Hiermit möchte ich Stellung
zu all den an mich gerichteten Emails nehmen, bezüglich der
Deformationen gegen ehemalige Heimkinder am Internet.
EMaK distanziert sich von diesen persönlichen
Aussagen und Angriffen. Unsere Webseite ist ein Angebot ohne jede
Verpflichtung für alle, die sich ihrer Kindheit bewußt
werden und über IHRE Kindheit (nicht über Andere) sich
aussprechen wollen.
Ich, Sieglinde Alexander, Gründerin von EMaK,
habe mich entschieden, die grausamen Geschichten von Misshandlungen
zu publizieren, um denen, die seit Jahren mit ihren Trauma alleine
sind, eine Stimme zu geben; und um das Bewusstsein der Öffentlichkeit
dafür zu wecken, dass das Menschenrecht, das damals schon
missachtet wurde, ein unumstrittener Bestandteil des Volkes wird.
Ich erlaube mir nicht als Richter noch als Ankläger
auftreten um die Erlebnisse einzelner eingesandter Geschichten
in Fragen zu stellen. Diese Geschichten sprechen für sich
selbst und brauchen keine angreifenden Kommentare von Menschen,
die die Wahrheit und das Erleben anderer nicht respektieren können.
Sollte jemand auf dem Rechtsweg Beweise erbringen
wollen, dass eine publizierte Geschichte unwahr ist, sollte derjenige
erst einmal den Beweis erbringen, dass er mit dem Berichterstatter/Opfer
24 Stunden, 7 Tage in Woche und in den Monaten/Jahren des Geschehens
verbracht hat.
Es ist bedauerlich wie ehemalige Heimkinder in
Deutschland heute das Muster der ihnen in der Kindheit zugefügten
Gewalt wiederholen. Alle die, die nach Jahren versuchen, ihren
Selbstwert zu finden, werden so zur Zielscheibe und zum Opfer
neuer Misshandlungen.
In all den im Internet verbreiteten Entstellungen
erkenne ich den kindheitsimplizierten Hass, der heute fehlgeleitet
auf ebenfalls Betroffene projiziert wird. Bedauerlicherweise muss
ich auch erkennen, dass der Misshandelte zum Misshandler geworden
ist.
Es schadet unseren gemeinsamen Zielen, unserer
Heilung und unserer so wichtigen Aufklärungsarbeit, dass
die, die so dringend Hilfe brauchen, wieder in die Hände
derer fallen, die selbst Hilfe brauchen würden, die aber
ihre eigene Agenda der Selbstprofilierung verfolgen.
Meine Aufgabe besteht darin, verletzten Menschen
zu helfen—aber nur dann, wenn diese mich um Hilfe bitten.
Die Verunglimpfungen, die wir heute erleben, sind
die Folge und Resonanz einer mit Gewalt imprägnierten Vergangenheit.
Die menschenverachtende Prägung einer grausamen
Kindheit wird nun in ihren Wiederholungen deutlich sichtbar. Wer
dieses in der Kindheit erlernte Muster von Dominanz, Kontrolle
und Rechthaberei heute wiederholt, identifiziert sich mit den
Misshandlern von damals.
Es war der fehlende Respekt für Menschen
und Kinder, der die Grundlage von Gewalt und Misshandlungen, ohne
Widerspruch, ohne Schutz und Zuflucht für die Misshandelten,
darstellte.
Sieglinde W. Alexander
Disclaimer
Wir geben keine juristischen oder psychologischen
Ratschläge.
Alle Beiträge auf dieser Webseite sind als Denkanstoß
zur Erkennung des Selbst und der gesellschaftlichen Realität,
nicht aber als fachkompetente Aussage zu betrachten. |
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