit entwickelt, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür", so Studienleiter Dietmar Spengler im pressetext- Interview. Im Mausversuch konnte der Mechanismus nun geklärt werden, wie psychische Belastungen die Genaktivität und Stressbereitschaft dauerhaft verändern können.

Dazu trennten die Forscher neugeborene Mäuse für drei Stunden von ihrer Mutter, und zwar an zehn Folgetagen. "Das löste einen rein psychischen Stress aus, während die Nahrungsaufnahme durch die relativ kurzen Abwesenheiten nicht beeinträchtigt wurde", berichtet Spengler. Ein DNA- Test zeigte später, dass den Mäusen chemische Markierungen, sogenannte Methylgruppen, in einem regulatorischen Abschnitt des Vasopressin- Gens fehlten, die gewöhnlich die Produktion des Eiweißmoleküls Vasopressin im Gehirn hemmen. In Folge wurde dieses Stresshormon ständig weiterproduziert, was sowohl Emotionen, Gedächtnis als auch den Antrieb der Tierchen störte. Die Mäuse kamen ihr ganzes Leben lang kaum mit Stresssituationen zurecht.

Zeitfenster nach Geburt entscheidet
Weiter lesen: http://www.vol.at/news/tp:vol:gesundheit/artikel/kindheitstraumata-fordern-lebenslang-tribut/cn/news-20091110-04592711


SWR 2
Sehen Sonntag, 16.25 Uhr, WDR. Tag 7. Heimkinder: lebenslänglich Heimkind.
Kampf um Liebe und Rente. Beginn einer dreiteiligen Serie über ehemalige Heimkinder in kirchlichen Einrichtungen,
deren Umstände in den 1950er und 60er Jahren und den Kampf der Insassen um Anerkennung und Entschädigung.
Ansage bei: Schwäbische Post: http://www.schwaebische-post.de/452781/


„Endlich reden wir darüber“

DIE ERLEBNISSE VON DAMALS WÜHLEN DIE OPFER BIS HEUTE AUF: IMMER MEHR EHEMALIGE HEIMKINDER, DIE IN DEN 50ER- UND 60ER-JAHREN MISSHANDELT WURDEN, MELDEN SICH BEI DER

IM NORDWESTEN - „Wir wohnten gegenüber in der Waisenhausstraße in Varel“, erinnert sich Gudrun Busalski aus Sande. Sie ging mit Kindern des Vareler Waisenstifts in den 1960er-Jahren zur Schule. „Das Foto in der NWZ zeigt die Kinder im besten Sonntagsstaat. Ich weiß, dass die Mädchen und Jungen nur für diese Aufnahme so herausgeputzt wurden. Im Alltag sah das ganz anders aus. Ich werde das Geräusch der groben Holzpantinen nicht vergessen, mit denen die Kinder übers Pflaster gingen.“

Im Waisenhaus wurden sie geschlagen, in der Schule drangsaliert. „Sie saßen dort, wo niemand sitzen wollte, und waren isoliert. Ich habe dem Lehrer gesagt, er solle die armen Kinder nicht so quälen. Da drohte er mir gleich“, sagt die 64-jährige Gudrun Busalski.
Weiter lesen: http://nwzonline.de/index_regionalausgaben_ticker_artikel.php?id=2156261


Kindheitstrauma hinterlässt genetische Spuren

Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit können die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können durch schweren psychischen Stress Methylgruppen an die Erbsubstanz angelagert werden. Diese Änderungen können dann zum Beispiel dazu führen, dass mehr Stresshormone produziert werden.
weiter lesen: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31590

Der Film zu dem oben erwähnten Thema wurde vor einem Jahr in der USA unter dem Titel "Ghost in the Genes" gezeigt und ist in Englisch zur sehen: http://www.pbs.org/wgbh/nova/genes/


Angsterkrankung
Kindheitstrauma verändert die Gene

Schwerer psychischer Stress in der Kindheit kann die Erbsubstanz verändern und damit die Anfälligkeit für Angsterkrankungen und Depressionen erhöhen. Betroffene produzieren in der Folge deutlich mehr Stresshormone.
Traumatische Erlebnisse oder extremer Stress in der Kindheit können die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können durch schweren psychischen Stress sogenannte Methylgruppen - einfache chemische Markierungen - an die Erbsubstanz angelagert werden.
Weiter lesen: http://www.ksta.de/html/artikel/1257419194717.shtml


Vollmer: Ehemalige Heimkinder sollen sich melden

Berlin (KNA) Der Runde Tisch zur Heimerziehung hat ehemalige Heimkinder aufgerufen, sich in Beratungsstellen zu melden. Bislang hätten nur etwa 300 bis 400 Betroffene Kontakt zur Infostelle des Runden Tisches aufgenommen, sagte die Vorsitzende Antje Vollmer im Anschluss an eine Tagung des Gremiums am Freitag in Berlin. Nur der Kontakt mit möglichst vielen Heimkindern ermögliche eine umfassende Aufarbeitung der Zustände in den Erziehungsheimen der 1950er und 60er Jahre in der Bundesrepublik.
«Uns geht es um Anerkennung des Unrechts, eine Entstigmatisierung der Betroffenen und deren Rehabilitation»
Mehr lesen: http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=2728


Heimkinder: Gehorsam und Strafen prägten christliche Erziehung

Der Runde Tisch Heimerziehung beschäftigte sich am Donnerstag in Berlin mit der Verantwortung der Kirchen für die Zustände in der Heimerziehung von den 50er bis in die 70er Jahre.
Von insgesamt 800.000 Heimkindern in dieser Zeit lebten rund 500.000 Kinder und Jugendliche in konfessionellen Einrichtungen der kirchlichen Wohlfahrt und von Ordensgemeinschaften. Offenbar prägten Gehorsam und Strafen die Erziehung in den konfessionellen Kinder- und Jugendheimen der frühen Bundesrepublik.
Weiter lesen: http://blasphemieblog.wordpress.com/2009/11/07/heimkinder-gehorsam-und-strafen-pragten-christliche-erziehung/


Heimerziehung nach dem Krieg
Die Fenster zur Vergangenheit

Stuttgart - Das Kindheitsdrama beginnt im Frühjahr 1951. Jürgen und Dieter Stumpf sind wenige Monate alt, als sie das Jugendamt entdeckt. Bei ihren Eltern im Sillenbucher Flüchtlingslager - im Volksmund "Asozialenasyl" genannt - können die eineiigen Zwillinge nicht bleiben. Der Vater trinkt, die Mutter verkauft sich an andere Männer. In den Akten der Stadt Stuttgart heißt es: "Die Eltern Stumpf haben sich wenig erziehungsfähig gezeigt. Für die Zwillinge und auch für die vier weiteren älteren Geschwister (zwei unehelich) wurden wegen drohender Verwahrlosung Anträge auf Sorgerechtsentzug gestellt." Die Mutter wird als "primitive Frau und schwere Psychopathin" beschrieben, die Familie bewohne "eine sehr beengte Fürsorgeunterkunft". Die Säuglinge Jürgen und Dieter werden aus diesem Milieu entfernt und in das Kinderheim Scheufelen nach Kirchheim/Teck gebracht. (A)
Weiter: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2266352


Brisante Fragen zur Heimerziehung

Hannover/Berlin.
„Ich bedaure das damalige Unrecht im Namen meiner Kirche zutiefst“, sagt Erzbischof Robert Zollitsch. In Freiburg traf sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz dieser Tage mit drei Vertretern des Vereins ehemaliger Heimkindern. Zollitsch bekräftigte dabei einmal mehr, dass sich die katholische Kirche ebenso wie die evangelische allen Fragen der Vergangenheit stellen will. Auch andernorts geht die Aufarbeitung der Heimkinder-Schicksale weiter. In Berlin hat gestern und vorgestern zum fünften Mal der „Runde Tisch Heimerziehung in den 50er- und 60er-Jahren“ getagt. Und in Hannover bemüht sich die Landesregierung heute, das vom Landtag beschlossene Forschungsprojekt zum Thema voranzutreiben. (A)
Weiter lesen: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/23935381.html


„Wir helfen den Opfern von damals“

Ulrich Feldmeyer (59) leitet seit 1996 das heilpädagogische Kinderheim im Haus des Waisenstifts Varel. Heute ist es ein Haus der Hoffnung. Früher war es ein Haus der Angst.

Frage: Warum wurden Heimkinder in den 50er und 60er Jahren so brutal behandelt?

FELDMEYER: Es war – leider – eine andere Zeit. Früher war es eine Drohung hier in Varel, wenn Kinder über die Stränge geschlagen haben. „Du kommst ins Waisenstift.“ Heute ist es genau umgekehrt. Bei uns sind Kinder, die in ihren Familien Misshandlungen und Missbrauch erleben mussten.

Frage: Sie sprechen heute mit den Opfern von damals?

FELDMEYER: Ja, natürlich. Das ist keine Frage. Wir stellen uns der Verantwortung. Das Strafbuch aus dem alten Vareler Waisenhaus ist in Hannover, wo Experten der evangelischen Landeskirche die Zustände in vielen Heimen des Landes aufarbeiten. Wir wollen das nicht verschweigen. Das sind wir den Opfern von damals schuldig. Ihnen muss endlich geholfen werden.
Witer lesen: http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2151019/Wir+helfen+den+Opfern+von+damals.html


Jetzt stehen die Kirchen im Fokus.
Eine differenzierte Sicht ist angebracht Versöhnung gefragt

...Anteilnahme für die Opfer und die Suche nach der Wahrheit schließen sich nicht aus.
Mit Pauschalurteilen über die Heimerziehung in der Bundesrepublik in den Fünfziger- und Sechzigerjahren wird man den einzelnen Schicksalen nicht gerecht.
...Eines wird mit zunehmender Kenntnis der Materie immer klarer: Konfessionelle Heime – das waren damals mehr als zwei Drittel – zeigen keine signifikanten Abweichungen gegenüber denen anderer Träger.
...Die beiden großen Kirchen haben schnell erkannt, welche Brisanz in dem Thema für sie steckt. Ihnen ist nicht nur an einer möglichst genauen historischen Bestandsaufnahme gelegen, sondern auch an eigenen Lösungsansätzen.
Mehr lesen: http://www.merkur.de/2009_45_polkom_heimkinder.38232.0.html?&no_cache=1


Die Verantwortung der Kirchen: Runder Tisch zur Heimerziehung tagt am Donnerstag

Auschnitte: Wenn an diesem Donnerstag in Berlin der «Runde Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren» zu seiner fünften Sitzung zusammenkommt, soll es um die Verantwortung der Kirchen für eines der dunkelsten Kapitel in der frühen Bundesrepublik gehen.
Kirchliche Wohlfahrtsverbände und Orden führten drei Viertel der Heime und stellten zwei Drittel aller Heimplätze in der frühen Bundesrepublik.
Katholische Caritas und evangelische Diakonie haben über ihre Fachverbände jeweils ihre Einrichtungen befragt. Etwa ein Achtel der heute in der Erziehungshilfe tätigen katholischen Einrichtungen hat geantwortet, dass sie Kontakt zu ehemaligen Heimkindern haben. Von diesen 46 Einrichtungen sind wiederum etwa ein Viertel mit Vorwürfen über Misshandlungen von Heimkindern konfrontiert.
Ist die Zahl der Opfer gering, weil nur die berücksichtigt werden, die sich selbst melden, werden Spekulationen über eine hohe Dunkelziffer nicht abreißen. Nach Schätzungen von Bochumer Forschern, die im Rahmen eines Projekts, das von den Kirchen mitfinanziert wird, die konfessionelle Heimerziehung untersuchen, geht es insgesamt um rund 190.000 Kinder und Jugendliche, die zwischen 1950 und 1970 in evangelischen Heimen waren und rund 290.000 Zöglinge in katholischer Obhut.
Alles lesen: http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/159831runder-tisch-zur-heimerziehung-tagt-am-donnerstag.html


Wenn ein Mensch sich in mehrere Ichs aufspaltet
Die Dissoziative Identitätsstörung – Würzburger Psychotherapeutin über ein in der Fachwelt umstrittenes Krankheitsbild
Manche Menschen haben nicht nur eine Persönlichkeit, sondern mehrere. Dissoziative Identitätsstörung heißt das in der Fachwelt umstrittene und deshalb selten diagnostizierte Krankheitsbild. Für die Psychotherapeutin Elisabeth Kirchner vom Würzburger Verein Wildwasser ist die Aufspaltung in mehrere Ichs eine Strategie, mit der vor allem Frauen versuchen, Gewalterfahrungen in frühester Kindheit – oft sexueller Missbrauch – zu bewältigen.
Weiter lesen: http://www.mainpost.de/nachrichten/journal/journal/mp/ju/art34602,5351370



Hessischer Landtag befasst sich mit Gewalt in der Heimerziehung
In der Anhörung, bei der auch ehemalige Heimkinder zu Wort kamen, kritisierte der Sozialpädagoge Manfred Kappeler, dass Gewalt der Erzieher gegenüber den von ihnen betreuten Kindern und Jugendlichen angesichts der Organisation der Heime unvermeidbar gewesen sei. Ziel dieser "strukturellen Gewalt" in den Heimen sei die "gehorsame Unterwerfung" gewesen.

Bei den Jugendlichen sei "jegliche Autonomie des Handelns" unterbunden worden. Sie hätten durch die weitreichende Isolierung von der Außenwelt keine Möglichkeit gehabt, eigene Lebensentwürfe zu entwickeln. Die Zustände in den Heimen - schwere körperliche Arbeit, undurchschaubare Strafen und strenge Reglementierung des Tagesablaufs - seien den Verantwortlichen jedoch zu jeder Zeit bekannt gewesen. Sowohl die Fachliteratur als auch die Studien und Berichte etlicher - oft sogar von den zuständigen Ministerien eingesetzten - Kommissionen hätten Drill und blinden Gehorsam als Erziehungsziele kritisiert.
Zwischen 1950 und 1980 seien an die 900.000 Menschen mit fragwürdigen Diagnosen wie Idiotie oder Schwachsinn oder als "schwer erziehbar" in Heime eingewiesen worden, bilanzierte Kappeler.
Weiter lesen: http://www.epd.de/hessen/hessen_index_69292.html


Ein dunkles Kapitel
Mit 19 Jahren kam die Selmerin ins Vinzenzheim in Dortmund, von 1964 bis 1965. Sie war schwanger von einem verheirateten Mann, „das reichte, um mich wegzustecken.“ Das Kind wurde im Heim geboren, kam auf die Kinderstation. „Es wurde mir weggenommen.“ Fünf Minuten pro Tag durfte sie es sehen, nur sonntags eine halbe Stunde. „Irgendwann muckte ich auf.“ Drei Tage kam sie dafür in die Dunkelzelle, vielleicht einen Quadratmeter groß, eine Matratze auf dem Boden.
Das Vinzenzheim kennt die Landtagsabgeordnete Annegret Krauskopf (SPD) nur zu gut. Es ist der Grund, weshalb sie sich für ehemalige Heimkinder einsetzt....
Als Praktikantin arbeitete sie dort Anfang der 60er Jahre, erlebte Leid und Gewalt. „Frauen in den Wehen, die ihr Kind erst kriegen durften, wenn sie den Flur geputzt hatten“, nennt die Landespolitikerin als Beispiel.
Mehr lesen: http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/nordwalde/1151078_Ein_dunkles_Kapitel.html


Heimkinder-Schicksale
"Im Namen Jesu geprügelt"
In vielen Heimen sind Kinder in den 50er und 60er Jahren körperlich und seelisch misshandelt worden.
Der Landtag leistete am Donnerstag einen Beitrag zur Aufbereitung dieses Unrechts.
Eine Jugend voller Arbeit, Strafen und Gewalt - auch in Hessen ist Heimkindern in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Unrecht angetan worden. Der Sozialausschuss des Landtags in Wiesbaden hatte etwa 50 ehemalige Heimkinder zu einer Anhörung eingeladen und ließ sich von deren erschütternden Schicksalen berichten.

Auch andere Länder beschäftigen sich mit dieser dunklen Vergangenheit. In Berlin sucht ein Runder Tisch von Betroffenen, Heimträgern, Bundestag, Bund, Ländern und Kommunen nach einer Möglichkeit, das Unrecht wiedergutzumachen. Doch vor teuren Entschädigungszahlungen hat die Politik Angst.
video and mehr Text: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp;jsessionid=D8E5C343AF97B22AD448BF82BBB12966?rubrik=34954&key=standard_document_38238247


„Ich konnte nicht mehr weinen“
30. Oktober 2009 Die Straftaten liegen dreißig, vierzig, fünfzig Jahre zurück, aber die Opfer können nicht vergessen, leiden noch heute psychische Qualen. Etwa 850.000 Kinder und Jugendliche wuchsen zwischen 1945 und 1975 in Deutschland in Waisen- und Erziehungsheimen auf. Viele von ihnen mussten brutale Erziehungsmethoden, Arbeitszwang, Prügel und sexuelle Übergriffe über sich ergehen lassen. Albträume, Depressionen, mangelndes Selbstwertgefühl, Kontaktschwierigkeiten sind die Spätfolgen. Bei einer Anhörung des Landtagsausschusses für Arbeit, Familie und Gesundheit berichteten zahlreiche ehemalige Heimzöglinge von ihren tragischen Schicksalen in hessischen Einrichtungen.

Viele der Opfer wissen bis heute nicht einmal, warum sie als Kinder ins Heim mussten. Angeborene Schwachsinnigkeit, Idiotie, schwer erziehbar – so lauten Erklärungen, die sich heute in den Akten finden. Manche, von überforderten Eltern abgeschoben („Ich war von Geburt an nicht erwünscht“), erhofften sich nach den Worten des Ausschussvorsitzenden Andreas Jürgens (Die Grünen) in einer vielversprechend „Heim“ genannten Einrichtung sogar eine Verbesserung ihrer Situation. „Aber statt Geborgenheit und Schutz erwartete sie oft die Hölle auf Erden.“
Weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~E561190AF0DBC44629F05548779A92236~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Heimkinder - Demütigung im Heim
29.10.09 | 18:47 Uhr

Frühere Heimkinder berichteten im Landtag über ihr Leid Gudrun Ickenroth droht immer wieder die Stimme zu versagen. Was die 54-Jährige zu berichten hat, ist erschütternd: In einem Kinderheim der Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christie im hessischen Dernbach und später im katholischen St. Vincenzstift in Rüsselsheim-Aulhausen erlebte sie 14 Jahre lang Schläge, Gewalt und Vergewaltigung - alles im Namen Gottes.

«Ich wurde vom Pfarrer missbraucht, mehrfach», sagt sie mit erstickter Stimme. Es ist das erste Mal, dass Ickenroth über ihre Erlebnisse öffentlich spricht. Es fällt ihr schwer, so wie den anderen acht Betroffenen, die am Donnerstag bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag ihre Schicksale schildern.
Weiter lesen: http://www.ad-hoc-news.de/heimkinder-demuetigung-im-heim--/de/Politik/20653602


Schicksale misshandelter Heimkinder ist Thema im hessischen Landtag
Landtag will überlegen, was er tun könne, um den Opfern wenigstens noch bisschen Genugtuung und Anerkenung zu verschaffen

Wiesbaden. Am Donnerstag haben einige ehemalige Heimkinder aus Hessen in einer Anhörung des Landtags von Psychoterror, Demütigungen und Gewalt gegen ihre Person während ihres Heimaufenthalts in den 50er und 60er Jahren geschildert. «Es war einfach alles verboten», selbst Pfeifen oder Bücherlesen, erzählte Renate Schmidt, die 31 Monate in einem Erziehungsheim verbrachte. Günter Klefenz berichtete, dass ihn eine Erzieherin sogar krankenhausreif geschlagen habe. Manfred Menke schilderte indes von seinen mehrfachen Selbstmordversuchen und ständiger Flucht aus den Heimen.
Mehr lesen: http://www.topnews.de/schicksale-misshandelter-heimkinder-ist-thema-im-hessischen-landtag-377986


Ad Hoc-News 24.10.09 | 13:06 Uhr/ddp/swo/fgr
Heimkinder - (ddp-Interview) Wissenschaftler: Schicksale von Heimkindern offensiver aufarbeiten

Seit einigen Jahren werden die Erziehungsmethoden in deutschen Kinderheimen verstärkt diskutiert Auch zahlreiche damalige Heimkinder aus Hessen berichteten von körperlicher Misshandlung und psychischer Gewalt Der hessische Landtag will daher einen Beitrag dazu leisten, «das Unrechtsschicksal von Heimkindern in hessischen Kinderheimen» aufzuarbeiten und hat für den 29 Oktober eine öffentliche Anhörung organisiert. Der Marburger Erziehungswissenschaftler Wolfram Schäfer fordert eine aktivere Aufarbeitung der oftmals menschenverachtenden Zustände in westdeutschen Kinderheimen bis in die 1970er Jahre. «Sowohl die Träger solcher Heime als auch Kommunen und einzelne Bundesländer müssen sich mit dem schwierigen Thema offensiver auseinandersetzen», forderte der Forscher, der an der Uni Marburg lehrt, im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Zu diesem Zweck müssten Archive für die Betroffenen geöffnet werden. Auch sollten Wissenschaftler Zugang zu vorhandenen Akten erhalten.

Seit einigen Jahren werden die Erziehungsmethoden in deutschen Kinderheimen verstärkt diskutiert. Auch zahlreiche damalige Heimkinder aus Hessen berichteten von körperlicher Misshandlung und psychischer Gewalt. Der hessische Landtag will daher einen Beitrag dazu leisten, «das Unrechtsschicksal von Heimkindern in hessischen Kinderheimen» aufzuarbeiten und hat für den 29. Oktober eine öffentliche Anhörung organisiert. In Berlin diskutiert außerdem ein Gremium seit Anfang dieses Jahres beispielsweise über Entschädigungsforderungen und die Finanzierung von psychologischen Behandlungen.

«Das sind ganz immense Fortschritte, doch die Aufarbeitung dieser skandalösen Zustände hat damit erst angefangen», sagte Erziehungswissenschaftler Schäfer. Neben der Aufarbeitung der Vergangenheit seien die Nachforschungen zudem auch dafür wichtig, aktuelle und künftige pädagogische Konzepte kritisch zu hinterfragen.
Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/heimkinder-ddp-interview-wissenschaftler-schicksale-von--/de/Politik/20635092


Ein von Gott vergessenes Kind
Auszug:
Kein Kind ist von Grund auf schlecht. Genau das wurde Ursel Kraft jedoch vermittelt. Damals, als sie an einem Februartag im Jahr 1970 im „Birkenhof“ ankam, einem Kinderheim in Hannover - Evangelische Fürsorge und Krankenanstalt, hieß es im Untertitel.
Dort kam sie in Gruppe 9, genannt „die Familie“. Die Erzieherin war die „Familienmutter“. Noch genau kann sie sich an den endlos langen mit braunem Linoleum ausgelegten Flur erinnern, von dem die Türen zu den Zimmern abgingen. „Schlimmer hätte ich es mir im Gefängnis auch nicht vorstellen können“, sagt sie. Auch die Postkontrollen, der mit Stacheldraht gesicherte Zaun, der nachts mit Schäferhund patroullierend Wachmann und die geschlossenen Fenster halten diesem Vergleich durchaus Stand.
Mehr bei: http://www.wzonline.de/index.php?id=2913&tx_ttnews[tt_news]=136680&tx_ttnews[backPid]=624&cHash=15575f8d39



Psychologie
Mutter ist an allem schuld
Wenn es um das Erziehungsverhalten geht, wie etwa Zuwendung zeigen, vorlesen oder körperlich strafen, schauen sich Frauen viel von der eigenen Mutter ab. Auf Männer hat das mütterliche Verhalten weniger Einfluss, berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie". Die Erkenntnisse beruhen auf Ergebnissen einer Studie von Wissenschaftlern der State University in Ohio. Sie verglichen die Aussagen von 1133 jungen Vätern und Müttern mit denen ihrer Eltern, die diese 1979 gegeben hatten. Ein Resultat: Mütter, die von ihrer Mutter geschlagen wurden, erhoben gegen ihre Kinder doppelt so häufig die Hand wie andere. DW
veroeffentlicht bei: http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4944431/Wissenschaft.html



Die Heimkinder brechen erst jetzt ihr Schweigen

Auch zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution suchen Opfer des SED-Regimes Hilfe. Beim Bürgerkomitee in Zella-Mehlis melden sich jetzt vor allem ehemalige Heimkinder und Insassen von Jugendwerkhöfen.
Es sind tragische Geschichten und oft zutiefst verstörende, die in den kargen Räumen des Bürgerkomitees in Zella-Mehlis erzählt werden. Oft sitzen Männer wie Z. am gelben Resopaltisch, die ihr Leid so tief in sich vergraben haben, dass sie daran erkrankten.
Z. kann wohl selbst kaum glauben, wie sehr seine Seele gelitten hat. Er legt eine Hand auf die dünne Akte mit den gelben Pappdeckeln und schüttelt den Kopf. Nein, auch wenn sein Name nicht genannt wird, soll über ihn nichts zu lesen sein.
Mehr lesen: http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,1049074

Ergebnisprotokolls der 4. Sitzung des Runden Tisches
In dieser vierten Sitzung ging es um besonders problematische Heime und die Rolle öffentlicher Stellen als Einrichtungsträger und Aufsichtsinstitutionen. Das Ergebnisprotokoll der vierten Sitzung können Sie unter: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles3.htm herunterladen.

Weitere Informationen:
WENN EHEMALIGE HEIMKINDER HEUTE ZU UNS IN DIE BERATUNG KOMMEN
Was müssen oder sollten wir wissen?
Die Fachtagung richtet sich an alle Fachkräfte, die Beratungs- und Unterstützungsarbeit leisten.
Vielleicht haben Sie selber Interesse an der Veranstaltung oder wollen als Multiplikatoren darauf hinweisen.
Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter: http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles.htm


Das Parfumfläschchen

Ich höre einen Schrei, spüre, wie mir die Bettdecke weggezogen wird. Zwei Stahlhände bohren sich in meine Arme, zerren mich aus dem Bett heraus auf den kalte Linoleum Boden. Langsam begreife ich, es ist kein Traum. Das war mein Schrei. Ich werde von Schwester Abelada geschüttelt, immer wieder zu Boden gestoßen, was habe ich ihr im Schlaf getan?

Da liegt er, der kleine silberne Flacon, direkt vor mir auf dem Boden. Offen. Die Schwester nimmt ihn in die Hand und fragt was das sei. Ich beginne zu weinen. Es ist ein Stück meiner Mutter, eine letzte Erinnerung an sie, gefüllt mit ihrem Parfum. Nun leer. Ich kann nur weinen. Das genügt ihr als Antwort natürlich nicht. Sie schlägt mich ins Gesicht, immer wieder, bis ich mich aufs Bett werfe und meinen Kopf zu schützen versuche.
Weiter lesen


Die Kindheit genommen
Nein, sprechen wollte er nie darüber. Viele Jahre hat er den Kummer heruntergeschluckt. "Weil ich mich geschämt habe."

Der Spruch am Eingang der Pforte zum Waisenhaus in Heiligenstadt hat sich ihm eingebrannt: "Wer sein Kind liebt, der züchtigt es."
Mehr lesen: http://www.tlz.de/tlz/tlz.heiligenstadt.volltext.php?kennung=on1tlzLOKStaHeiligenstadt40093&zulieferer=tlz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Heiligenstadt&auftritt=TLZ&dbserver=1


Die Unwertigen – ein Dokumentarfilm über Heimkinder in Deutschland
Ab Donnerstag, 19. November wird in Deutschland der
Dokumentarfilm DIE UNWERTIGEN Deutschland 2009,
86 Minuten von Renate Günther-Greene zu sehen sein.
Er erzählt aber auch von der gesellschaftlichen Verdrängung nach 1945 und den Folgen für die Betroffenen bis heute.
„Die Unwertigen“ behandelt einen Teil der deutschen Geschichte, der zur Zeit auf Bundesebene und in nahezu allen Bundesländern an Runden Tischen aufgearbeitet wird und deshalb einen sehr aktuellen Bezug hat.
Mehr: http://www.newsmax.de/die-unwertigen--ein-dokumentarfilm-ueber-heimkinder-in-deutschland-news46606.html


Entschuldigung akzeptiert

Hannover - Der Verein ehemaliger Heimkinder hat die Entschuldigung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche für Misshandlungen angenommen und zugleich Entschädigungen in Milliardenhöhe gefordert.
Weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/G5u38Z/3088239/Entschuldigung-akzeptiert.html


Focus: Kirche bittet Heimkinder um Vergebung
Prügel, seelische Gewalt und Missbrauch waren an der Tagesordnung. Als eine der ersten hat sich die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers bei misshandelten Heimkinder entschuldigt.
weiter lesen: http://www.focus.de/politik/deutschland/misshandlungen-kirche-bittet-heimkinder-um-vergebung_aid_442845.html#comnt_2155554

nicht vergessen, Leser-Kommentare lesen


Gemeinsame Erklärung
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und
des Diakonischen Werkes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers e.V.

zu der Situation in Heimen der Jugendfürsorge in den 50er und 60er Jahren.
Mit Trauer stellen wir fest, dass in unseren Einrichtungen der Jugendfürsorge in den 50er und 60er Jahren
schlimmes Unrecht geschehen ist.

Weiter lesen: http://www.diakonie-hannovers.de/downloads/erklaerung_heimkinder_7-10-09.pdf

Vergebung?
Die evangelische Kirche und die Diakonie bitten um Vergebung.
Wo ist die Buße, die Veränderung der evangelischen Kirche und der Diakonie, die eine Vergebung voraussetzt?
Nirgends!
Sie betreiben nach wie vor „Schadensminderung“ auf Kosten der Opfer, um ihren Status zu erhalten.

Kirche! Diakonie! Tragt Verantwortung, hört auf nach denen zu suchen, denen es in Heimen „gut“ ging, erkennt die Folgeschäden eurer Vergehen und dann zieht eure goldenen Kleider aus, gebt die silbernen Löffel und von eurem Reichtum ab an die, die gelitten haben, als sie den Reichtum für euch geschaffenen haben.
Das ist Buße! ... ein Grund zur Vergebung!
Sieglinde Alexander


SPD: Wernstedt soll Vorsitz im Landesarbeitskreis für Heimkinderübernehmen
Die SPD-Landtagsfraktion forderte am Dienstag in Hannover, dass der ehemalige Landtagspräsident Professor Rolf Wernstedt anstelle von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) den Vorsitz übernehmen soll. Die Ministerin könne nicht als neutral gelten, da das Land in der fraglichen Zeit als Heimbetreiber und Aufsichtsbehörde selbst Verantwortung trug, kritisierte der SPD-Sozialexperte Uwe Schwarz.
alles lesen: http://www.epd.de/niedersachsen_bremen/niedersachsen_bremen_index_68576.html


"Es ist schweres Unrecht passiert"

Im Skandal um misshandelte Heimkinder in den 1950er- und 60er-Jahren haben die Evangelisch-lutherische Landeskirche und das Diakonische Werk am Mittwoch um Vergebung gebeten. Es sei beschämend, dass der christliche Anspruch von der Wirklichkeit nicht gedeckt wurde, hieß es am Rande einer Tagung in Hannover zur Aufarbeitung der Schicksale misshandelter Heimkinder. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtete, waren bei dem Treffen auch rund 100 Betroffene vor Ort.
alles lesen: http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/missbrauch116.html


Unrecht an Heimkindern soll umfassend erforscht werden
Hannover (epd). In Niedersachsen soll das Unrecht an Heimkindern in den nächsten Jahren systematisch untersucht werden. Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) kündigte am Montag in Hannover nach einer Sitzung des Gesprächsarbeitskreises "Heimerziehung 1945-1975" ein großangelegtes Forschungsprojekt dazu an. Dabei sollen alle Träger und Einrichtungen, die Strukturen der Unterbringung und der Heimaufsicht sowie Beschwerden und besondere Vorkommnisse unter die Lupe genommen werden.

Ross-Luttmann versicherte, dass das Land die ehemaligen Heimkinder bei der Aufarbeitung unterstützen und dafür Aktenbestände zur Verfügung stellen wolle. "Alle Betroffenen benötigen Einsicht in noch vorhandene Akten, um ihre ganz persönliche Heimbiografie individuell aufarbeiten zu können", sagte sie. Auch die nichtstaatlichen Heimträger müssten ihre Archive öffnen.
Mehr lesen: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=11454


Niedersächsisches Landesarchiv öffnet Heimakten spätestens Ende des Jahres
Die ehemaligen Heimkinder Niedersachsens sollen unbürokratischen Zugang zu ihren Akten erhalten. Wie der Präsident des Niedersächsischen Landesarchivs, Dr. Bernd Kappelhoff, EMaK gegenüber bestätigte, sind die in den letzten Wochen im Landesarchiv Niedersachsen zusammengetragenen Akten noch nicht vollständig erschlossen; es ist aber bis spätestens zum Jahresende 2009 mit einem kompletten Nachweis zu rechnen.
Sobald weitere sachbezogene Informationen hierüber vorliegen, werden sie bei EMaK News publiziert.


“Sex in a cold climate”:
Eine Dokumentation auf Englisch mit italienischen Untertiteln über Misshandlungen der katholischen Kirche in Irland.
Der einzige Unterschied zu den Misshandlungen in deutschen Heimen ist die Sprache.
http://video.google.com/videoplay?docid=-1732953937770017672&ei=TdDESoTVIJLW-Abf5KzqBg&q=Sex+in+a+Cold+Climate#


Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren

Die Infostelle Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren ist
die Anlauf- und Informationsstelle für alle ehemaligen Heimkinder, die in
den 50er und 60er Jahren in Heimen in den alten Bundesländern
untergebracht waren und die dort Formen von Gewalt, Demütigungen und
Misshandlungen erlebt haben.
Der Runde Tisch wurde nach Beschluss des Deutschen Bundestages
eingerichtet und hat die Aufgabe die Vorkommnisse zu bewerten und bis Ende
2010 Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Zur Aufarbeitung und Auswertung des bisherigen Datenmaterials suchen wir
zum 01. Oktober 2009 eine studentische Hilfskraft im Rahmen eines
Werkvertrages.
Die vorliegenden Fragebögen sollen zeitnah ausgewertet werden (bis Ende
Oktober 2009), die qualitative Auswertung der zusätzlich vorliegenden
Briefe und Berichte innerhalb eines größeren Zeitfensters (Ende November
2009).

Bewerbungsunterlagen bitte an:

Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
Z. H. Frau Loerbroks
Mühlendamm 3
10178 Berlin
Tel.: 030 400 40 231
Katharina.Loerbroks@agj.de

Beste Grüße,
Matthias Ziegler

Prof. Dr. Matthias Ziegler
Institut für Psychologie
Humboldt-Universität zu Berlin
Quelle: http://www.adlershof.de/index.php?id=926&inserat=649&zak=5


Professor Dr. Manfred Kappeler:
„Heimerziehung in den fünfziger und sechziger Jahren. Kinder haben Rechte – Erinnerung und Ausblick.

Ich konnte nicht länger schweigen – aber wer wird mir glauben?’
Über die Traumatisierung ehemaliger Heimkinder“
Dieser Vortrag wurde am 14. Februar 2009 beim Diakonietag der Karlshöhe / Ludwigsburg gehalten.
In seinem Nachtrag geht Prof. Kappeler auch auf die Erfahrungen von Erzieherinnen und Erziehern in der Heim- und Fürsorgeerziehung der vierziger bis siebziger Jahre ein. EMaK hält gerade auch diesen Teil für sehr wichtig und publiziert den Nachtrag mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Nachtrag lesen


 

 

Ehemalige Heimkinder können sich direkt an den Runden Tisch wenden

Kontakt: Frau Katharina Loerbroks, Referentin der Infostelle des Runden Tisch:
Telefon: 030 400 40-231 oder 030 27 57 67 77 – Email:
info@rundertisch-heimerziehung.de

Webseite:
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/index.htm

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Umfrage

Wir fragen, wieviele Erwachsene wurden als Kinder misshandelt?

Konvention zum Schutze der Menschenrechte

wurden die Menschenrechte in den Nachkriegsjahren weiterhin verletzt?
Wichtige Punkte für ehemalige Heimkinder

 

Über Therapien
welche helfen wirklich?

Was ist Misshandlung

 

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Das Parfumfläschchen

Brandzeichen
bei Monika Detering

Meine schrecklichen Kindheits-Erinnerungen an das Rübezahl Heim. 1 2

Mehr zum Kinderheim in Holzen:
http://holzen-kinderheim-rubezahl-perversion-christlichen-auftrags.over-blog.de/

Briefe an die Eltern

Kindheitserinnerungen

Meine wahre Geschichte
von Katharina M.

Berichte von Misshandlungen in Heimen

Fred Schippers beschreibt seine Kindheit im
Kinderhein Schloß Dilborn

Ein Opfer des Dansweiler Hof und Freistatt schreibt

Wenn du mit 23 immer noch 8 und 15 bist
von Seviye

Für Alessandra
von Mathilde

Einer von 2555 Tagen
von Mathilde

ZUM ABSCHIED
NIKKO SCHOTT

Vom Feuer in die Hölle
Meine Jugendjahre im Mädchenheim Weiher.

Quälende Schatten aus der Vergangenheit

Ich Bernd Grün

Über ein Leben im Heim und ein Schicksal, das sprachlos macht

Mundtot

H. Franke aus Aachen

Meine Geschichte
von M. Schlage

"Ein beinahe zerstörtes Leben"

Sylvie's Life

Damals - Heute

Die Ohrenentzündung

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Sie können die Misshandlungen Ihrer Kindheit zur Publikation einsenden.

Fragen ohne Antwort

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Warum gibt es heut noch Kindesmisshandlungen?

Kindesmisshandlungen Heute

Dunkelziffer von rund
150 000 misshandelten Kindern

   
 
   
   
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